Una Villa llena de cultura

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Los planos de Le Corbusier en la Villa Ocampo de San Isidro

Por Maria Exner

ocampo33.jpgEn Villa Ocampo, situada en la bella zona norte de San Isidro, están en exposición los planos de Le Corbusier. Pero no solo eso amerita una visita a la casa del año 1891, donde la mecenas, autora y editora de la revista “Sur” Victoria Ocampo paseaba con el ilustrado Jorge Luis Borges…

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Stimme Argentiniens ist verstummt

Mit Mercedes Sosa starb eine Botschafterin der Gerechtigkeit

Von Maria Exner

Mercedes11.jpgArgentinien ist ärmer geworden – am Sonntag starb im Alter von 74 Jahren die weltberühmte Folklore-Sängerin Mercedes Sosa. Die Regierung ordnete drei Tage Staatstrauer an. Zehntausende Menschen säumten die Straßen, als Sosas Sarg nach ihrer Aufbahrung im Kongressgebäude am Montag zum Friedhof in Chacarita überführt wurde, sie weinten oder sangen die bekannten Lieder der beliebten Künstlerin.

Die kleine Frau mit der großen Stimme hat ein bewegtes Leben hinter sich…

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Maria Exner bei “Kunst in Argentinien”

Frischer Blick auf die Hauptstadt

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Ich bin Maria Exner und seit Mitte September als “Austauschjournalistin” in Buenos Aires. Eigentlich lebe und arbeite ich in Berlin, wo ich für die “Berliner Morgenpost”, “Welt kompakt “und “Welt am Sonntag” schreibe – meist über Mode und Stil. Das sind die Themen, mit denen ich mich als Modejournalistin auskenne. Hier in der pulsierenden Hauptstadt von Argentinien möchte ich meinen Blick nun ein wenig erweitern und zwei Monate lang die vielfältige Kunst- und Kulturszene von Buenos Aires kennenlernen. Was ich in Museen, Galerien, auf Konzerten, in Kinos und Geschäften an Schönem, Außergewöhnlichem, Verstörendem und in jedem Fall Sehenswertem entdecke, werde ich hier festhalten. Wer Lust hat, mich auf meiner Endeckungstour zu begleiten, sollte also öfter vorbeischauen. Susanne Franz und ich würden uns freuen.

In der Bar mit dem glitzernden Disko-Kamel

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Ein Festival mit einem bisschen von allem, organisiert von guten Freunden

Von Svenja Beller

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Das glitzernde Maskottchen.

Es ist ein Haufen guter Freunde, die meisten von ihnen studieren noch, keiner ist älter als Mitte zwanzig. Einer von ihnen, Valentin, legt ab und an Musik auf in dieser kleinen Bar im ersten Stock in Villa Crespo, die man kaum findet, wenn man nicht weiß, dass sie dort ist. Aber sie eignet sich perfekt für das, was die Freunde sich ausgedacht haben: Ein Festival. Ein kleines ruhiges, wo von allem etwas dabei ist. Genannt haben sie es “Elige tu propia aventura!” – Wähle dein eigenes Abenteuer, angelehnt an die Büchlein aus den Achtzigern, in denen der Leser entscheiden konnte, wie die Geschichte weitergehen soll. Ihr Festival ist ganz ähnlich, jeder kann Einfluss darauf nehmen, wie der Abend verläuft.

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En el bar donde brilla el camello

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Unos buenos amigos organizan un festival con un poquito de todo

Por Svenja Beller

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La mascota brillante.

Un montón de buenos amigos que todavía estudian, la mayoría, y que ninguno pasa los 25 años. Uno de ellos, Valentín, se cansa y pone un poco de música en un barcito en un primer piso de Villa Crespo, difícil de encontrar si no se sabe que es ahí. Pero es perfecto para lo que el grupo de amigos había pensado: un festival. Un lugar pequeño y tranquilo donde hay de todo. Le pusieron el nombre “¡Elige tu propia aventura!” como los libros de los años ochenta en los que el lector podía elegir cómo continuaba la historia. El festival es bastante parecido, cada cual puede decidir cómo sigue la noche.

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Virtueller Galeriebesuch

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Der Kunstexperte Santiago Bengolea entwickelte die erste Internet-Galerie

Von Svenja Beller

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“Red Galería”: Die Illusion einer Galerie im Internet.

Das Gebäude ist weiß und schlicht, an seiner Wand die Lettern „Red Galería“. Tritt man durch die Glastüren, so findet man sich in der hellen Eingangshalle wieder: Geradeaus der Empfangstresen, zu den Seiten die Eingänge zu den verschiedenen Sälen, hinten links eine Treppe zum Auditorium und vorne die Rolltreppen in den Keller, wo sich das Archiv befindet. Eine ganz normale Galerie. Nicht ganz, denn diese Galerie findet man ausschließlich in der virtuellen Welt, im Internet.

Seit 2007 steht die „Red Galería“ im Netz und erfreut sich wachsender Besucherzahlen. Die Idee dazu hatte Santiago Bengolea. Er ist einer der Gründer der Kunststiftung „Proa“ und blickt auf 20 Jahre Erfahrungen im Kunstgeschäft zurück. Doch als „Proa“ seinen zehnten Geburtstag feierte und alles wunderbar funktionierte, da wurde ihm langweilig. Er machte sich auf die Suche nach etwas Neuem, entwickelte Ideen und verwarf sie wieder. Er suchte viel im Internet, und da kam ihm die Idee, die Kunst ins Internet zu bringen. Und zwar attraktiv. Er wollte keinen weiteren Blog, keine weitere seelenlose Seite, die im weltweiten Strom untergeht – ungesehen, unbeachtet. Es musste etwas noch nie Dagewesenes sein, etwas, das anders ist. Also entschied Bengolea sich dazu, nicht bloß die Werke der Künstler ins Internet zu stellen, sondern gleich die ganze Galerie, und das so real wie möglich. „Es ist die Illusion einer Galerie“, charakterisiert er die „Red Galería“. Acht Monate hat es gebraucht, um diese Idee in die Tat umzusetzen, dann feierte die Kunstgalerie ihre Eröffnung. Sie hat sieben Tage die Woche 24 Stunden am Tag geöffnet, die Anreise ist einfach: Ein Klick genügt, und schon ist man mittendrin.

Die Ausstellungen in den vier Sälen und dem Auditorium wechseln ständig, wie in einer realen Galerie. Normalerweise gibt es ein Konzept, in welchen Raum Fotografie, junge Kunst, spezielle Projekte oder besondere Werke an den Wänden hängen. Doch Bengolea kostet die Flexibilität der elektronischen Welt aus: „Der Vorteil eines virtuellen Orts ist, dass man ihn verändern kann wie man will.“ Deswegen verteilt sich manchmal ein Projekt auf mehrere Säle, ungeachtet des ursprünglichen Konzepts. Muss eine Ausstellung der nächsten weichen, so verschwinden die Werke nicht unter staubigen Tüchern. Man muss nur mit der Rolltreppe in das Archiv im Keller fahren, und schon findet man alle Künstler, die jemals in der Galerie ausgestellt haben. „Jeder Künstler hat seine kleine Seite“, beschreibt Santiago Bengolea das Archiv.

Was ist die Idee, die hinter all dem steckt? „Die Galerie ist nicht kommerziell angelegt, vielmehr kulturell. Es soll ein Netz der Kunst entstehen, wie der Name schon sagt“, erklärt Bengolea den entscheidenden Unterschied zu einer herkömmlichen Galerie aus Stein und Glas. In der virtuellen Welt ist er nicht auf kleine Räumlichkeiten beschränkt, sein Archiv hat unbegrenzten Platz zum Wachsen, und zum Vernetzen. Im Moment beschränken sich die Ausstellungen auf argentinische Künstler, aber das Projekt steckt ja auch noch in den Kinderschuhen. „Die Galerie wird in Argentinien gemacht, ist aber offen für Künstler aus anderen Ländern“, erläutert der Gründer.

Zusätzlich zu den Ausstellungsräumen gibt es noch einen Blog, in dem unter anderem jeder Schritt dokumentiert wird, den „Red Galería“ macht. Wie zum Beispiel die physischen Projekte, die sich in der realen Welt abspielen, die man anfassen kann. Auch bei seinen realen Ausstellungen setzt Santiago Bengolea auf Originalität: Neben gängigen Galerien wählte er als Ausstellungsräume ein Hotel, eine Tierhandlung und eine Schwulendisco. Das ziehe anderes Publikum an, und das Unkonventionelle sorge immer für Aufmerksamkeit. So waren es dann auch die physischen Projekte, die dem virtuellen Projekt Publikum verschafften.

Am Anfang litt die „Red Galería“ an Startschwierigkeiten und niedrigen Besucherzahlen. „Ich fühlte mich in der ersten Zeit ein bisschen allein, niemand hat mich und meine Idee verstanden“, erinnert sich Direktor Bengolea. Doch heute floriert die Galerie, was nicht zuletzt an berühmten Ausstellern wie Luis Felipe Noé, Rogelio Polesello oder Marcia Schvartz liegen mag. Dieses Jahr war „Red Galería“ schon zum zweiten Mal mit einem Stand bei der Kunstmesse „arteBA“ vertreten und hat sich einen Namen in der Kunstszene gemacht. Dazu gehören neben der originellen Idee natürlich auch gute Kontakte, über die Bengolea dank seiner langjährigen Erfahrungen im Geschäft zur Genüge verfügt.

Mal sehen, welche Überraschungen er noch für die Welt der Kunst bereithält, wenn ihm das nächste Mal langweilig wird.

Eintritt in die Galerie hier.

Una visita a la Galería Virtual

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El experimentado Santiago Bengolea crea la primera galería en Internet

Por Svenja Beller

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“Red Galería”: la ilusión de una galería en internet.

El edificio es blanco y liso y en una pared dice “Red Galería” con letra de molde. Si uno ingresa por las puertas de vidrio, se encuentra en el hall de entrada, todo vidriado. Después de pasar la recepción, a sus costados están las diferentes salas, a la izquierda una escalera al auditorio y a la derecha otra que conduce al sótano, donde está el archivo. Una galería muy normal. Aunque no tanto, porque esta galería se encuentra en el mundo virtual, en Internet.

Desde el 2007, “Red Galería” está en el ciberespacio y se entusiasma con el creciente número de visitantes. La idea fue de Santiago Bengolea, uno de los creadores de “Fundación Proa” y con una experiencia en el campo artístico de 20 años. Pero cuando “Proa” celebraba su décimo aniversario y funcionaba de maravillas, se aburrió. Estaba en la búsqueda de algo nuevo, tenía ideas y las terminaba desechando. Pensó mucho en Internet, y finalmente se le ocurrió poner arte en Internet. Y estaba buena la idea.

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Interview über “Kunst in Argentinien”

Gespräch bei eineinhalb Medialunas

Sonja Peteranderl aus Berlin schreibt gerade in Buenos Aires ihre Abschlussarbeit in Gesellschafts- und
Wirtschaftskommunikation über das Argentinische Tageblatt und die Frage, welche Bedeutung die Zeitung für ihre Leser hat. Frau Peteranderl interviewte die stellvertretende Chefredakteurin Susanne Franz für ihr Blog Fernlokal.

Allerdings befragte sie sie einmal nicht so sehr zum Tageblatt, sondern eher über ihr Blog Kunst in Argentinien und andere Themen.

Hier geht es zum Interview.

Futuristische Skulpturen

Die avantgardistischen Werke des Künstlers Bastón Díaz eröffnen neuen Skulpturen-Park in Buenos Aires

Von Svenja Beller

bast2.jpg In den Parks von Recoleta ziehen seit Kurzem beeindruckende Skulpturen die Blicke auf sich. 31 futuristisch anmutende Stahlelemente stehen auf dem Rasen an der Seite des „Museo Nacional de Bellas Artes“. Die avantgardistischen Skulpturen des Künstlers Bastón Díaz aus Buenos Aires geben einem der schicksten Viertel der Stadt ein ganz besonderes Flair. Acht Monate lang werden die Skulpturen im Park zu bewundern sein. Die Stahlformation soll als erster Schritt hin zu einem Skulpturen-Weg im öffentlichen Raum fungieren. Die Stadt sieht das Projekt in trockenen Tüchern, da sich bereits ein zweiter Künstler angekündigt hat: Raúl Farco wird die Ausstellung von Bastón Díaz ablösen.

Die formelle Eröffnung nahm am Mittwoch Regierungschef Mauricio Macri vor, auf der Plaza Rubén Darío, die von den Straßen Libertador, Pueyrredón, Figueroa Alcotra und Austria eingegrenzt wird.

Der 62-jährige Bastón Díaz, ausgebildet in Buenos Aires und Paris, benutzte für seine 31 Skulpturen 25 Tonnen des Stahltyps „Kor-T“. Dieses Material enthält fünf Prozent rostgeschütztes Kupfer, und verleiht dem Stahl seine rostige, an Industrie erinnernde Farbe. Metaphorisch sind die Arbeiten auf den Schiffen basiert, die die Immigranten, welche niemals in ihr Land zurückkehrten, nach Argentinien brachten. Zwei Jahre arbeitete Bastón Díaz an den Skulpturen. Koordinator der Ausstellung ist Elio Kaszuk vom Kulturzentrum Recoleta.

Hier ist die Zukunft

2. Festival „Ciudad Emergente“ im Centro Cultural Recoleta

Von Svenja Beller

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Am vergangenen langen Wochenende stand das Kulturzentrum Recoleta ganz im Zeichen der Rockkultur. Szenetypen in Röhrenjeans und Karohemd, Modepüppchen in bunten Kleidchen mit Kurzhaarschnitt, Rastas der alten Schule und Rock’n’Roller schoben sich durch die zahlreichen Ausstellungsräume, feierten vor den Live-Musik-Bühnen oder schauten sich im Kinosaal Klassiker und neue Filme der Szene an.

Das zwei Jahre alte Gratis-Festival „Ciudad Emergente“ hatte einiges auf dem Kasten: Zahlreiche Konzerte lockten zu den Bühnen, mal ruhig, mal wild, mal lustig, mal traurig – es war für jeden Geschmack und jede Stimmung etwas dabei. „Wenn du die Zukunft noch nicht gesehen (oder gehört) hast, hier ist sie“, verhieß das Festivalheftchen den letzten Schrei der Musikszene. Im „Espacio Escuchá!“ konnten die Besucher zwischen 30 Newcomern ihren Liebling wählen, Hauptgewinn war ein Auftritt in der Hauptstadt. In verschiedenen Gesprächen diskutierten Journalisten, Musiker und Produzenten über aktuelle Themen der Musikwelt.

Dass Rock nicht nur eine Musikrichtung ist, sondern vielmehr ein Lebensstil, zeigten die unzähligen anderen Angebote: Die Modeausstellung, BAFICI-Filmvorführungen, Tanzauftritte, das Poesieprojekt, der Zeitschriftenraum, Kunst- und Fotografie-Ausstellungen, das Live-Graffity-Projekt und Videoinstallationen zeigten die Facetten der Lebensart in all ihrer Schönheit und Originalität. Kleine schrille Comic-Maskottchen repräsentierten die Kategorien des Festivals, das sich über das gesamte Kulturzentrum erstreckte.

60 Jahre Bundesrepublik in Buenos Aires

An der deutschen Botschaft wurde eine Fotoausstellung eröffnet

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Gemeinsamkeiten: Ein Foto zeigt Präsidentin Cristina Kirchner mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.

In Buenos Aires ist am Dienstag voriger Woche die ungewöhnliche und vor allem unübersehbare Fotoausstellung “60 Jahre Bundesrepublik und 20 Jahre Mauerfall” eröffnet worden. An der Außenmauer der deutschen Botschaft wurden 21 überdimensionale Fotografien von je zwei mal drei Metern angebracht, die bedeutende Momente der zurückliegenden sechs Jahrzehnte und auch der gemeinsamen Geschichte Deutschlands und Argentiniens zeigen.

So fehlen weder der Mauerbau noch die Trabi-Karawanen gen Westen nach dem Fall der Mauer, die Fußball-WM 1954 oder Willy Brandts Kniefall in Warschau. Aber auch der berühmte argentinische Formel-1-Pilot Juan Manuel Fangio auf den Silberpfeilen von Mercedes-Benz und ein Foto von Präsidentin Cristina Kirchner mit Bundeskanzlerin Angela Merkel sind dabei. Daneben ist der in argentinische und deutsche Flaggen gehüllte Obelisk, das Wahrzeichen von Buenos Aires, zu sehen.

“Ich hoffe, dass viele Passanten einen Augenblick länger verharren und sich die Fotos genauer anschauen. Ich bin sicher, dass diese Ausstellung Interesse an unserem Land wecken wird”, sagte Botschafter Günter Knieß zum Auftakt der Ausstellung. Dass die Bilder die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich ziehen wird, daran besteht kein Zweifel. Denn die großformatigen Bilder sind keineswegs langweiliger Geschichtsunterricht. Die Betrachter sollen nicht belehrt werden, sondern ein möglichst facettenreiches und vielfältiges Bild von Deutschland erhalten. Profunde Kenntnisse der deutschen Nachkriegsgeschichte sind dabei entbehrlich. Und wer doch Fragen hat, kann sich mit einem zur Ausstellung erschienenen Büchlein, das alle Fotografien mit kurzem Hinweis auf Jahr und Motiv enthält, zusätzlich informieren.

Mit der Eröffnung der Fotoausstellung entlang der Avenida Luis María Campos (zwischen Olleros und Gorostiaga) feiert die deutsche Botschaft bis Ende des Jahres das doppelte Jubiläum der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2009. Unter dem Namen “20-60-09” sind die beiden besonderen Geburtstage zusammengefasst. Alle Bürger sind eingeladen, die Ausstellung zu besichtigen und können an der Pforte der Botschaft (Villanueva 1055) das dazugehörige “Büchlein” abholen.

Weitere Infos auf der Internetseite der Botschaft.