{"id":9859,"date":"2011-12-09T17:09:17","date_gmt":"2011-12-09T20:09:17","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/?p=9859"},"modified":"2011-12-09T17:09:17","modified_gmt":"2011-12-09T20:09:17","slug":"ein-erwachen-der-sinne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2011\/12\/09\/ein-erwachen-der-sinne\/","title":{"rendered":"Ein Erwachen der Sinne"},"content":{"rendered":"<p><strong>&#8220;Di\u00e1logo en la Oscuridad&#8221; ab Januar wieder im Kulturzentrum Ciudad Cultural Konex<\/p>\n<p><em>Von Laura Wagener<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/dialogo.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/dialogo.jpg\" alt=\"\" title=\"dialogo\" width=\"250\" height=\"126\" class=\"alignleft size-full wp-image-9861\" \/><\/a>Die au\u00dfergew\u00f6hnliche Ausstellung, welche in Deutschland unter dem Namen &#8220;Dialog im Dunkeln&#8221; bekannt ist, feiert ihren Erfolgszug seit 1988 in mittlerweile 180 Orten in \u00fcber 30 L\u00e4ndern Europas und Asiens sowie in den USA. Die Idee der Ausstellung ist es, Ber\u00fchrungs\u00e4ngste, Vorurteile und Stereotypen zwischen &#8220;behinderten&#8221; Blinden und &#8220;nicht-behinderten&#8221; Sehenden abzubauen, also eine ebenb\u00fcrtige Kommunikation zwischen beiden Seiten herzustellen. Dabei basiert die Ausstellung auf dem Prinzip des deutsch-j\u00fcdischen Philosophen Martin Buber: &#8220;Der einzige Weg zum Lernen ist die Begegnung&#8221;.<\/p>\n<p>In der Umsetzung bedeutet dies, dass die Rollen von Blinden und Sehenden umgedreht werden: Ein blinder Leiter f\u00fchrt eine kleine Gruppe Sehender durch eine Art Parcour von Situationen; durch den Wald, \u00fcber eine Br\u00fccke, in ein Gesch\u00e4ft usw. Das Besondere daran: All dies geschieht in vollkommener und absoluter Dunkelheit. Die Teilnehmer, welche sich normalerweise vor allem auf ihre Augen verlassen, m\u00fcssen sich nun mit Hilfe ihres Tastsinns, Nase, Ohren und Blindenstocks durch die Situationen man\u00f6vrieren. Orientierung und Sicherheit bietet dabei der blinde F\u00fchrer, der die Gruppe durch seine Stimme und bei Bedarf Ber\u00fchrungen durch die verschiedenen Abschnitte der Ausstellung leitet und dabei auf Ger\u00fcche, Wind, Texturen aufmerksam macht.<\/p>\n<p>Im Laufe der F\u00fchrung stellt der Teilnehmer fest, dass die Welt der Blinden nicht weniger reich an Eindr\u00fccken ist, sondern im Zweifel sogar facettenreicher, da die anderen Sinnesorgane viel bewusster genutzt werden und so mehr Details in allen Situationen wahrgenommen werden, da nicht der visuelle Eindruck der prominenteste ist. In jedem Fall w\u00e4chst nach dieser Erfahrung der eigenen Unbeholfenheit in der Welt der Blinden der Respekt vor dem, was diese Menschen jeden Tag leisten, enorm. Martin Buber beh\u00e4lt also Recht.<\/p>\n<p>Sommerpause im Dezember, ab Januar wieder im Kulturzentrum Ciudad Cultural Konex, Sarmiento 3131, Buenos Aires, donnerstags 17-22 Uhr, freitags 15-17.30 Uhr, samstags 10-17.30 Uhr, sonntags 14-20.30 Uhr Tickets bei Ticketek oder im Konex. Eintritt: 50 Pesos. Zugelassen ab 8 Jahren. Weitere Informationen auf der <a href=\"http:\/\/www.dialogoenlaoscuridad.org\/\">Webseite der Veranstaltung<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Di\u00e1logo en la Oscuridad&#8221; ab Januar wieder im Kulturzentrum Ciudad Cultural Konex Von Laura Wagener Die au\u00dfergew\u00f6hnliche Ausstellung, welche in Deutschland unter dem Namen &#8220;Dialog im Dunkeln&#8221; bekannt ist, feiert ihren Erfolgszug seit 1988 in mittlerweile 180 Orten in \u00fcber 30 L\u00e4ndern Europas und Asiens sowie in den USA. 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