{"id":994,"date":"2007-04-23T12:15:19","date_gmt":"2007-04-23T15:15:19","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2007\/04\/23\/deutsche-dokus\/"},"modified":"2007-04-24T20:22:00","modified_gmt":"2007-04-24T23:22:00","slug":"deutsche-dokus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2007\/04\/23\/deutsche-dokus\/","title":{"rendered":"Deutsche Dokus"},"content":{"rendered":"<p><strong>&#8220;Neue Tendenzen im Deutschen Dokumentarfilm&#8221; im Leopoldo Lugones-Saal<\/strong><\/p>\n<div align=center><img decoding=\"async\" id=\"image999\" alt=Bruder.jpg src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2007\/04\/Bruder.jpg\" \/><br \/>\n<em>&#8220;Mein Bruder ist Koch. Er hat die Stadt verlassen und seine Stammkneipe in Berlin im Prenzlauer Berg. Er lebt jetzt seit einem Jahr in Frankreich, in den Bergen, unterm Dach der Pension von Micha und Yvonne. Andreas hat gedacht, er stirbt hier, drei Infarkte, eine Operation, das Herz und nichts mehr vor, aber daraus wird nichts. Mein gro\u00dfer Bruder hat sich pl\u00f6tzlich verliebt. In Vanina, die Frau vom Hufschmied mit den drei S\u00f6hnen. Micha finanziert die kleine Pension durch seine Arbeit auf Herzstationen in der Schweiz und in Deutschland. Er ist Kardiotechniker, Yvonne ist es gewesen. Sie nimmt sich jetzt Zeit f\u00fcr die Kinder. Mein Bruder arbeitet f\u00fcr Micha und Yvonne. Er kocht f\u00fcr sie und f\u00fcr die paar Sommerg\u00e4ste. Jetzt ist Oktober, mein Besuch ist kurz. Ich m\u00f6chte mit meinem gro\u00dfen Bruder \u00fcber Micha reden, seinen Freund. Unsern IM. Hier geht es nicht um Geheimdienste. Es geht um meinen Bruder und mich. Das Unausgesprochene zwischen uns. Sonst h\u00e4tte ich diesen Film nicht gemacht.&#8221; Thomas Heise<\/em><\/div>\n<p>Vom 24.4. bis 3.5. l\u00e4uft im Leopoldo Lugones-Saal des Theaters San Mart\u00edn (Av. Corrientes 1530) der Filmzyklus &#8220;Neue Tendenzen im Deutschen Dokumentarfilm&#8221;, der vom Goethe-Institut und dem Lugones-Kino anl\u00e4sslich des 40-j\u00e4hrigen Bestehens beider Institutionen organisiert wird. Unterst\u00fctzt wird der Zyklus vom Dokumentarfilmfestival DocBsAs\/07. Alle Filme werden in Originalversion mit spanischen Untertiteln gezeigt. Der Eintritt kostet 5 Pesos.<\/p>\n<ul>\n<li>24.4., 17, 19.30 und 22 Uhr: \u201eMi hermano\u201c (Mein Bruder) von Thomas Heise, 2005, 60 Min.<br \/>\nEin Film, gedreht in &#8216;La France Profonde&#8217;, im tiefsten Frankreich, und doch \u00fcber ein sehr deutsches Thema, welches die j\u00fcngste Geschichte nachhaltig bestimmte und heute noch pr\u00e4gt: Verrat unter Freunden und an Freunden &#8211; in der DDR, forciert und benutzt von den Zutr\u00e4gern der Stasi.<\/li>\n<li>25.4., 17, 19.30 und 22 Uhr: \u201e\u00bfCometi\u00f3 delitos de bancarrota Wolf von Amerongen?\u201d (Hat Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen?) von Gerhard Friedl, 2005, 78 Min.<br \/>\nDie experimentelle Reflexion \u00fcber die deutsche Wirtschaftsgeschichte zeigt Aufnahmen von Orten der Arbeit und des unsichtbaren Kapitals: harmlose Bilder von St\u00e4dten, Landschaften, Fabriken und Flugh\u00e4fen. Auf der Tonspur erz\u00e4hlt eine Stimme in lakonischem Tonfall von den Karrieren, Sitten, Spleens und Katastrophen des Gro\u00dfkapitals. Selten treffen sich Bild und Ton, der Regisseur \u00fcberl\u00e4sst dem Publikum die freie Assoziation. Von Amerongen, Flick, Strau\u00df, Krupp, Oetker, Thyssen&#8230; Der Film wird zum Wahrnehmungsexperiment, die Montage irritiert, statt zu illustrieren. Und wirft Fragen auf: Wie zeigt man Wirtschaftskriminalit\u00e4t, die nicht abbildbar ist? Und wie kann man Geschichte konstruieren?<\/li>\n<li>26.4., 17, 19.30 und 22 Uhr: \u201eLa red\u201c (Das Netz) von Lutz Dammbeck, 2004, 114 Min.<br \/>\nEin Dokumentarfilm, in dem einstige Aktivisten der Gegenkultur der Hippie-Jahre wie auch heutige Wissenschaftler \u00fcber die Entwicklung des Computers und des Internet befragt werden. Was bringt der menschlichen Gesellschaft die grenzenlose Entwicklung der Informationstechnik?<\/li>\n<p><!--more--><\/p>\n<li>27.4., 17, 19.30 und 22 Uhr: \u201eLiteralmente \u201aNo sin riesgo\u2018\u201d (Nicht ohne Risiko) von Harun Farocki, 2004 50 Min.<br \/>\nEin mittelst\u00e4ndischer Unternehmer und ein Risikokapital-Konzern treffen sich zu Verhandlungen. Mit einem Kredit soll eine technische Erfindung zur Serienreife gebracht werden. Farocki beschr\u00e4nkt sich auf die kommentarlose Beobachtung und Montage zweier Gespr\u00e4che bis zum Vertragsabschluss. Ein mikroskopischer Blick in eine Zelle heutiger \u00d6konomie, eine Ethnographie des Wirtschaftsalltags.<br \/>\n\u201eReconocer y perseguir\u201c (Erkennen und verfolgen) von Harun Farocki, 2003, 58 Min.<br \/>\nDie Filmaufnahmen aus den Projektilen amerikanischer Raketen sind seit dem ersten Irakkrieg von 1991 weltweit bekannt; sie dienten der Demonstration technischer \u00dcberlegenheit. F\u00fcr Harun Farocki sind sie Beispiele eines neuartigen Bildtypus. GPS-Systeme, \u201eintelligente Waffen\u201c, die industrielle Verarbeitung von Werkst\u00fccken: Sie alle basieren auf rechnerischen Prozessen, in denen die Bilder auf Algorithmen und technische Operationen reduziert sind.<\/li>\n<li>28.4., 14.30, 17, 19.30 und 22 Uhr: \u201ePasi\u00f3n por actuar\u201c (Die Spielw\u00fctigen) von Andres Veiel, 2003, 108 Min.<br \/>\nVier Schauspielsch\u00fcler werden w\u00e4hrend ihrer Ausbildung an der renommierten Schauspielschule Ernst Busch in Berlin begleitet. Sie sind sehr unterschiedlich in ihrer vita, ihrer Mentalit\u00e4t, ihrem Sozialverhalten, aber gleich in ihrer Theaterbegeisterung. Sie schlie\u00dfen erfolgreich das Studium ab und wir h\u00f6ren noch von ihren ersten Berufserfahrungen.<\/li>\n<li>29.4., 14.30, 17, 19.30 und 22 Uhr: \u201eDamas y caballeros a partir de 65\u201c (Damen und Herren ab 65) von Lilo Mengelsdorff, 2002, 70 Min.<br \/>\nSie k\u00f6nnten alle zu Hause sitzen und ihre Rente genie\u00dfen, stattdessen sind sie einer Kleinanzeige einer Tageszeitung gefolgt: &#8220;Damen und Herren ab 65 gesucht&#8221;. Die Wuppertaler Choreografin Pina Bausch inszeniert ihr St\u00fcck &#8216;Kontakthof&#8217; neu &#8211; diesmal mit \u00e4lteren Laien. Der Dokumentarfilm begleitet Menschen, die ihr Berufsleben hinter sich haben und sich nun einer v\u00f6llig neuen Herausforderung stellen, dort ihre Energie und ihre Lebenserfahrung hineinlegen und Konventionen und Grenzen \u00fcberwinden m\u00fcssen. Ein ber\u00fchrender Film \u00fcber das \u00c4lterwerden.<\/li>\n<li>30.4., 17, 19.30 und 22 Uhr: \u201eSiete hermanos\u201c (Sieben Br\u00fcder) von Sebastian Windels, 2003, 86 Min.<br \/>\nDokumentarfilm \u00fcber sieben Br\u00fcder: geboren zwischen 1929 und 1945 in M\u00fclheim an der Ruhr, erz\u00e4hlen sie ihre Biographien und vom Leben in einer kinderreichen Familie.<\/li>\n<li>1.5.: keine Vorstellung.<\/li>\n<li>2.5., 17, 19.30 und 22 Uhr: \u201eEl centro\u201c (Die Mitte) von  Stanislaw Mucha, 2003 90 Min.<br \/>\nDer Regisseur begibt sich auf die Suche nach der Mitte Europas und besucht von Deutschland bis zur Ukraine 12 Pl\u00e4tze, die diese Mitte sein wollen. Er spricht mit Bewohnern vor Ort und erf\u00e4hrt vor allem in Osteuropa, dass viele mit Sorge in die Zukunft blicken.<\/li>\n<li>3.5., 17, 19.30 und 22 Uhr: \u201c\u00bfQu\u00e9 es de tu vida?\u201d (Was lebst du?) von Bettina Braun, 2004, 87 Min.<br \/>\n\u00dcber zwei Jahre lang hat die Filmemacherin eine Gruppe von Jugendlichen in K\u00f6ln begleitet. Die vier Freunde Ali, Kais, Ertan und Alban, alle zwischen 16 und 20 Jahren alt, sind unterschiedlicher Herkunft und haben doch eine Erfahrung gemeinsam: Ihre Eltern sind aus anderen L\u00e4ndern, aus Marokko, Tunesien, Albanien und der T\u00fcrkei nach Deutschland gekommen. Deutsch mag f\u00fcr die Jugendlichen nicht die Muttersprache sein &#8211; aber es ist die Sprache, in der sie miteinander reden &#8211; und ihre Rap-Texte verfassen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Infos auf der <a href=\"http:\/\/www.goethe.de\/ins\/ar\/bue\/esindex.htm\">Webseite des Goethe-Instituts<\/a> und auf der <a href=\"http:\/\/www.teatrosanmartin.com.ar\/cine\/\">Webseite des Theaters San Mart\u00edn<\/a>.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Neue Tendenzen im Deutschen Dokumentarfilm&#8221; im Leopoldo Lugones-Saal &#8220;Mein Bruder ist Koch. Er hat die Stadt verlassen und seine Stammkneipe in Berlin im Prenzlauer Berg. Er lebt jetzt seit einem Jahr in Frankreich, in den Bergen, unterm Dach der Pension von Micha und Yvonne. 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