Wenn Gedanken Materie werden

“Sinestesia” – junge Künstler im neuen “Espacio Itaú Cultural”

Von Susanne Franz

Sintensia11.jpgEin wahres Feuerwerk der Kreativität entfaltet sich im am 9. Dezember neu eröffneten “Espacio Itaú Cultural”, der nur wenige hundert Meter vom Obelisken entfernt mitten im Stadtzentrum liegt. “Hier finden Materie und Sinne zusammen”, verheißt die Ausstellung “Sinestesia”, und das ist nicht zuviel versprochen: Der lichtdurchflutete, fünf Meter hohe Raum, der sowohl zur Straße Cerrito gleich neben der 9 de Julio, als auch zur Viamonte vom Boden bis zur Decke verglast ist, erlaubt es, Werke zu zeigen, die in einer “normalen” Galerie und selbst den meisten Museen gar nicht ausgestellt werden könnten.

Lesen Sie weiter / Seguir leyendo »

Kalender / Agenda

Click aquí para leer la versión en castellano.

Ausstellungskalender 09/01/10-16/01/10

Von Susanne Franz

messina11.jpgDie Sommerferien haben begonnen, die Stadt ist ruhiger und entspannter, man hält es gut aus mit weniger Menschen, weniger Verkehr, weniger Lärm und Smog… Sogar die Ausstellung, die wir diese Woche besonders empfehlen, ist ruhig und entspannt, man muss nicht mal aus dem Haus und durch die Hitze gehen, um sie zu sehen, sie ist nur einen Mausklick entfernt. Das wunderschöne Video “Amor a mano” der Künstlerin Andrea Servera ist seit kurzem in der virtuellen Galerie der Psychologischen Fakultät der UBA permanent ausgestellt. Man kann auch seinen Entstehungsprozess nachvollziehen, der Tanz, Performance, Stickerei, Musik, Gesang und vieles mehr umfasst. Es lohnt sich.

Für diejenigen, die dennoch auch gerne rausgehen, gibt es einige sehr gute Angebote…

Lesen Sie weiter / Seguir leyendo »

Agenda / Kalender

Klicken Sie hier, um die deutsche Version zu lesen.

Agenda de Muestras 09/01/10-16/01/10

Por Susanne Franz

messina11.jpgEmpezó la época de las vacaciones de verano, y se nota. La ciudad está más tranquila, hay menos gente, menos ruido, menos smog… Hasta nuestra muestra recomendada de la semana es muy tranquila, ni siquiera hay que salir de casa para verla, está a un click. El lindísimo video “Amor a mano” de la artista Andrea Servera está permanentemente expuesto en la galería virtual de la Facultad de Psicología de la UBA. Se puede ver también el proceso de su creación que incluye danza, performance, bordado, música, canto, y más. Vale la pena.

Para los que se les gusta salir para ver, también hay buenas propuestas…

Lesen Sie weiter / Seguir leyendo »

Großer Musiker und leidenschaftlicher Lehrer

Violinist Alberto Lysy gestorben

Von Susanne Franz

lysy11.jpgDer argentinische Star-Violinist Alberto Lysy ist am Mittwoch vergangener Woche nach schwerer Krankheit im Alter von 74 Jahren in der Schweiz gestorben. Der brillante Musiker, Musikpädagoge und Gründer der Camerata Bariloche (1966) war zuletzt Künstlerischer Leiter der Yehudi Menuhin-Akademie in Gstaad. Menuhin war Lysys Lehrer in Europa, nachdem der in Buenos Aires geborene Musiker ab seinem 5. Lebensjahr zunächst von seinem Vater, dann von Maestro Ljerko Spiller unterrichtet worden war. Mit der Camerata Bariloche reiste Lysy um die Welt. 1971 verließ er das Ensemble und gründete die Camerata Lysy, mit der er weitere Erfolge feierte. In Europa war Lysy Gründer mehrerer Musikfestivals in Italien. Neben der Menuhin-Akademie in Gstaad leitete er die Genfer Musiktreffen und das Europäische Zentrum für Kammermusik in Berlin. Seine Heimatstadt besuchte Alberto Lysy zuletzt vor eineinhalb Jahren, als er am Planetarium mit vielen seiner Schüler und ehemaligen Schüler ein umjubeltes Freilichtkonzert gab.

Kalender / Agenda

Click aquí para leer la versión en castellano.

Ausstellungskalender 02/01/10-09/01/10

Von Susanne Franz

florian2.jpg
Leider nur gerade mal eben zwei Wochen (bis zum 12. Januar) ist im Naturhistorischen Museum von Buenos Aires, dem Museo Argentino de Ciencias Naturales Bernardino Rivadavia, die Ausstellung „Florian Paucke, un misionero en el Gran Chaco del siglo XVIII“ (Florian Paucke, ein Missionar im Chaco des 18. Jahrhunderts) zu sehen. Florian Paucke (1719-1780) war ein jesuitischer Missionar deutsch-österreichischen Ursprungs, der im Jahre 1749 am Río de la Plata ankam. Er hinterließ mehr als hundert wunderschöne Zeichnungen, die die Flora und Fauna sowie die Lebensgewohnheiten der Mocoví-Indios im Chaco dokumentieren. Die Ausstellung zeigt über 20 großformatige Reproduktionen dieser Zeichnungen und einige Fotografien zum Thema.

Lesen Sie dazu auch „Kunst eines Jesuitenpaters“.

Auch sonst ist Anfang Januar einiges los im Städtchen…

Lesen Sie weiter / Seguir leyendo »

Agenda / Kalender

Klicken Sie hier, um die deutsche Version zu lesen.

Agenda de Muestras 02/01/10-09/01/10

Por Susanne Franz

florian2.jpg
Sólo durante apenas dos semanas (hasta el 12 de enero) se puede visitar la muestra “Florian Paucke, un misionero en el Gran Chaco del siglo XVIII” en el Museo Argentino de Ciencias Naturales Bernardino Rivadavia. Florian Paucke (1719-1780) fue un misionero jesuita austríaco-alemán que llegó al Río de la Plata en 1749. Paucke dejó más de un centenar de dibujos que ilustran la flora, la fauna y la etnografía de los aborígenes mocovíes del gran chaco santafesino. La muestra reúne más de veinte reproducciones a gran tamaño y enmarcadas bajo vidrio de aquellos dibujos, junto a algunas fotografías sobre el tema.

Hay más información sobre Paucke (en alemán) en el artículo “Kunst eines Jesuitenpaters”.

A continuación, las demás ofertas culturales en la ciudad…

Lesen Sie weiter / Seguir leyendo »

Volles Programm im Complejo Teatral

Spielzeit 2010 des CTBA angekündigt

Von Nils Witte

teatro1.jpg
Kive Staiff (2.v.l.) und Hernán Lombardi (3.v.l.) bei der Vorstellung der Spielzeit 2010 im Teatro San Martín.

“Es war ein gutes Jahr und es wird ein noch besseres Jahr werden”, so der optimistische Ausblick von Kive Staiff, dem Generaldirektor und Künstlerischen Leiter des Complejo Teatral der Stadt Buenos Aires. Am Dienstag lud der Theaterverbund zur traditionellen Verkündung der neuen Spielzeit ein. Zu dem Verbund gehören das Teatro San Martín, das Teatro Pte. Alvear, das Teatro Ribera, das Teatro Regio und das Teatro Sarmiento. Außer Schauspiel, werden Ballett, Kino, Fotografie und Zeitgenössische Musik zu hören und zu sehen sein.

“Besonderen Wert haben wir für die kommende Spielzeit auf das Angebot für junge Menschen gelegt”, betonte Kulturminister Hernán Lombardi und kündigte 66 Aufführungen unter freiem Himmel an. Für die ganz Kleinen wird zudem Puppentheater geboten. Auch will man sich wieder stärker dem Tango zuwenden. Schon am 14. Januar wird Milena Plebs’ Tramatango am Teatro Alvear wiederaufgenommen. Ebenfalls in der zweiten Januarwoche wird Shakespeares “Mucho ruido y pocas nueces” – inszeniert von der argentinischen Regie-Berühmtheit Oscar Barney Finn – erstmals im Teatro San Martín aufgeführt. Ein weiterer Höhepunkt ist der Besuch des spanischen Skandalregisseurs Calixto Bieito, dessen Inszenierung des Dramas “La vida es sueño” von Calderón de la Barca Mitte Juli zu sehen sein wird.

Am Ende der Spielzeit treten im Rahmen des Zyklus Zeitgenössische Musik auch viele deutsche Künstler auf, u.a. das Berliner Ensemble Mosaik. Nicht zuletzt will man argentinisches Theater wieder in die Welt tragen. Stolz verkündete Lombardi: “Wir werden an mehreren Theaterfestivals teilnehmen, unter anderem in Bogotá und in Barcelona.”

Lesen Sie weiter / Seguir leyendo »

Kalender / Agenda

Click aquí para leer la versión en castellano.

Ausstellungskalender 26/12/09-02/01/10

Von Susanne Franz

chillida11.jpgEine relativ unbekannte Seite des berühmten katalanischen Bildhauers Eduardo Chillida, der für seine monumentalen Skulpturen berühmt ist, zeigt das Centro Cultural de España en Buenos Aires (CCEBA) in der Straße Paraná 1159. Die von Julio Niebla kuratierte Ausstellung „Chillida: la poética del papel“ umfasst Graphiken, Zeichnungen und Gravitationen aus der Serie „Hommage für Bach“ und ist bis zum 30. Januar 2010 zu sehen. Sogar bis zum 13. März kann man in der Galerie ZavaletaLab unter dem Titel „Fosforescencia“ neueste Werke des argentinischen Superstars León Ferrari bewundern. Der fast 90-Jährige verwendet hier ganz unerschrocken die neuesten Techniken. Auch ältere Werke aus den 60er-Jahren des vorigen Jahrhunderts des hellwachen Provokateurs sind ausgestellt, diese allerdings nur bis Mitte Januar. Über die kulturelle Durststrecke des Sommers helfen auch Andy Warhol im Malba, Yuyo Noé im Museo Nacional de Bellas Artes, und einige weitere Angebote…

Lesen Sie weiter / Seguir leyendo »

Agenda / Kalender

Klicken Sie hier, um die deutsche Version zu lesen.

Agenda de Muestras 26/12/09-02/01/10

Por Susanne Franz

chillida11.jpgEl Centro Cultural de España en Buenos Aires (CCEBA), en su sede Paraná 1159, presenta una cara menos conocida del artista catalán Eduardo Chillida, famoso por sus esculturas monumentales. La muestra “Chillida: la poética del papel”, curada por Julio Niebla, reúne grabados, dibujos y la serie de gravitaciones titulada “Homenaje a Bach”. Se puede visitar hasta el 30 de enero de 2010. Hasta el 13 de marzo, en la galería ZavaletaLab, se puede apreciar la muestra “Fosforescencia” del megastar argentino León Ferrari. Con sus casi 90 años, no teme utilizar las técnicas más modernas. A la vez, algunas de sus obras de los años 60 del siglo pasado, también expuestas, demuestran que siempre ha sido un provocador de los más despiertos. La parte de la muestra con obra histórica de Ferrari se levanta a mitades de enero. Para sobrevivir el bache cultural del verano, ayudan también Andy Warhol en el Malba, y Yuyo Noé en el Museo Nacional de Bellas Artes, y algunas muestras más…

Lesen Sie weiter / Seguir leyendo »

Moderne Klassik im Goethe-Institut

Hommage an den Komponisten für Neue Musik Mauricio Kagel

Von Nils Witte

kagel111.jpg“Musik ist in Buenos Aires lebensnotwendig”, sagt der Komponist für Neue Musik Mauricio Kagel. “Sie ist Ersatz für das, was nicht klappt in Politik und Gesellschaft.” Der in Buenos Aires geborene Künstler starb im September 2008. Das Goethe-Institut seiner Geburtsstadt widmete ihm jetzt eine Hommage und lud dazu Künstler ein, die in den letzten Jahren mit dem Deutsch-Argentinier zusammengearbeitet haben. “Für uns war Kagel ein Sinnbild der zeitgenössischen Musik”, schwärmt Dirigent Marcelo Delgado, der zur Hommage an drei Abenden das Orquesta Compañía Oblícua leitete. Die Musiker hatten im Sommer 2006 mit Kagel, der bereits 1959 nach Deutschland ausgewandert war, zusammengearbeitet und spielten im Rahmen eines ihm gewidmeten Festivals u.a. im Teatro Colón.

Lesen Sie weiter / Seguir leyendo »

Erbe verpflichtet

Click aquí para leer la versión en castellano.

Die “12 Sibyllen von San Telmo” ohne passenden Ausstellungsort

Von Maria Buck

Sibilas33.jpgDie “Sibyllen von San Telmo”, eine einmalige Bilderserie aus dem 18. Jahrhundert, zählen zu den beeindruckendsten und wichtigsten Kunstschätzen der lateinamerikanischen Kolonialmalerei. Dargestellt sind die zwölf Sibyllen, welche das Leben Jesu Christi vorhersagen. Man sollte annehmen, diese zwölf Gemälde sind in einem der vielen wunderschönen Museen in Buenos Aires ausgestellt, perfekt beleuchtet und jederzeit für die Öffentlichkeit zugänglich. Doch weit gefehlt. Die Bilder befinden sich in der Sakristei von “San Pedro Giménez Telmo” in San Telmo, kaum zugänglich in einem für sie völlig unwürdigen Raum, da die Sakristei in einem desolaten Zustand ist und dringend renoviert werden muss. Feuchte Wände, abbröckelnder Putz, ein modriger Geruch und außer einer grellen Lampe in der Raummitte alles recht dunkel – keine passenden Voraussetzungen also, um antike Bilder unterzubringen.

Lesen Sie weiter / Seguir leyendo »