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Ausstellungskalender vom 14/02/2015

Von Susanne Franz

nonuevochino11Am heutigen Samstag, dem 14. Februar, und morgen, Sonntag, den 15. Februar, feiert die Stadt Buenos Aires jeweils ab 15.30 Uhr das Chinesische Neujahrsfest auf den “Barrancas de Belgrano” (Echeverría Ecke Virrey Vértiz). Die Nachbarn, die chinesischen Mitbürger und alle interessierten Besucher sind eingeladen, zwei Nachmittage und Abende voller Überraschungen zu erleben.

Um das Jahr der Ziege bzw. das chinesische Jahr 4713 einzuläuten, das am 19. Februar beginnt, werden u.a. geboten: der traditionelle Drachentanz, Chinesische Oper, Tango-Shows, Folkloretänze, Vorführungen traditioneller Kampfsportarten sowie chinesisches Puppentheater. Kulinarische Köstlichkeiten der chinesischen Küche können probiert werden, außerdem wurden in diesem Jahr andere ausländische Gemeinschaften eingeladen, mit Veranstaltungen zu dem Fest beizutragen, um damit den multikulturellen und toleranten Charakter der Stadt Buenos Aires hervorzuheben.

In diesem Zusammenhang gibt es am heutigen Samstag Darbietungen peruanischer, armenischer, spanischer und koreanischer Künstler, während morgen die Gemeinschaften Italiens, Japans, Boliviens und Polens zu dem Programm beitragen werden.

Zum Abschluss gibt es ein großes Feuerwerk. Bei Regen fällt die Veranstaltung aus.

Die Ausstellungen der Woche:

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Agenda de Muestras del 14/02/2015

Por Susanne Franz

nonuevochino11Hoy y mañana, sábado 14 y domingo 15 de febrero, a partir de las 15.30 horas, la Ciudad de Buenos Aires celebra el Año Nuevo Chino, en Barrancas de Belgrano (Echeverría y Virrey Vértiz). Se vivirá una doble jornada en la que los vecinos, la comunidad china y todo el público que asista podrá disfrutar de una tarde llena de sorpresas.

En el año de la Cabra de Madera, el 4713 según el calendario de la colectividad china, la celebración por el año nuevo chino ofrecerá bailes como La Danza del Dragón, Ópera China, Show de Tango, danzas, artes marciales y títeres tradicionales chinos. Se podrá degustar los platos típicos de la colectividad china y ver espectáculos de diferentes comunidades que fueron invitadas al evento como un mensaje de integración que simboliza la diversidad cultural de la ciudad de Buenos Aires. El sábado participarán artistas de la colectividad peruana, armenia, española y coreana. El domingo será la presentación de los grupos representantes de las colectividades de Italia, Japón, Bolivia y Polonia.

Para el cierre, se realizará un gran show de fuegos artificiales que iluminará la noche de la Ciudad. La actividad se suspende por lluvia.

Las muestras de la semana:

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Kontraste und Utopien

Biennale “Fin del Mundo” in Valparaiso, Chile

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Die vierte Ausgabe der Biennale für zeitgenössische Kunst “Fin del Mundo”, die Teil des Projekts “Polo Austral de las Artes” ist und 2014/15 in Argentinien und Chile stattfindet, hat ihre Pforten in Valparaiso im ambitionierten Parque Cultural vor zwei Wochen geöffnet. Mehr als 60 Künstler aus 25 Ländern aus fünf Kontinenten zeigen ihre Arbeiten zum Thema “Contrastes y Utopías”.

Auf Einladung des Kurators Massimo Scaringella (Italien) nahmen Künstler aus Finnland, Italien, Deutschland und Kolumbien an einem Residenz-Programm teil und realisierten vor Ort und im Austausch mit chilenischen Kollegen ihre künstlerischen Konzepte.

Deutschland wird durch die in Argentinien lebende Künstlerin Kirsten Mosel vertreten, die mit einer Malerei-Installation aus Vinyl-Folie in der zentralen Halle des Museums ein Statement setzt. Eine auf die Gesamthöhe der Museumswand installierte organische monochrome Form mit dem Titel “Radiant” stellt Fragen nach der Beziehung zwischen Farbe und Raum, Abstraktion und Körper, Welt und Individuum.

Die Biennale “Fin del Mundo”, Etappe II: Valparaiso, ist bis 15. März 2015 täglich von 10-19 Uhr geöffnet, im Parque Cultural de Valparaiso, Cárcel 471, Valparaiso, Chile. Infos (auf Spanisch) hier.

Foto:
Kirsten Mosels raumgreifende Malerei-Intervention “Radiant”.

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Ausstellungskalender vom 07/02/2015

Von Susanne Franz

Bienal Arte Joven Buenos Aires_11Seit dem 1. Februar und bis zum 8. März können junge Kreative von 18 bis 32 Jahren sich für eine Teilnahme an der “Bienal Arte Joven Buenos Aires 2015” bewerben. Sowohl abgeschlossene als auch in der Entstehung befindliche Projekte kann man für die vier Kategorien Theater, Audiovisuelle Kunst, Bildende Künste und Musik einreichen. Die Teilnahmebedingungen (auf Spanisch) findet man hier.

Die Biennale versteht sich als Plattform zur Förderung junger Kunst und als Motor für neue Tendenzen und Diskussionen. Anfang Mai werden die ausgewählten Künstler bekanntgegeben. Diese können im Juli am “Campus Bienal” teilnehmen, einer Fortbildungsakademie, die von herausragenden Kunstschaffenden geleitet wird. Bis August werden ihre Projekte zudem finanziell unterstützt und von Tutoren betreut.

Vom 8. bis zum 13. September findet das “Festival de la Bienal” statt, in dessen Rahmen die Projekte der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

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Agenda de Muestras del 07/02/2015

Por Susanne Franz

Bienal Arte Joven Buenos Aires_11Entre el 1° de febrero y el 8 de marzo estarán abiertas las inscripciones para la Bienal Arte Joven Buenos Aires 2015. La convocatoria está destinada a artistas entre 18 y 32 años de edad. Se podrá participar en cuatro disciplinas – artes escénicas, artes audiovisuales, artes visuales y música – presentando producciones terminadas o proyectos a desarrollar. Las bases y condiciones están disponibles aquí.

La Bienal es una plataforma de promoción del arte joven. Sus objetivos centrales son promover la formación práctica y teórica de los artistas y creadores; promover circuitos de encuentro e intercambio que den origen a nuevas creaciones y sean motor de pensamiento crítico, apoyar el desarrollo de nuevas producciones y la circulación de ellas y sus artistas dentro y fuera del país, acercar nuevos públicos a las distintas manifestaciones del arte contemporáneo.

Los primeros días de mayo de 2015 la Bienal anunciará públicamente quiénes son los artistas seleccionados para participar de esta edición.

Todos ellos tendrán en julio la posibilidad de acceder al Campus Bienal, un programa especial de formación con diferentes creadores destacados.

Paralelamente desde mediados de mayo hasta fines de agosto: la Bienal acompañará a través de financiamiento y tutorías la producción de los proyectos nuevos que se estrenan en septiembre 2015, en el marco del Festival Bienal.

Del 8 al 13 de septiembre, el Festival de la Bienal será, durante seis días, el espacio de exhibición en el que los artistas seleccionados en las cuatro disciplinas compartirán sus creaciones con toda la ciudad.

Las muestras de la semana:

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Ringo Starr spielt gratis in Buenos Aires

Ex-Beatle tritt am 1. März auf der Freilichtbühne Pampa Ecke Avenida Figueroa Alcorta auf

Von Michaela Ehammer

God is in my life, says Ringo StarrRingo Starr (74), Sänger, Liederkomponist, Schauspieler und früherer Schlagzeuger der Beatles, geht wieder auf Tournee – gerockt wird unter anderem auch in Buenos Aires. Im Rahmen des “Movistar Free Music Festival” am 1. März wird der Ex-Beatle mit seiner “All Starr Band” auftreten, die aus Steve Lukather (Toto), Richard Page (Mr. Mister), Gregg Rolie (Santana), Todd Rundgren, Gregg Bissonette (David Lee Roth) und Warren Ham besteht.

Starr gastiert bereits zum dritten Mal in vier Jahren in der Stadt des Tangos, wo er seine Fans mit den größten und bekanntesten Hits sowie Songs aus seinem neuen Album, das Ende März erscheinen soll, verzaubern will.

Ein Hauch von Rio

Tausende leiteten den Karneval in Buenos Aires ein

Von Mandy Rutkowski

carnaval
Wer Karneval erleben will, muss nicht zwingend einen teuren Flug nach Rio de Janeiro buchen. Auch in Buenos Aires kennt man das bunte Treiben, das im Februar eines jeden Jahres auf den Straßen gefeiert wird. Am Sonntag, dem 1. Februar, wurde die Karnevalszeit mit mehr als 100 Musikgruppen und 30 Paraden in der Hauptstadt eröffnet. Die Feste reichten von Almagro bis San Telmo und von La Boca bis Villa Crespo. Gefeiert wird an den nächsten Wochenenden bis Ende Februar jeweils samstags von 19 bis 2 Uhr und sonntags von 19 Uhr bis Mitternacht. Am Montag, dem 16., und Dienstag, dem17. Februar, sind zum Feiern sogar zwei Karnevalsfeiertage reserviert.

Typisch für den Karneval in Buenos Aires sind die “Murgas”. So nennt man die Gruppen aus Tänzern, Sängern und Trommlern, jedoch auch den argentinischen Karneval an sich. “Die Murgas spielen eine Schlüsselrolle in der Geschichte der Viertel. In La Boca haben sie eine lange Tradition”, erklärt Facundo Carman, Mitglied von “Los Amantes de La Boca”. Den Ursprung der Murgas findet man in Deutschland.Vor mehr als 150 Jahren brachten Einwanderer aus dem Rheinland die Traditionen des Kölner Karnevals mit an den Río de la Plata. Hier verschmolzen sie mit der Musik ehemaliger schwarzer Sklaven zu einer eigenständigen Volkskultur.

Seit jeher wird der Karneval dazu genutzt die Obrigkeiten des Landes auf den Arm zu nehmen, was wohl auch der Grund war, wieso die Feierlichkeiten in Argentinien während der Militärdiktatur verboten wurden. Noch heute werden politische und soziale Themen aufs Korn genommen. Neben der Musik ist auch die Kleidung der “Murgueros” von großer Bedeutung. Ein typisches Outfit besteht aus Seidenfrack, Handschuhen und Hut – eine Erinnerung an die Zeiten, als sich Sklaven in Abwesenheit ihrer Herren in ihren kostbaren Kleidern über sie lustig machten.

Das Kulturministerium der Stadt Buenos Aires erwartet in diesem Jahr bis zu eine Million Besucher, die den Hauch von Rio hautnah spüren möchten.

Foto:
Sie wissen, wie man feiert: Die „Murgueros“ beim alljährlichen Karneval in Buenos Aires.
(Cultura BA)

Berlinale-Blog des Goethe-Instituts

Berlinale-Blogger 2015 – Internationale Filmjournalisten berichten für goethe.de

Intro_Berlinale_blogger
Meinungen, Hintergründe und Interviews zu Filmen, Filmemachern und Favoriten für den Goldenen Bären: Bloggerinnen und Filmjournalisten aus Kairo, Leipzig, Madrid, München, Nairobi, Peking, São Paulo, Tokio und Toronto berichten von der Berlinale.

Am 5. Februar 2015 ist es soweit: Die 65. Internationalen Filmfestspiele Berlin werden eröffnet. Das Goethe-Institut hat Bloggerinnen und Filmjournalisten aus Ägypten, Brasilien, China, Deutschland, Japan, Kanada, Kenia und Spanien nach Berlin eingeladen, um das größte deutsche Filmfestival zu begleiten – in Filmkritiken, Interviews und Hintergrundberichten. Wie sind Filme aus Ägypten bei der Berlinale repräsentiert? Welche interessanten brasilianischen Co-Produktionen sind im Rennen um die begehrten Preise? Kann der chinesische Film an den Erfolg von 2014 anknüpfen? Mit welchen Erwartungen reisen spanische Filmemacher zur Berlinale? Und: Was gibt es Neues von deutschen Filmemachern?

In der Reihe Berlinale People stellen wir in kurzen Porträts die Menschen vor, die vor und hinter den Kulissen der Berlinale arbeiten und gemeinsam das Gesicht des Festivals ausmachen.

Ergänzt wird die Berichterstattung mit Filmkritiken von Talent Press, einem gemeinsamen Projekt von Berlinale Talents, dem Goethe-Institut und der internationalen Filmkritiker-Organisation FIPRESCI, auf deren Einladung hin junge Filmkritiker aus aller Welt aus Berlin berichten.

Am 3. Februar 2015 geht es an dieser Stelle los mit den ersten Beiträgen.

Design des Logos: Lea Delazer

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Ausstellungskalender vom 31/01/2015

Von Susanne Franz

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Im Februar wird in der RO Galería de Arte nach der Sommerpause die Ausstellung “Sean eternos los pinceles…” von Carlos Alonso und Guillermo Roux wiedereröffnet. Es werden um die zwanzig Werke gezeigt, die die beiden berühmten argentinischen Maler in Gemeinschaftsarbeit geschaffen haben.

Die Arbeiten entstanden sozusagen “vierhändig”, die Künstler kommunizierten auf dem Postweg miteinander, indem sie dem jeweils anderen ein halbfertiges Werk zusandten und ihm die Freiheit ließen, dieses zu vervollständigen. María Paula Zacharías schreibt im Ausstellungskatalog: “Sie schicken sich die Zeichnungen per Post zu und warten dann, was der jeweils andere wohl für eine mysteriöse Antwort senden möge. In hölzernen Kisten reisen die Werke von Unquillo (in der Provinz Córdoba) nach Martínez (in der Provinz Buenos Aires), von Martínez nach Unquillo. Vielleicht ist ein Porträt darauf, oder eine Blumenvase, oder eine Katze… auf jeden Fall ist die Hälfte des Blattes leer. Halbfertige Zeichnungen, die der Empfänger vollenden muss. So sind die Spielregeln.”

Bis zum 20. März kann man diese schöne Ausstellung in der Straße Paraná 1158 in Buenos Aires besuchen, montags bis freitags von 14 bis 20 Uhr.

Die Ausstellungen der Woche:

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Agenda de Muestras del 31/01/2015

Por Susanne Franz

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En febrero reabre en RO Galería de Arte la exposición “Sean eternos los pinceles…” de Carlos Alonso y Guillermo Roux. La exposición reúne una veintena de obras inéditas en las que los artistas trabajaron a cuatro manos.

Todas las obras fueron realizadas por ambos artistas en conjunto, comunicándose por medio postal. Según relata María Paula Zacharías en el texto del catálogo que acompaña la exposición: “Se mandan dibujos como cartas. Cada uno espera en silencio la enigmática respuesta del otro. En una caja de madera viajan de Unquillo a Martínez, de Martínez a Unquillo, un retrato, un jarrón con flores, un gato… y media página en blanco. Dibujos a medio camino que el destinatario debe terminar. Ese es el juego.”

Hasta el 20 de marzo, en Paraná 1158, Buenos Aires, de lunes a viernes, de 14 a 20 horas.

Las muestras de la semana:

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Der Himmel wird zur Tango-Bühne

Cai Guo-Qiang begeisterte 200.000 Zuschauer mit beeindruckendem Feuerwerk

Von Jannik Jürgens

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Der chinesische Künstler Cai Guo-Qiang verwandelte am Samstagabend den Himmel über La Boca in eine einzigartige Tango-Show. Unter dem Titel “Das Leben ist eine Milonga. Tango und Feuerwerk für Argentinien” begeisterte Guo-Qiang mit über 43.000 Feuerwerkskörpern und einem Orchester die Zuschauer. Nach offiziellen Angaben kamen über 200.000 Menschen nach La Boca, um die Performance zu sehen.

Schon auf dem Weg wird klar, dass heute abend etwas Besonderes passiert. Die Busse sind brechend voll und auf den Straßen herrscht ein Verkehr wie sonst nur bei Spielen der Boca Juniors. Irgendwann geht nichts mehr, die Menschen lassen das Auto stehen und gehen zu Fuß zum Hafen. Dort warten viele schon seit Stunden auf das Spektakel. Sie haben die besten Plätze reserviert, ganz nah am Wasser, um auch die Reflexionen des Feuerwerks sehen zu können.

Um kurz vor acht steigt die Spannung. Gleich soll es losgehen. Doch dann die Enttäuschung: Der Beginn des Feuerwerks wird um eine Stunde nach hinten verschoben. Buh-Rufe quittieren die offizielle Ansage. Dann kommt endlich Cai Guo-Qiang ans Mikrofon. Auf Mandarin kündigt er das Feuerwerk an. Die Übersetzerin kommt ihm zu Hilfe: “Fünf, vier, drei, zwei, eins, null.” Gebannt schauen die Menschen in den Himmel, einige halten den Atem an. Ein ohrenbetäubender Knall. Mit einer großen Explosion beginnt das Feuerwerk, gespenstische Rauchschwaden ziehen durch den Hafen. Dann erklingen die ersten Takte von “La Cumparsita”, erst leise, dann lauter. Zeitgleich steigen Raketen in den Himmel, harmonisch abgestimmt mit der Musik. Die blauen und weißen Feuerwerkskörper stellen die Tänzer da, die silbernen und goldenen Lichter den Korpus des Akkordeons.

Cai Guo-Qiang lässt die Geschichte des Tangos als Feuerwerk Revue passieren. Das Orchester liefert die passende Musik. Als zweites Stück kommt “Felicia”. Weiße Girlanden und schwarze Blitze lassen Erinnerungen an den Beginn des Tangos erwachen. Damals wurden die Tänzer im Fernsehen in schwarz-weiß gezeigt. Insgesamt hat Guo-Qiang seine Performance in vier Tango-Epochen eingeteilt: Von 1890 bis 1943, von 1943 bis 1955, von 1955 bis 1983 und von 1983 bis heute. In den Pausen des Feuerwerks kommentiert er das Geschehen: “Heute ist eine unbeschreibliche Nacht. Jetzt möchte ich, dass Sie Tango tanzen.” Das Orchester spielt und einige Zuschauer kommen der Aufforderung nach. Vorsichtig tanzen sie in der Menschenmasse, es ist ein Tango auf dem Bierdeckel.

Nach einem Electrotango-Feuerwerk kommt es zum großen Finale. “Volver al sur” ist der Höhepunkt und stellt alles andere in den Schatten. Das Feuerwerk zeichnet sanfte Bewegungen in den Nachthimmel und die Musik harmoniert perfekt mit den Explosionen. Die Raketen erreichen eine Höhe von 180 Metern. Den Schluss bildet eine Kaskade von weißen Explosionen, und für einen Moment ist ein riesiges Akkordeon über dem Hafen zu sehen. Später sagt der Kommentator, es sei 180 mal 60 Meter groß gewesen.

So beeindruckend das Feuerwerk ist, so vergänglich ist es auch. Guo-Qiangs Bilder sind da langlebiger. In der Proa-Stiftung, die Guo-Qiang zusammen mit der Kulturabteilung der Stadt nach Buenos Aires holte, sind seine Schießpulver-Bilder ausgestellt. Guo-Qiang hat seine eigene Technik für die Werke konzipiert. Auf Videos, die den Entstehungsprozess zeigen, kann der Besucher diese Technik nachvollziehen.

Am Anfang steht die Recherche: Guo-Qiang reist an den Ort, den er malen will. In Argentinien war er unter anderem an den Iguazú-Wasserfällen und in der Wüste. Dort beginnt der kreative Prozess. Cai zeichnet, fotografiert die Landschaft und lässt sich von lokaler Kunst inspirieren. Dann entwickelt er sein Werk. In der Werkstatt trägt er das Schießpulver auf vorher gezeichnete Flächen auf. Von Pappe abgedeckt, wird das Pulver gezündet. Unmittelbar danach muss das Feuer erstickt werden – und das Werk ist fertig. So ist Guo-Qiangs Kunst zwar durchgeplant, doch die Explosion hat immer etwas Unvorhersehbares. Jedes Werk ist ein Stück weit Unfall und Improvisation.

Guo-Qiang hat auch das Feuerwerk für die Olympischen Spiele in Peking gemacht. Seine Kunst ist nicht politisch, wie die des im Westen gefeierten Ai Weiwei. Guo-Qiang ist keiner, der Kritik an China äußern würde. Er will mit seiner Kunst Menschen begeistern und an die Traditionen ihres Landes erinnern. In La Boca ist ihm das gelungen.

Foto:
Cai Guo-Qiang ließ die Geschichte des Tangos als Feuerwerk Revue passieren.
(Cultura BA)

Das Spektakel auf Youtube.