“Ich bin immer da, wo es brennt!“

Ein Interview mit der Programmkoordinatorin des BAFICI

Von Jana Münkel

Auf einem Filmfestival schaut man Filme. Logisch. Und man trifft Regisseure. Auch logisch. Doch damit dies alles möglich wird, wird ein Jahr lang geplant, organisiert, eingeladen. Auch während des Festivals wird im Hintergrund hart gearbeitet, um einen reibungslosen Ablauf zu gewähren. Doch wer sind die unsichtbaren Menschen, die man höchstens in BAFICI-Shirts herumwuseln sieht? Laura Mendelzon ist 27 Jahre alt und Programmkoordinatorin des BAFICI. Mit zwei Handys sitzt Laura auf der Terrasse des Centro Cultural Recoleta und ist froh, einmal kurz durchatmen zu können. Ein wenig erschöpft sieht sie aus, doch man merkt ihr an, wie viel Spaß ihr die Festivalarbeit macht. Allzu lang hat sie allerdings nicht Zeit – schon bimmelt eines der Telefone und sie muss weiter zur nächsten Baustelle…

JM: Wie läuft das Festival bis jetzt?

LM: Es läuft sehr sehr gut und zum Glück scheinen die Besucher nichts von den vielen Problemen mitzubekommen, die wir backstage haben!

JM: Was sind das zum Beispiel für Probleme?

LM: Vor allem technischer Art, die Untertitel machen viele Probleme und lassen uns schwitzen… aber das gehört zum Festival dazu!

JM: Seit wann arbeitest du schon beim BAFICI?

LM: Seit einem Jahr bin ich Programmkoordinatorin, ich habe aber angefangen als Mitglied des Teams der Künstlerorganisation und ich hatte Glück: Ich war einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Ich bin im Oktober 2009 nach Buenos Aires gekommen und der damals neue Programmchef benötigte jemanden, der Englisch sprach. Ich hatte große Lust auf den Festivaljob und es hat geklappt!

JM: Was sind deine Aufgaben?

LM: Wir sind dafür verantwortlich, dass die Filme, die für das Festival ausgewählt werden, auch wirklich hier hinkommen und gezeigt werden können. Das reicht von Anfragen an Regisseure, ob sie ihren letzten Film schicken können bis zum Aushandeln der Vorführrechte, die man bezahlen muss und dem Vorführformat.

JM: Wann beginnt die Organisation?

LM: Direkt nach dem vorangegangenen Festival. Wir liegen kurz vor Cannes, und nach Cannes beginnen wir, Filme einzuladen. Also etwa ab Mai. Der Eröffnungsfilm NO! von Pablo Larraín zum Beispiel war mein “erstes Baby”!

JM: Wie viele Filme “bewerben” sich für das Festival?

LM: Sehr sehr viele. Mehr als 3000 und da sind die argentinischen Filme und die Kurzfilme noch nicht eingerechnet.

JM: Kannst du einen typischen Festivaltag beschreiben?

LM: Ich bin hier von 9.30 Uhr morgens bis zur letzten Vorstellung. Meine Rolle ist es, präsent zu sein und zu überprüfen, dass die spanisch untertitelten Filme funktionieren. Gestern hatten wir zum Beispiel Server-Probleme und mussten zwei Vorstellungen tauschen, was wiederum Auswirkungen auf die verkauften Tickets und die Vorführlänge hat… Wir müssen immer dorthin, wo es brennt und ich hatte bis jetzt keinen einzigen ruhigen Tag.

JM: Kannst du ein paar Must-See-Filme empfehlen?

LM: Oh, ganz viele… “Call Girl” aus Schweden, “A Hijacking” aus Dänemark, “A world not ours”, ein dänisch-palästinensischer Film, der auch im Publikumsvotum vorne liegt, und “AninA”, ein wunderbarer uruguayischer Animationsfilm. Heute habe ich “Viola” gesehen, ein sehenswerter argentinischer Film… Es gibt unglaublich viel.

JM: Vielen Dank für das Gespräch!

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Mit Spaß dabei: Laura Mendelzon.

Mit Werbetricks gegen die Unterdrückung

“¡No!” von Pablo Larraín eröffnet das 15. BAFICI

Von Jana Münkel


In und um die Recoleta Mall, dem cineastischen Brennpunkt von Buenos Aires, ist am frühen Mittwochabend alles merklich für das BAFICI herausgeputzt. Während immer mal wieder ein wichtig aussehender Wagen anrollt, liegt ein erwartungsvolles Flirren in der Luft. Das gleiche Flirren, das man so nur auf Festivals erleben kann, ist wenig später im Anfiteatro Centenario zu spüren. Das riesige Open-Air-Theater ist bis zum letzten Platz besetzt; 1600 junge und alte Zuschauer warten gespannt auf den Beginn des 15. BAFICI (Buenos Aires Festival Internacional de Cine Independiente). Paola ist mit zwei Freundinnen gekommen. Sie sei sehr gespannt auf den Film, erzählt sie zwischen zwei Mateschlucken. Pünktlich zum Filmstart an diesem lauen Spätsommerabend beginnt es ein wenig zu tröpfeln, doch das tut der guten Stimmung keinen Abbruch.

Gastland des diesjährigen Festivals ist Chile und so verwundert es nicht, dass der Eröffnungsfilm von eben dort kommt. Der Oscar-nominierte “¡No!” von Pablo Larraín hat sogar Argentinien-Premiere und handelt von Chiles besonderem Weg zum Sturz der Militärdiktatur im Jahr 1988. Für diesen Umbruch ist die Rolle der Medien außerordentlich wichtig. Das Fernsehen im Chile der 80er Jahre ist quasi das heutige Facebook im arabischen Frühling: gebeutelt von Zensur oder Verbot und dennoch wirkungsvoller Kommunikationskanal, um viele zu erreichen. Die 15 Minuten Sendezeit, die der Opposition von der Militärdiktatur im Vorfeld der Wahl zugebilligt wurden, betragen einen Bruchteil von Pinochets propagandistischer Medienpräsenz. Damit ist eigentlich nicht viel anzufangen, doch wenn man sie clever nutzt, können sie ein ganzes Land umstülpen.

Gael García Bernal spielt den fiktiven und meist grimmig dreinschauenden Werbeexperten René Saavedra. Als talentierter und gänzlich unpolitischer Werbefuzzi, der eindrucksvolle, aber leere Worthülsen von sich gibt, wird er für die ¡No!-Kampagne angeworben. Mit seinem produktorientierten Denken stößt er auch in den eigenen Reihen zunächst auf Widerstand. Schließlich wird er zur Schlüsselfigur des No-Erfolgs, stellt die Freude als Ziel in den Mittelpunkt und mausert sich zum engagierten Bürger, dem die Zukunft seines Landes am Herzen liegt. Diese Entwicklung nimmt man ihm ohne zu Zögern ab, García Bernals darstellerischer Leistung gebührt höchster Respekt.

Ein Drittel der Bilder bestehen aus Originalmaterial von 1988 und geben einen Einblick in die regenbogenbunte Kampagne. Neben witzigen, spöttischen und sarkastischen Spots stechen die Bilder von Verschleppung, Gewalt und Ungerechtigkeit umso stärker hervor und verfehlen ihre beklemmende Wirkung auch heute nicht. Die Stimmung im Open-Air-Kino schlägt denn auch, wie im Film, minütlich um zwischen der Euphorie, die die Kampagne durch Kreativität, Musik und Farben versprüht und dem bitteren Ernst, wenn die Militärs nachts bedrohlich auflauern oder ihre Schlagstöcke einsetzen. Jeder hat im Hinterkopf, dass das in Wirklichkeit so geschehen ist.

Der Film wird mit seinen 117 Minuten niemals langatmig, und auch ein kurzer Regenschauer kann die Blicke im Anfiteatro nicht von der Leinwand ablenken. Am Ende gibt es viel zu Feiern und zu Lachen (eigentlich schade, dass der Ausgang, historischen Fakten geschuldet, von vornherein klar ist) – und sogar über García Bernals Gesicht huscht endlich ein Lächeln. Mit diesem tollen Einstieg darf man sich auf ein lebendiges und buntes Festival freuen. Der Kartenverkauf läuft weiterhin und es gibt viel zu entdecken. Dieses Jahr scheinen sich die Festivalbesucher besonders für Filme mit historischem Hintergrund zu interessieren: Alle drei Vorstellungen des deutschen Beitrags “Hannah Arendt”, der vom Eichmann-Prozess in Israel erzählt, sind beispielsweise schon ausverkauft.

Doch zurück ins Open-Air-Kino: Nach einem langen Schlussapplaus machen sich Paola und ihre Freundinnen auf den Heimweg. Sie und die anderen BAFICI-Besucher singen und summen auch nach dem Abspann den Jingle der Kampagne weiter: “Chile, la alegría ya viene” – “Chile, die Freude kommt bald”. Ein echter Ohrwurm. Vielleicht ist Pablo Larraín ja selbst heimlicher Werbeexperte? Opposition, Freiheit und Demokratie werden in “¡No!” zum Produkt, das beworben werden will. Und ob man persönlich diesen materiellen Gedanken nun unterstützt oder nicht – man beißt als Zuschauer freiwillig an und wird nur allzu gerne Kunde von der Idee eines demokratischen Chile.

Das 15. BAFICI läuft bis zum 21. April. Informationen und Programm hier.

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Gute Stimmung herrschte bei der Eröffnung des Independent-Festivals BAFICI am Mittwochabend im Freilichtkino des Parque Centenario.
(Foto: BAFICI)

Deutsches Kino auf dem Vormarsch

Auf dem BAFICI laufen dieses Jahr wieder exzellente deutsche Beiträge

Von Jana Münkel


Da behaupte noch einmal jemand, der deutsche Film sei international nicht gefragt: Auf dem 15. BAFICI (Buenos Aires Festival Internacional de Cine Independiente, 10.-21.4.) gehen zahlreiche sehenswerte Produktionen ins Rennen um die Auszeichnungen des wichtigsten Filmfestivals in Lateinamerika. Mit Unterstützung des Goethe-Instituts werden gleich drei deutsche Trilogien und eine Dokumentation gezeigt. Jeder der drei Teile “Glaube”, “Liebe”, “Hoffnung” von Ulrich Seidls “Paradies”-Reihe hatte bereits Premiere auf einem internationalen Filmfestival. Auf dem BAFICI ist die deutsch-französisch-österreichische Koproduktion, die die Einsamkeit intensiv und fast dokumentarisch thematisiert, vollständig zu sehen.

Mit “Eolomea”, “Der schweigende Stern” und “Im Staub der Sterne”, einer Science-Fiction-Trilogie der DEFA (Deutsche Film-AG), kommt auch das DDR-Kino der 60er und 70er nicht zu kurz. Die empfehlenswerte Dokumentation “Metamorphosen” von Sebastian Mez handelt von einer radioaktiv belasteten Gegend im Südural und läuft im internationalen Wettbewerb.

“Dreileben” ist eine Trilogie, zu der drei deutsche Regisseure jeweils einen Film beigesteuert haben; sie läuft in der Sektion Panorama. Dominik Graf, Christian Petzold und Christoph Hochhäusler werden der vielbeachteten Berliner Schule zugerechnet. Mit Unterstützung des Goethe-Instituts konnte Hochhäusler sogar für das BAFICI gewonnen werden und kommt erstmalig nach Argentinien, um unter anderem in Rahmen des Talent Campus mit jungen Filmemachern zu arbeiten. Er zeigt mit “Eine Minute dunkel” seinen Teil der Trilogie, darüber hinaus läuft sein preisgekröntes Investmentbankerdrama “Unter dir die Stadt” aus dem Jahr 2010.

Auf Fans des deutschen und lateinamerikanischen Kinos wartet aber noch ein besonderes Ereignis: Im Rahmen des Festivals präsentiert Hochhäusler am 12. April um 15 Uhr im Centro Cultural Recoleta die Erstausgabe von “las naves”, einer zweisprachigen Filmzeitung. Diese erscheint in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift “Revolver”, deren Mitbegründer und Autor Christoph Hochhäusler ist.

Desweiteren laufen “Gold” von Thomas Arslan mit Nina Hoss in der Hauptrolle, Margarethe von Trottas “Hannah Arendt” und das Künstlerporträt “Gerhard Richter Painting” von Corinna Belz.

Erwähnenswerte Koproduktionen mit deutscher Beteiligung sind “Post Tenebras Lux” von Carlos Reygadas und “Tanta Agua” von Ana Guevara und Leticia Jorge, das bereits auf der Berlinale vertreten war.

Für Freunde des Elektro ist in der Musiksektion “Peaches Does Herself” von der kanadischen und in Deutschland lebenden Künstlerin Peaches zu sehen.

“A Little Suicide” von Ana Lily Amirpour, die Bienen-Dokumentation “More than Honey” von Markus Imhoof und Viviane Blumenscheins “Mitsommernachtstango” sowie “Küf” von Ali Aydin und “Il futuro” von Alicia Scherson sind weitere Panorama-Beiträge mit deutscher Beteiligung. Zum Schluss schließlich noch ein Tipp für die Kleinsten: Stephan Scherschs “Der Mondmann” ist der einzige deutsche “Baficito2-Beitrag.

Weitere Informationen und das komplette Programm finden Sie auf der Webseite des Independent-Festivals. Der Vorverkauf läuft seit dem 2. April.

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Klimmzüge im Diätcamp: In Ulrich Seidls “PARADIES: Hoffnung” wird jedes Kilo zuviel unter die Lupe genommen.

Ciclo de cine “Saludos desde Freedonia”

Vuelven los hermanos Marx a la Lugones


El Complejo Teatral de Buenos Aires y la Fundación Cinemateca Argentina han organizado un ciclo denominado “Saludos desde Freedonia”: vuelven los hermanos Marx a la Lugones, que se llevará a cabo del sábado 30 de marzo al martes 9 de abril en la Sala Leopoldo Lugones del Teatro San Martín (Av. Corrientes 1530, Buenos Aires). El ciclo está integrado por ocho de los films más importantes realizados por los inmortales Groucho, Harpo, Chico y Zeppo.

“Estaba paseando por State Street de Chicago cuando una pareja de mediana edad se acercó y empezó a dar vueltas a mi alrededor. Pasaron ante mi dos o tres veces examinándome como si yo fuese un ser ultraterreno. Finalmente, la señora, vacilante, se acercó y me preguntó:”Es usted, ¿verdad? ¿Es usted Groucho?” Asentí con la cabeza. Entonces ella me tocó tímidamente en el brazo y dijo: “Por favor, no se muera. Siga viviendo siempre.” ¿Quién podría pedir algo más?”
Groucho Marx en Groucho y yo (1959)

La agenda completa del ciclo es la siguiente:

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Kino an der Küste

Filmfestival “Pantalla Pinamar” startet in die neunte Runde

Von Jessica Steglich


Zum neunten Mal findet dieses Jahr vom 9. bis zum 16. März das Filmfestival “Pantalla Pinamar” statt. Organisiert wird das argentinisch-europäische Filmevent vom “Nationalen Institut Argentiniens für Film und audiovisuelle Kunst” (INCAA) in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Pinamar. Dabei werden mehr als siebzig Filmproduktionen vorgestellt; ob Kurzfilme, Spielfilme, Dokumentarfilme oder Filmklassiker – für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Es werden die neuesten Arbeiten einiger bedeutender zeitgenössischer Filmemacher zu sehen sein, beispielsweise auch von Regisseur Andreas Dresen aus Deutschland, der sich mit Filmen wie “Sommer vorm Balkon” einen Namen machte. Mit dem von ihm vorgestellten Drama “Halt auf freier Strecke” (Parar a mitad de camino) feierte er 2011 sein Debut bei den Filmfestspielen von Cannes und erhielt dafür mehrere Auszeichnungen, unter anderem den Deutschen Filmpreis 2012. Der Film beschreibt den Leidensweg eines Berliner Familienvaters, der an einem Gehirntumor erkrankt und durch das Fortschreiten der Krankheit letztendlich zum Pflegefall wird.

In der Sektion “Ein Tag, ein Film” (Un Día, Un Film) wird überdies der Thriller “Das System – Alles verstehen heißt alles verzeihen” zu sehen sein, das Spielfilmdebut des deutschen Regisseurs Marc Bauder, der bereits zahlreiche Dokumentarfilme, etwa “Jeder schweigt von etwas anderem”, drehte. Bauder wirft mit “Das System” die Frage auf, welche Spuren die Vergangenheit in der Gegenwart hinterlassen kann. Student Mike Hiller, dargestellt von Jacob Matschenz, gerät durch einen Freund seines verstorbenen Vaters in zwielichtige Geschäfte und dringt dabei tief ein in die Untergründe noch immer bestehender Stasi-Netzwerke.

In dem Film “Tabu – Eine Geschichte von Liebe und Schuld”, eine brasilianisch-deutsch-französisch-portugiesische Zusammenarbeit, wirkten auch die drei deutschen Regisseure Maren Ade, Alexander Bohr und Jonas Dornbach unter der Direktion des portugiesischen Produzenten Miguel Gomes mit. Der Zuschauer wird in der Schwarz-Weiß-Produktion durch einen Zeitsprung in die portugiesische Kolonialzeit zurückversetzt; erzählt wird vom Lieben, Leben und Leiden der alten Portugiesin Aurora in Mosambik zur damaligen Zeit.

Stattfinden wird das Festival zum zweiten Mal im modernen “Oasis”-Komplex in Pinamar. Bei der Eröffnungsgala am heutigen Samstag wird der mehrfach preisgekrönte Film “Der Geschmack von Rost und Knochen” (De Rouille et d’os) des französischen Starregisseurs Jacques Audiard ausgestrahlt, mit Marion Cotillard und Matthias Schoenaerts in den Hauptrollen.

Pro Person beträgt der Eintrittspreis 10 Pesos, beim Kauf von zehn Karten 70 Pesos.

Weitere Informationen auf der Webseite des Festivals.

Interview von Mirka Borchardt mit Andreas Dresen 2012 in Buenos Aires.

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Das Krebsdrama “Halt auf freier Strecke” des deutschen Regisseurs Andreas Dresen wird in Pinamar gezeigt.

Retrato de un retratista

“Vuelo de Cabotaje”, serie documental de Pepe Tobal sobre el fotógrafo argentino Marcos López


Acompañando la muestra “Debut y Despedida” del fotografó argentino Marcos López en la Sala Cronopios del Centro Cultural Recoleta en Buenos Aires, se presenta en el Auditorio El Aleph la serie documental “Vuelo de Cabotaje”, de Pepe Tobal que tendrá lugar los días 2 y 3, 9 y 10, 16 y 17 de marzo a oartir de las 18.30 horas, con entrada libre y gratuita.

“Vuelo de Cabotaje” sigue a Marcos López -a través de 8 capítulos de 26 minutos- por distintas regiones de su país y ciudades latinoamericanas, mientras construye sus retratos fotográficos. El objetivo del director Pepe Tobal es hacer un retrato de un retratista y su mirada que busca en la periferia, rescata lo olvidado, el color de lo local, de su gente y de sus costumbres.

Cada capítulo comienza en una ciudad. La llegada de Marcos. Marcos deambula y cuenta que fotos busca, sus recuerdos del lugar, lo que lo fascina y lo que le intriga. Recorre, busca y encuentra. La acción se desarrolla mientras Marcos construye sus retratos mientras interactúa con sus personajes hasta completar sus fotos.

La intención de “Vuelo de Cabotaje” es buscar en lo cotidiano el signo de poesía y belleza a través de la mirada de Marcos López. El fotógrafo que ya no busca el instante perfecto sino registrar el mundo en el que vivimos.

“A mí me gusta acá. Fotografiar las cosas que están cerca. Confiar en lo que dictan mis voces internas. Pienso en el olor de la maestra de primer grado, miro las chancletas gastadas, la belleza de los pies de una camarera de un bar de ruta en Corrientes, Misiones, o Formosa, pongo un Ford Taunus coupé rojo modelo 74 en segundo plano, una manguera amarilla en el costado, la televisión con Crónica TV en el ángulo superior izquierdo del cuadro, un par de latas de cervezas tiradas por el piso para ayudar en la composición, y tengo la absoluta certeza que estoy haciendo una crónica socio-política de América.”

Programa:

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Realismus und Melancholie

Maximiliano Schonfelds “Germania” erzählt von Wolgadeutschen in der argentinischen Provinz – und einer Reise ohne Ende

Von Chiara Kettmeir


Sie sind die Nachkommen deutscher Einwanderer, die sich im 18. Jahrhundert im Russischen Reich auf Einladung der deutschstämmigen Zarin Katharina II. an der Wolga ansiedelten, um dort die Steppengebiete mit mitteleuropäischen Landbaumethoden zu kultivieren. Sie brachten die russische Agrarwirtschaft zum Blühen, bis wirtschaftliche und politische Umstände sie zum Auswandern zwangen – und sie schließlich, unter anderem, in Argentinien landeten. Die Wolgadeutschen.

Die Reise der wolgadeutschen Protagonisten in Maximiliano Schonfelds nachdenklichem Debütfilm “Germania” ist jedoch keineswegs zu Ende. Eine Mutter und ihre zwei Teenagerkinder führen in einer deutschsprachigen Kommune in der Provinz Entre Ríos eine Hühnerfarm, sehen sich jedoch wegen einer Tierseuche zum Auswandern nach Brasilien gezwungen.

Mit einem ausdrucksstarken, manchmal schonungslosen Realismus und emotionaler Melancholie zeigt Schonfeld die letzten Tage der Kleinfamilie in ihrem Zuhause – eine Geschichte von Reisenden und ihren Gefühlen des Verlustes, nicht nur der Heimat und des sozialen Umfelds, sondern auch ihrer Identität, und ganz speziell für die Kinder: ihrer Kindheit.

  • “Germania” – Argentinien 2012. 75 Min. Drama ohne Altersbeschränkung.
    Regie: Maximiliano Schonfeld. Mit Brenda Krütli, Lucas Schell, Margarita Greifenstein.

Begegnung mit Wim Wenders

Filmzyklus im Leopoldo Lugones-Saal vom 13. bis 27. Februar

Von Susanne Franz


Auf 12 Filme eines der bekanntesten und international renommiertesten deutschen Filmemacher kann sich das kinoverrückte Publikum von Buenos Aires freuen: Am 13. Februar beginnt im Programmkino “Sala Leopoldo Lugones” des San Martí­n-Theaters (Av. Corrientes 1530) die Filmreihe “Reencuentro con Wim Wenders”. Bis zum 27. Februar werden die wichtigsten Filme Wenders’ der letzten vier Jahrzehnte gezeigt, den Abschluss bildet ein Dokumentarfilm von Marcel Wehn über den jungen Wenders.

Eintrittskarten für den Leopoldo Lugones-Saal gibt es schon ab jeweils sechs Tage vor Vorstellungsbeginn, bis zum Tag der Vorstellung, an den Theaterkassen des San Martí­n-Theaters. Die Karte kostet 20 Pesos, für Rentner und Studenten ermässigt 10 Pesos. Für die Ermässigung benötigt man einen Ausweis, den man montags bis freitags von 10-16 Uhr im 4. Stock des San Martí­n-Theaters beantragen kann.

Infos hier.

Programm:

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El lado oscuro de la era tecnológica

Estrena “Black Mirror” en I.Sat


¿Qué y quiénes modelaron la forma en que vivimos en esta década del siglo XXI? Fueron Apple, Google, Facebook y Twitter. Los algoritmos. Los smartphones, las tablets, y los plasmas. La nube. La información al alcance de la mano. La conectividad en cualquier momento y en cualquier lugar.
 
“Black Mirror” explora en sus tres capítulos el lado oscuro de la era tecnológica en la que vivimos: la paranoia de ser vigilados como en un panóptico, los usos terroristas de las nuevas herramientas y su relación con la experiencia cotidiana y con la memoria de nuestra especie.
 
El título “Black Mirror” (espejo negro) alude a las pantallas brillosas que tenemos todo el tiempo a nuestro alrededor, y reflejan nuestra imagen. La mini serie, creada por el periodista británico Charlie Brooker (“Dead Set”), fue aclamada por la crítica.

  • Episodio 1: “The National Anthem”, escrito por Charlie Brooker. Director: Otto Bathurst.
  • Estreno: Sábado 2 a las 22 horas.
  • Repite: Martes 5 a las 22, Sábado 16 a las 23, Martes 19 a las 23, Sábado 23 a las 22, Martes 26 a las 22 horas.

Una retorcida parábola de la era del Twitter, “The National Anthem” muestra cómo la vida resulta más difícil para los ricos y supuestamente poderosos, ahora que la información se disemina con tanta rapidez y la opinión pública tiene voz propia, es poderosa y cambiante. Se trata de un thriller político en el que el Primer Ministro enfrenta un enorme dilema (y eso es todo lo que se puede revelar por el momento…). Forman parte del elenco, Rory Kinnear y Lindsay Duncan.

  • Episodio 2: “15 Million Merits”, escrito por Charlie Brooker.
  • Estreno: Sábado 2 a las 23 horas.
  • Repite: Martes 5 a las 23, Sábado 9 a las 22, Martes 12 a las 22, Sábado 23 a las 2 am, Martes 26 a las 23 horas.

Ambientada en una versión sarcástica del futuro, “15 Million Merits” es una sátira sobre los programas de entretenimientos y nuestra sed insaciable de distracción. En este mundo, todas las personas están condenadas a una vida de extraño y arduo trabajo físico. La única forma de escapar de esta vida es entrar al programa de talentos “Hot Shot” y lograr impresionar al jurado. Forman parte del elenco Julia Davis, Rupert Everett, Daniel Kaluuya y Jessica Brown-Findlay.

  • Episodio 3: “The Entire History of You”, escrito por Jesse Armstrong.
  • Estreno: Sábado 9 a las 23 horas.
  • Repite: Martes 12 a las 23, Sábado 16 a las 22, Martes 19 a las 22, Sábado 23 a las 23, Martes 26 a la medianoche.

Transcurre en una realidad alternativa donde todas las personas tienen acceso a un sistema que graba todo lo que hacen, miran o escuchan. Nunca más se olvidarán una cara, unas vacaciones o una salida nocturna…. Pero, ¿esto es siempre algo bueno?

Französischer Filmzyklus im Lugones-Saal

Ab morgen: Unveröffentlichte französische Filme mit Staraufgebot

Von Chiara Kettmeir

Das Programmkino Leopoldo Lugones (Av. Corrientes 1530) des Complejo Teatral de Buenos Aires (CTBA) veranstaltet in Zusammenarbeit mit der französischen Botschaft einen neuen Filmzyklus: Vom 29. Januar bis 10. Februar werden zehn französische Filme gezeigt, die mit einer außergewöhnlichen Starbesetzung auftrumpfen können (u.a. Nathalie Baye, Valeria Bruni Tedeschi, Charlotte Gainsbourg, André Dussollier). Obwohl sie an den wichtigsten internationalen Filmfestivals teilgenommen haben, wurden sie bisher in Argentinien nicht im Kino gezeigt. Informationen und Programm auf der Webseite des CTBA.

Foto:
Filmszene aus “Belle Épine”, span. Titel “Bella Espina” (2010, 80 Min.) von Rebecca Zlotowski (6.2., 14.30, 17, 19.30 und 22 Uhr).

BAFICI 2013 erstmals im Kinokomplex Village

Neuigkeiten vom renommierten Independent-Kinofestival von Buenos Aires, das im April stattfindet

Von Susanne Franz

Das Festival des Unabhängigen Kinos BAFICI (Buenos Aires Festival Internacional de Cine Independiente) findet dieses Jahr erstmals nicht mehr in den Hoyts-Kinos im Abasto-Shopping statt, sondern zieht in die Säle des Village Recoleta und des Village Caballito. Darüber hinaus soll im Centro Cultural Recoleta das Hauptquartier des Festivals eingerichtet werden. Hier sollen auch viele der Begleitveranstaltungen wie Konzerte über die Bühne gehen.

Die 15. Ausgabe des renommierten BAFICI findet vom 10. bis 21. April 2013 statt. Wie die Kino-Webseite Otros Cines weiter berichtete, heißt der neue Direktor Marcelo Panozzo. Eröffnungsfilm ist die chilenische Produktion “No” von Pablo Larraín, die im Rennen um den diesjährigen Auslandsoscar ist. Es wurde angedeutet, dass der mexikanische Schauspieler Gael García Bernal, der die Hauptrolle in dem Film spielt, bei der Eröffnung anwesend sein könnte.

Neben Village Recoleta und Village Caballito werden die BAFICI-Filme auch im Lugones-Saal des San Martín-Theaters, in den zwei neuen Kinosälen des Centro Cultural San Martín, im Teatro 25 de Mayo in Villa Urquiza, im Malba, im Cosmos, im Planetarium, in der Fundación Proa und im Amphitheater des Parque Centenario gezeigt.

Foto:
Möglicherweise eröffnet Herzensbrecher Gael García Bernal das 15. BAFICI.
(Foto: Wikipedia)