Film ab fürs BAFICI

Sechzehntes Festival des Unabhängigen Films in Buenos Aires hat begonnen

Von Philipp Boos

folman
Am Mittwochabend wurde erfolgreich das 16. “Buenos Aires Festival Internacional de Cine Independiente” (BAFICI) eingeläutet. “The Congress” des israelischen Filmemachers Ari Folman, eine Mischung aus Real- und Animationsfilm, bildete den Auftakt. Im Mittelpunkt von “The Congress” (Foto), der an den Science-Fiction-Roman des polnischen Autors Stanislaw Lem angelehnt ist, steht die alternde und auftragslose US-Schauspielerin Robin Wright, die sich selber spielt und von der Produktionsfirma Miramount Studio das Angebot erhält, sich einscannen zu Lassen, um ihr Computerabbild für zukünftige Filme nutzen zu können, was einer Konservierung gleichkommt.

Unentgeltlich, unter freiem Himmel und ohne Regen wurde der Eröffnungsfilm im Amphitheater des Parque Centenario aufgeführt. Der Andrang war groß: Schon Stunden vor Aufführungsbeginn hatten sich vor dem Theater lange Schlangen gebildet. Am Ende waren es 1600 Menschen, die die Beliebtheit des BAFICI durch ihre Anwesenheit unterstreichen sollten.

Das BAFICI, mit seinem Epizentrum im Village Recoleta, wo zehn Kinosäle eigens für das noch bis zum 13. April laufende Festival reserviert sind, wartet mit mehr als 400 Filmen auf. Israel ist Gastland. Es werden Filme eine Chance bekommen, die es in kommerziellen Kinos schwer hätten, so hatte es Festivalchef Marcelo Panozzo eingangs verkündet. Womit die Veranstalter unabhängigen Filmemachern schon wie in den Jahren zuvor Rückendeckung geben.

Der internationale Wettbewerb zählt 18 Filme, darunter aus Argentinien “La Salada” von Juan Martín Hsu, “Algunas chicas” von Santiago Palavecino und “Mauro” von Hernán Rosselli, aus Ecuador “Carlitos”, aus Brasilien “Castanha”, und aus dem Nachbarland Chile “Naomi Campbell: no es fácil convertirse en otra persona” sowie “Volantín cortao”.

Infos und Programm hier.

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