Ein Gedankenspiel

“Neón” von Agustina Muñoz im El Camarín de las Musas

Von Anna Weber

Was wäre wenn? Mit dieser Frage beginnen Tagträume. Man versetzt sich in eine Situation, die nicht einmal realistisch sein muss, und beginnt in verschiedenen Szenen und Bildern, die Möglichkeiten durchzuspielen.

“Was wäre, wenn alles plötzlich zu Ende ginge?”, scheint Agustina Muñoz zu Beginn ihres Stückes “Neón” zu fragen. Ein Raum, sechs Personen, ein paar flackernde Glühbirnen und Endzeitstimmung, die von draußen die Wände eindrückt. Was da draußen eigentlich los ist, bleibt unklar, ist offensichtlich unwichtig. Wichtig ist dieser Raum, diese sechs Personen und wie sie weiterleben, während die Außenwelt zerbricht und plötzlich nichts mehr sicher ist.

In kurzen Szenen setzt Muñoz das Leben ihrer Protagonisten wieder zusammen und es entsteht eine Collage des Alltags im Chaos. Da ist das Paar, das ganz ruhig bespricht, wie es am liebsten Schluss machen würde, wenn die Zeit einmal gekommen ist. Da ist das Mädchen, das sich fragt, wie man zwischen dem Schlaf und dem Tod unterscheidet. Und da ist die Gruppe von jungen Männern, die Karten spielt, um die großen Fragen des Lebens, wie etwa: “Was hast du heute gemacht?” Wer verliert, muss antworten.

“Jede Generation träumt davon, die letzte zu sein”, las Muñoz in einem Interview mit Chuck Norris. Der Satz ließ sie nicht mehr los. Was wäre wenn? Und so entstand “Neón”; weniger eine Antwort, als vielmehr ein wilder Traum, ein Gedankenspiel.

“Carmina Burana” im San Martín-Theater

“Ballet Contemporáneo” gibt acht Vorstellungen

Von Susanne Franz

Am Donnerstag, dem 30. Juni, um 14 Uhr, wird im Martín Coronado-Saal des San Martín-Theaters (Av. Corrientes 1530) Carl Orffs “Camina Burana” wieder aufgenommen. Das von Mauricio Wainrot geleitete Tanzensemble “Ballet Contemporáneo” zeigt acht Aufführungen des beliebten Werks, dessen Choreografie vom Ballett-Chef persönlich stammt. Die Beleuchtung schuf Eli Sirlin, für die Kostümierung zeichnete Carlos Gallardo verantwortlich.

Ebenfalls auf dem Programm steht das Tanzstück “Alina”, auch eine Kreation von Wainrot, nach Musik von Arvo Pärt, mit Licht von Sirlin und Kostümen von Gallardo. Die Matinee-Vorstellungen am Donnerstag (30.6. und 7.7.) kosten ermäßigt jeweils 13 Pesos, für die Aufführungen am 1., 2., 5., 6. und 8. Juli um 20.30 Uhr und 3. Juli um 17 Uhr erhält man Eintrittskarten zu 45 bzw. 30 Pesos. Die Gesamtdauer der Vorstellung beträgt 70 Minuten.

Jasmin Müller bei “Kunst in Argentinien”

Auf Entdeckungsreise in Buenos Aires

Mein Name ist Jasmin Müller und ich studiere Kommunikationswissenschaften an der WWU Münster. Nach einem Auslandssemester in Madrid hat es mich nun in die Hauptstadt Argentiniens verschlagen. Buenos Aires – eine spannende Metropole voller Gegensätze und mit zahlreichen kulturellen Angeboten.

Hier werde ich in den kommenden zwei Monaten auf Entdeckungsreise gehen und davon bei “Kunst in Argentinien” berichten. Ob Theater, Kunst, Tanz oder Konzerte – ich werde alles etwas genauer unter die Lupe nehmen und bin gespannt, welche neuen Erkenntnisse ich über Land und Menschen gewinnen werde.

Wenn Sie mich dabei begleiten wollen, schauen Sie öfter bei “Kunst in Argentinien” vorbei!

Culmina Torre de Babel / Babel-Bücherturm wird abgebaut

Dos días para visitar la obra de Marta Minujín / Es bleiben zwei Tage, um Marta Minujíns Kunstwerk zu besuchen


El lunes 27 será el último día en el que se podrá visitar la Torre de Babel de Libros, obra de Marta Minujín, emplazada en la Plaza San Martín. Hay que reservar un lugar vía web o personalmente en el lugar.

Montag, der 27. Juni, ist der letzte Tag, an dem man das Kunstwerk “Torre de Babel de Libros” (Babel-Bücherturm) von Marta Minujín, das auf der Plaza San Martín aufgebaut ist, besuchen kann. Für die drei Führungen pro Stunde kann man sich entweder per Internet oder persönlich vor Ort anmelden.

Genreübergreifende Kunst

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Kirsten Mosels “Nuevos Cutouts” in der Deutschen Botschaft

Kirsten Mosel beschäftigt sich seit über einem Jahrzehnt mit Cutouts. Sie schneidet Formen und Linien aus und klebt sie direkt auf Wände oder auf Bildträger. Zu ihrer Kunst gehören die plane Fläche und die Linie, genaue Grenzen und ein erzählerischer Kick: ihre Formensprache changiert zwischen Abstraktion und Narration.

Für die Deutsche Botschaft Buenos Aires entwickelte die Künstlerin einen Bilderzyklus, der sich um das Thema “Zwei” dreht. Zwei Augen, zwei Klammern, zwei Bäume. Zwei Linien, zwei Kreisel, zwei Lineamente. Die Bilder kreisen um das Phänomen des Doppels: in der Symmetrie eines Körpers, in der Funktion von Geräten, im Zusammenstoß von abstrakten Farb-Formen. Es gibt Bezüge zur Natur, zum Menschen, zu Farbräumen. Die Bilder sind einfach, einfache Formen, wenige Eingriffe, etwas hinzufügen, etwas aussparen.

Was bedeutet das Schneiden für diese Bilder? Der Schnitt vollzieht klare Trennungen bzw. Grenzen zwischen Figur und Grund, die Formen sind eindeutig in ihrer Mehrdeutigkeit.

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El fenómeno del doble

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Exposición “Nuevos Cutouts” de la artista alemana Kirsten Mosel en el Consulado de la Embajada de Alemania

Kirsten Mosel, nacida en el 1962 en Braunschweig, Alemania, trabaja desde 2010 como artista independiente en Buenos Aires. Ya hace más de una década que ha trabajado en el proyecto “Cutouts”: corta formas y líneas, las pega directamente a paredes o a paspartús. Planos llanos, líneas, límites nítidos y clímax narrativos forman parte de su arte.

La artista creó un ciclo de imágenes para la Embajada de Alemania que gira en torno al tema del número dos: dos ojos, dos paréntesis, dos árboles. Dos líneas, dos trompos, dos lineamientos. Las imágenes giran en torno al fenómeno del doble: en la simetría de un cuerpo, en la función de ciertos aparatos, en el choque de colores-formas abstractos. Existen referencias a la naturaleza, al ser humano, a espacios cromáticos. Las obras son simples, formas simples, pocas intervenciones, añadir algo, prescindir de algo.

La exposición se inauguró el 22 de junio y puede verse hasta el 4 de agosto de 2011 en el Consulado de la Embajada de Alemania, Villanueva 1055, de lunes a jueves de 9 a 17.30 horas, y el viernes de 9 a 12 horas.

Además, Kirsten Mosel muestra una intervención de líneas en la Universidad del Salvador, Marcelo T. de Alvear 1337, inaugurada el 23 de junio de 2011.

Más información en el sitio web de la artista.

Fast so weit weg wie Utopia

Transparentien

Von Friedbert W. Böhm

Dieses Land erreicht man, wenn man von Korruptia über Normalien hinaus fährt. Es liegt kurz vor Utopia, welches bekanntlich am äußersten Rand der Weltscheibe gelegen ist. Das Besondere an Transparentien ist die sprichwörtliche Wahrheitsliebe seiner Bewohner. Zudem besitzt es, dank seines hervorragenden Bildungssystems, einen ungewöhnlich hohen technischen Standard. Insbesondere auf dem Gebiet elektronischer Systeme haben seine Unternehmen Weltgeltung und die entsprechenden Anwendungen sind unter seinen aufgeschlossenen Bürgern von jeher mehr verbreitet als sonst irgendwo.

Schon bei Geburt erhält jeder Transparentiner seine Kennnummer, die später auch seine Telefonnummer und die seines Bankkontos sein wird. Unter dieser Nummer ist er jederzeit identifiziert und ansprechbar. Ab Kindergarten besitzt er ein individuelles Handy, UniPod genannt, in welchem mit der Zeit weitere Funktionen zugeschaltet werden, die des Zahlens, Kassierens, Wählens.

Bis hierher wäre Transparentien nicht mehr als ein wohlhabendes, sympathisch modernes Ländchen. Was es jedoch absolut einzigartig macht, ist etwas Anderes: Nicht das üppige Vorhandensein einer Materie, die in allen bewohnten Teilen der Welt wie keine andere geschätzt wird, sondern just deren Abwesenheit: des Bargeldes.

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Calamares a la Petrobras

Un antes y un después en nuestras artes visuales

Por Meiji

Días pasados me pidieron mis alumnos una opinión sobre la obra “Autorretrato de mi muerte” galardonada en el Premio Petrobras 2011.

Cerré el libro de Carlos Alonso que estábamos mirando, lo escondí todo lo que pude como para que el Maestro no escuchara lo que iba a decir en ese momento y así me expresé:

“Considero que hay un antes y un después en nuestras artes visuales a partir de esta obra. Este hecho, no tengan duda, hará escuela y les explico porqué:

Se instalará en toda la contemporaneidad el concepto de “Arte Paella”.

Las autoridades del IUNA, siempre tan atentas a todo lo que va en el mundo, crearán la cátedra: “Semiótica aplicada a la estética del berberecho”.
Se vendrán, sin duda, el Premio “La Campagnola”, la Bienal “Mellino” y el Salón “Nereida”.

Las listas de útiles solicitadas en las escuelas de arte serán más o menos así: un rollo de papel de escenografía, una caja de carbonillas, un lápiz HB, un 2B y medio kilo de cornalitos.

Las librerías artísticas como Thesis, Teorema, Leidi, Villalba, etc, instalarán una góndola de mariscos congelados.

La disciplina Nuevos Soportes e Instalaciones del Salón Nacional pasará a llamarse Nuevos Soportes, Instalaciones y Cazuelas.

Advertimos que el tema crucial a tener en cuenta es que todos los trabajos realizados dentro de esta tónica aumentarán su cotización durante Semana Santa.

Un par de comentarios finales:

Sugerimos abrir una lista con todas las personas que gustaron de esta obra con la idea de turnarse y poder tenerla y disfrutarla en sus hogares durante, al menos, tres días y seguir así la cadena.

Teniendo en cuenta que la empresa patrocinante de este premio es brasileña, inferimos su influencia en el reciente aumento del producto bruto de ese país.

Me despido con mis más respetuosos saludos al Pulpo Paul y a Calamardo.

Kalender / Agenda

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Ausstellungskalender 25/06/11-02/07/11

Von Susanne Franz

Mercedes Reynoso malt Blumen – “aber nicht, um zu gefallen oder weil sie so dekorativ sind, sondern von einem Ort aus, an dem Reflexion und Leidenschaft zu Hause sind. (…) Ihre Gemälde besitzen die unterschwellig spürbare Energie, die der Natur eigen ist und die nicht erklärbar oder mit irgendwelchen wissenschaftlichen Geräten messbar ist. Aber sie ist nicht wegzuleugnen, sie drängt sich nach vorn und manifestiert sich in der ganz alltäglichen Gegenwart einer Blume.” (Aus dem Vorwort zum Katalog von Julio Sánchez).

Die Ausstellung kann bis zum 8. Juli im Salón de Exposiciones del Honorable Consejo Deliberante, 25 de Mayo 459, San Isidro (Mo-Fr 9-18 Uhr) besucht werden.

Die Ausstellungen der Woche:

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Agenda / Kalender

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Agenda de Muestras 25/06/11-02/07/11

Por Susanne Franz

Mercedes Reynoso pinta flores – “no desde un lugar ameno y decorativo, sino desde uno más reflexivo y apasionado a la vez. (…) Las pinturas hablan de una energía subyacente, indefinible, indemostrable con aparatos científicos de medición, pero innegable y pujante que se manifiesta en la presencia cotidiana de una flor. El género tradicional de la pintura se llama ‘naturaleza muerta’, Mercedes Reynoso eligió exacerbar el otro lado, el más insondable, el de la naturaleza infinitamente viva.” (Prólogo de Julio Sánchez)

La muestra se podrá visitar hasta el 8 de julio en el Salón de Exposiciones del Honorable Consejo Deliberante, 25 de Mayo 459, San Isidro (Lun-Vie 9-18 hs).

Las muestras de la semana:

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Zwei völlig unterschiedliche Theatererlebnisse

Sorins “22h13” und Robines “La ferme des concombres” in der internationalen Spielzeit des San Martín-Theaters

Von Charlotte Dötig

Zwei Franzosen im Auftrag der Komik haben sich in der letzten Woche für unterhaltsame Abende eingesetzt. Die Idee war dieselbe und der Erfolg der gleiche, und doch hätten zwei Alleinunterhalter verschiedener nicht sein können. Der Eine groß, der Andere klein, der Eine jünger, der Andere älter, der Eine auf einer mit Krempel überfüllten Bühne und der Andere auf einem leeren Schauplatz, der nur durch einen kleinen Sandhügel markiert war. Doch sieht man über diese Trivialitäten hinweg, ist es der Inhalt und die intellektuelle, aber auch emotionale Interpretation von Theater, die die beiden unterscheidet. Während der Eine es auf die künstlerische Spitze treibt, indem er das gewollt provozierte Lachen im Hals ersticken lässt, reißt der Andere das Publikum in eine andere Welt und zieht es auf diese Weise in seinen Bann.

“22h13” war das erste der beiden Stücke, das im Rahmen der internationalen Spielzeit im San Martín-Theater gezeigt wurde. Es ist ein Werk von Pierrick Sorin, gespielt von Nicolás Sansier. Dargestellt wird der Alltag eines Künstlers, der versucht, in seinem chaotischen Atelier Ordnung zu schaffen. Immer wieder wird er jedoch unterbrochen.

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