Chinesisches Neujahr

Wegen des Karnevals wurde das Chinesische Neujahr in Buenos Aires eine Woche früher gefeiert

Von Michaela Ehammer

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Mit farbenfrohem Drachenlauf, asiatischen Klängen und Getrommel wurde am vergangenen Wochenende, eine Woche verfrüht, das Chinesische Neujahr eingeläutet. Für die in Argentinien ansässige chinesische Gemeinschaft, zu der etwa 180.000 Menschen aus 56 verschiedenen Ethnien zählen, ist es der wichtigste Feiertag. Auf das Jahr der hölzernen Ziege folgt am 8. Februar nun das des Feuer-Affen.

Tausende von Menschen feierten das 4714. Jahr in ausgelassener, wenn auch in etwas gedämpfterer Stimmung als sonst. Unter den zahlreichen Gästen befanden sich auch Horacio Rodríguez Larreta, der Bürgermeister von Buenos Aires, sowie Vizepräsidentin Gabriela Michetti. Die Plaza Parques Nacionales – zum ersten Mal Schauplatz dieser Feierlichkeiten – verwandelte sich in eine magische Welt aus Martial-Art-Shows, Schönschreibkünsten, Modenschauen mit traditionellen ethnischen Roben, chinesischen Malereien und Tänzen.

Der Gong erklang glückverheißend, nachdem die Drachen mit dem Anmalen der Pupillen in den Farben Rot, Grün, Gelb , Gold und Silber aus dem Schlaf erweckt wurden – ebenfalls ein Ritual, das Glück und gute Geschäfte mit sich bringen soll. Auch kulinarisch war allerhand geboten. So fand man nicht nur gebratenen Reis, Frühlingsrollen oder Sushi aus der asiatischen Küche, sondern konnte auch in die aromatischen Welten aus anderen Ländern eintauchen, wie Armenien oder Peru. Auch Österreich war mit einem Stand vertreten, an dem köstlicher Apfelstrudel verkauft wurde.

Da das Barrio Chino sonst eher als ein günstiges Pflaster bekannt ist, überraschten die überteuerten Preise beim Fest.

Der Feuer-Affe verspricht bis zum 28. Januar 2017 ein sehr kreatives und impulsives Jahr, danach wird er vom Feuer-Hahn abgelöst. Laut chinesischem Horoskop lassen sich Pläne in diesem Jahr nur sehr schwer machen, denn der unruhige Affe macht, was er will und sorgt stets für Überraschungen. Beste Zeiten stehen jedoch an, um die persönlichen Fähigkeiten und den Optimismus voll auszuschöpfen, angefangene Projekte zu erledigen oder neue Unternehmungen zu beginnen.

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Ausstellungskalender vom 24/01/2016

Von Susanne Franz

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Noch bis zum 7. Februar kann man im schönen Museo Sívori im Palermo-Park von Buenos Aires die Multimedia-Ausstellung “Estados de Conciencia” der beliebten argentinischen Fotografin Gaby Herbstein besuchen. Herbstein, die im Jahr 2015 mit dem “Oro del Prix de La Photographie” von Paris ausgezeichnet wurde, zeigt 35 Fotografien sowie 70 Objekte und Produktionsmaterialien, die dem Betrachter den kreativen Prozess hinter ihren Werken erschließen.

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Agenda de Muestras del 24/01/2016

Por Susanne Franz

GABY-HERBSTEIN
Hasta el 7 de Febrero, el Museo de Artes Plásticas Eduardo Sívori en Buenos Aires exhibe la exposición multimedia “Estados de Conciencia”, de la artista argentina Gaby Herbstein. Con una puesta innovadora, la exposición de Herbstein -que ha sido galardonada con el “Oro del Prix de La Photographie” de Paris 2015- es compuesta por 35 fotografías, 70 objetos y diversos materiales de producción que develan la totalidad del proceso creativo detrás de cada imagen.

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Ausstellungskalender vom 10/01/2016

Von Susanne Franz

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Für die langen argentinischen Sommerferien hat das Museum Malba auch dieses Jahr interessante und spannende Angebote für Kinder vorbereitet. Unter anderem hat das Team, das für Bildung und Erziehung zuständig ist, eine Führung im Rahmen der Austellung des belgisch-mexikanischen Künstlers Francis Alÿs erarbeitet: “Viajando con Francis Alÿs” (Reisen mit Francis Alÿs).

Die Führung findet an den Donnerstagen 21. und 28. Januar sowie 4. und 11. Februar und an den Sonntagen 24. und 31. Januar sowie 7. und 14. Februar statt, jeweils von 15 bis 16 Uhr. Angesprochen sind Kinder zwischen 5 und 11 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen. Unkostenbeitrag: 50 Pesos. Begrenzte Teilnehmerzahl.

Das Malba schreibt: “An welche Orte der Welt würdest du gerne reisen? Was glaubst du, was du dort vorfinden würdest? Was hat wohl der Künstler Francis Alÿs vorgefunden? Das Malba nimmt dich mit auf eine Phantasie-Reise an einige ferne Orte, an denen du die seltsamen Werke des Künstlers entdecken kannst. Unterwegs begegnen uns Geschichten, Erzählungen, Bilder, Objekte und vieles mehr. Am Ende der Reise wird dir Material ausgehändigt, mit dem du mit deiner Familie und deinen Freunden durch die anderen Säle des Malba weiterreisen kannst.”

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Agenda de Muestras del 10/01/2016

Por Susanne Franz

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Vacaciones de verano: El Malba ofrece -como todos los años- interesantes y divertidas actividades para chicos. Entre otras actividades, se podrá participar -a partir del 21 de enero- de la visita guiada “Viajando con Francis Alÿs”.

A cargo del equipo de educación del Malba, la visita se ofrecerá los jueves 21 y 28 de enero, 4 y 11 de febrero; y los domingos 24 y 31 de enero, 7 y 14 de febrero, de 15 a 16 horas. Se dirige a chicos y chicas entre 5 y 11 años acompañados por un adulto. Costo: $50. Cupos limitados.

La propuesta es la siguiente:

“¿A qué lugares del mundo te gustaría viajar? ¿Qué cosas pensás que te encontrarías? ¿Con que se habrá encontrado el artista Francis Alÿs? MALBA te invita a realizar un viaje imaginario por algunos lugares del mundo para descubrir las obras-enjambre de este artista belga-mexicano. En este recorrido vamos a encontrarnos con relatos, historias, cuentos en forma de imágenes, objetos y muchos mapas. La visita termina con la entrega de un material didáctico para que puedas seguir recorriendo la muestra por otras salas del museo junto a tus amigos y familiares.”

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Innere und äußere Landschaften

Dokumentarfilme von Werner Herzog im Kulturzentrum Haroldo Conti

Von Susanne Franz

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Im Januar können Filmfreunde sich auf eine kleine Filmreihe mit Dokumentationen des deutschen Filmemachers Werner Herzog freuen. An diesem Wochenende geht es los: An den vier Samstagen bis Ende des Monats werden dann jeweils um 19 Uhr bei freiem Eintritt vier Herzog-Dokus gezeigt. Karten (zwei pro Person) kann man eine Stunde vor Vorführungsbeginn abholen, man kann nicht vorher reservieren. Es gibt so viele Karten wie Plätze im Kino vorhanden sind. Infos zum Filmzyklus erhält man hier.

Werner Herzog, der derzeit einen Dokumentarfilm über den Internetgiganten Google plant, hat sich schon immer in innere und äußere Landschaften vorgewagt, die kaum jemand vor ihm betreten hat, und Fragen gestellt, die sich kein anderer wagen würde zu stellen. Man kann sich also auf folgende Perlen freuen, die das Kulturzentrum Haroldo Conti zusammengestellt hat.

Programm:

  • 9.1., 19 Uhr: “Mi enemigo íntimo” (Mein liebster Feind) – Deutschland 1999. 95 Min.
    “Mein liebster Feind” ist eine Dokumentation über Herzogs Hassliebe zu dem außergewöhnlichen Schauspieler Klaus Kinski, den er dennoch fünf Mal in der Hauptrolle seiner Filme besetzte.
  • 16.1., 19 Uhr: “Encuentros en el fin del mundo” (Begegnungen am Ende der Welt/Encounters at the End of the World) – USA 2007. 99 Min.
    Herzog und der österreichische Kameramann Peter Zeitlinger begeben sich in die Antarktis, um Menschen zu treffen, die dort leben und arbeiten, sowie einige besonders bemerkenswerte Orte des Kontinents aufzusuchen. Gestartet wird an der McMurdo-Station an der Südspitze der Ross-Insel. Weitere Ziele sind unter anderem die original bewahrte Station von Ernest Shackleton, der Südpol und der Mount Erebus.
  • 23.1., 19 Uhr: “Lecciones en la oscuridad” (Lektionen in Finsternis/Lessons of Darkness) – Deutschland 1992. 52 Min.
    Nach Ende des Ersten Golfkriegs blieben in Kuwait unter anderem brennende Ölfelder zurück, in Brand gesetzt von der sich zurückziehenden irakischen Armee. Werner Herzogs eindringliche Dokumentation zeigt die verzweifelten Löscharbeiten und die Menschen hinter der Katastrophe.
  • 30.1., 19 Uhr: “Grizzly Man” – USA 2005. 104 Min.
    Eine Dokumentation über das Leben und das Lebenswerk von Timothy Treadwell und Amie Huguenard, die ihr Leben den wilden Grizzlybären Alaskas gewidmet haben, und schließlich von ihnen getötet wurden, während sie zusammen mit ihnen lebten.

Europäisch-argentinisches Filmfest

Festival “Pantalla Pinamar 2016” steigt Anfang März

Von Susanne Franz

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Filmgenuss unter Pinien: Vor wenigen Tagen wurden erste Details des diesjährigen 12. Filmfestivals “Pantalla Pinamar” angekündigt. Der attraktive Badeort an der Atlantikküste wird vom 5. bis 12. März 2016 reizvolle Kulisse des europäisch-argentinischen Festivals sein, das sich Jahr für Jahr größerer Beliebtheit erfreut. Filme wie “Mr. Holmes” von Bill Condon, “El tesoro” von Corneliu Porumboiu oder “Jimmy’s Hall” von Ken Loach gehören zu den Highlights des diesjährigen Festivals.

Das vom argentinischen Filminstitut INCAA gemeinsam mit der Stadtverwaltung Pinamar seit 2004 organisierte Festival hat diesmal nicht nur eine beachtliche Auswahl an argentinischen Erstaufführungen im Programm, sondern bietet vor allem ein buntes Panorama europäischer Streifen aus allen Ecken des “Alten Kontinents”, so z.B. aus Deutschland, Italien, Frankreich, Norwegen, Schweden, Griechenland oder Ungarn.

Besondere Schwerpunkte bilden dieses Jahr Filme aus der Schweiz, Spanien, Irland, Polen und Tschechien.

Ganz bleiben die Filmmacht USA und der Rest der Welt nicht außen vor: Geplant ist eine “Noche americana” mit US-Filmen, und es stehen einige Filmperlen aus China, Japan und Marokko auf dem Programm.

Als Welturaufführung wird der irische Dokumentarfilm “1916: la Rebelión Irlandesa” von Ruán Magan und Pat Collins (Erzähler: Liam Neeson) gezeigt, mit dem die Irische Botschaft in Argentinien die Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Osteraufstände einläutet.

Ein weiterer – beklemmender – Dokumentarfilm kommt aus Italien: “Fango y Gloria” von Leonardo Tiberi zeigt nie zuvor veröffentlichte Bilder von der italienischen Beteiligung am Ersten Weltkrieg. Bislang wurden sie im Istituto Luce aufbewahrt, das den Film koproduziert hat.

Alle Vorstellungen finden in den Sälen 1 und 2 des “Complejo Oasis” statt. Als Neuheit wird es dieses Jahr Matinee-Vorstellungen an den beiden Festivalwochenenden geben. Die Eintrittspreise betragen 20 Pesos, und es gibt 10er-Abos für 150 Pesos. Im Februar kann man auf der Webseite des Festivals das komplette Programm abrufen.

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Ausstellungskalender vom 26/12/2015

Von Susanne Franz

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In den langen Sommerferien bis Ende Februar 2016 kann man weiterhin in der Casa Fernández Blanco in Buenos Aires die Ausstellung “Había una vez… Muñecas y Juguetes (1870–1940), Colección de Mabel y María Castellano Fotheringham” besuchen. Geöffnet ist dienstags bis freitags von 12 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr. Man kann einen freiwilligen Eintrittspreis von 10 Pesos entrichten. Führungen sind samstags und sonntags um 14 Uhr und um 15.30 Uhr.

In der Zweigstelle des Museums “Isaac Fernández Blanco” kann man Kunst und Kunsthandwerk des 19. und 20. Jahrhunderts bewundern, auch das renovierte Haus an sich ist einen Besuch wert.

Bei der Ausstellung “Había una vez… Muñecas y Juguetes (1870-1940)” handelt es sich um die umfangreichste Sammlung von Puppen und altem Spielzeug Argentiniens. Gespendet wurde die über 400 Stücke umfassende Sammlung dem Museum von den Schwestern Mabel und María Castellano Fotheringham.

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Agenda de Muestras del 26/12/2015

Por Susanne Franz

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Sigue en las vacaciones de verano, en la Casa Fernández Blanco, la muestra “Había una vez… Muñecas y Juguetes (1870–1940), Colección de Mabel y María Castellano Fotheringham”. Los horarios y visitas guiadas: martes a viernes de 12 a 18 horas, sábados y domingos de 11 a 17 horas. Bono contribución voluntario: $10. Visitas Guiadas al público sin cita previa: sábados y domingos: 14 horas y 15,30 horas.

A través de la exhibición de la Colección Castellano Fotheringham se da a conocer el proyecto de remodelación, puesta en valor y reconversión en museo de la casa familiar de Isaac Fernández Blanco, segunda sede del Museo encargada de difundir las artes y artes aplicadas de los siglos XIX y XX.

“Había una vez… Muñecas y Juguetes (1870-1940)” es la colección de muñecas antiguas más importante de Argentina donadas por Mabel y María Castellano Fotheringham. La muestra está conformada por más de 400 piezas en la que se destacan muñecas, juguetes, miniaturas y objetos mecánicos.

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Der Schatten des Kondors

Portugiesischer Fotograf João Pina im Parque de la Memoria

Von Laura Meyer

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Am 15. Dezember wurde wurde im Parque de la Memoria in Buenos Aires (Av. Costanera Norte Rafael Obligado 6745, neben der Ciudad Universitaria) die Ausstellung “Sombra del Cóndor” des portugiesischen Fotografen João Pina (geboren 1980 in Lissabon) eröffnet. Die Ausstellung zeigt mehr als 100 Fotografien in Schwarz-Weiß und ist kuratiert und in Kategorien organisiert von dem brasilianischen Kurator Diógenes Moura. Bis Februar 2016 kann sie noch bei freiem Eintritt im PAyS-Saal des Parque de la Memoria besucht werden.

Als Enkel von politischen Gefangenen der portugiesischen Diktatur unter Oliveira Salazar, interessierte Pina die Geschichte der Operation Cóndor besonders, vor allem die Rolle der sechs beteiligten Länder und deren Unterstützer. Unter dem Namen “Operation Cóndor” führten zwischen 1970 und 1980 die Geheimdienste von Argentinien, Chile, Brasilien, Bolivien, Paraguay und Uruguay Verfolgungen und Morde an linken und oppositionellen Kräften weltweit durch, mit Unterstützung der Vereinigten Staaten. Laut Menschenrechtsorganisationen liegt die Dunkelziffer der Opfer bei etwa 50.000 Ermordeten, 350.000 Verschwundenen und 400.000 Gefangenen.

Die Fotografien zeigen direkt Betroffene, Verwandte und Freunde der Opfer oder auch Gegenstände und Objekte, welche in Zusammenhang mit der Operation Cóndor stehen. Jede der Abbildungen ist mit einem Erläuterungstext versehen, und ein kurzer Dokumentarfilm des Künstlers wird ebenfalls gezeigt.

Die Intention von João Pina ist es, die Ausstellung in allen damaligen beteiligten Ländern zu zeigen, jedoch ohne öffentlich anzuklagen. “Ich habe nicht den Anspruch, jemanden mit meinem Werk anzuprangern. Meine Arbeit soll informativ sein, so dass jede Person ihren eigenen Schluss daraus ziehen kann”, so Pina. So fand die Ausstellung zuvor in Sao Paulo, Rio de Janeiro, Montevideo, Santiago de Chile und New York statt,

Schon als Kind von Lateinamerika in den Bann gezogen, reiste der Künstler fast ein Jahrzehnt durch Argentinien, Brasilien, Bolivien, Chile, Paraguay und Uruguay, sammelte Bilder von Betroffenen, Foto-Dokumente und Archivmaterial und führte Interviews. So entstand ein Werk, welches nicht nur das Schweigen dieser dunklen Vergangenheit Lateinamerikas bricht, sondern auch zur Aufarbeitung und zum besseren Verständnis der Geschichte beiträgt.

Der Parque de la Memoria in Buenos Aires, am Ufer des Río de la Plata, bietet eine Plattform für Ausstellungen und Vernissagen von Künstlern aus aller Welt. Von Menschenrechtorganisationen initiiert, wurde das Projekt für die Errichtung eines Gedenkparks für die Opfer der Militärdiktatur in Argentinien 1997 dem Stadtparlament von Buenos Aires vorgestellt und erhielt breite Zustimmung.

Das 14 Hektar große Areal umfasst eine Reihe von Skulpturen verschiedener internationaler Künstler. Aus 665 vorgeschlagenen Werken aus über 44 Ländern wurden 12 von einer internationalen Jury ausgewählt. Während des Streifzugs durch den Park kann man die Skulpturen auf der grasbedeckten Ebene betrachten, auf Schildern wird näher auf den Künstler und die Bedeutung des Werkes eingegangen. Der Skulpturenbestand wird nach und nach erweitert.

Das Herzstück des Parks bildet das “Monumento a las Víctimas del Terrorismo de Estado”, die Gedenkstätte, die an die Verschwundenen der argentinischen Militärdiktatur erinnert. Die Namen der Opfer sind auf circa zwei Meter hohe Mauern eingraviert. Die Mauern bestehen aus übereinander und nebeneinander angeordneten Steinplatten, an welchen sich der Besucher entlang bewegt, den Blick auf die Namen der Verschwundenen, (desaparecidos) geheftet. Unter ihnen waren auch Kinder und Schwangere. Nach den in den Geheimgefängnissen geborenen und zu Zwangsadoptionen freigegebenen Kindern suchen Angehörige und Menschenrechtsorganisationen bis heute.

Im Park finden regelmäßig Workshops, Konzerte, Theateraufführungen und Projekte für Kinder statt, Menschenrechtsthemen werden besprochen und Hinterbliebende von Opfern der Diktatur eingeladen.

Weitere Informationen findet man auf der Webseite des Parque de la Memoria oder
unter Tel.: +54-11-4787-0999/6937.

Foto:
Familien Verschwundener in Calama, Chile, in der Nähe von Massengräbern, wo 26 politische Gefangene vom chilenischen Militär begraben wurden.

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Ausstellungskalender vom 20/12/2015

Von Susanne Franz

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Eine tolle Nachricht für das Jahr 2016: Im Malba wird eine Retrospektive von Yoko Ono zu sehen sein. Das Museum feiert das gesamte kommende Jahr hindurch seinen 15. Geburtstag (im September), und Yoko Ono, die persönlich zur Eröffnung im Juni kommen will, ist der Sensationsbesuch im Jubeljahr des Museums.

Yoko Onos Ausstellung “Dream Come True” ist die erste Retrospektive der berühmten Konzeptkünstlerin. Sie umfasst über 80 Arbeiten, die Ono zwischen 1960 und heute geschaffen hat, darunter Objekte, Videos, Filme, Installationen und Aufnahmen. Kuratiert wird “Dream Come True” vom künstlerischen Direktor des Malba, Agustín Pérez Rubio, und von Gunnar B. Kvaran, dem Direktor des Museums Astrup Fearnley in Oslo, der ein persönlicher Freund Yoko Onos ist.

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