Kalender / Agenda
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Ausstellungskalender 08/05/10-15/05/10
Von Susanne Franz
Die vergangene Woche begann mit der Eröffnung einer Ausstellung mit Zeichnungen von Fernanda Cohen in der Galerie Elsi del Río, die bis zum 3. Juli zu sehen sein wird. Die Künstlerin schreibt zu diesem Anlass: “‘Guerra de Palabras’ ist eine sehr persönliche Serie, die die Dynamik hinter verschiedenen gesellschaftlichen Phänomenen zum Thema hat. Darunter befinden sich die Politik, die Liebe, die Kindheit, der Sport, die Kundenbetreuung, die Religion, Demonstrationen, Eltern und Kinder, Freundschaft und der ewige innere Dialog mit dem eigenen Selbst. In der Hauptsache zeige ich Schwarz-Weiß-Bilder, damit das Auge des Betrachters nicht von den Wörtern und ihrer Bewegung abgelenkt wird.”
Fernanda Cohen wurde in Buenos Aires geboren. Im Jahr 2000 siedelte sie nach New York über, wo sie seither lebt. Im Jahr 2004 machte sie ihren Abschluss an der SVA (School of Visual Arts) an der Universität von New York. Sie arbeitete zunächst für die New York Times. Mittlerweile hat sie 60 internationale Preise gewonnen. Cohen entwirft neben ihrer künstlerischen Tätigkeit unter anderem Handtaschen sowie Büro- und Haushaltsartikel. Sie lehrt an der SVA, hält Vorträge in aller Welt und leitet die New Yorker Illustratoren-Vereinigung. Mit Artikeln, Illustrationen und auch in beratender Funktion bereichert sie verschiedene argentinische und internationale Zeitschriften.
Heute lasen wir übrigens in “adn”, dass Elsi del Río vom 3. bis 6. Juni an der Messe für Lateinamerikanische Kunst “Pinta” in London teilnehmen wird, zusammen mit den Galerien Proyecto Bisagra, Zavaleta Lab und Del Infinito. kunstinargentinien.com gratuliert den Freunden von Elsi und wünscht viel Erfolg!
Im Anschluss, die Ausstellungen dieser Woche. (más…)


Nur noch an diesem Samstag und Sonntag kann man die Ausstellung “Menos tiempo que lugar” im Palais de Glace besuchen, die das Goethe-Institut anlässlich der 200-Jahr-Feiern verschiedener lateinamerikanischer Staaten organisiert hat. Die Station der Wanderausstellung in Buenos Aires geht somit nach vier kurzen Wochen schon zu Ende. Diese von Alfons Hug kuratierte Gruppenausstellung von deutschen und lateinamerikanischen Künstlern ist sicher einer der intelligentesten Beiträge zum Thema Bicentenario – man sollte ihn sich nicht entgehen lassen!
In der kommenden Woche beginnt ab Dienstag an verschiedenen Orten der Stadt Buenos Aires die von der Handelskammer der USA (AmCham) gesponserte Fotografie-Ausstellung “Encuentro Polar”, die den Klimawandel zum Thema hat. Zwei renommierte Künstlerinnen zeigen ihre Werke: die US-Amerikanerin Jane Marsching und die Argentinierin Andrea Juan. Zu sehen ist die Ausstellung im Botanischen Garten von Buenos Aires, dem Hotel Panamericano und im Rahmen der am Donnerstagabend beginnenden Internationalen Buchmesse. Während Jane Marschings Thema die Arktis ist, gibt es wohl keine größere Expertin in Sachen Antarktis als Andrea Juan. Beide Künstlerinnen haben zahlreiche Reisen zu den Polen unternommen, ihre beeindruckenden Arbeiten entstanden vor Ort.
2002 und 2006 stellte Gabriel Salomón zuletzt in der Galerie Rubbers aus, jetzt, wieder vier Jahre später, zeigt er seine neue Serie “Espejos” (Spiegel). Und wieder überrascht dieser außergewöhnliche Künstler mit etwas ganz Neuem – und bleibt dabei doch sich selbst treu. Das Wagnis besteht darin, dass er in seine Werke aus verschiedenen Schaffensphasen, die er neu interveniert hat, Parabolspiegel einbaut und ihnen so eine völlig neue Bedeutung gibt. Sie beziehen auf diese Weise ihre Umgebung mit ein – und auch den Betrachter, der durch sie zum unfreiwilligen Beobachter seines Umfelds und gar selbst Teil des Werkes wird. Salomón hebt mit diesem revolutionären “Trick” die Zeit auf. Sein Werk ist nie abgeschlossen, nie “von gestern”, sondern immer heutig, und es greift auch bereits auf das unmittelbar Zukünftige vor. Es öffnet quasi Fenster, durch die die Zeit fließt. Gabriel Salomón hat der Frage “Was ist Kunst?”, die ihn seit langem umtreibt (und nicht nur ihn), einmal mehr eine neue Dimension gegeben.
Highlight im April: Bis zum 25.4. läuft im Palais de Glace die Gruppenausstellung “Menos tiempo que lugar. El Arte de la Independencia”, die das Goethe-Institut anlässlich des Bicentenario – der Zweihundertjahrfeier der Unabhängigkeit Argentiniens und anderer lateinamerikanischer Staaten – organisiert hat. Der runde Geburtstag bietet Anlass zur Standortbestimmung und Reflexion – und diese Gelegenheit nutzen die 22 beteiligten Künstler aus Deutschland und Lateinamerika auf anregende Weise. Hier im Bild: Die Installation “Temporäres Haus” des deutschen Künstlers Olaf Holzapfel thematisiert die prekäre Bauweise in den Armenvierteln rund um die lateinamerikanischen Metropolen und den ärmsten Ländern des Kontinents.


