Laura Meyer bei “Kunst in Argentinien”

Auf Entdeckungstour durch die Kunst-und Kulturszene von Buenos Aires

laura_meyerNach meinem Bachelorabschluss der Kommunikationswissenschaft, Europäischen Ethnologie und Politikwissenschaft in Deutschland zog es mich nach Buenos Aires. Zeitlebens war ich fasziniert von dieser Stadt und wollte schon immer mal dort leben. Fremde Kulturen, ihre Menschen, Bräuche und Sitten zu erkunden ist meine Leidenschaft, und nach meinem ersten Lateinamerika-Aufenthalt in Ecuador vor fünf Jahren ließ mich die lateinamerikanische Welt nicht mehr los. Vor zwei Jahren reiste ich nach Bolivien, und nun werde ich hier, bevor es mich zum Masterstudium der Anthropologie zurück nach Deutschland verschlägt, vier Monate in Buenos Aires verbringen.

Ich schreibe auch für das Argentinische Tageblatt und gehe auf Entdeckungstour durch die Kunst- und Kulturszene der Metropole. Über diese Erfahrungen werde ich auf Kunst in Argentinien berichten. Die pulsierende Stadt mit ihren bunten Menschenmassen, den monumentalen Gebäuden und den immerwährenden Geräuschen hat mich in ihren Bann gezogen, und ich freue mich auf eine spannende und aufregende Zeit!

“Grenzen überschreiten”

Cordobeser Professor will bilaterale Zusammenarbeit ankurbeln

Von Marcus Christoph

córdoba I
“Wir wollen Deutschland hier vor Ort besser bekannt machen und die bilaterale Zusammenarbeit fördern.” Mit diesen Worten beschreibt Dr. Alexander Freier die Zielsetzung des Projekts “Cruzando Fronteras – Grenzen überschreiten”, das der 36-jährige Politikwissenschaftler in Córdoba vor zwei Jahren maßgeblich ins Leben gerufen hat.

Freier, der seit drei Jahren an der Katholischen Universität Córdoba (UCC) einen Lehrstuhl für Internationale Politik innehat, will mit seiner Initiative Interesse für Deutschland wecken. Der Kooperationsgedanke, der sich zunächst auf Forschung und Wissenschaft bezog, soll auch auf andere Bereiche wie Kultur und Wirtschaft ausgedehnt werden. Synergieeffekte sollen entstehen. “Wir wollen Leute zusammenbringen. So entsteht Interesse. Denn bislang wissen die Menschen in Córdoba recht wenig über Deutschland”, beschreibt Freier, der selber bis vor drei Jahren in Deutschland lebte.

Für “Cruzando Fronteras” konnte er das Goethe-Institut in Córdoba, den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) sowie die Botschaft der Bundesrepublik in Buenos Aires als Partner gewinnen. Zur Gründungsveranstaltung des Projektes vor zwei Jahren war Botschafter Bernhard Graf von Waldersee nach Córdoba gekommen.

“Ein Ziel ist, argentinische Studenten und Wissenschaftler zu begeistern, nach Deutschland zu gehen”, so Freier. Erste Früchte habe man auf diesem Feld bereits ernten können. “Cruzando Fronteras” veranstaltet des Weiteren regelmäßig Vortragsabende zu verschiedenen Themen. Für die Zukunft sind außerdem Publikationen zu den deutsch-argentinischen Beziehungen sowie eine eigene Website geplant. Bislang informiert das Projekt auf Facebook über seine Aktivitäten.

Zu diesen gehörte auch eine Podiumsdiskussion zum 25. Jahrestag der deutschen Einheit, die am 2. Oktober in den Räumen des Goethe-Instituts Córdoba stattfand.

Zu den Gästen des Abends, den Freier mit Reflexionen zur Rolle des wiedervereinigten Deutschlands in der Welt einleitete, zählte der neue deutsche Gesandte Daniel Krull. Der Diplomat stellte die deutsche Wiedervereinigung in den Kontext der europäischen Integration, die er als fast noch wichtiger als die Wiederherstellung der deutschen Einheit bezeichnete. Krull, der vor wenigen Tagen seinen Dienst in Buenos Aires antrat, blickte auf das Jahr 1989 zurück. Er hob die Rolle Ungarns hervor, das als erstes Land den Eisernen Vorhang öffnete. Es sei von daher eine Ironie der Geschichte, dass es nun ausgerechnet die Ungarn seien, die an ihrer Grenze zu Serbien einen neuen Sperrzaun errichteten, um der Flüchtlingskrise Herr zu werden.

Der Historiker und einstige DAAD-Repräsentant Hans Knoll erinnerte sich daran, wie er von Argentinien aus den Fall der Berliner Mauer erlebte. Wenige Monate später fuhr er selber nach Deutschland, wo bei einem Spaziergang an der nun mehr offenen innerdeutschen Grenzen einen 15-jährigen Ostdeutschen traf und diesen dazu motivierte, zum Schulaustauschjahr nach Argentinien zu kommen.

Die heutige DAAD-Lektorin in Córdoba, Laura Benary, war beim Mauerfall zwar erst acht Jahre alt. Dennoch hat die Berlinerin aus dem Ostteil der Stadt recht genaue Erinnerungen an die Einschnitte und Veränderungen, die die historischen Ereignisse von 1989/90 mit sich brachten: Sie war keine Jungpionierin mehr, und die Produkte des täglichen Lebens änderten sich fast alle. Prägend waren auch die Erinnerungen an das Dröhnen der sowjetischen Panzer, als diese 1994 im Rahmen des Abzugs der Streitkräfte aus Deutschland durch die Straßen des Stadtteils Karlshorst rollten.

Bewegend waren die Schilderungen von Hans Henning Schiller, dem Vorsitzenden des Deutschen Clubs Córdoba. Sein Vater, ein ehemaliger Gutsbesitzer, war enteignet worden und galt den DDR-Oberen als “Konterrevolutionär”, da er als Verwalter einer Genossenschaft (LPG) nicht die gewünschten Ernteerträge einbrachte. Nach dem brutal niedergeschlagenen Aufstand vom 17. Juni 1953 flüchtete die Familie gen Westen. Viele Jahre später besuchte Schiller das Dorf seiner frühen Kindheit nahe Halberstadt, in dem sich kaum etwas verändert hatte. Lediglich das ehemalige Anwesen seiner Familie war dem Verfall preisgegeben.

Redakteur Marcus Christoph nahm für das Argentinische Tageblatt an der Veranstaltung teil. Er stellte die Geschichte der einzigen deutschsprachigen Zeitung Argentiniens vor und erzählte von seinen eigenen Erfahrungen als Jugendlicher in Deutschland in den Jahren 1989/90.

Für den musikalischen Rahmen des Abends sorgte der Chor der Uni. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion gab es ein gemütliches Beisammensein bei Würstchen, Kartoffelsalat und einem Schluck Rotwein.

córdoba II

Fotos von oben nach unten:
Laura Benary (DAAD) und Alexander Freier (UCC, r.) mit dem deutschen Gesandten Daniel Krull.
(Foto: Marcus Christoph)

(V.l.n.r.) Marcus Christoph, Hans Henning Schiller, Daniel Krull und Alexander Freier. (Foto: Carlota Salomón)

Kalender / Agenda

Click aquí­ para leer la versión en castellano.

Ausstellungskalender vom 03/10/2015

Von Susanne Franz

fortabat
Seit dem 1. Oktober kann man im schönen Fortabat-Museum in Puerto Madero die Ausstellung “Colección abierta. Relatos internos” (Offene Sammlung. Interne Erzählstränge) besuchen. Die Schau findet im Rahmen eines Ausstellungsprojektes statt, das die Kunstsammlung des Museums erforscht und in neue Zusammenhänge stellt.

Im März 2014 wurde als erster Teil des Projektes “Colección abierta 1980-1999” (Offene Sammlung 1980-1999) vorgestellt, hier wurden wenig bekannte Werke der Sammlung in den Vordergrund gerückt.

Im zweiten Teil des Projektes, “Relatos internos” (Interne Erzählstränge), werden Werke der Sammlung in unterschiedliche Dialoge miteinander gebracht. Verschiedene Lesarten und Schwerpunkte in den verschiedenen Sälen des Museums bieten so einen neuen, eigenwilligen Blick auf die Sammlung.

Die Ausstellung ist bis zum 17. Januar 2016 zu sehen.

Die Ausstellungen der Woche:

Lesen Sie weiter / Seguir leyendo »

Agenda / Kalender

Klicken Sie hier, um die deutsche Version zu lesen.

Agenda de Muestras del 03/10/2015

Por Susanne Franz

fortabat
Desde el 1 de octubre, en la Colección de Arte Amalia Lacroze de Fortabat se puede visitar la exhibición “Colección abierta. Relatos internos”. Es un proyecto de distintas exhibiciones y publicaciones, cuyo objetivo es indagar sobre la Colección de Arte Amalia Lacroze de Fortabat, poner en valor su acervo y dar a conocer las obras que la conforman.

En su primera edición, en marzo de 2014, “Colección abierta (1980-1999)” mostraba obras poco conocidas y en algunos casos poco exhibidas de artistas consagrados de las últimas décadas del siglo pasado. Estas obras enfatizaban los lenguajes personales y la consolidada trayectoria de estos artistas más allá de épocas y movimientos.

Esta segunda edición, “Relatos internos”, propone encontrar puntos en común entre obras de la Colección más allá de los relatos canónicos, académicos y procesuales de la historia del arte. Imágenes de artistas nacionales e internacionales, pertenecientes a distintos tiempos, diversos lenguajes y disimiles recorridos, se articulan en grupos temáticos, creando así otros posibles diálogos y vínculos entre ellas. Cada sala aborda un núcleo que muestra distintas pinturas con un tema específico repetido a lo largo de la Colección. Estas líneas de lectura, a su vez, interpelan y reelaboran el guión actual de la Colección Permanente.

La exhibición podrá visitarse hasta el 17 de enero de 2016.

Las muestras de la semana:

Lesen Sie weiter / Seguir leyendo »

Kalender / Agenda

Click aquí­ para leer la versión en castellano.

Ausstellungskalender vom 26/09/2015

Von Susanne Franz

raqs
Am heutigen Samstag, den 26. September, werden Galerien, Museen und andere Kunsteinrichtungen von 15 bis 18 Uhr beim “Rundgang La Boca” des von der Kunstzeitschrift Arte al Día organisierten “Gallery Day” ihre Tore bei freiem Eintritt dem Publikum öffnen.

Bei dem neuen Rundgang im Buenos Aires-Stadtviertel La Boca haben unter anderem folgende Kunsttempel ihre Teilnahme zugesagt: In der Fundación Proa wird um 17 Uhr eigens die Ausstellung des Künstlerkollektivs “Raqs Media Collective” (Foto) eröffnet; in der Usina del Arte wird um 16 Uhr die Ausstellung “Luce – El imaginario italiano” eröffnet, mit Führungen der Kuratorin ab 16 Uhr, weiterhin gibt es Konzerte und andere Ausstellungen; das Museo Quinquela Martín zeigt seine Sammlung. Zu den teilnehmenden Galerien und Künstlerwerkstätten zählen Barro Arte Contemporáneo, Prisma KH, La Verdi, laboca783 und Galería Isla Flotante.

Zwischen den eiznelnen Punkten zirkulieren Gratis-Minibusse, die am Gallery Nights-Logo erkennbar sind. Sie starten beim Treffpunkt Proa, Av. Pedro de Mendoza 1929, und fahren von 15 bis 18 Uhr.

Die Ausstellungen der Woche:

Lesen Sie weiter / Seguir leyendo »

Agenda / Kalender

Klicken Sie hier, um die deutsche Version zu lesen.

Agenda de Muestras del 26/09/2015

Por Susanne Franz

raqs
Hoy, sábado 26 de septiembre, entre las 15 y las 18 hs, las galerías, espacios e instituciones de arte del Circuito La Boca abrirán sus puertas para presentar sus artistas y mostrar sus últimos trabajos.

El encuentro “Gallery Day” -organizado por Arte al Día- representa una oportunidad para visitar en forma gratuita muestras de artistas consagrados y descubrir el talento de aquellos emergentes.

Nueve espacios confirmaron su participación, entre ellos, Fundación Proa inaugurando a las 17 hs especialmente la muestra del “Raqs Media Collective” (foto); la Usina del Arte con la muestra “Luce – El imaginario italiano” con visitas guiadas a partir de las 16 hs; El Museo Quinquela Martín y Galerías de Arte y Talleres de Artistas como Barro Arte Contemporáneo, Prisma KH, La Verdi, laboca783 y Galería Isla Flotante.

Los minibuses son un medio de transporte gratuito para trasladarse con mayor comodidad y se identifican con un logo de Gallery Nights. Salen de los puntos de encuentro -para esta ocasión será Proa, Av. Pedro de Mendoza 1929- entre las 15 y 18 hs, para recorrer constantemente todo el circuito parando en todos los puntos para que la gente baje y suba de los mismos. Los mismos son por orden de llegada y con capacidad limitada.

Las muestras de la semana:

Lesen Sie weiter / Seguir leyendo »

Kalender / Agenda

Click aquí­ para leer la versión en castellano.

Ausstellungskalender vom 05/09/2015

Von Susanne Franz

architektur2
Im Centro Cultural Recoleta in Buenos Aires findet ab dem 8. September die 15. Internationale Architekturbiennale von Buenos Aires statt. Im Rahmen der Biennale wird bereits seit dem heutigen 5. September, und bis zum 4. Oktober, die Ausstellung “Zwei Deutsche Architekturen, 1949–1989” gezeigt. Organisiert wurde die Schau vom Kultursekretariat der Stadt Buenos Aires, dem Institut für Auslandsbeziehungen ifa und der Deutschen Botschaft in Argentinien. Unterstützt wird die Ausstellung auch vom DAAD und dem Goethe-Institut. Der Eintritt ist frei.

Über 65 Jahre nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik und 25 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung wird hier der Versuch eines historischen Rückblicks auf die Entwicklung der Architektur in den beiden deutschen Staaten unternommen.

Die Ausstellung nähert sich ihrem Gegenstand mehr mit Fragen als mit Antworten. Sie geht den Divergenzen und Konvergenzen von scheinbar getrennten Architekturdiskursen nach, reißt exemplarisch den kulturellen und politisch-ökonomischen Kontext der beiden Architekturentwicklungen an und untersucht den unter unterschiedlichen Rahmenbedingungen erfolgten Verlauf mit dem Blick auf die Geschichte der Disziplin selbst. Dabei hat die Ausstellung nicht den Anspruch, die eine verbindliche “Wahrheit” festzuschreiben, sondern sie versucht vielmehr durch Offenlegung weitgehend unbekannten Materials aus ost- und westdeutschen Archiven zum Vergleich und zur Diskussion anzuregen. Im Zentrum der Betrachtung stehen dabei die jeweiligen disziplinären Diskurse wie etwa Fragen um das Wohnen, das Gedenken oder das Verhältnis zur Tradition versus Innovation.

Die Ausstellungen der Woche:

Lesen Sie weiter / Seguir leyendo »

Agenda / Kalender

Klicken Sie hier, um die deutsche Version zu lesen.

Agenda de Muestras del 05/09/2015

Por Susanne Franz

architektur2
El Centro Cultural Recoleta abrirá sus puertas a una nueva edición de la Bienal Internacional de Arquitectura de Buenos Aires. En el marco de la Bienal se presenta, del 5 de septiembre al 4 de octubre, la exposición “Dos arquitecturas alemanas, 1949-1989” (Zwei Deutsche Architekturen, 1949–1989). Es una exposición organizada por el Ministerio de Cultura de la Ciudad Autónoma de Buenos Aires en colaboración con el ifa (Instituto de Relaciones Internacionales de Alemania) y la Embajada de Alemania en Argentina y cuenta también con el apoyo del Servicio Alemán de Intercambio Académico (DAAD) y el Goethe-Institut. La entrada es libre y gratuita.

La exposición es una muestra conjunta de las obras arquitectónicas de la República Federal y de la República Democrática de Alemania. Como punto de partida se toma el año 1949, en el cual, tras la destrucción de gran parte de su superficie en la Segunda Guerra Mundial, los dos estados alemanes se encontraban en una misma situación, si bien cada cual asumió la reconstrucción bajo un criterio diferente.

A partir de aquí, la exposición “Dos arquitecturas alemanas 1949-1989” sigue el rastro de las divergencias y convergencias de estos dos discursos arquitectónicos en apariencia separados, analiza sus diferentes transcursos y expone sus respectivos contextos culturales y político-económicos. El centro de atención son las respectivas discusiones propias sobre la disciplina en torno a cuestiones como la vivienda, la memoria o la relación entre tradición e innovación.

Las muestras de la semana:

Lesen Sie weiter / Seguir leyendo »

Revolutionsbilder und mehr

Ausstellung des kubanischen Fotografen Korda im Centro Cultural Borges

Von Marcus Christoph

korda I
Sein Bild des “Heldenhaften Guerrillero” gilt als das am meisten vervielfältigte Foto der Geschichte. Der kubanische Fotograf Alberto Díaz Gutiérrez alias Korda erlangte Weltruhm durch seine Fotografie des legendären Revolutionärs Ernesto “Che” Guevara. Doch das Werk Kordas, der 2001 in Paris starb, ist mehr als das weltbekannte Che-Konterfei. Wie facettenreich das Schaffen des Fotografen aus Havanna war, will die Ausstellung “Korda – pasión e imagen” (Korda – Leidenschaft und Bild) zeigen, die seit wenigen Tagen im Centro Cultural Borges von Buenos Aires zu sehen ist.

Ausgestellt sind 110 Fotografien. Natürlich gibt es zahlreiche Porträts der Führer der kubanischen Revolution wie Fidel Castro, dessen Bruder Raúl, Che Guevara und Camilo Cienfuegos. Bilder von der damals noch jungen kubanischen Revolution, der sich der einstige Modefotograf Korda im Jahr 1959 angeschlossen hatte.

In den Folgejahren begleitete er Fidel Castro auch bei Auslandsreisen und konnte so Aufnahmen aus unmittelbarer Nähe machen. “Meinem Vater ging es aber immer auch darum, die menschliche Seite der politischen Führergestalten zu reflektieren”, erläutert Kordas Tochter Diana Díaz López. Sie ist Kuratorin der Ausstellung und weilte zur Eröffnung in Buenos Aires.

Neben den bekannten Revolutionsmotiven sind im Centro Cultural Borges jedoch auch Bilder zu sehen, die bislang eher weniger mit Korda assoziiert wurden: Beispielsweise die Unter-Wasser-Aufnahmen, die der Fotograf an den Küsten Kubas machte, sowie Illustrationen afro-kubanischer Riten und auch Modefotos, mit denen Korda auch seine Karriere begonnen hatte. Erstmals in öffentlicher Ausstellung zu sehen sind Bilder, die beim Staatsbesuch einer kubanischen Delegation in China Anfang der 1960er Jahre entstanden sind.

Während des Pressegesprächs berichtete Díaz López von dem freundschaftlichen Verhältnis, das ihren Vater mit Fidel Castro verbunden habe. Dies sei auch dadurch zum Ausdruck gekommen, dass der Revolutionsführer zur Beerdigung ihres Vaters erschien.

Des Weiteren schilderte sie die Geschichte des eingangs erwähnten Che-Bildes, welches ihr Vater 1960 bei einer Trauerfeier in Havanna eher zufällig machte. Zunächst wurde es nicht veröffentlicht. Erst als der linksgerichtete italienische Verleger Giangiacomo Feltrinelli nach Ches Tod 1967 bei Korda nach einem Bild des Revolutionärs anfragte, änderte sich dies. Der kubanische Fotograf schenkte dem Italiener das bis dahin in den Archiven verstaubende Foto – und dieser machte Poster daraus, die sich in den Jahren der Studentenrevolte bestens verkauften.

Korda, der sich keine Urheberrechte auf das Bild hatte sichern lassen, habe von Feltrinelli nie einen Cent gesehen, wie Díaz López erläutert. Trotzdem sei man dem Italiener, der bereits 1972 starb, nicht böse. Schließlich habe er dafür gesorgt, Korda weltbekannt zu machen und Che Guevara als Revolutions-Ikone schlechthin zu etablieren.

Die Ausstellung ist noch bis zum 13. September im Obergeschoss des Centro Cultural Borges (Viamonte Ecke San Martín) zu besichtigen. Die Öffnungszeiten sind montags bis sonnabends von 10 bis 21 Uhr sowie sonntags von 12 bis 21 Uhr.

Foto:
Korda-Tochter Diana Díaz López (l.) mit Virginia Fabri vom Centro Cultural Borges.
(Foto: Marcus Christoph)

Kalender / Agenda

Click aquí­ para leer la versión en castellano.

Ausstellungskalender vom 15/08/2015

Von Susanne Franz

minio
Wir empfehlen diese Woche besonders die Ausstellung “El umbral invisible donde el final es un comienzo” des argentinischen Ausnahmefotografen Jorge Miño. Sie wurde am 6. August im Centro Cultural Recoleta in Buenos Aires eröffnet und kann dort bei freiem Eintritt bis zum 30. August besucht werden.

“Die Bilder in dieser Ausstellung Jorge Miños eröffnen uns die Möglichkeit, in eine Realität einzutauchen, die sich dem Anschein nach in viele verschiedene Realitäten aufgespalten hat. So erhalten wir Einlass in ein Universum, das, obwohl heterogen, in ständigem Wandel begriffen ist. Hier operiert der Künstler von einigen zentralen Knotenpunkten aus, entwirft eine Architektur und versetzt sie in Spannung und erschafft so ein neuartiges “in between”. Es ist wie eine Art unerforschter Schwebezustand, der auf den Schnittpunkten zwischen dem Realen und dem Utopischen entsteht”, beschreibt die Kuratorin Gabriela Urtiaga Jorge Miños Welt.

Die Ausstellungen der Woche:

Lesen Sie weiter / Seguir leyendo »

Agenda / Kalender

Klicken Sie hier, um die deutsche Version zu lesen.

Agenda de Muestras del 15/08/2015

Por Susanne Franz

minio
Recomendamos la excelente muestra “El umbral invisible donde el final es un comienzo” del fotógrafo argentino Jorge Miño. Fue inaugurada el 6 de agosto en el Centro Cultural Recoleta en Buenos Aires y se podrá visitar hasta el 30 de agosto.

“Las imágenes de Jorge Miño que componen esta muestra nos proporcionan la posibilidad de experimentar una realidad multiplicada. El ingreso a un universo heterogéneo y en constante cambio, en donde el artista selecciona los nudos principales del campo de la arquitectura y los tensiona, creando un nuevo in between. Un limbo no declarado que surge de los cruces entre lo real y lo utópico”, sostiene la curadora Gabriela Urtiaga.

Las muestras de la semana:

Lesen Sie weiter / Seguir leyendo »