{"id":986,"date":"2007-04-14T13:16:06","date_gmt":"2007-04-14T16:16:06","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2007\/04\/14\/986\/"},"modified":"2010-09-14T17:48:20","modified_gmt":"2010-09-14T20:48:20","slug":"986","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2007\/04\/14\/986\/","title":{"rendered":"Meisterklasse einer Musiklegende"},"content":{"rendered":"<p><strong>Tom Waits war der Stargast des BAFICI<\/p>\n<p><em>Von Susanne Franz<\/em><\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"image987\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2007\/04\/tom.jpg\" alt=\"tom.jpg\" \/><\/p>\n<p>Mit vielen Anekdoten und Witzen w\u00fcrzte Tom Waits, Kultmusiker, Schauspieler und Komponist von Filmmusiken f\u00fcr \u00fcber 50 Filme, seine Meisterklasse im Alvear-Theater am vergangenen Samstagabend. Nur rund 900 Fans kamen in den Genuss, den legend\u00e4ren Star zu sehen, daf\u00fcr hatten sie seit Freitagnacht f\u00fcr die Gratis-Karten Schlange gestanden. Etwa 3000 weitere Menschen, denen keiner auch gegen harte Dollars seine Karte verkaufen wollte, verfolgten das Geschehen auf einer Gro\u00dfleinwand vor dem Theater.<\/p>\n<p>Etwas grotesk gestaltete sich zun\u00e4chst das Gespr\u00e4ch mit den Moderatoren. Mart\u00edn P\u00e9rez wusste mehr \u00fcber das Leben von Tom Waits als dieser selbst und stellte minutenlange Fragen, um mit seinem Wissen zu protzen. Darauf erz\u00e4hlte Waits von seiner Mutter, die ihm immer lang und breit erz\u00e4hlen w\u00fcrde, was sich gerade abgespielt habe. &#8220;Und dabei war ich die ganze Zeit dabei! Ich lasse sie reden, weil ich sie liebe, aber wir beide sind uns gerade erst begegnet!&#8221;<\/p>\n<p>Das Thema der Meisterklasse, Musik im Kino, war eines von vielen im knapp anderthalbst\u00fcndigen Gespr\u00e4ch: &#8220;Wenn einem Regisseur das Geld und die Ideen ausgegangen sind, dann ruft er dich an und fragt dich, ob du mit einem Song seinen Film retten kannst&#8221;, erkl\u00e4rte Waits die Motivation einiger Filmemacher, ihn in die Produktion einzubeziehen. Manchmal sei ihm das ganz gut gelungen.<\/p>\n<p>Neben vielen witzigen Stories \u00fcber seine Arbeit mit Francis Ford Coppola, Jim Jarmusch, Roberto Benigni, Sylvester Stallone, Jack Nicholson oder Frank Zappa nahm Waits, der mit einem 40er-Jahre-Anzug und Hut bekleidet war, auch zu aktuellen Themen Stellung: Ja, dass Keith Richards die Asche seines Vaters geschnupft h\u00e4tte, habe er in der Zeitung gelesen. &#8220;Naja, es war ja nicht die Asche meines Vaters!&#8221;, meinte er lakonisch.<\/p>\n<p>\u00dcber die Ank\u00fcndigung von Jungstar Scarlett Johannson, dass sie eine CD mit Cover-Versionen seiner Lieder herausbringen wolle, sagte der 58-j\u00e4hrige Weltstar: &#8220;Ich habe fr\u00fcher mal richtig b\u00f6se reagiert auf einige der Leute, die meine Lieder gecovert haben. Heute will ich nur noch h\u00f6flich sein. So sage ich dann: \u2018Die hat eben einen guten Geschmack!\u2019&#8221;<\/p>\n<p>Zum Abschluss setzte sich Tom Waits ans Klavier und begl\u00fcckte seine Fans mit zwei Songs, &#8220;You Can Never Hold Back Spring&#8221; und &#8220;Tom Traubert\u2019s Blues&#8221;, wof\u00fcr er mit stehenden Ovationen gefeiert wurde.<\/p>\n<p><em>Erschienen im &#8220;Argentinischen Tageblatt&#8221; vom 14.04.07.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tom Waits war der Stargast des BAFICI Von Susanne Franz Mit vielen Anekdoten und Witzen w\u00fcrzte Tom Waits, Kultmusiker, Schauspieler und Komponist von Filmmusiken f\u00fcr \u00fcber 50 Filme, seine Meisterklasse im Alvear-Theater am vergangenen Samstagabend. 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