Un alemán en México

“Franz Mayer. Fotografías” en el Museo de Arte Hispanoamericano “Isaac Fernandez Blanco”

En el marco de la Celebración Mexicana del Día de Muertos 2011, se inaugurará hoy, 2 de noviembre, a las 18.30 hs, la exposición temporaria “Franz Mayer, Fotografías. Colección Museo Franz Mayer – Ciudad de México”.

El ciclo de exposiciones fotográficas del Museo de Arte Hispanoamericano “Isaac Fernandez Blanco” dedica sus esfuerzos a la difusión de la obra de los grandes fotógrafos americanos y de los artistas viajeros que han aportado su peculiar visión al imaginario visual del continente. En esta oportunidad se presentan 57 fotografías tomadas por Franz Mayer y seleccionadas del importante cuerpo de imágenes que atesora el Museo homónimo de la Ciudad de México. La exposición, curada por Leila Makarius, Jorge Cometti y Héctor Borrel, se constituye en la primera actividad que desarrollarán los Museos organizadores, en el marco de la política de hermanamiento que desarrollarán ambas instituciones -El Museo Fernández Blanco de la ciudad de Buenos Aires y el Museo Franz Mayer de la Ciudad de México- destinado a cooperar mutuamente en la difusión de sus acervos artísticos, en el intercambio técnico y profesional y en la promoción de sus programas culturales, actividad a la que ha sido también invitado a participar el Museo Nacional del Virreinato de Tepotzotlán.

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Wo die Farbe passiert

Das Malba feiert sein 10-jähriges Jubiläum mit der ersten Retrospektive des venezolanischen Künstlers Carlos Cruz-Diez (*1923) auf dem lateinamerikanischen Kontinent

Von Maike Pricelius

“Ich wünsche mir, dass meine Arbeit das gleiche Wohlgefallen auslöst,
welches die Malerei bisher produziert hat, allerdings ohne Malerei zu sein.”
(Carlos Cruz-Diez)

Das zentrale Thema der Ausstellung ist die Farbe. Keine bestimmte Farbe, wie das Grau bei Gerhard Richter oder das Blau von Yves Klein, sondern die Farbe an sich als eine autonome, lebendige Erfahrung, die der Besucher bei seinem Gang durch die Ausstellung macht, losgelöst vom herkömmlichen Bildträger.

Licht fällt durch die Glaswand des Museums im zweiten Stock des Malba, in dem die Ausstellung beginnt. Vor den Fenstern hängen bunte Plexiglasscheiben übereinander, hintereinander, im rechten Winkel zueinander, sich gegenseitig überlagernd. Gleich als erstes, wenn man die Rolltreppe verlässt, wird der Blick von diesem frühen Environment “Transcromía ambiental”, 1965-2010 von Cruz-Diez angezogen. Fast jeder bleibt stehen, geht zurück, blickt zwischen die Plexiglasscheiben. Welche Farben haben diese nun? Das hängt, wie so oft, vom Standpunkt des Betrachters ab. Gelb, Rot, Grün, Blau, Organe, Pink, Lila. An den Stellen, an denen das Licht durch verschiedene der transparenten Plexiglasscheiben fällt, entstehen neue Farben, die sich durch die eigene Bewegung im Raum ständig verändern. Die Farbe wird nicht als feststehend erfahren, sondern als lebendige, relative Einheit, abhängig vom jeweiligen Betrachter, dem Licht und dem Raum.

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Film mit einer speziellen Ästhetik

“El caño dorado” – spannungsgeladener Thriller mit künstlerischem Anspruch

Von Laura Wagener

Julito, alias Panceta, kommt aus Don Torcuato, einem der gefährlichen Randbezirke von Buenos Aires im Tigredelta. Er lebt mit seiner Mutter. Gangs und Gewalt prägen das Geschehen in den Straßen ihres Viertels. Panceta arbeitet in einer Metallfabrik, wo er Rohrteile stiehlt, um sie in der Werkstatt seines verstorbenen Vaters zu Waffen zu verarbeiten. Diese “Tumberas” verkauft er anschließend an die Mafiosi des Barrios, unter ihnen der Lokalganove Tomca.

Eines Abends entspinnt sich eine Romanze zwischen ihm und der 16-jährigen Clara, Objekt der Begierde Tomcas. Das Mädchen verheimlicht Panceta ihr Alter, und die beiden unternehmen einen durch Drogen und Alkohol stimulierten Bootstrip durch die Gewässer des Deltas. Als Panceta das wahre Alter Claras erfährt und er einen besorgten Anruf seiner Mutter erhält, die sein Waffengeschäft aufgedeckt hat, wird ihm klar, dass er von mehreren Seiten unter Beschuss steht.

Der Film besitzt eine spezielle Ästhetik, die sich aus der Kombination realistischer und stark künstlerisch eingesetzter Bilder ergibt. Jede Szene grenzt sich durch Farbspiele und Kontraste von der vorherigen ab, wobei die Darstellungen von Gewalt, Erotik und Drogenkonsum nicht ins Klischeehafte abdriften. Der Waffenfabrikant Panceta wird trotz seiner zweifelhaften Handlungen durch die schauspielerisch meisterhafte Darstellung seiner Emotionen bald zum Sympathieträger, und der Zuschauer fiebert bei diesem von Adrenalin getriebenen Streifen bis zur letzten Sekunde mit dem vom Unheil bedrohten jungen Flüchtigen.

  • “El caño dorado” – Argentinien 2010. 104 Min. Drama ab 13. Regie: Eduardo Pinto. Mit Lautaro Delgado, Yiyo Ortiz, Tina Serrano, Camila Cruz. Im Gaumont.

Ein Keller voller Träume

“Babilonia” von Armando Discépolo in der Pestalozzi-Schule

Von Susanne Franz

Wir befinden uns in den Kellerräumen eines herrschaftlichen Hauses im Buenos Aires der 1920er-Jahre. Die Angestellten arbeiten auf Hochtouren, denn “oben” wird gerade die Verlobung der Tochter des Hauses gefeiert. Koch und Köchin, Küchenhilfen und Kellner wuseln durcheinander, es herrscht Chaos, erst langsam erkennt man die zugrundeliegenden Strukturen – und blickt in einen Abgrund.

Der Spanier José, der der bunten Dienstbotenschar vorsteht, hat eine Augenentzündung und kann nicht bedienen, und er hat – berechtigte – Angst, von dem forschen und ehrgeizigen Eustaquio entmachtet zu werden. Also überredet er seine Frau Lola, das Brautgeschenk – ein wertvolles Halsband – zu stehlen, um es in Eustaquios Tasche zu schmuggeln. Josés Plan ist einfach und perfide: Der Raub wird entdeckt, alle Dienstboten durchsucht, und Eustaquio ist er ein für alle mal los. Die grundehrliche Lola ist hin- und hergerissen: Es ist gegen ihre Natur, eine solch verwerfliche Tat zu begehen, doch ihrem Mann schuldet sie Loyalität. Schließlich tut sie, was José von ihr verlangt.

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Internationale Foto-Messe

“Buenos Aires Photo 2011” von Donnerstag bis Sonntag

Von Theresia Sprinzl

Vom 27. bis 30. Oktober findet im Palais de Glace (Posadas 1725) die siebte Ausgabe der Fotografiemesse “Buenos Aires Photo” statt. Das Publikum hat die Möglichkeit, an den Ständen von 30 Galerien aus sieben Ländern – darunter Argentinien, Peru, Bolivien, die USA und Spanien – Werke von Fotografen aus aller Welt zu begutachten. Eine Retrospektive ist dem kubanischen Künstler Carlos Garaicoa gewidmet, dessen Werke u.a. schon auf der documenta 11 in Kassel und der Biennale in Sao Paulo zu sehen waren. Die Messe ist von 13 bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 30 Pesos, für Studenten mit Ausweis 15. Mehr Infos auf der Webseite der Veranstaltung.

Theaterfreuden unterm Dach

“Es la historia de un amor” im Theater La Escalera

Von Susanne Franz

Das kleine Theater und Mini-Kulturzentrum “La Escalera Espacio de Arte” auf der Juan B. Justo 889, drei Blocks von der Subte-D-Station Palermo entfernt, macht seinem Namen alle Ehre: Man muss tatsächlich erst mal jede Menge Treppen hochklettern. Doch der Einsatz lohnt sich: Unterm Dach ist ein kleiner, intimer, klimatisierter Theatersaal, in dem das Publikum sich auf Bankreihen niederlassen kann. Hier wird momentan samstags um 20.30 Uhr (nur noch am heutigen 22. und am 29. Oktober) das von der Direktorin des Kulturzentrums und Regisseurin Beatriz Amábile inszenierte Stück “Es la historia de un amor” aufgeführt. Nur 20 Pesos muss man für diesen herrlichen, wenn auch recht kurzen Theaterspaß zahlen.

Eigentlich ist es eine “Theaterprobe”, die eine “Ersatzregisseurin” (Amábile) gemeinsam mit einer Assistentin leitet, da der “Dire” persönlich anscheinend nie auftaucht. Sechs Schauspielerinnen proben ihre Texte, die von verlorener Liebe, Herzschmerz und Sehnsucht handeln. Da der Produzent zuschaut, sind alle recht nervös, und besonders zwei der Damen buhlen um die Aufmerksamkeit des Hahns im Korb. Abwechselnd oder auch als (Tanz-)Ensemble zeigen die Protagonistinnen ihr beeindruckendes schauspielerisches, sängerisches, tänzerisches, dramatisches und komödiantisches Talent und unterhalten die Zuschauer aufs Beste.

“Una búsqueda compartida”, eine gemeinsame Suche, sei dieses Stück, heißt es auf dem Programmzettel. Und der Theaterbesucher findet einen kleinen Schatz. Reservierungen: 4774-6533.

Was kostet eine Seele?

Sardonisches “El primer Domingo” wirft existenzielle Fragen auf

Von Susanne Franz

Dass der Haussegen schiefhängt bei Julio und Viviana Gordín (Sergio Sánchez de Bustamante und Alicia Nieva, Foto), merkt man schon in den ersten Minuten. Sie blättert gelangweilt in einer Zeitschrift und ignoriert die Befehle (“Bring mir mal …!”) ihres Mannes von draußen. Dann kommt es zum Streit, dem ersten Drink und der ersten Zigarette noch vor dem Frühstück. Julio, ein lauter, polternder Haustyrann, hat ein Pärchen an diesem Sonntag in das feine Haus mit Pool im Country eingeladen, damit ist Viviana gar nicht einverstanden. Sie kennt ihren Mann, weiß, dass der Tag nur in der Katastrophe enden kann. Und sie wird recht behalten.

Das Publikum ist gespannt. Was wird passieren? Was hat Julio vor, warum liegt ihm so viel an diesem Besuch? Fast bettelt er seine Frau an, sie möge doch mitspielen, so tun, als wäre alles in Ordnung.

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Die Geburt des Individuums

Die Ausstellung “Gesichter der Renaissance” im Berliner Bode-Museum versammelt rund 170 Porträtdarstellungen der italienischen Frührenaissance

Von Nicole Büsing und Heiko Klaas

“Alle Frauen im 15. Jahrhundert wollten schön aussehen”, sagt Keith Christiansen, der Leiter der Abteilung Europäische Malerei am New Yorker Metropolitan Museum. Und, so fügt er hinzu, der “Magazine Look”, also unsere von Modemagazinen wie Vogue oder Elle geprägte Vorstellung perfekter Schönheit, sei keine Erfindung des letzten Jahrhunderts, sondern ein Ideal, das von den Künstlern der italienischen Renaissance bereits im frühen 15. Jahrhundert vorformuliert wurde. Christiansen hat gemeinsam mit seinem deutschen Kollegen Stefan Weppelmann von den Staatlichen Museen zu Berlin eine Ausstellung zusammengestellt, die in den beiden Kunstmetropolen diesseits und jenseits des Atlantik für Furore sorgen soll.

“Gesichter der Renaissance” versammelt rund 170 Bildnisse aus den berühmtesten Museen der Welt: Tafelbilder, Zeichnungen, plastische Darstellungen, Büsten und Porträtmedaillen. Präsentiert werden die kostbaren und überaus lichtempfindlichen Exponate auf schwarz gestrichenen Wänden. Die Gemälde und Zeichnungen hängen jedoch nicht direkt an der Wand sondern auf schwarzen Samtfonds, die ihnen zusätzliche Noblesse verleihen. Individuelle Spotlights lassen die Bilder fast aus sich selbst heraus leuchten. Erstmals in dieser Fülle und Qualität erforscht eine internationale Ausstellung die Geburt des Individuums aus dem Geist der Kunst.

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Experimentelles Theater aus der Schweiz

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CMMN SNS PRJCT im Theater La Carpintería

Willkommen in der Welt von “Common Sense”! Willkommen unter all den geheimen Vereinbarungen, all den Kriterien, die das menschliche Handeln und Denken bestimmen, all den Entscheidungen, die sich zu Gewohnheiten entwickeln; Konventionen, die unbeachtet Einfluss nehmen; all die Dinge, die als “normal” und “selbstverständlich” erscheinen und nicht mehr in Frage gestellt werden. CMMN SNS PRJCT beschäftigt sich mit Zwischenräumen im sozialen Beziehungsnetz, mit Räumen, die entstehen, wenn wir uns unabhängig von ökonomischen Profitgedanken bewegen.

Die Performance-Künstler Martin Schich aus der Schweiz und Laura Kalauz, in der Schweiz lebende Argentinierin, präsentieren ihr neues Stück CMMN SNS PRJCT, das im März 2011 in Berlin uraufgeführt und dann u.a. in Hamburg, Düsseldorf, Wien und Zürich gezeigt wurde, an den Sonntagen 16., 23. und 30.10. sowie 6.11. jeweils um 20.30 Uhr im Theater La Carpintería, Jean Jaures 858. Reservierungen unter Tel.: 4961-5092.

Teatro experimental de Suiza

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CMMN SNS PRJCT en el Teatro La Carpintería

Vuelven a Buenos Aires los artistas Martin Schich, suizo, y Laura Kalauz, argentina radicada en Suiza. Presentan su nueva obra CMMN SNS PRJCT que interviene el plano de las relaciones sociales y económicas como espacio performático. CMMN SNS PRJCT propone formas de intercambio alternativas que redefinen las maneras habituales de negociar. Aunque nos encontramos dentro del contexto teatral, las consecuencias de estos actos irán más allá de los límites de la ficcionalidad.

Kalauz/Schick trabajan juntos en obras de teatro y danza, investigaciones de campo, intervenciones performáticas e instalaciones. En cada trabajo, se plantean preguntas acerca de los límites y las posibilidades del espacio performático y la relevancia y responsabilidad de los artistas contemporáneos.

CMMN SNS PRJCT fue estrenada en marzo 2011 en Berlín y presentada en Hamburgo, Düsseldorf, Viena, Zurich, entre otras ciudades. En Buenos Aires, se puede ver los Domingos 16, 23 y 30/10 y 6/11 a las 20:30 hs en La Carpintería, Jean Jaures 858. Reservas al Tel: 4961-5092.

Dokumentarfilm-Festival in Buenos Aires

DocBuenosAires 2011 startet am Donnerstag

Von Laura Wagener/Susanne Franz

Vom 13. bis 22. Oktober findet in Buenos Aires das 11. Internationale Dokumentarfilm-Festival, das DocBuenosAires 2011, statt. Im Rahmen dieses Festivals werden nationale und internationale Dokumentarfilmproduktionen gezeigt und diskutiert, mit dem Ziel, das Publikum an bestehende und neue Tendenzen des Genres heranzuführen. Veranstaltungsorte sind der Leopoldo Lugones-Saal des Teatro San Martín (Av. Corrientes 1530) und die Alianza Francesa (Av. Córdoba 946, hier sind die Vorführungen gratis).

Am Mittwoch, dem 19.10., wird z.B. der Film “Eine ruhige Jacke” des erst 28-jährigen Schweizer Regisseurs Ramòn Giger über einen jungen Autisten gezeigt (auf Schweizerdeutsch mit Untertiteln). Der Tages Anzeiger schrieb zu dem Film: “Geht mit erstaunlicher Leichtigkeit das Wirkliche dort an, wo es am Schwersten zu packen ist”. Programm und weitere Infos finden Sie auf der Webseite des Festivals.