Ambitioniert, zielstrebig, leidenschaftlich

Ein Gespräch mit Rockstar-Fotograf Matthias Hombauer

Von Michaela Ehammer

matthias_hombauer“Das Leben präsentiert einem seine Möglichkeiten und man muss zugreifen” – ein Motto, nach dem der österreichische Rockstar-Fotograf Matthias Hombauer lebt. Mit 28 Jahren wechselte er von seinem Beruf als Molekularbiologe zum Konzertfotografen und vereinte damit zwei seiner absoluten Leidenschaften: Musik und Fotografie. Eine professionelle Ausbildung besuchte er nicht, sein Traum wurde trotzdem Wirklichkeit. und seit drei Jahren tourt er mit berühmten Bands wie Peter Gabriel, Chantel der Fink um die Welt. Tipps, um diesen Wunsch auch für andere wahr werden zu lassen, gibt der sympathische Wiener nicht nur in seinem Blog, sondern verrät sie auch in einem Interview.

Frage: Wie kommt es, dass ein österreichischer Fotograf hier in Buenos Aires eine Ausstellung macht?

Matthias (lächelt): Ja, das kam für mich etwas überraschend, denn ich war vorher noch nie in Buenos Aires. Ich wurde von Matías Altbach, einem argentinischen Rockstar-Fotografen, angeschrieben. Der hatte die Idee, mit mehreren Leuten, die den selben Beruf ausüben, eine gemeinsame Ausstellung zu machen. Und so sind wir alle hier gelandet, ohne uns vorher kennengelernt zu haben. Doch wir haben uns alle auf Anhieb gut verstanden und es kann gut möglich sein, dass wir so etwas in der Art auch in anderen Städten, wie etwa in London, wiederholen werden.

Frage: Vom Doktor der Molekularbiologie zum Rockstar-Fotografen – wie sehr hat sich dein Leben jetzt verändert?

Matthias: Vom Labor hatte ich die Nase voll, auch wenn ich einmal davon geträumt hatte, den Nobelpreis zu erhalten. Doch dieses Leben frustrierte mich schon nach kurzer Zeit. Jetzt toure ich mit Bands in der Welt herum, reise mit ihnen im Tourbus und folge deren Einladungen, auch wenn es nur eine Übernachtung in Athen ist oder zwei Nächte in Mexiko sind. Auf der Bühne zu stehen und Fotos zu machen, das ist ein ganz besonderes Gefühl und bereitet mir so viel Freude. Mein derzeitiges Leben wird eigentlich nie langweilig (lacht erfreut). Ich lebe nach dem Motto “think positive”, doch nicht im abgedroschenen Sinne, sondern eher im Sinne von “every sad story has a funny side” – was soviel heißen soll wie: Es gibt immer etwas Gutes und Positives im Leben, negative Sachen lasse ich jetzt nicht mehr an mich heran.

Frage: Neben The Prodigy, Skunk Anansie oder Miley Cyrus hast du bereits viele weltberühmte Musiker in deinem Portfolio. Gibt es einen persönlichen Favoriten, der dir noch fehlt in deiner Sammlung?

Matthias (schmunzelt und überlegt kurz): Neil Young. Nicht nur wegen seiner Musik, sondern vielmehr, weil er eine coole Person ist. Aber da gbit es natürlich schon noch mehrere Bands, von denen ich Fotos schießen möchte, wie beispielsweise die Counting Crows. Die stehen auf meiner Wunschliste auch ganz weit oben.

Frage: Welche Tipps und Empfehlungen würdest du gerne an jemanden weitergeben, der dieselbe Leidenschaft mit dir teilt und auch ein Rockstar-Fotograf werden möchte?

Matthias: Oh, da gibt es vieles. Das wichtigste ist: aktiv sein, sich ein eigenes Netzwerk aufbauen und ständig Kontakt halten. Und dann darf man natürlich auch nicht aufgeben, muss für seine Träume kämpfen und an sich glauben. Ich habe mir alles selber beigebracht, oder besser gesagt, ich hab mich “voll reingetigert” und zig Bands angeschrieben. Natürlich hatte ich auch eine gehörige Portion Glück an meiner Seite, doch ich habe nie aufgegeben. Auch wenn etwas einmal nicht funktioniert, hat man trotzdem etwas gelernt, das sollte man sich stets vor Augen halten und aus den Fehlern lernen. Auf meinem Blog aus dem Jahr 2014 halte ich viele Tipps und Tricks für alle bereit, um ein professioneller Rockstar-Fotograf zu werden, so wie auch in diversen Workshops oder in meinem E-Book “The Beginners Guide to Concert Photography”. Und in Kürze werde ich mit einem fünfwöchigen Videokurs “Shooting the Rockstars” im Internet vertreten sein. Das ist eine Art Online Academy, die Kurskosten belaufen sich auf 345 Dollar und es haben sich schon Menschen aus über 100 Ländern registriert. Das ist toll, denn es freut mich immer wieder von Leuten zu hören, dass sie es durch meine Ratschläge auch weit gebracht haben in dieser Szene und ich zu deren Glück beitragen konnte.

(Matthias Hombacher ist einer der Künstler, die an der Rockfotografie-Ausstellung “Highlights” im Centro Cultural Borges in Buenos Aires teilnehmen.)

Die Dichte alltäglicher Wörter

Die Dichterin und Liedermacherin Lydia Daher kommt zur Internationalen Buchmesse von Buenos Aires

lydia_daherLydia Daher, Tochter deutsch-libanesischer Eltern, ist Musikerin und Collage-Künstlerin. Mit einer spielerischen Herangehensweise erkundet sie die Dichte oft alltäglicher Wörter, ihre Schwere und ihre spezifischen Gegenständlichkeiten. Vom Goethe-Institut eingeladen, wird sie bei ihrem ersten Besuch in Buenos Aires an verschiedenen Aktivitäten zusammen mit der chilenischen Dichterin und Übersetzerin Camila Fadda Gacitúa im Rahmen der 42. Internationalen Buchmesse von Buenos Aires und mit dem argentinischen Musiker Nicolás Melmann im Kulturzentrum Matienzo teilnehmen. Außerdem wird sie im Rahmen der Initiative “Schulen, Partner der Zukunft” einen Workshop zu audiovisueller Poesie anbieten.

Am 21.04. um 20.30 Uhr findet im Saal Haroldo Conti auf der Buchmesse die Veranstaltung “Das Ende der Affirmation. Ein Sammelband neuester deutscher Dichtung” (27pulqui/Vox) statt, ein Gespräch und eine Lesung mit Lydia Daher, Léonce Lupette, Cinthia Quirós, Camila Fadda Gacitúa, Mario Caimi und Martina Fernández Polcuch, moderiert von Fernando De Leonardis.

Am 23.04. um 20 Uhr kann man Lesungen von Lydia Daher und Camila Fadda Gacitúa beim Internationalen Poesie-Festival der Buchmesse Buenos Aires erleben.

Am 24.04. um 19 Uhr präsentieren Nicolás Melmann, Lydia Daher und Camila Fadda Gacitúa im Kulturzentrum Matienzo bei freiem Eintritt ein Klangereignis und audiovisuelle Poesie, vorgestellt durch Fernando De Leonardis.

Als Tochter einer deutschen Mutter und eines libanesischen Vaters wurde Lydia Daher 1980 in Deutschland geboren. Sie wuchs zwischen Berlin und Köln auf und entschied sich gegen den Strom junger Erwachsener ihrer Generation für die eher beschauliche Stadt Augsburg, um dort Künstlerin zu werden: Dichterin, Liedermacherin und Collagistin.

Inzwischen hat sie sich wieder in der deutschen Hauptstadt niedergelassen, arbeitet gewöhnlich mit anderen Künstlern des Musikbereichs und der bildenden Kunst zusammen und ist außerdem Kuratorin interdisziplinärer Veranstaltungen.

Spielerisch erkundet Lydia Daher die Dichte oft alltäglicher Wörter, ihre Schwere und ihre spezifische visuellen und akustischen Gegenständlichkeiten. Daher nutzt häufig die Technik des Cut-Up, wie in ihrem Gedicht- und Collagenband “Und auch nun, gegenüber dem Ganzen – dies”: Ein ganzes Jahr lang schnitt oder riss sie Bilder aus Zeitungen und Zeitschriften und einzelne Wörter aus Literaturkritiken aus, um diese später in einer neuen synthetischen Reihenfolge zu kombinieren, ohne ihnen etwas hinzuzufügen.

“In dem ihr eigenen, oft lakonischen, immer aber skeptisch schönen Ton der Ratlosen bezieht sie Position zu einer Informationswelt, die so brüchig und zerrissen ist wie die Collagen selbst”, beschreibt die deutsche Lyrikerin Ulrike Almut Sandig die Arbeit von Lydia Daher.

Für ihre Texte, von denen einige ins Arabische, Polnische, Kantonesische, Englische und Spanische übersetzt wurden, erhielt Lydia Daher zahlreiche Auszeichnungen.

(Feria Internacional del Libro Buenos Aires, La Rural, Av. Santa Fe 4201, und Club Cultural Matienzo, Pringles 1249)

Publikumswirksamste Bücherschau Lateinamerikas

42. Internationale Buchmesse von Buenos Aires wird am Donnerstag eröffnet

Von Susanne Franz

feria_del_libro
Die publikumswirksamste Bücherschau Lateinamerikas steht vor der Tür: Am Donnerstag, den 21. April 2016, startet die 42, Ausgabe der Internationaleb Buchmesse von Buenos Aires. Der feierliche Eröffnungsakt um 18 Uhr liegt in Händen des Schriftstellers, Übersetzers, Herausgebers und neuen Chefs der Nationalbibliotek Alberto Manguel. Partnerstadt der diesjährigen Messe ist Santiago de Compostela.

Im Messezentrum La Rural zeigen bis zum 9. Mai auf einer Fläche von 45.000 Quadratmetern rund 1500 Aussteller aus mehr als 40 Ländern, was sie neu in den Katalogen haben. Rund um die Bücherschau laufen zahllose Events, die hauptsächlich für das rege Interesse von über 1 Million Lesern und 2 Millionen Besuchern aus dem Verlagswesen jährlich sorgen.

Vormerken kann man sich schon einmal zwei Veranstaltungen der vom Goethe-Institut Buenos Aires eingeladenen Dichterin und Liedermacherin Lydia Daher am 21.4. um 20,30 Uhr und beim Poesie-Festival am 23.4. um 19 Uhr (weitere Informationen auf der Webseite des Goethe-Instituts).

Öffnunszeiten: montags bis freitags 14 bis 22 Uhr, samstags und sonntags 13 bis 22 Uhr. Eintritt: montags bis donnerstags 50 Pesos, freitags, samstags und sonntags 70 Pesos. Pass für 3 Besuche: 100 Pesos. Kartenverkauf online. Gratis täglich für Kinder unter 12, Behinderte und Schulklassen. Gratis montags bis freitags für Lehrer, Studenten und Rentner mit Ausweis. Gratis am 25.4. und 2.5. mit der Sube-Karte, Eingänge; Av. Santa Fe 4201, Av. Sarmiento 2704 und Cerviño 4476.

Alle weiteren Infos auf der Webseite der Buchmesse.

Foto:
Alberto Manguel hält die Eröffnungsrede.

Kalender / Agenda

Click aquí­ para leer la versión en castellano.

Ausstellungskalender vom 17/04/2016

Von Susanne Franz

koons
Am Donnerstag, den 14. April, wurde auf der Esplanade des Malba in Buenos Aires unter großem Publikumsandrang das Werk “Bailarina sentada” (Sitzende Ballerina, 2015) des gefeierten und umstrittenen US-Künstlers Jeff Koons vorgestellt. Der Superstar war persönlich anwesend und ließ sich gebührend bejubeln.

Koons inspirierte sich für dieses Werk an einer kleinen Porzellanfigur, die er mit modernen Techniken auf Überlebensgröße transportierte. Er selbst merkt dazu an: “Ich liebe rostfreien Stahl als Material, er ist so beständig und stark. Zusätzlich werden meine Skulpturen poliert, so dass sich der Betrachter darin spiegeln kann und eine Bestätigung seines eigenen Selbst erfährt.”

Die Ausstellungen der Woche:

Lesen Sie weiter / Seguir leyendo »

Agenda / Kalender

Klicken Sie hier, um die deutsche Version zu lesen.

Agenda de Muestras del 17/04/2016

Por Susanne Franz

koons
El 14 de abril se presentó en la explanada del Malba en Buenos Aires, la obra “Bailarina sentada” (Seated Ballerina, 2015) del artista estadounidense Jeff Koons.

Koons se inspiró para esta ocasión en una pequeña bailarina de porcelana y la reconstruyó utilizando tecnologías de vanguardia. Al respecto Koons comenta: “El acero inoxidable es uno de mis materiales favoritos por su durabilidad y su carácter fuerte. En mis esculturas, el material está pulido lo que permite que el espectador se vea reflejado y haya una afirmación de su propio serW.

“Bailarina sentada” es una de las últimas esculturas de la serie “Antigüedad”, que Koons comenzó a desarrollar en 2008. La serie explora temas como la belleza, la fertilidad, el amor y la conectividad.

Las muestras de la semana:

Lesen Sie weiter / Seguir leyendo »

Klappe zu und Vorhang auf

Startschuss für BAFICI-Filmfest 2016

Von Michaela Ehammer

Adán Jones
“Es gibt keine Grenzen. Nicht für den Gedanken, nicht für die Gefühle.” Diese Worte stammen vom schwedischen Drehbuchautor, Film- und Theaterregisseur Ingmar Bergman. Wo kann man Grenzen, Gedanken und Gefühle besser überschreiten als in Filmen? Die diesjährige und 18. Ausgabe des Filmfestivals BAFICI, die am 13. April ihre Türen geöffnet hat, zieht tausende von Filmbegeisterte wieder in eine Welt der Phantasie, der Geschichten, eine Welt voller Legenden, Mythen und Empfindungen.

Eugène Greens französisches Drama “Le fils de Joseph” war offizieller Eröffnungsfilm am Mittwoch im “Cine Gaumont”, welches zum ersten Mal in der BAFICI-Geschichte als Spielstätte fungiert. Der Film zeigt einen jungen Mann auf der Suche nach seinem biologischen Vater. In Paris glaubt er fündig geworden zu sein, doch was er am Ende findet, war nicht das, was er sich selbst erhoffte.

Der vom Publikum auserwählte BAFICITO-Beitrag “Song of the Sea” des Iren Tomm Moore leitete zudem als Gratis-Open-Air-Veranstaltung im Anfíteatro des Parque Centenario die 18. Ausgabe des “Buenos Aires Festival Internacional de Cine Independiente” ein. Irische Folklore sowie Geschichten und Legenden über das Meer und seine Fabelwesen werden in diesem Oscar-nominierten Film mit atemberaubenden Farben und Lichteffekten dargestellt. Die erwartete Zuschaueranzahl vom letzten Jahr blieb dieses Mal jedoch bei weitem aus, das mag einerseits am schlechten Wetter, aber andererseits auch an der mangelnden Beschilderung gelegen haben.

Weitere Gratis-Open-Air-Aufführungen finden zudem auch täglich auf der Terrasse des Centro Cultural Recoleta statt. Abseits der Filme stellt auch die “Galería BAFICI”, welche täglich von 10 bis 20 Uhr im Centro Cultural Recoleta besucht werden kann, einen Höhepunkt dar. Ausstellungen, Fotos, Videos und Skizzen rund um das Thema Filme und Kino werden gezeigt, unter anderem von Graciela Borges, Mirtha Legrand oder Fabián Bielinsky.

Ein weiteres “Must-See” im BAFICI ist auch der deutsche Beitrag “Space Rock Symphony”, welches alle Rockbegeisterten im Planetarium Galileo Galilei mit E-Gitarre-Klängen, kosmischen Bildern und Sinfonieorchestern 50 Minuten lang in eine Märchenwelt des modernen Rock aus den letzten Jahrzehnten entführt.

Das BAFICI hat sich seit seiner Premiere 1999 zu einem jährlichen Fixpunkt für Kinoliebhaber etabliert und ist Jahr für Jahr ein großes Stück gewachsen. Menschen aus der ganzen Welt, Einheimische wie Touristen, kommen zusammen, um für ein paar Stunden gemeinsam zu lachen, zu weinen, zu träumen, zu staunen und nachzudenken. “Unsere Geschichte und Vergangenheit zu hinterfragen und unsere vergangenen Tugenden in Erinnerung zu rufen oder zu festigen – vielleicht ist es das, was es heißt, ein Teil von BAFICI zu sein”, so Javier Porta Fouz, BAFICI-Intendant. 27 Spielstätten verteilt in der ganzen Stadt geben uns somit Anlass, uns in die Welt der argentinischen und internationalen Filme zu stürzen, die Pracht des Kinos in all seinen Farben zu erleben und ein Teil von BAFICI 2016 zu sein.

Alle Infos hier.


Unsere BAFICI-Tipps:

  • “Space Rock Symphony” von Robert Sawallisch (Deutschland 2015)
  • “Paradise! Paradise!” von Kurdwin Ayub (Österreich 2016)
  • “„Le Fils de Joseph” von Eugène Green (Frankreich/Belgien 2016)
  • “Miles Ahead” von Don Cheadle (USA 2015 – Schlussfilm)
  • “Las Calles” von María Aparicio (Argentinien 2016)
  • “A Tropical House” von Karl-Heinz Klopf (Österreich/Indonesien 2015)
  • “Pasaporte a Río” von Danile Tinayre (Argentinien 1948)
  • “Innocene” von Lucile Hadzihalilovic (Frankreich 2004)
  • “MacBeth” von Roman Polanski (Großbritannien 1971)
  • “Homeland” von Abbas Fahdel (Irak/Frankreich 2015)
  • “Hedi” von Mohamed Ben Attia (Tunesien/Belgien/Frankreich/Qatar/VAE 2016)
  • “The Island Funeral” von Pimpaka Towira (Thailand 2015)

Foto:
Buenos Aires ist mal wieder vom Filmfieber gepackt.
(Foto: BAFICI)

Kalender / Agenda

Click aquí­ para leer la versión en castellano.

Ausstellungskalender vom 10/04/2016

Von Susanne Franz

Madonna2
Am Freitag, dem 8. April, wurde im Centro Cultural Borges die erste Ausgabe der Ausstellung “Highlights” eröffnet, eine Schau mit Arbeiten von fünf Rockmusik-Fotografen aus fünf verschiedenen Ländern.

Die Ausstellung ist bis zum 27. April zu sehen.

Die Werke von Matías Altbach (Argentinien), Matthias Hombauer (Österreich), Dana Distorion (USA), Javier Bragado (Spanien) und Dean Chalkley (Großbritannien) zeigen u.a. Porträts von Stars wie The Rolling Stones, Prodigy, Public Enemy, Paul McCartney, Rammstein oder Coldplay.

Die Arbeiten der fünf Fotografen wurden u.a. in Zeitschriften wie Rolling Stone, Billboard, NME, The Guardian, The New York Times, Q Magazine, SPIN, People und GIG Photographer veröffentlicht.

Zwei weitere Ausgaben von Highlights sind bereits geplant: in London (2016) und New York (2017).

(Foto: Madonna, von Dana Distortion)

Die Ausstellungen der Woche:

Lesen Sie weiter / Seguir leyendo »

Agenda / Kalender

Klicken Sie hier, um die deutsche Version zu lesen.

Agenda de Muestras del 10/04/2016

Por Susanne Franz

Madonna2
El viernes 8 de abril se inauguró en el Centro Cultural Borges la primera edición de “Highlights”, una muestra fotográfica que reúne el trabajo de reconocidos profesionales de cinco países distintos, dedicados a capturar impactantes momentos del mundo del rock internacional.

La exposición permanecerá abierta hasta el 27 de abril.

Con una selección de las mejores fotografías de Matías Altbach (Argentina), Matthias Hombauer (Austria), Dana Distorion (Estados Unidps), Javier Bragado (España) y Dean Chalkley (Inglaterra), los amantes de la música y la fotografía se encontrarán con retratos de artistas como The Rolling Stones, Prodigy, Public Enemy, Paul McCartney, Rammstein y Coldplay, entre muchos más.

Los trabajos de los fotógrafos de Highlights fueron publicados en medios internacionales tales como The Rolling Stone, Billboard, NME, The Guardian, The New York Times, Q Magazine, SPIN, People, GIG Photographer, entre otros.

Ya están programadas las ediciones de Highlights de Londres (2016) y Nueva York (2017).

(Foto: Madonna, por Dana Distortion)

Las muestras de la semana:

Lesen Sie weiter / Seguir leyendo »

Eine Stadt kleidet sich in Filme

Die 18. Ausgabe des BAFICI startet in Kürze

Von Michaela Ehammer

BAFICI 08
Einzigartige Filme, prominente Gäste und stetes Blitzlichtgewitter der Fotografen und Journalisten: Vom 13. bis 24. April startet die diesjährige und somit 18. Ausgabe des “Buenos Aires Festival Internacional de Cine Independiente” (BAFICI). 1999 ins Leben gerufen, hat sich das BAFICI zu einem der bekanntesten Filmfestivals für unabhängige Filme weltweit entwickelt. Kino ist Kunst, schöpferische Vielseitigkeit und Kreativität, zeigt Gefühle, erzählt Geschichten und reflektiert Träume. So nimmt uns das BAFICI erneut in eine kunstvolle Welt mit, in der es viel zu Staunen und zu Bewundern gibt.

Über 400 Filme aus fünf Kontinenten und 81 Weltpremieren an insgesamt 27 verschiedenen Austragungsorten, Gratis-Open-Air-Veranstaltungen für Groß und Klein, zahlreiche Gespräche mit Filmkünstlern, diverse Ausstellungen rund um die Welt der Filme und des Kinos und zahlreiche Besuche aus dem Gastland USA sowie internationale, anerkannte Größen – wie unter anderem Lewis Bennett, Paulo Branco, Daichi Saito oder Peter Bogdanovich – geben der Stadt im April ein ganz besonderes Antlitz.

Die Eröffnung findet am 13. April mit dem Drama “Le fils de Joseph” (Frankreich 2016) des Regisseurs Eugène Green im “Cine Gaumont” statt, welches zum ersten Mal in der BAFICI-Geschichte als Spielstätte fungiert. Der Film zeigt einen jungen Mann, auf der Suche nach seinem biologischen Vater. In Paris glaubt er fündig geworden zu sein, doch was er am Ende findet, war nicht das, was er sich selbst erhoffte.

Der Abschlussfilm “Miles ahead” (USA 2015) von und mit Don Cheadle, welcher am 24. April im “Teatro Gran Rivadavia” zu sehen ist, zeigt die Biografie der Jazzlegende Miles Davis im New York der 1980er Jahre. Der Star, der einst mit virtuosem Trompetenspiel die Herzen der Menschen im Sturm erobert, kannte auch die Schattenseiten des Lebens: zurückgezogen, dem Alkohol und dem Kokain verfallen, trauernd um seine große Liebe Frances Taylor.

Im internationalen Wettbewerb gehen 18 Filme ins Rennen, im argentinischen stehen 16 Filme zur Auswahl, in der Kategorie Avantgarde und Geschlecht sind es 25 Werke und der Human Rights Wettbewerb, neben zahlreichen weiteren Kategorien, birgt 12 Filme im Sortiment.

Viele Neuerungen warten in diesem Jahr auf die begeisterten Filmliebhaber. So wurde beispielsweise die Kategorie “Lateinamerika””mit acht herausfordernden Filmen ins Leben gerufen, asiatische Filme sind in diesem Jahr stärker denn je vertreten und zum ersten Mal werden auch andere Viertel in Buenos Aires zum Filmschauplatz: Carlos Mugica, Plaza Juan 23, Cildanez, Cancha de los Huérfanos, Polideportivo Los Piletones, Galpón Piedrabuenarte und Casa de la Cultura Villa 21-24 können etwa mit Gratis-Vorführungen zählen. Für ein ganz besonderes musikalisches Highlight sorgt ein Konzert des renommierten Pianisten und Komponisten Michel Legrand im Teatro Colón.

Eintrittskarten gibt es ab 25 Pesos für Studenten und Rentner, der generelle Preis liegt bei 35 Pesos. Der Kartenvorverkauf startete bereits am 4. April, auf der Webseite des Festivals oder im Village Recoleta-Kino (Vicente López und Junín, täglich von 10 bis 20 Uhr).

Foto:
Der Eröffnungsfilm “Le fils de Joseph” ist am 13. April im “Cine Gaumont” zu sehen.

Moderner Minnesang

Wortspiele im Kulturverein Matienzo

Von Julia Kornberg

slam
“Deine Wörter durchbrechen keine Wände? / Veränder Deine Wörter!”, schrieb Vicente Luy (Dichter und Schriftsteller) im Jahr 2003, als allmählich eine neue Generation von Dichtern in Buenos Aires auftauchte. Mit kurzen, überwältigenden Sätzen begann Luy mit einer unnachahmlichen Eloquenz zu schreiben – begleitet wurde er von Schriftstellern und Schauspielern wie Alejandro Urdapilleta oder José Sbarra. Unter dem Einfluss von “Slam-Poetr”, einer US-amerikanischen literarischen Strömung der 80er Jahre, ist schließlich die junge, moderne Bewegung der Performance-Poesie in Argentinien geboren.

Eine der besten Veranstaltungen dieser Bewegung fand am Samstag im Kulturverein Matienzo (Pringles 1249) statt. Bei dem sogenannten “Slam de Poesía Oral” war aber Literatur nur ein Teil – der Rest war die Stimme, der Körper. Die Verse hatten eine bestimmte Aufführung, die die Grenzen zwischen Literatur, Musik, Theater und Humor herausforderte. Darüber hinaus ging es auch, wie in die 80ern in Chicago, um einen Vortragswettbewerb: junge Dichter trugen ihre eigenen Wörter vor und kämpften damit um den Titel des “Slam Champion” der Nacht – alles war aber nur ein Spiel: eine Art von modernem Minnesang der Jugendkultur, die gleichzeitig die literarische Tradition infrage stellte.

slam2

Fotos:
Die Körper der Dichter, die man als Leser normalerweise vergisst, spielen bei der Performance eine wesentliche Rolle.
(Fotos: Milagros Morsella)

Die Dichte alltäglicher Wörter

Die Dichterin und Liedermacherin Lydia Daher kommt zur Internationalen Buchmesse von Buenos Aires

lydia_daherLydia Daher, Tochter deutsch-libanesischer Eltern, ist Musikerin und Collage-Künstlerin. Mit einer spielerischen Herangehensweise erkundet sie die Dichte oft alltäglicher Wörter, ihre Schwere und ihre spezifischen Gegenständlichkeiten. Vom Goethe-Institut eingeladen, wird sie bei ihrem ersten Besuch in Buenos Aires an verschiedenen Aktivitäten zusammen mit der chilenischen Dichterin und Übersetzerin Camila Fadda Gacitúa im Rahmen der Internationalen Buchmesse Buenos Aires und mit dem argentinischen Musiker Nicolás Melmann im Kulturzentrum Matienzo teilnehmen. Außerdem wird sie im Rahmen der Initiative “Schulen, Partner der Zukunft” einen Workshop zu audiovisueller Poesie anbieten.

Am 21.04. um 20.30 Uhr findet im Saal Haroldo Conti auf der Buchmesse die Veranstaltung “Das Ende der Affirmation. Ein Sammelband neuester deutscher Dichtung” (27pulqui/Vox) statt, ein Gespräch und eine Lesung mit Lydia Daher, Léonce Lupette, Cinthia Quirós, Camila Fadda Gacitúa, Mario Caimi und Martina Fernández Polcuch, moderiert von Fernando De Leonardis.

Am 23.04. um 20 Uhr kann man Lesungen von Lydia Daher und Camila Fadda Gacitúa beim Internationalen Poesie-Festival der Buchmesse Buenos Aires erleben.

Am 24.04. um 19 Uhr präsentieren Nicolás Melmann, Lydia Daher und Camila Fadda Gacitúa im Kulturzentrum Matienzo bei freiem Eintritt ein Klangereignis und audiovisuelle Poesie, vorgestellt durch Fernando De Leonardis.

Als Tochter einer deutschen Mutter und eines libanesischen Vaters wurde Lydia Daher 1980 in Deutschland geboren. Sie wuchs zwischen Berlin und Köln auf und entschied sich gegen den Strom junger Erwachsener ihrer Generation für die eher beschauliche Stadt Augsburg, um dort Künstlerin zu werden: Dichterin, Liedermacherin und Collagistin.

Inzwischen hat sie sich wieder in der deutschen Hauptstadt niedergelassen, arbeitet gewöhnlich mit anderen Künstlern des Musikbereichs und der bildenden Kunst zusammen und ist außerdem Kuratorin interdisziplinärer Veranstaltungen.

Spielerisch erkundet Lydia Daher die Dichte oft alltäglicher Wörter, ihre Schwere und ihre spezifische visuellen und akustischen Gegenständlichkeiten. Daher nutzt häufig die Technik des Cut-Up, wie in ihrem Gedicht- und Collagenband “Und auch nun, gegenüber dem Ganzen – dies”: Ein ganzes Jahr lang schnitt oder riss sie Bilder aus Zeitungen und Zeitschriften und einzelne Wörter aus Literaturkritiken aus, um diese später in einer neuen synthetischen Reihenfolge zu kombinieren, ohne ihnen etwas hinzuzufügen.

“In dem ihr eigenen, oft lakonischen, immer aber skeptisch schönen Ton der Ratlosen bezieht sie Position zu einer Informationswelt, die so brüchig und zerrissen ist wie die Collagen selbst”, beschreibt die deutsche Lyrikerin Ulrike Almut Sandig die Arbeit von Lydia Daher.

Für ihre Texte, von denen einige ins Arabische, Polnische, Kantonesische, Englische und Spanische übersetzt wurden, erhielt Lydia Daher zahlreiche Auszeichnungen.

(Feria Internacional del Libro Buenos Aires, La Rural, Av. Santa Fe 4201, und Club Cultural Matienzo, Pringles 1249)