Geheimnisse des „Anderen“

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Mariano Pensottis Kunstprojekt „La Marea“

Von Susanne Franz

„Ich muss einschlafen“, denkt die auf einem Bett in einem Schaufenster liegende Frau. „Ich muss die Decke streichen, sonst fällt sie mir noch auf den Kopf. Alles an mir ist am Auseinanderfallen. Seit wie vielen Tagen warte ich jetzt schon auf einen Anruf von ihm?“ Vor dem Fenster drängelt sich eine Traube Menschen, die die sich hin- und herwälzende Einsame betrachtet und ihre auf einem Schriftband ablaufenden selbstquälerischen Gedanken liest. Das beleuchtete Fenster, in dem die Schlaflose liegt, ist eines der neun Szenarien, aus denen sich Mariano Pensottis „La Marea“ zusammensetzt, eine der vier Kunstaktionen des „Proyecto Cruce“ im Rahmen des V. Internationalen Theaterfestivals von Buenos Aires. Nach 10 Minuten geht das Licht aus, die Szene ist vorbei. Man geht zum nächsten Schauplatz.

Eine Kellnerin liest an ihrem Arbeitsplatz den Brief ihres Ex-Mannes, der in die USA gegangen ist und nun als Soldat im Irak- oder einem sonstigen beliebigen Krieg dient. „Gestern haben wir einen Kindergarten zusammengeschossen“, schreibt er. „Gestern habe ich einen Kadaver auf den Mund geküsst. Ich habe nicht an dich gedacht, meine Liebste, ich schwöre es dir.“ „Er hat sich verändert“, denkt sie. Ein Gast setzt sich hin und versucht, seine Sorgen um Arbeitslosigkeit und Geldmangel zu vertreiben. „Menschen sind Autos“, denkt er. „Ich bin ein gelber Citroën.“ Den verbindet er mit seinem Idol Belmondo und urplötzlich, ohne es zu wollen, mit seiner Kindheit, die er mit seiner Familie, Verfolgte unter dem Militärregime, ständig auf der Flucht, in einem solchen Wagen verbrachte. „Wir machten den Kofferraum auf und sangen mit flüsternden Stimmen bolschewistische Lieder unter dem Sternenzelt“, erinnert sich der Mann und rührt in seinem Kaffee.

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Los secretos de los “otros”

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“La Marea”: el proyecto artístico de Mariano Pensotti

Por Susanne Franz

“Me tengo que dormir”, piensa una mujer tirada sobre la cama en una vidriera. “Tengo que pintar el techo, si no, se va a caer sobre mi cabeza. Se me viene el mundo abajo. ¿Hace cuántos días estoy esperando su llamada?”. Delante del vidrio, se amontona la gente que observa a la chica solitaria revolcarse de un lado a otro y lee sobre una cinta de subtítulos los pensamientos que la atormentan. La vidriera iluminada donde está la insomne es uno de los nueve escenarios que reúnen la obra de Mariano Pensotti “La Marea”, una de las cuatro acciones artísticas del Proyecto Cruce que se realiza en el marco del V Festival Internacional de Teatro de Buenos Aires. Después de diez minutos se apaga la luz, se termina la escena. Y uno debe pasar al segundo escenario.

Una moza lee en su lugar de trabajo la carta de su expareja que viajó a Estados Unidos y que se alistó como soldado para ir a Irak –o para alguna guerra cualquiera–. “Ayer disparamos contra un jardín de infantes”, le escribe. “Ayer le di un beso en la boca a un cadáver. No pensé en vos, mi vida, te lo juro”. “Cambió”, piensa ella. Un cliente se sienta e intenta escaparse de las preocupaciones sobre el desempleo y la falta de dinero. “Los hombres son autos”, piensa. “Yo soy un Citroën amarillo”. Después se compara con su ídolo Belmondo y de repente, sin quererlo, se acuerda de su infancia, cuando durante la dictadura militar se la pasaba en una camioneta con su familia escapando. “Abríamos el baúl y cantábamos susurrando canciones bolcheviques bajo las estrellas”, recuerda el hombre y revuelve el café.

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Fassadenkletterer vs. Mini-Tänzer

Margarita Balis „Pizzurno pixelado“

Von Susanne Franz

Mit Pauken und Trompeten geht es los. Die Fassade des Erziehungsministeriums „Palacio Pizzurno“ wird in rötlich-blaues Licht getaucht. Plötzlich erscheinen Projektionen von zwei riesigen Tänzern, die beginnen, sich an den Fensterreihen des imposanten Gebäudes hochzuziehen, wieder abstürzen, sich an den Händen fassen, sich helfen und behindern. Schließlich schaffen sie es, oben anzukommen. Die zwei vervielfältigen sich, immer neue Gestalten purzeln über das Gebäude hinweg. Sie tanzen mit ihm, liebkosen es, vereinen sich in fast erotischen Verschlingungen mit seiner Architektur.

Die Lichtshow und die in allen Variationen ausgekosteten, gigantischen, multiplizierten Projektionen von Tänzern und Schauspielern, kombiniert mit der eigens von Jorge Sad komponierten, passenden Musik, lassen den Zuschauer gebannt vor Margarita Balis Spektakel stehen – das erste, das am 10. September im Rahmen der „Cruce“-Kunstprojekte des Theaterfestivals gezeigt wurde.

Bis sie auf einmal „echte“ Tänzer auf den Balkonen und hinter halb geöffneten Fenstern auftreten lässt. Der ganze Zauber verfliegt mit einem Schlag, der großartige Eindruck weicht Ernüchterung. Die Tänzer sind zu klein von weitem und wirken hilflos gegen ihre Riesen-Video-Konkurrenz. Schon in Margarita Balis letztem Tanzstück „Zoom“ hatte man den Eindruck bekommen, dass die Choreographin sich wagen sollte, ganz auf Video umzusteigen und sich nicht mehr zu bemühen, den Tanz noch als solchen in ihr Werk einzubauen. Er bleibt nur auf der Strecke, während ihr auf der anderen Seite auch nicht gelingt, die Hand nach wahrer Größe auszustrecken.

Der Artikel erschien am 24.9.05 im „Argentinischen Tageblatt“.

Himmel voller Frieden

Die Intervention „Antiaéreos“ von Gabriel Valansi

Von Susanne Franz

Es ist stürmisch, und drohende graue Wolken bedecken den Himmel am Montag, dem 12. September. Auf der Plaza de Mayo herrscht dennoch wie immer Hochbetrieb zur Mittagszeit. Doch die Leute rennen nicht ganz so schnell wie sonst über den Platz, denn heute ist etwas anders hier: 18 weiße, jeweils sechs Meter lange Zeppeline sind auf dem Hauptplatz von Buenos Aires verteilt. Einige sind relativ dicht am Boden festgemacht, andere, die weiter oben in der Luft schweben, werden vom Wind arg hin- und hergeschüttelt. Dass dies eine Kunstaktion im Rahmen des Internationalen Theaterfestivals ist, wissen nur die wenigsten, und das ist auch beabsichtigt: Kein Schild, keine Erklärung ist zu sehen, jedem Betrachter ist selbst überlassen, was er mit seinem Eindruck anfängt.

Mit seiner Installation „Antiaéreos“, die vergangene Woche im Rahmen der „Cruce“-Projekte des Festivals lief, erinnerte der Künstler Gabriel Valansi an den Bombenangriff auf die Plaza de Mayo am 16. Juni 1955, der gegen General Perón gerichtet war und der viele unschuldige Menschenleben forderte. Und mit sogenannten „Antiaéreos“, in verschiedenen Höhen über zivilen Zielen angebrachten Luftschiffen, schützten sich einige Städte im Zweiten Weltkrieg gegen Bombenangriffe. „Einen Himmel voller Frieden“ habe er schaffen wollen, sagte der Künstler im Gespräch mit einer argentinischen Zeitung. Dass wir in einer Welt leben, in der ein solcher heute so nötig ist wie damals, wird jeden Tag deutlich, wenn wir die Schlagzeilen in den Zeitungen lesen.

Vom hohen künstlerischen Anspruch wie vom positiven Überraschungseffekt auf die Stadt Buenos Aires ein gelungenes Kunstwerk, das im Betrachter viele Assoziationen weckt: angefangen bei der Schutzlosigkeit des Menschen, der sich mit seiner „technologischen Überlegenheit“ gegen drohende Gefahren zu wehren versucht, während schon die tödliche Kraft eines Wirbelsturms ihn in mittelalterliche Zustände und primitive Umgangsweisen zurückzuwerfen imstande ist.

Der Artikel erschien am 24.9.05 im „Argentinischen Tageblatt“.

Das Leben ist kein Picknick

­Gemälde von Rosemarie Allers im Centro Cultural Recoleta

Von Susanne Franz

Die neue Gemäldeausstellung von Rosemarie Allers im Centro Cultural Recoleta trägt den etwas beunruhigenden Titel „Picnic en el precipicio“ (Picknick am Abgrund). „Wovon ich aber eigentlich spreche, ist der Blick, dem sich ein ganzer Horizont öffnet“, erklärt die Künstlerin. „Es geht mir um die Frage, inwieweit man als Person in der Gesellschaft – im Leben – Stellung bezieht, inwieweit man sich selbst einbringt.“ Das Leben sei kein Picknick, das meint die Malerin nicht nur in einem konkreten, materiellen Sinn, da ohnehin zu viele Menschen am Rande des Abgrunds leben, sondern sie will ausdrücken, dass man selbst etwas bewirken kann, indem man eine Entscheidung zum aktiven Leben trifft.­

In Allers’ dramatisch-expressionistischen Gemälden steht die Frau, der weibliche Körper im Vordergrund, verfremdet mit Vogel- oder auch Engel-Eigenschaften, wobei die körper- und naturverbundenen Farben und der theatralische Einsatz schwarzer Striche und Flächen deutlich macht, dass hier keine ätherischen Wesen dargestellt werden sollen, sondern Frauen in ihrer Körperlichkeit. Entscheidungsfreude und Selbst-Gewissheit.­

(Rosemarie Allers, „Picnic en el precipicio“, Gemälde. Centro Cultural Recoleta, Saal 6, Junín 1930. Di-Fr 14-21, Sa, So und feiertags 10-21 Uhr, Eintritt 1 Peso. Bis 4.9.)

Der Artikel erschien am 27.8.05 im “Argentinischen Tageblatt”.

Theaterfest mit künstlerischem Touch

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Macchi-Wecker und „Proyecto Cruce“ – vier Arbeiten argentinischer Künstler

Von Susanne Franz

Der Countdown läuft: Am 7. September beginnt das 5. Internationale Theaterfestival von Buenos Aires (bis 26. September), das in diesem Jahr stark von der Kunst geprägt sein wird. Das beweist nicht zuletzt die Tatsache, dass das Logo der Theaterschau, ein Wecker, von einem der renommiertesten argentinischen Künstler, Jorge Macchi, geschaffen wurde. Macchi (43) hat ein beeindruckendes Werk und Lebenslauf vorzuweisen, u.a. wurde er vom argentinischen Außenministerium ausgewählt, auf der diesjährigen Biennale von Venedig sein Land zu vertreten.

Uhrzeiger und Weckzeit zeigen die 5 an (Zahl der Festivals); statt Ziffern stehen die Worte „Festival Internacional de Buenos Aires“ im Uhrzeigersinn geschrieben; der Sekundenzeiger ist schon vorgerückt und steht auf dem „F“ von „Festival“, als ob der Beginn ganz kurz bevorstünde. In einem Innenkreis sind die Unterbegriffe „Teatro“ (Theater), „Danza“ (Tanz), „Música“ (Musik) und „Artes Visuales“ (Bildende Kunst) – die Inhalte des Festivals – zu lesen.

Im Programmheft des Festivals findet man als Design-Merkmal jeweils Ausschnitte des Macchi-Weckers in einem Kreis; die unterschiedlichen Ausschnitte beziehen sich auf die jeweiligen Sektionen. Auch Fotos zu den Veranstaltungen oder Porträts von Theaterleuten, die Workshops erteilen, befinden sich in Kreisen – ein wirkungsvoller Trick, der dem gesamten Programmheft einen edlen, durchgestylten Anstrich gibt, obwohl es beileibe kein Hochglanzprodukt ist, sondern auf Altpapier und mit billigen Mitteln hergestellt ist.

Mit Sicherheit kann man auch auf das Festival selbst schließen und wie immer auf edles Understatement hoffen: Inhalt vom Feinsten, ohne protzen zu müssen.

Kunstaktionen wie Installationen und Interventionen werden bei dieser 5. Ausgabe des Festivals zum ersten Mal mit ins Programm aufgenommen. „Die Linie zwischen den einzelnen Disziplinen verwischt immer mehr“, betonte die Direktorin des Festivals, Graciela Casabé. Die Kunstaktionen seien im Gegensatz zu den internationalen und nationalen Theater-, Tanz- und Musikdarbietungen, für die man Karten kaufen (bzw. abholen) muss, für jeden zugänglich, auch für solche Menschen, die vielleicht gar nicht wüssten, dass ein Theaterfest in der Stadt stattfindet und die zufällig darüber stolperten.

Eine solche Überraschung kann der nichtsahnende Spaziergänger, Tourist, Geschäftsmann/frau oder Banker zum Beispiel zwischen dem 12. und 18. September auf der Plaza de Mayo erleben: Wenn der Wettergott gnädig ist, ist dort sieben Tage lang ununterbrochen die Installation „Antiaéreos“ zu sehen. Aber man muss schon nach oben schauen, in den Himmel: Dort sollen in verschiedenen Höhen 18 zeppelinähnliche Luftschiffe schweben, die an die Tatsache erinnern, dass einige Städte sich im Zweiten Weltkrieg mit solchen schützenden Fluggeräten vor Bombenangriffen zu verstecken suchten. Auch die Plaza de Mayo, der zentralste Ort der argentinischen Geschichte, war vor 50 Jahren (am 16. Juni 1955) Ziel eines Bombardements, das gegen General Perón gerichtet war und viele unschuldige Menschenleben forderte. „Antiaéreos“ ist eine Arbeit des argentinischen Künstlers Gabriel Valansi, der als einer von vier Projektleitern (unter 25 eingereichten Vorschlägen) ausgewählt und zur Teilnahme am Festival eingeladen wurde.

Ein weiterer symbolträchtiger Ort in Buenos Aires ist der Friedhof Recoleta, eine Totenstadt, deren mit Engeln, Kuppeln und Fresken reich verzierte Mausoleen die Namen von bedeutenden Familien tragen, die die Geschichte Argentiniens geprägt haben. Der Recoleta-Friedhof wird am 19., 20. und 21. September jeweils von 20 bis 23 Uhr Schauplatz der nächtlichen Veranstaltung „Tertulia“, eine visuelle und Klang-Installation unter der Leitung des Musikers Nicolás Verchausky und des Künstlers Eduardo Molinari. Mit ihrem Werk wollen die beiden eine parallel ablaufende Zeit erzeugen, in der die Erinnerung eine neue Bedeutung erlangt.

Die Mega-Intervention „Pizzurno pixelado“ von der Choreographin und Videokünstlerin Margarita Bali wird – wohl aufgrund des technischen Aufwands – nur an einem Tag gezeigt, am 10. September um 20 Uhr (mit Wiederholung um 22 Uhr). Auf die Fassade des Erziehungministeriums „Palacio Pizzurno“ werden digitale Bilder, Videos und Schriftzeichen projiziert, dazu hört man von Jorge Sad eigens für die Aktion komponierte Musik. So soll ein „Traum-Gebäude“ erstehen, dessen architektonisches Gerüst auf phantasievolle Weise mutiert, während digital erschaffene Figuren es erklettern.

Das vierte Projekt, „La marea“, stammt von Mariano Pensotti, und wird am 16., 17. und 18. September von 21-23 Uhr in dem Sträßchen „Pasaje Rivarola“ durchgeführt. Pensotti hat eine Art virtuellen Menschen-Zoo erdacht: In neun Bereichen der Straße kann man Personen (Schauspieler) bei verschiedenen Tätigkeiten beobachten, die reell wirken können oder offensichtlich „unecht“ sind, kurz oder länger andauern. Die Situationen werden „ohne Ton“ gezeigt, aber der Zuschauer kann anhand von Untertiteln verfolgen, was die jeweilige Person gerade denkt, oder etwas über ihre „Lebensgeschichte“ erfahren. Pensotti schafft eine Bewusstseinsstrom-Erzählweise, in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ineinanderfließen.

Der Artikel erschien am 6.8.2005 im “Argentinischen Tageblatt”.

Fiesta de teatro con toques artísticos

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El despertador de Macchi y “Proyecto Cruce” – cuatro propuestas de artistas argentinos

Por Susanne Franz

Empezó la cuenta regresiva: el 7 de septiembre empieza el 5° Festival Internacional de Teatro de Buenos Aires (hasta el 26 de septiembre), muy atravesado por el arte este año. Primera prueba de eso es el hecho de que el logo del Festival, un despertador, fue diseñado por uno de los más prestigiosos artistas contemporáneos argentinos, Jorge Macchi. Macchi (43) luce una obra y un curriculum impresionantes, y entre otros acontecimientos fue elegido por el Ministerio de Relaciones Exteriores argentino como representante de su país en la Bienal de Venecia de este año.

Las agujas y la hora en la que está puesto el despertador indican el 5 (cantidad de los Festivales); no hay números escritos, sino que se leen en sentido horario las palabras “Festival Internacional de Buenos Aires”. El segundero ya está avanzado y parado sobre la “F” de “Festival”, como si estuviera por empezar. En un círculo interior están escritas las palabras “Teatro”, “Danza”, “Música” y “Artes Visuales”, los contenidos del Festival.

Como hilo de diseño, se repiten recortes circulares del despertador de Macchi en la revista de programación del Festival, cada uno indica la sección del Festival que se describe en el programa. También en círculos se ven fotos que ilustran las obras de teatro, o retratos de personalidades que dan talleres. Todos estos trucos dan un aire sofisticado a la revista aunque esté impresa sobre papel reciclado y de producción barata.

Seguramente se puede deducir que también el Festival en sí va a ser un logro de mesura glamorosa, como siempre: contenido de lo mejor, sin tener que llamar la atención.

Por primera vez se incluyen, en este 5° Festival de Teatro Internacional, acciones de arte como instalaciones o intervenciones. “Es que la línea entre las disciplinas se diluye cada vez más”, explicó Graciela Casabé, directora del Festival, en la presentación del evento para la prensa. Destacó que, a diferencia con los eventos teatrales, de danza o de música, para las cuales hay que comprar entradas (o buscarlas en el caso de los espectáculos nacionales), las acciones de arte son gratis y accesibles para todo el mundo, también para aquellas personas que ni siquiera saben que hay un festival de teatro en la ciudad y que pasan por casualidad por los lugares donde ocurren.

Cualquiera que camine por la Plaza de Mayo entre el 12 y el 18 de septiembre, sea turista o bancario o persona de negocios, puede llevarse una sorpresa por el estilo. Si el Dios del Tiempo está de buen humor, allí se podrá ver durante los siete días consecutivos, la instalación “Antiaéreos”. Pero hay que mirar hacia arriba, al cielo: es donde van a flotar 18 dirigibles, en alturas diferentes, que recuerdan el hecho de que, en la Segunda Guerra Mundial, hubo algunas ciudades que trataron de esconderse de los bombardeos por medio de esas naves aéreas protectoras. Y la misma Plaza de Mayo, el lugar más destacado de la historia argentina, fue blanco de un bombardeo hace 50 años (el 16 de junio del 1955), dirigido contra el General Perón, en el que murieron muchas personas inocentes. “Antiaéreos” es un trabajo del artista argentino Gabriel Valansi, uno de los cuatro directores de proyectos que fueron elegidos entre 25 propuestas para tomar parte en el Festival.

Otro lugar simbólico para Buenos Aires es el Cementerio de la Recoleta, una ciudad de muertos con mausoleos adornados de frescos, ángeles y cúpulas en las cuales se encuentran familias que influyeron en la historia argentina. En el cementerio tendrá lugar el evento nocturno “Tertulia” los días 19, 20 y 21 de septiembre, de 20 a 23 horas. Se trata de una instalación sonora y visual a cargo del músico Nicolás Verchausky y del artista Eduardo Molinari. Con su trabajo, los dos pretenden crear un tiempo paralelo en el cual la memoria toma un significado nuevo.

La mega intervención “Pizzurno pixelado” de la coreógrafa y video artista Margarita Bali se va a ver sólo por un día, probablemente debido al despliegue técnico: el 10 de septiembre a las 20 horas (con repetición a las 22 horas). Se proyectan imágenes, videos y grafismos en la fachada del ministerio de educación, el “Palacio Pizzurno”. La música para el evento fue compuesta por Jorge Sad. Nace un “edificio soñado” cuyo esqueleto arquitectónico se transforma de una manera imaginativa mientras figuras creadas digitalmente escalan por él.

El cuarto proyecto, “La marea”, es de Mariano Pensotti, y se va a ver los días 16, 17 y 18 de septiembre de 21 a 23 horas en el Pasaje Rivarola. Pensotti ha ideado una especie de “zoo virtual de humanos”: en nueve espacios de la calle se pueden observar diferentes acciones de personas (actores), las cuales pueden parecer reales o ser obviamente ficticias, pueden ser largas en duración o más breves. Las actuaciones se muestran “sin sonido”, pero el espectador, que se mueve libremente entre escenarios, puede seguir a través de subtítulos lo que piensan las personas, o enterarse de algo de su “historia de vida”. Pensotti crea un discurso al estilo del “flujo de la consciencia” en el cual el pasado, el presente y el futuro se unen.

Artículo publicado en el “Argentinisches Tageblatt” el 6/8/2005.

Historische Fotos von Südamerika

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Pierre Verger im Museo Isaac Fernández Blanco

Von Susanne Franz

Foto von Pierre Verger
Buenos Aires, 1941/1942.­

Der Franzose Pierre Verger, der 1996 im hohen Alter von 94 Jahren starb, war ein ewig und rastlos Reisender, dem sein Beruf und seine Kunst, die Fotografie, immer zu eben diesem Zweck diente: zum Weiterreisen. Er verkaufte seine Bilder an Zeitungen der jeweiligen Länder, tauschte sie gegen Transportmöglichkeiten ein, usw.

Berühmtheit wollte er nie erlangen. Erst spät schlug er mehr oder weniger Wurzeln im brasilianischen Bahía und in Afrika, und er entwickelte sich bald zu einem bedeutenden Forscher von brasilianischen und afrikanischen Kulturen, ihren Religionen und Lebensweisen.
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Das Museum Isaac Fernández Blanco zeigt eine Auswahl von historischen Fotografien Vergers, mit denen er 1939-1959 Südamerika porträtierte. Begleitend wurde ein schönes und durchaus erschwingliches Buch herausgegeben. Eine der lohnenswertesten Ausstellungen momentan in Buenos Aires.­

(Pierre Verger, „Retrato de Sudamérica. Fotografías 1939-1959“. Museo Isaac Fernández Blanco, Suipacha 1422. Di-So 14-19 Uhr. Eintritt 3 Pesos, „residentes“ 1 Peso. Bis 4.9.)­

Fotos históricas de Sudamérica

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Pierre Verger en el Museo Isaac Fernández Blanco

Por Susanne Franz

Foto de Pierre Verger
Buenos Aires, 1941/1942.­

El francés Pierre Verger, que murió en el año 1996 a la avanzada edad de 94 años, fue un viajero incansable casi toda su vida. Su profesión y su arte, la fotografía, siempre fueron, para él, una herramienta para este fin: poder seguir viajando. Vendió sus fotos a diarios de los países donde se encontraba, o canjeó sus trabajos para conseguir medios de transporte.

Nunca trató de obtener fama. Muy tarde hechó raíces en el Bahía brasileño y también en África, donde se convirtió en un importante investigador de las culturas y constumbres brasileñas y africanas, sus religiones y maneras de vivir, que le fascinaban.

En el Museo Isaac Fernández Blanco se ve una selección de trabajos de Verger, en los que retrató Sudamérica entre 1939 y 1959. Acompañando la muestra, se editó un libro muy lindo y de precio bastante accesible. La exposición es una de las más recomendables en este momento en Buenos Aires.

(Pierre Verger, “Retrato de Sudamérica. Fotografías 1939-1959”. Museo Isaac Fernández Blanco, Suipacha 1422. Mar-Dom 14-19 hs. Entrada 3 pesos, “residentes” 1 peso. Hasta 4.9.)

Hommage für Buenos Aires

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Wandgemälde von Guillermo Roux eingeweiht

Fünf Jahre hat der renommierte argentinische Künstler Guillermo Roux für die Fertigstellung seines im wahrsten Sinne des Wortes größten Kunstwerks gebraucht: Sein am Donnerstag, dem 30. Juni 2005, in der Eingangshalle der Zentrale von BankBoston feierlich enthülltes Wandgemälde ist 12 Meter lang und 5,40 Meter hoch.

Noch vor der Wirtschaftskrise in Argentinien hatte die US-Bank den Wettbewerb ausgeschrieben, an dem sich fünf argentinische Künstler beteiligten. Der weltbekannte, in den USA ansässige argentinische Architekt César Pelli, von dem auch die Pläne für das BankBoston-Gebäude stammen, wählte mit einer Jury Guillermo Roux aus, der daraufhin mit dem Entwurf des Wandgemäldes beauftragt wurde. Als dann die Krise das Land lähmte, wurden auch die Pläne für das Kunstwerk zunächst auf Eis gelegt. Doch nach nur einem Jahr nahm Roux die Arbeiten an dem ehrgeizigen Projekt auf.

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Homenaje a Buenos Aires

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Se inauguró un nuevo mural de Guillermo Roux

Le llevó cinco años completar su trabajo más grande (en el verdarero sentido de la palabra): el mural “Homenaje a Buenos Aires” del renombrado artista argentino Guillermo Roux, que se inauguró en el hall de entrada de la sede central de BankBoston el 30 de junio de 2005, mide 12 metros de largo y 5,40 metros de alto.

El banco estadounidense llamó a concurso para la obra antes de la crisis económica. Participaron cinco artistas argentinos. Un jurado presidido por el mundialmente aclamado arquitecto César Pelli —argentino residente en EEUU y creador del edificio de BankBoston— eligió a Guillermo Roux para que presentara un proyecto para el mural. Cuando la crisis paralizó al país, los planes se detuvieron, pero ya al pasar un año, Roux empezó a trabajar en el ambicioso proyecto.

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