Durch die Blume

“Floralis genérica” in Buenos Aires soll repariert werden

Von Andreas Babst

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Die “Floralis genérica”, die riesige Blume aus Aluminium gleich neben der Rechtsfakultät im Viertel Recoleta, wird repariert. Das Kunstwerk des argentinischen Architekten Eduardo Catalano soll sich wieder öffnen und schließen können, wie einst vorgesehen. 2002 errichtet, funktionierte der Bewegungsmechanismus des 22 Meter hohen und 18 Tonnen schweren Denkmals gerade einmal zehn Monate, dann blieb die Blume offen; die verantwortliche Firma flüchtete vor den Garantieansprüchen ins Ausland. Catalano bemühte sich um Schadenersatz, doch bis zu seinem Tod 2010 kam keine Einigung zustande.

Alle Versuche, die Blume wieder in Stand zu setzen, scheiterten nach kurzer Zeit, seit 2009 steht sie endgültig still und offen. So exponiert, war sie immer wieder Gewittern und starken Winden ausgesetzt, die das Denkmal zunehmend beschädigten.

Jetzt hat sich eine private Investorengruppe ihrer angenommen und die Reparationen eingeleitet. Eigentlich sollten die Arbeiten bereits am 8. März zum Tag der Frau abgeschlossen sein, doch sie verzögerten sich: einerseits weil die Konstruktionspläne sich im Besitz der weggezogenen Firma befinden, und andererseits, weil bei der Reparatur immer neue Mängel auftauchen. “Unser Ziel muss sein, dass die Blume nicht noch einmal kaputt geht”, sagt der Projektleiter Rodrigo Silvosa. Im Juli, zum internationalen Tag der Umwelt, soll es dann soweit sein.

Heinrichs Hintergedanken

Ausstellung “Intenciones Secretas” vin Annemarie Heinrich im Malba

Von Mandy Rutkowski

HeinrichIm Museum Lateinamerikanischer Kunst Malba ist ab Freitag eine Ausstellung mit Werken der Künstlerin Annemarie Heinrich (Darmstadt, Deutschland, 1912 – Buenos Aires, 2005) unter dem Titel “Intenciones Secretas” (Hintergedanken) zu sehen. Hierbei werden 90 ihrer intimsten Fotografien gezeigt, die zwischen 1930 und 1960 entstanden sind.

Die Ausstellung der deutschen Künstlerin und Avantgardistin im Bereich der Annäherung an den Körper und Sinnlichkeit der Frau konzentriert sich auf Aktbilder und die Erfassung der intimen und familiären Welt der Künstlerin. Ihre Werke offenbaren den Blick einer freien und vorurteilsfreien Frau, die bereits viele Themen vorweggenommen hat, die in der Frauenrechtsbewegung der 1960er Jahre thematisiert wurden.

In der Ausstellung werden Fotografien der Museumssammlung mit Aufnahmen aus dem Besitz der Familie vereint. Nachdem Heinrich 1926 nach Buenos Aires auswanderte, erlangte sie erste Bekanntheit durch Fotografien von Berühmheiten wie Eva Perón und Armando Bó. In den 1940er Jahren begann sie sich der Aktfotografie zu widmen. 1992 wurde sie zur Ehrenbürgerin von Buenos Aires ernannt.

Filme unter Pinien

Starke deutsche Präsenz beim Filmfest “Pantalla Pinamar”

Von Susanne Franz

pantallapinamar11Schon zum 11. Mal wird in diesem Jahr das europäisch-argentinische Filmfestival “Pantalla Pinamar” veranstaltet. Der beliebte Küstenort Pinamar mit seinen duftenden Pinienwäldern ist vom 7. bis zum 14. März Gastgeber des internationalen Treffens für Filmliebhaber. Deutschland ist in diesem Jahr besonders stark vertreten: Eröffnet wird das Filmfest mit “Phoenix” (spanischer Titel: “Ave Fénix”) von Christian Petzold. Das Drehbuch schrieb Petzold u.a. gemeinsam mit dem vor kurzem verstorbenen Harun Farocki. Erzählt wird die Geschichte einer entstellten Holocaustüberlebenden, die – nicht wiederzuerkennen nach einer Gesichtsoperation – im zerstörten Nachkriegs-Berlin ihren Mann sucht, der sie möglicherweise an die Nazis verraten hat. Eine der Darstellerinnen, die deutsche Schauspielerin Nina Kunzendorf, wird in Pinamar persönlich anwesend sein. Desweiteren wird der Film “Westen” von Christian Schwochow gezeigt. Er erzählt von einem schwierigen Neuanfang nach einer Ausreise aus der ehemaligen DDR. Als dritter deutscher Beitrag läuft “Zeit der Kannibalen”, eine tiefschwarze Satire aus der Welt der Hochfinanz. Von den deutschen Filmkritikern wurde der Streifen zu Recht zum besten Film des Jahres 2014 gekürt. Der Regisseur Johannes Naber ist ebenfalls in Pinamar zu Gast.

Die Filme werden im Complejo Oasis (Av. Shaw) gezeigt, der Eintritt kostet 15 Pesos. Ein Zehner-Abo ist für 100 Pesos zu haben. Alle weiteren Informationen rund ums Festival finden Sie auf der Webseite des Festivals.

Kalender / Agenda

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Ausstellungskalender vom 28/02/2015

Von Susanne Franz

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Nur noch an diesem Wochenende hat man die Gelegenheit, die hervorragende Ausstellung “Antonio Berni: Juanito y Ramona” im Malba zu besuchen. Morgen ist der letzte Tag der Schau, die bereits 140.000 Menschen angezogen hat. Sie liegt damit auf dem dritten Platz der Publikumsrenner im Malba, nach Yayoi Kusama und Andy Warhol.

Die Ausstellungen der Woche:

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Agenda de Muestras del 28/02/2015

Por Susanne Franz

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Último fin de semana para ver “Antonio Berni: Juanito y Ramona” en el Malba. La excelente muestra cierra domingo 1 de marzo, y ya fue vista por más de 140.000 personas. De esa manera, se posiciona como la tercera más vista en la historia del Museo, detrás de las muestras de Yayoi Kusama y Andy Warhol.

Las muestras de la semana:

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Marielouise Alemann gestorben

Am Mittwoch starb die Pionierin der Filmkunst in Buenos Aires

Von Susanne Franz

marielouise2Sie war eine eine bedeutende Kulturschaffende, ehemalige Mitarbeiterin des Argentinischen Tageblatts und die zweite Ehefrau des damaligen Tageblatt-Direktors Ernesto T. Alemann: Im Alter von 87 Jahren ist am Mittwoch, dem 25. Februar 2015, Marielouise Alemann in Buenos Aires verstorben.

Aus dem Kulturleben der argentinischen Hauptstadt ist die einzigartige Persönlichkeit nicht wegzudenken: Sie machte sich als Theater- und Performance-Künstlerin sowie als Filmemacherin einen Namen. Die Pionierin der experimentellen Filmkunst kann als eine der Begründerinnen der Videokunst in Argentinien angesehen werden. Von 1979 bis 1985 war sie Programmdirektorin der Filmabteilung des Goethe-Instituts Buenos Aires.

Marielouise Alemann hatte Mut, und sie hatte Stil. Sie bestach nicht nur mit ihrer Schönheit und ihrer Eleganz, sondern vor allem durch ihre Intelligenz und scharfe Beobachtungsgabe, ihre Warmherzigkeit und ihren Sinn für Humor. Im vergangenen Jahr war sie gesundheitlich sehr angeschlagen und in ihrer geliebten Bewegungsfreiheit eingeschränkt gewesen. Vor einer Woche musste sie ins Krankenhaus eingeliefert werden, wo sie am Mittwochmorgen starb.

Marielouise war knapp über 20 Jahre alt, als sie nach Argentinien kam, um ihre Schwester zu besuchen. 1951 heiratete sie Ernesto T. Alemann, mit dem sie die gemeinsame Tochter Katja bekam.

Für das Tageblatt produzierte Marielouise u.a. die wegweisende farbige Wochenbeilage „Die Illustrierte“. Sie steuerte dafür die Fotografien für Titel und Inhalt bei und interviewte in einem glamourösen Rahmen die Damen und jungen Frauen der deutschen Gemeinschaft. Als Filmkritikerin reiste Marielouise Alemann auf die wichtigsten Filmfestivals der Welt und berichtete darüber. Die Filmfanatikerin und -kennerin pflegte Freundschaften mit Regisseuren wie Werner Herzog oder dem verstorbenen Werner Schröter.

Marielouise schrieb außerdem Berichte von ihren zahlreichen Reisen, die sie zum Beispiel durch fast alle Wüstenlandschaften der Welt führten, und bereicherte die Zeitung mit gesellschaftlichen und philosophischen Texten. Mit Butoh, dem japanischen Tanz der Hoffnung, beschäftigte sich Marielouise Alemann besonders stark, er war der ideale Ausdruck ihrer Ideenwelt. Der Kampf zwischen unsterblicher Seele und sterblichem Körper wird in dem langsamen, meditativen Tanz dargestellt, in dem sich der Tänzer ohne Unterbrechung fortbewegt, als Symbol für die (Lebens-)Reise, auf der der Mensch sich befindet. Nun hat Marielouise ihre letzte Reise angetreten. Sie hinterlässt ihre Tochter, die Künstlerin Katja Alemann, ihre geliebten Enkel Tadeo und Luna, und viele Freunde und Fans.

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Ausstellungskalender vom 21/02/2015

Von Susanne Franz

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Eines der bedeutendsten Werke der zeitgenössischen lateinamerikanischen Fotografie, “El Asado” von Marcos López, ist über das gediegene Museum Larreta hereingebrochen. Mit einer Gruppe verfressener Freunde stellte López in seiner unvergleichlichen grellen Pop-Sprache “Das letzte Abendmahl” von Leonardo da Vinci nach. López’ Werk, ein Widerspruch in sich, steht nun auch noch in einem krassen Kontrast zu dem düsteren, mit kostbaren Tapeten, Möbeln, Gemälden und weiteren Utensilien beladenen Esszimmer der reichen Familie Larreta, deren einstiger Wohnsitz zum Museum mit seinem herrlichen Andalusischen Garten geworden ist.

López’ Werk ist zusammen mit einer Installation zu sehen, die speziell für das Museum Larreta geschaffen wurde. Ein Video zeigt die Ankunft der Fotografie im Museum und Eindrücke von der Langen Nacht der Museen im vergangenen Jahr, als vor den Augen der angeekelt bis amüsiert dreinschauenden Zuschauer eine “Asado/Performance” durchgeführt wurde.

Die Ausstellung ist noch bis zum 15. März zu sehen, montags bis freitags von 13 bis 19 Uhr, samstags, sonntags und feiertags von 10 bis 20 Uhr. Der Eintritt kostet 10 Pesos und ist donnerstags gratis.

Die Ausstellungen der Woche:

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Agenda de Muestras del 21/02/2015

Por Susanne Franz

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Considerada una pieza clave dentro de la fotografía latinoamericana contemporánea, la obra “El Asado” de Marcos López irrumpe en el Museo Larreta.

Es La última cena de Leonardo, pero también es el comedor de una familia de la alta sociedad de las primeras décadas del siglo XX. La apropiación es mucho más osada. Marcos López desacraliza el espacio e invita a los espectadores a compartir este típico plato argentino en un escenario distinguido y señorial que remite al interior de un palacio del Renacimiento español.

La obra está montada junto a una instalación especialmente creada para la muestra en el Larreta. Un video demuestra la llegada de la obra al Museo e imagenes de la Noche de los Museos cuando se hizo un “asado/performance”.

La muestra se exhibirá hasta el 15 de marzo. Días y horarios: lunes a viernes de 13 a 19 horas, sábados, domingos y feriados de 10 a 20 horas. Entrada: $10; Jueves gratis. Es muy recomendable también visitar el Jardín Andaluz del Museo.

Las muestras de la semana:

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Ein Kinderleben im Schnelldurchlauf

Warum “Boyhood” den Oscar gewinnen sollte

Von Michaela Ehammer

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Glücklose Ehen, alleinerziehende Eltern, Umzug in ein neues Leben, Schulwechsel, der erste Tag am College, das erste Bier, der erste Kuss – all das sind ganz alltägliche Dinge, die im Leben vorkommen. Am Sonntag wird in Los Angeles wieder der rote Teppich ausgerollt, und “Boyhood”, ein Film über die Nichtigkeiten des Lebens, geht mit sechs Nominierungen auf Oscar-Jagd. Mit bereits drei Golden Globes sowie zahlreichen weiteren Auszeichnungen ist der filmisch wohl aufwendigste Film nicht nur einer der Top-Favoriten im Rennen um den begehrtesten Filmpreis der Welt, sondern kann sich schon jetzt als stolzer Gewinner betrachten.

2002 startete der berühmte Drehbuchautor Richard Linklater sein Langzeitfilm-Projekt “Boyhood”, 2014 wurde es fertiggedreht. Dieses Kindheitsporträt ist also mehr als nur eine Hollywood-Geschichte, es ist ein wahrhaftiges Lebenswerk, in dem das Erwachsenwerden eines kleinen Jungen gemeinsam mit drei Stammschauspielern vor der Kamera festgehalten wurde.

Das Leben von Mason Jr. (Ellar Coltrane) wird auf den Kopf gestellt: Mitten im ersten Schuljahr wird der Sechsjährige aus seinem gewohnten Umfeld gerissen, denn seine alleinerziehende Mutter Olivia (Patricia Arquette) will nach der glücklosen Ehe in ihre texanische Heimat zurück, um noch einmal das College zu besuchen. Für den verträumten Mason und seine zwei Jahre ältere Schwester Samantha (Lorelei Linklater), die sich gerne als Göre und Diva aufspielt, steht ein Umzug nach Houston bevor. Der Vorteil dabei: Die Kinder können ihren Vater, den Hobby-Musiker und Lebenskünstler Mason Sr. (Ethan Hawke), der seit der Scheidung kaum für seine Kinder dagewesen ist, wieder öfter zu Gesicht bekommen. Mason versucht sich an sein neues Leben zu gewöhnen und durchlebt im Film zwölf Jahre, die aus einem kleinen Jungen einen richtigen Mann machen: Der Wechsel von der Kindheit in die Teenagerzeit, Campingausflüge mit seinem Vater, den er neu wiederentdeckt, sein erstes Bier und die erste große Liebe.

“Boyhood” entführt seine Zuschauer in den 164 Minuten in eine besondere Welt. Obwohl es nicht der erste Langzeitfilm ist, bringt dieses Film-Projekt neue Aspekte mit sich: Jemanden buchstäblich vor der Kamera aufwachsen bzw. altern zu sehen, ist nicht nur ein Kino-Meilenstein, sondern birgt auch einen ganz besonderen Reiz für seine Zuschauer, denn dieser wird zum Zeugen und Betrachter von Masons Kindheit und Teenagerzeit sowie von den Erlebnissen seiner liberalen Familie im konservativen Texas. Und das in insgesamt nur 39 Drehtagen. Die Zeitsprünge zwischen den einzelnen Szenen sind dabei unterschiedlich groß: Das können Stunden, Tage, Wochen, Monate oder auch mal ein ganzes Jahr sein. Die zeitliche Verortung zeigt sich ausschließlich über den Kontext der Handlung.

Ein unbedingt sehenswerter Film, der im Wesentlichen typische, oft ganz alltägliche Ereignisse aus dem Leben eines normalen Heranwachsenden zeigt: schöne und weniger schöne Momente mit Freunden und Familie, Streitereien unter Geschwisterm und tiefe Gespräche mit Eltern. Viele dieser Szenen werden dem Zuschauer im Gedächtnis bleiben. Mit wunderbar auf den Punkt gebrachten und vor allem ungemein authentischen Dialogen verwandeln Linklater und seine Oscar-reifen Schauspieler die Nichtigkeiten des Alltagslebens in magische Kinomomente.

Drachentänze und fernöstliches Puppentheater

In Buenos Aires wurde das chinesische Neujahrsfest gefeiert und das Jahr der Ziege eingeläutet

Von Michaela Ehammer

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Wenn der Drache am Himmel tanzt und mit ihm bunt verkleidete Menschen durch die Straßen ziehen, dann ist es wieder soweit: Das Chinesische Neujahrsfest, das wichtigste Ereignis im chinesischen Kalender, findet statt. Am Samstag, dem 14., und Sonntag, dem 15. Februar, feierte die Stadt Buenos Aires dieses großartige Spektakel auf den “Barrancas de Belgrano”. Die Nachbarn, die chinesischen Mitbürger und alle interessierten Besucher waren eingeladen, zwei Nachmittage und Abende voller Überraschungen und fernöstlicher Darbietungen zu erleben.

Um das Jahr der Ziege bzw. das chinesische Jahr 4713 einzuläuten, das am 19. Februar beginnt, wurden u.a. der traditionelle und glücksbringende Drachentanz, Chinesische Oper, Tango-Shows, Folkloretänze, Vorführungen traditioneller Kampfsportarten sowie chinesisches Puppentheater für die neugierigen Zuschauer geboten. Ein Neujahrsfest der etwas anderen Art. Zudem konnten kulinarische Köstlichkeiten der chinesischen und fernöstlichen Küche, wie “Jiaozi”, chinesische Teigtaschen, oder japanisches Bier probiert werden und chinesische Glückskekse und andere Talismänner im und rund um das chinesische Viertel erstanden werden.

Außerdem wurden in diesem Jahr andere ausländische Gemeinschaften eingeladen, mit Veranstaltungen zu dem Fest beizutragen, um damit den multikulturellen und toleranten Charakter der Stadt Buenos Aires hervorzuheben. In diesem Zusammenhang gab es am Samstag Darbietungen peruanischer, armenischer, spanischer und koreanischer Künstler, während am Sonntag die Gemeinschaften Italiens, Japans, Boliviens und Polens ihren Teil zu dem Programm beitrugen. Zum Abschluss verwandelte sich der Himmel über Belgrano C in ein großes Meer aus buntem Feuerwerk.

Anders als die westlichen Tierkreiszeichen bei uns, beeinflusst ein chinesisches Tierkreiszeichen jeweils ein ganzes Jahr. Das Jahr der Ziege verspricht Entspannung pur, denn die stets heitere und gelassene Art der Ziege färbt auch auf die Stimmung des Jahres ab: Das Tempo wird gebremst und der Fokus rückt verstärkt auf die schönen Dinge des Lebens. Somit ist dieses Jahr eine gute Zeit, um mit sich selbst und anderen Frieden zu schließen, Stress einfach einmal Stress sein zu lassen und das Leben etwas ruhiger anzugehen. Die Widmung der Liebsten und der Familie sowie Kreativität werden im Jahr der Ziege ganz großgeschrieben. Etwas Vorsicht sollte dennoch geboten sein, denn das Jahr der Ziege macht den Menschen auch stimmungsabhängig und empfindlich – und damit etwas launisch, wenn nicht alles nach Plan verläuft. Auch mit den Finanzen sollte gut gewirtschaftet werden. Zuletzt wurde das Jahr der Ziege 2003 gefeiert.

V. Shakespeare-Festival in Buenos Aires

Gratis-Veranstaltungen vom 20. bis 28. Februar

Von Mandy Rutkowski

fs2Seine Komödien und Tragödien gehören zu den bedeutendsten und am meisten aufgeführten und verfilmten Bühnenstücken der Weltliteratur. Da liegt es nahe, dass das Kulturministerium der Stadt Buenos Aires, das British Council und die britische Botschaft in diesem Jahr zum fünften Mal ein Shakespeare-Festival auf die Beine stellen, das die Arbeit des Dramatikers würdigt.

Vom 20. bis 28. Februar werden nicht nur Stücke wie “Hamlet” oder “Romeo und Julia” aufgeführt, Theaterliebhaber haben zudem die Möglichkeit, Workshops, Konzerte und Kinovorstellungen zu besuchen, die sich rund um das Lebenswerk Shakespeares drehen – und das alles kostenlos. Auch mit prominenten Gästen wie der argentinischen Theater-Ikone Norma Aleandro und dem Schauspieler Michael Pennington aus Großbritannien kann sich die Veranstaltung in diesem Jahr schmücken.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Festivals.