Cine y Derechos Humanos

Ciclo de cine en el recuperado Cine El Plata

En conmemoración del 10 de diciembre, Día de los Derechos Humanos, la Dirección General de Museos de Buenos Aires presenta del 2 al 11 de diciembre el ciclo “Cine y Derechos Humanos”, en el cual se proyectarán películas con temáticas vinculadas a la reivindicación de la igualdad de género, garantías individuales, diversidad étnica, contra la explotación infantil, defensa de los recursos naturales, memoria y justicia para las víctimas del terrorismo de Estado, etc.

El ciclo está organizado en forma conjunta con el IMD – Instituto Multimedia DerHumALC (Derechos Humanos – América Latina y el Caribe), en el recuperado Cine El Plata, Juan Bautista Alberdi 5751, en el barrio de Mataderos. La entrada es libre y gratuita. Las localidades pueden retirarse con anticipación, de lunes a viernes de 12 a 18 hs, sábados y domingos de 11 a 19 hs.

Foto:

Corto “Eng” de Eckhard Kruse (Alemania).

Ein Ort für Alles und für Jeden

Club Cultural Matienzo: Interdisziplinarität und Kommunikation

Von Laura Wagener


Auf der Terrasse des Club Cultural Matienzo (CCM) sitzen junge Leute und essen Pizza und trinken Bier, andere bauen das jeden Mittwoch stattfindende Freiluftkino auf dem Dach auf, wieder andere bereiten die bald beginnende Radioshow vor. Ich treffe mich hier mit Juan Manuel Aranovich (30), einem der Gründer der ersten Stunde des Kulturvereins.

Juan erzählt, dass es anfänglich fünf Freunde waren, die am 7. November 2008 das Projekt “Matienzo” in Palermo/Colegiales zum Leben erweckt haben. Der Grund für die Initiative zur Gründung eines Kulturvereins war damals vor allem, dass es wenige Orte gab, an denen Musiker gratis auftreten konnten, und überhaupt wenige Plattformen, die dem Zusammentreffen von Künstlern aller Art und Kunstkonsumenten gewidmet waren.

Die Philosophie der Gründer, die sich bis heute gehalten hat, ist, dass der CCM ein Ort sein soll, der eine Balance zwischen den Akteuren verschiedener Künste herstellt. Ein Ort der Interdisziplinarität und Kommunikation, an dem jeder nach seinem eigenen Vermögen und Wollen beitragen können soll. Die Identität des Ortes soll sich anhand der durch Interessierte initiierten Programme manifestieren, nicht vorgegeben werden.

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Sauerstoff im Kunstbetrieb

Erste Kollektivausstellung von Straßenkünstlern in Buenos Aires

Von Laura Wagener

Das Gebäude in der Straße Boulogne Sur Mer 345 in Once mutet von außen erst einmal gar nicht so an, als würden sich hinter den Türen die Werke diverser zeitgenössischer Künstler verbergen. Relativ unauffällig ist sie, die “Fábrica de oxígeno”, in der früher Sauerstofftanks hergestellt wurden. Die ehemalige Fabrik verfügt auf vier Stockwerken über insgesamt 4.500 m², und die Terrasse auf dem Dach des Gebäudes ist da noch nicht mitgerechnet.

Guillermo Rozenblum, Direktor der Stiftung Rozenblum, war es, der bereits vor fünf Jahren begann, das Gebäude in einen Raum für Kunst und Künstler zu verwandeln. Das Ganze basiert auf dem Prinzip des Mäzenatentums, das heißt, ein Mäzen, oder Förderer, unterstützt ausgesuchte Künstler ohne die Forderung einer direkten Gegenleistung, um damit eine öffentlich wirksame soziale Bewegung zu unterstützen. Im ersten Stock des Gebäudes sind also bereits seit einiger Zeit Künstler wie Paula Toto Blake, Marcolina Dipierro, Marcello Mortarotti etc. ansässig, die, als Gegenleistung für den ihnen zur Verfügung gestellten Raum, ab und an der Fundación Rozenblum eines ihrer Werke spenden. So ganz uneigennützig ist die Förderung wohl also doch nicht.

Open Studio

Es sind jedoch nicht nur die in den ständigen Ateliers arbeitenden Künstler, die in den Genuss der Nutzung der weiten Flächen der Fabrik kommen. Bereits zum vierten Mal rief Rozenblum dieses Jahr wieder zum “Open Studio” auf und lud über das Kollektiv “Street Arte BA” (SABA) diverse Künstler gegenwärtiger Straßenkunst dazu ein, die oberen Stockwerke und andere Teile des Gebäudes, wie die Küche und die Garage, zu ihrem künstlerischen Spielplatz zu machen. Die Organisatoren des Kollektivs vereinten über 50 Künstler aus Argentinien und anderen Teilen der Welt, ihre Kunst im Open Studio auszustellen, anzufertigen oder zu installieren.

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Ohren gespitzt

Zeitgenössisches Musiktheater “Hellhörig” von Carola Bauckholt und Vorstellung des Buches “Palimpsestos” über Mauricio Kagel

Am 15. und 16. November, jeweils um 20.30 Uhr, wird im Teatro San Martín (Av. Corrientes 1530) im Rahmen des 15. Zyklus Zeitgenössischer Musik des Teatro San Martín mit Unterstützung des Goethe-Instituts die zeitgenössische Oper “Hellhörig” (A Keen Ear/El oído despierto) der deutschen Komponistin Carola Bauckholt aufgeführt, einer Schülerin Mauricio Kagels. Das Stück für drei Sänger, ein Cellisten-Trio, Klavier und ein Schlagquartett wird vom Cellisten-Trio Blu (Deutschland), dem Schlagquartett Köln sowie den Sängern Sylvia Nopper, Truike van der Poel und Matias Horne aufgeführt. Beteiligt sind auch die Argentinierinnen Helena Bugallo (Klavier) und Erika Oña (Regie).

Am 15. November um 19 Uhr hat man darüber hinaus Gelegenheit, einer Gesprächsrunde mit Carola Bauckholt über ihre Erlebnisse als Schülerin Mauricio Kagels beizuwohnen, in deren Rahmen das bei Caja Negra erschienene Buch “Palimpsestos” mit Essays, Konferenzen und Gesprächen über und mit Mauricio Kagel vorgestellt wird. Durch das Gespräch führen der Kritiker Pablo Gianera, der Komponist Martín Liut und “Palimpsestos”-Herausgeberin Carla Imbrogno.

Altmeister des irischen Folk

Andy Irvine im Centro Cultural Borges in Buenos Aires und in Bariloche

Von Susanne Franz

Andy2.jpg“Música Celta”-Festivals, bei denen argentinische Gruppen irische, galizische oder schottische Musik zum Besten geben, haben der “keltischen Musik” in Argentinien eine große Fangemeinde verschafft. Irische Musiker kommen selten persönlich, deshalb ist der Besuch von Altmeister Andy Irvine Ende dieser Woche auch von besonderem Interesse. Es ist seine dritte Kurztournee in Argentinien. 2008 spielte er bereits in Buenos Aires und Bariloche, und einige Jahre davor gab er sein erstes Konzert in der Trastienda in Buenos Aires.

Mitglied der legendären Gruppe “Planxty”, ist Irvine einer der bedeutendsten Mandolinen-Virtuosen, Songschreiber und Sänger der Goldenen Jahre der irischen Folk-Musik und gilt heute, nach über 40 Jahren Karriere, als Ikone.

Andy Irvine gibt, begleitet vom Multi-Instrumentalisten Rens van der Zalm aus Holland, zwei Konzerte in Buenos Aires, die am Freitag, dem 18. November, um 22.30 Uhr, und Samstag, dem 19. November, um 12.30 Uhr, im Centro Cultural Borges (Viamonte Ecke San Martín) stattfinden. So lautet die Information von der Facebookseite Irvines und Zalms. Auf der Webseite des Centro Cultural Borges heißt es, dass die Konzerte an beiden Tagen um 22.45 Uhr stattfinden. Vielleicht empfiehlt es sich, im CC Borges anzurufen (5555-5358/9). Karten kosten (laut Borges-Information) 150, 120, 90 bzw. 70 Pesos.

Irvine/Zalm geben auch zwei Konzerte in Patagonien: Am 25. und 26.11. spielen sie in Bariloche im Salón Araucania (Av. Bustillo km 11,5, Tel.: 448286, Mail: salonaraucania@arnet.com.ar).

Götter, Rituale und Professionen

Eine Zeitreise durch Mexiko in der Fundación Proa

Von Maike Pricelius

Noch bis zum 8. Januar ist in der Fundación Proa, Buenos Aires, mit ihrem Programm für zeitgenössische und moderne Kunst eine für den Ort ungewöhnliche Ausstellung zu sehen. 150 Stücke aus archäologischen Sammlungen unterschiedlicher Kulturen, die am Golf von Mexiko beheimatet waren, sind in den vier Sälen zum ersten Mal außerhalb ihrer Heimat zu besichtigen.

Die künstlerischen Erzeugnisse, wie Götterstatuen, Werkzeuge, Schalen, Schmuck und Musikinstrumente aus der Gegend um Veracruz erwecken das Imaginäre einer anderen Welt zum Leben. Die Rituale und ihre künstlerischen Erzeugnisse, die Götter und ihre Repräsentationen haben das Leben der Menschen damals in einer Weise bestimmt, wie sie heute nur noch schwer nachvollziehbar ist. Einen ungewöhnlichen Einblick gibt die Ausstellung “Dioses, Ritos y Oficios del México Prehispánico”, die Stücke aus 14 Museen Institutionen, zwei Kulturzentren und einer archäologischen Fundstätte zeigt. Sie spannt einen Bogen zwischen den profanen Aktivitäten, wie die des Töpfers, des Steinmetzes oder der Landwirtschaft, und dem von Göttern geprägten Weltbild dieser Zeit.

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Lange Museumsnacht 2011

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“La Noche de los Museos” mit vielen neuen Attraktionen

Von Susanne Franz

Am Samstag, dem 12. November, wird in Buenos Aires die achte Ausgabe der von der Stadt veranstalteten “Langen Museumsnacht” steigen. Im vergangenen Jahr nahmen 600.000 Porteños und Touristen an dem Gratis-Mega-Event teil, und dieses Jahr wurde die Latte noch einmal höher gelegt: “La Noche de los Museos 2011” findet in noch mehr Stadtvierteln – nämlich 27 – und an noch mehr Orten statt als je zuvor. 174 Museen und Kulturzentren öffnen ihre Pforten von Samstagabend 20 Uhr bis Sonntagmorgen 2 Uhr.

Da die argentinische Hauptstadt dieses Jahr den Ehrentitel “Buenos Aires Capital Mundial del Libro 2011” (BA – Welthauptstadt des Buches) trägt, werden viele Veranstaltungen auch Ehrungen von argentinischen Schriftstellern beinhalten oder das Buch bzw. die Lektüre zum Thema haben.

So verquickt die Eröffnungsveranstaltung um 20 Uhr an der Casa de la Cultura, Av. de Mayo 575, zwei berühmte Söhne der Stadt: “Borges y Piazzolla – El Tango” heißt das Konzert von Julia Zenko.

Auch um 23 Uhr stehen diese beiden im Zentrum eines Konzertes von Gabo Ferro und Pablo Ramos im Verwaltungssitz der Museen von Buenos Aires, dem schönen ehemaligen Brauhaus Munich an der Av. de los Italianos 851. Dort klingt der Abend von 24 bis 2 Uhr musikalisch mit DJ Bobby Flores aus.

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La Noche de los Museos 2011

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La Noche de los Museos 2011

El sábado 12 de noviembre se realizará la octava edición de La Noche de los Museos en la Ciudad de Buenos Aires. Organizada por el Ministerio de Cultura porteño, se desarrollará desde las 20 hs del sábado hasta las 2 hs del domingo 13. 174 museos y espacios culturales abrirán sus puertas en 27 barrios porteños.

En el marco de Buenos Aires Capital Mundial del Libro 2011, esta Noche de los Museos rendirá homenaje a los escritores, al libro y a la lectura. La apertura oficial será a las 20 hs, frente a la Casa de la Cultura, Av. de Mayo 575, con el concierto “Borges y Piazzolla – El Tango” interpretado por Julia Zenko.

A las 23 hs, Gabo Ferro y Pablo Ramos realizarán un concierto en la sede de la Dirección de Museos (Ex-Cervecería Munich), Av. de los Italianos 851. De 24 a 2 hs, la noche será musicalizada por el DJ Bobby Flores.

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Christian Boltanski in Buenos Aires

Christian Boltanski in Buenos Aires

Wie man einem Artikel der Tageszeitung Página/12 entnehmen konnte, hält sich der gefeierte französische Künstler Christian Boltanski derzeit in Buenos Aires auf, um eine Ausstellung in der Universidad Nacional de Tres de Febrero (Untref) im Jahr 2012 vorzubereiten.

Zwei Veranstaltungen mit Boltanski hat die Untref in ihrer Filiale im Centro Cultural Borges (Viamonte/San Martín) geplant: Am heutigen Donnerstag, 10.11., um 19 Uhr, findet ein Gespräch des Künstlers mit Untref-Dozentin Diana Wechsler statt, und am morgigen Freitag, 11.11., um 18 Uhr, wird ebenfalls im Centro Cultural Borges, im Dialog mit Diana Wechsler Boltanskis bei Ediciones de la Flor erschienene Autobiographie vorgestellt.

“Distant Light” und “8 Jahreszeiten”

Sieben Aufführungen des “Ballet Contemporáneo” des San Martín-Theaters

Von Susanne Franz

Am Donnerstagmittag nimmt das von Mauricio Wainrot/Andrea Chinetti geleitete “Ballet Contemporáneo” des San Martín-Theaters die Choreografien “Luz distante-Distant Light” und “Las 8 estaciones” wieder auf. Im Martín Coronado-Saal des Teatro San Martín (Av. Corrientes 1530) wird das 110-minütige, von einer Pause unterbrochene Programm am Donnerstag, dem 10.11., um 14 Uhr; am Freitag, dem 11.11., um 20 Uhr; am Samstag, dem 12.11., um 20 Uhr; am Sonntag, dem 13.11., um 17 Uhr; am Donnerstag, dem 17.11., um 14 Uhr; am Freitag, dem 18.11., um 20 Uhr, und am Samstag, dem 19.11., um 20 Uhr, aufgeführt.

Beide Choreografien schuf Ballettchef Wainrot, Bühnenbild und Kostümierung von “Luz distante-Distant Light” mit Musik von Petéris Vasks stammen von Carlos Gallardo. “Las 8 estaciones” mit Musik von Antonio Vivaldi (Die vier Jahreszeiten) und Astor Piazzolla (Verano porteño, Otoño porteño, Invierno porteño, Primavera porteña) in einer Bearbeitung von Gidon Kremer wurde ebenfalls von Gallardo konzipiert, ein Video steuert Silvia Rivas bei. Für die Beleuchtung zeichnet Eli Sirlin verantwortlich.

Der Eintritt kostet 60 (Platea) bzw. 40 (Pullman) Pesos, für die Donnerstagsmatineen 15 Pesos.

Foto (“Distant Light”) von Carlos Furman.

Heilende Kraft der Liebe

“Bulbus” von Anja Hilling im Espacio Callejón

Von Susanne Franz

“Küss mich und ich nehm alles zurück”, sagt Manuel zu Amalthea. Die beiden jungen Leute sind an einer verlassenen Busstation in der Nähe der Ortschaft “Bulbus” gelandet, mitten im Winter. Es ist eiskalt, Manuel versucht das Mädchen, das in einen Schlafsack gerollt am Boden liegt, zu wärmen. Er erzählt ihr die Geschichten ihres Lebens: Als er selbst fünf Jahre alt war, begingen seine Eltern Selbstmord. Sie gehörten einer radikalen Gruppe an und sollten gegen einen der ihren aussagen, der einen Richter ermordet hatte. Der Junge fand seine Eltern mitten in der Nacht tot in ihren Betten. Das Mädchen wurde von seiner Mutter in einem Möbelkaufhaus verlassen, als es fünf Jahre alt war. Die Frau gab das Kind unter Angabe eines falschen Namens in der Hüpfburg ab, ging einkaufen und fuhr dann ohne das Mädchen weg. Als die Polizei zwei Wochen später ihre Adresse ausfindig machte, war sie verschwunden.

Manuel erzählt diese erschütternden Geschichten, ohne allzuviel Emotionen zu zeigen. Worum es ihm einzig geht, ist die Liebe Amaltheas. Und die könnte all die schrecklichen Geschehnisse der Vergangenheit vielleicht nicht ungeschehen machen, aber doch heilen. “Küss mich und ich nehm alles zurück.” Aber Amalthea schweigt.

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