Aschenputtel schlägt zurück

Kreative Mischtechniken von Sany Pereyra Iraola und Mode von Ximena Pereyra Iraola in der Galerie Atica

Von Susanne Franz

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Wer Putzlappen, -tücher, Schwämmchen und dergleichen bislang mit lästiger Hausarbeit und Schrauben, Kugellager oder Dichtungsringe mit noch mühseligeren Reparaturaktionen verbunden hat, darf nun die Sonnenseite dieser so gewöhnlich scheinenden Dinge betrachten. Denn – etwas Silberspray da, ein bisschen Farbe dort -, und schon werden aus den kleinen notwendigen Übeln des Alltags glänzende, beinah luxuriöse Objekte. Unterschlagen darf man an dieser Stelle natürlich nicht die Hand der Künstlerin, ohne die der Zauber nicht vollbracht werden könnte, denn sie schneidet aus, klebt auf, biegt um, überlappt und ordnet an, sie bestimmt die Richtung, komponiert, bringt Ordnung ins Chaos.

Sany Pereyra Iraolas Mischtechniken sind kreativ und originell, die Künstlerin macht einen Sprung aus der abstrakten Malerei in die frei assoziierte Collage. Der Name der Ausstellung “Play Station” impliziert bereits den spielerischen Charakter der Schau, und ein Tisch, an dem von der Künstlerin geschaffene Spiele die Besucher zum Wettkampf (im Kügelchen-Einlochen) auffordern, fehlt auch nicht.

Sany hat zu ihrer Exposition in der Galerie Atica ihre Halbschwester Ximena Pereyra Iraola eingeladen, die eben ihre Abschlussarbeit im Studiengang Design beendet. Ist Mode Kunst?, fragt sie da, und beweist mit den radikalen Kleidern, die sie für die Schau entworfen hat, dass dies tatsächlich der Fall ist. Aus Plastik, Dichtungsringen, Putzlappen und vielen anderen Haushaltsartikeln komponiert sie freche, sexy-punkige Outfits (die man vor einem Spiegel anprobieren kann). Aschenputtel kann stolz das Haupt erheben.

Erschienen im “Argentinischen Tageblatt” vom 26.04.08.

Startschuss fürs Kinofestival

10. Internationales Festival des Unabhängigen Films (BAFICI) eröffnet

Von Susanne Franz

Mit starker deutscher und österreichischer Beteiligung ist in Buenos Aires am Dienstag das 10. Internationale Festival des Unabhängigen Films (BAFICI) eröffnet worden. Die Kinogänger erwarten bis zum 20. April 900 Vorführungen von insgesamt 427 Filmen.

Auch wegen der relativ günstigen Eintrittspreise von 6 bzw. 4 Pesos rechnet man in diesem Jahr mit einem neuen Besucherrekord: Seit Beginn des Vorverkaufs am 1. April und bis zum Start des Festivals am Dienstag wurden bereits knapp 50.000 Karten verkauft.

Für einige Filme wie “Brother” von Aleksej Balabanov (Russland) oder “I‘m A Cyborg But That‘s Ok” von Park Chan-wook (Südkorea) gibt es bereits keine Karten mehr.

Im Jahr 2006 nahmen 260.000 Menschen am BAFICI teil, 223.000 Filmfans (Gäste eingeschlossen) füllten die Säle, 175.000 Eintrittskarten wurden verkauft.

Beim diesjährigen Festival sind erneut zahlreiche deutsche und österreichische Filme sowie deutsch-internationale Koproduktionen zu sehen. Unter anderem ist dem Regisseur Romuald Karmakar eine ausführliche Retrospektive gewidmet. 21 Werke des renommierten Filmemachers werden präsentiert, darunter “Hamburger Lektionen”, “Manila” und “Der Totmacher”.

Das Festival begann mit einem Festakt im neu eröffneten Theater 25 de Mayo in Villa Urquiza.

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Werke argentinischer Videokünstler

MAMbA und Alianza Francesa zeigen Videokunst von im Ausland lebenden Argentiniern

Von Susanne Franz

Ciclo2.jpgDas Museum für Moderne Kunst von Buenos Aires (Museo de Arte Moderno de Buenos Aires, MAMbA) und das französische Kulturinstitut Alianza Francesa beginnen ihr Kulturjahr 2008 mit einem Videokunst-Zyklus, in dessen Rahmen in Argentinien unveröffentlichte Werke talentierter argentinischer Künstler gezeigt werden, die derzeit im Ausland leben. Das von Victoria Sacco zusammengestellte Programm läuft am Montag, dem 7. April, um 19 Uhr, im Auditorium der Alianza Francesa, Av. Córdoba 936/946. Gezeigt werden: “Raw Footage” (11’51’’, Spanien, 2007) von Gustavo Caprín, “Oracle” (11’30’’, Holland, 2007) von Sebastián Díaz Morales, “Compartir la pastura” (6’01’’, Deutschland, 2007) von Marula Di Como, “Cinco retratos de una mujer sentada” (14’, Spanien, 2005) von Iván Marino, “Series of Periodical Bilinear Surfaces” (6’31’’, Deutschland, 2006) von Marcello Mercado, “Behavior” (2’44’’, Spanien, 2006), “Behavior 2” (3’11’’, 2006, Spanien) und “Behavior 4” (4’25’’, USA, 2007) von Andrea Nacach sowie “El Mesías Contraataca” (30’32’’, Deutschland, 2007) von Miguel Rothschild (Foto).

Fotografías de los alumnos de ph15

ph15 en la Biblioteca Nacional

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Morena Sosa – Fundación ph15.

En la Sala Juan L. Ortiz de la Biblioteca Nacional de la República Argentina (Agüero 2502, 3° piso) se inaugurará hoy jueves, 3 de abril, a las 19 hs, una muestra de fotografías de los alumnos de ph15. La muestra podrá visitarse hasta el 18 de mayo de lunes a viernes de 10 a 20 hs, sábados y domingos de 13 a 18 hs.

ph: photography . Fotografía: dibujo con luz.

15: el número que identifica “Villa 15” – denominada “Ciudad Oculta”, una de las numerosas villas de emergencia de Buenos Aires.

ph15: un espacio donde chicos y adolescentes miran espontáneamente todo lo que los rodea y todo lo que llevan adentro. Donde expresan quiénes son y lo que sienten a través de imágenes llenas de diferentes luces.

La Fundación ph15 está conformada por un grupo de personas que cree en la educación a través del arte y en su utilización como medio de inclusión social.

Los talleres brindados por ph15 en Ciudad Oculta, Villa 20 de Lugano y Bajo Boulogne poseen un carácter totalmente innovador, tanto por su didáctica de trabajo como por ser una experiencia que posibilita un espacio de integración, desarrollo de la identidad y de la expresión artística a chicos de muy bajos recursos.

El proyecto empezó en agosto de 2000 por iniciativa de un grupo de chicos de Ciudad Oculta que querían aprender fotografía.

Las actividades de los talleres están orientadas al despliegue de la creatividad fotográfica. A través del aprender a mirar y mostrar las distintas realidades de sus vidas, tanto de forma individual como grupal, se enseña a los chicos a explorar todo lo que los rodea y a expresarse a través de su propia mirada, con otra perspectiva.

Sin dejar nunca de lado la búsqueda de la calidad artística, ph15 genera un espacio de formación de identidad que contribuye a mejorar la condición social y cultural de los chicos; utiliza el poder creativo de la fotografía para abrirles una vía alternativa que transmita, de manera práctica y directa, valores y referentes culturales que son propios y no impuestos.

Les permite apropiarse del lugar en el que viven, descubrir nuevos espacios a través de las salidas que organiza la Fundación, e interactuar con lo que los rodea. A través de las actividades de ph15 los chicos no solamente salen de sus barrios, también aprenden a moverse en la ciudad y conocer lugares a los que no tienen habitualmente acceso.

Mas información aquí.

Mozart, mit anderen Augen gesehen

Filmzyklus “New Crowned Hope: Mozart visto por otros ojos” im Leopoldo Lugones-Saal

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Das Programmkino Leopoldo Lugones (Av. Corrientes 1530) veranstaltet vom 25.-31. März in Zusammenarbeit mit der Austrian Film Commission und der Österreichischen Botschaft in Buenos Aires den Filmzyklus “New Crowned Hope: Mozart visto por otros ojos”. Mit der Leitung des im Mozartjahr 2006 begründeten “New Crowned Hope”-Festivals betraute die Stadt Wien den Film- und Theaterregisseur Peter Sellars, welcher Künstler, Architekten, Theater- und Filmemacher dazu aufrief, völlig neuartige Werke zu schaffen, die von Mozarts Werk inspiriert sein und seine Musik als Ausgangspunkt nehmen sollten, die Herausforderungen des neuen Jahrtausends widerzuspiegeln. Sieben Filmemacher, die nicht aus dem westlichen Kulturkreis stammen, bat er speziell um Beiträge – und diese bemerkenswerten Filme aus Indonesien, Taiwan, Thailand, dem Tschad etc, sind nun zu sehen. Informationen und Programm hier.

Eisige Kunst

“Sur Polar”: 19 internationale Künstler zeigen in der Universität von Tres de Febrero ihre Werke zum Thema Antarktis

Von Christina Liebl

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Lisa Roberts zeigt eine Digitalinstallation in der Form eines Erlebnisberichts, mit Erfahrungen, die sie in 42 Tagen auf einem Forschungsboot gesammelt hat, und außerdem Objekte aus Acryl.

Am 5. März öffnete die Ausstellung “Sur Polar – Arte en Antártida” ihre Pforten. Aníbal Jozami, Rektor der Universidad Nacional de Tres de Febrero, hieß die zahlreichen Besucher, darunter die Botschafter Australiens und Neuseelands und zahlreiche örtliche Künstler und Kunstkenner, in seiner Eröffnungsrede willkommen.

Bis zum 18. April zeigen internationale Künstler in der Universität ihre Werke zum Thema Antarktis. In der Ausstellung anlässlich des internationalen Polarjahrs setzten die 19 Teilnehmer ihre Vorstellungen über den Ort des Eises und der Kälte um. Die Vielfalt der Ideen wird dem Besucher in Videos, Gemälden, Aquarellen, Fotografien, Audio- und Videoinstallationen und Schmuck nähergebracht.

In den Aquarellen Marina Curcis kommt die Schönheit der Antarktis in ihrer Kargheit und beschränkten Farbpalette deutlich zum Vorschein. Die Künstlerin benötigt nur wenige Linien und fließende Strukturen, um der Eiswelt Form zu geben. Eine ähnliche Einfachheit prägt auch die Gemälde und Lithographien Alberto Morales’: Die Oppositionen von Licht und Schatten, Dunkel und Hell werden durch einfache Horizontlinien in Szene gesetzt.

Aus einer ganz anderen Perspektive zeigt die Australierin Karin Beaumont den Südpol. Die Meeresbiologin und Goldschmiedin zieht ihre Anregungen aus den mikroskopisch kleinen Meeresbewohnern. In ihren fein gearbeiteten, tragbaren Schmuckstücken hofft sie, laut eigener Aussage, “die Schönheit und Bedeutung” dieser Lebewesen zu enthüllen.

Pamen Pereira aus Spanien arbeitet in seinen “Vistas Isométricas” mit der außergewöhnlichen Technik, durch Rauchspuren auf Papier oder Landkarten der Antarktis reliefartige Landschaften entstehen zu lassen.

Eine erstaunliche Farbenvielfalt zeichnet die arktischen Landschaften des Fotografen Marcelo Gurruchaga aus. Die verschiedenen Blautöne des Eises, des Meers und des Himmels werden dem Betrachter genauso vor Augen geführt wie Lichtreflexe auf der Eisfläche, welche den weißen Grund in rotes Licht tauchen. Die Schönheit der Fotos liegt vor allem in der sorgfältigen Komposition und der durch Diagonalen erzeugten Dynamik.

Auch Adriana Groisman und Stefan Oliva ebenso wie Mireya und Mercedes Masó wählen als Medium die Fotografie. Lorraine Beaulieu aus Kanada setzt ihre Aufnahmen auf Leinwände, die zu bewegten Bildträgern werden. Die Künstlerin setzt die Umrisse des antarktischen Kontinents in Relation zu einer Person in Embryostellung. Durch die Bewegung der Stoffbahnen, welche das Wasser assoziieren, thematisiert sie so die Wasserreserven der Antarktis als Lebensgrundlage. Philippe Boissonet schließlich kennzeichnet in seinem Werk “Calvicie”, einer Porträtaufnahme eines Glatzköpfigen, den Menschen durch eine Landkarte der Antarktis und schafft so auf originelle Art die Assoziation an die Kahlheit der Landschaft.

Phil Dadson aus Neuseeland, Lucy und Jorge Orta, sowie Andrea Juan wählen Videoinstallationen für eine ausführliche Präsentation der Antarktis. Die verschiedenen Künstler nähern sich dem Thema auf unterschiedlichste Weise an, setzen entweder das Leben im Eis, die Erforschung durch den Menschen oder die Ruhe der Natur in den Vordergrund.

Die Australierin Lisa Roberts zeigt dagegen eine Digitalinstallation in der Form eines Erlebnisberichts, mit Erfahrungen, die sie in 42 Tagen auf einem Forschungsboot gesammelt hat. Auch ihre Objekte aus Acryl veranschaulichen auf der Reise gesammelte Impressionen.

Das Sonogramm von Jorge Chikiar und Andrea Juan “Cracks de hielos. Viento polar” komplettiert die Ausstellung, welche die Kuratorin Andrea Juan als Mittel sieht, “der Welt die Eismeere der Antarktis, seine Arten und Eisberge und die Bedeutung für das Ökosystem der Erde in Erinnerung zu rufen”.

  • “Sur Polar, Arte en Antártida”, Zeichnungen, Gemälde, Graphiken, Videos, Installationen, Klangkunst, Fotos und Objekte von Philippe Boissonnet und Lorraine Beaulieu, Phil Dadson, Karin Beaumont und Lisa Roberts, Mireya und Mercedes Masó, Jorge und Lucy Orta, Marina Curci, Jorge Chikiar, Marcelo Gurruchaga, Andrea Juan, Alberto Morales, u.a. Kuratorin: Andrea Juan. Museo de la Universidad Nacional de Tres de Febrero (MUNTREF), Valentín Gómez 4828, Caseros (gegenüber der Zugstation). Mo-Sa 11-20 Uhr. Führung Sa 15.30 Uhr. Eintritt frei. 5.3.-18.4.

Erschienen im “Argentinischen Tageblatt” vom 15.03.08.

Red particular de intercambios

“Cultura Subyugada – Interrupciones y resistencias sobre lo femenino” en el macro de Rosario

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El sábado 8 de marzo a las 20 se inaugurará la muestra “Cultura Subyugada – Interrupciones y resistencias sobre lo femenino”, curada por Graciela Ovejero, en la sede macro (Museo de Arte Contemporáneo de Rosario), Bv. Oroño y el río.

Luego de ser exhibida en el Museo de Bellas Artes Timoteo Navarro de Tucumán en 2006 y en el Museo de Arte Contemporáneo de Salta en 2007 llega al macro la muestra itinerante Cultura Subyugada – Interrupciones y resistencias sobre lo femenino. Cuenta con la participación de artistas y colaboradores procedentes de Alemania, Argentina, Canadá, Irán, EEUU, Barbados, Uganda, India, Tailandia, Japón, Pakistán, Suiza, China, Cuba, Brasil, Hong Kong, Francia e Inglaterra.

Cultura Subyugada – Interrupciones y Resistencias sobre lo Femenino surge como un proyecto artístico personal con continuidad en el campo del comisariado, alrededor de un foco temático de amplias posibilidades, que investiga la actualidad de discursos en el arte contemporáneo con preocupaciones de género, explícitas, implícitas o derivadas, en contexto global, sin intentar constituirse en un relevo comprehensivo. El conjunto más bien demuestra un network o red particular de intercambios y unas prácticas artísticas ligadas a un pensar la cultura y la subjetividad de manera integral y crítica, reuniendo una diversidad de voces y procedimientos artísticos en el tratamiento de temas relacionados al pensamiento y teorización de las condiciones culturales que afectan e interesan a las mujeres biológicas o no, y a otras subjetividades no exclusivamente masculinas.

Las/los artistas participantes se encuentran en plena madurez y reconocimiento como productores profesionales. La mayoría se desempeña en varios campos y disciplinas del quehacer artístico y la acción cultural. El grupo abarca un espectro generacional de aproximadamente 25 años, 29 artistas principales incluyendo 9 colaboraciones, 21 obras físicas que sugieren o rondan la escala humana, en variados géneros como: fotografía, gráfica, dibujo, objeto, pintura, escultura, la mini-instalación, y dos programas de video-arte de dos horas cada uno, con un total de 19 obras que abarcan variantes de video-ensayo, video-performance y video-experimental.

Esta muestra es el segundo proyecto artístico-curatorial de la serie Fondo de Ojo, de Graciela Ovejero que se propone el intercambio y presentación directa entre artistas contemporáneos y culturas diversas, en el crítico flujo de identidades de la postmodernidad global.

Cultura Subyugada… está dedicada a las mujeres desaparecidas durante la última dictadura militar en Argentina, a todas las madres de Desaparecidos, y a la memoria de Safia Bibi, una de las participantes de los talleres realizados en Daskat, Lahore, con motivo de la sexta versión de Recuerdo de Tucumán… (primer proyecto de la serie Fondo de Ojo), quien fuera víctima de “Asesinato por Honor” en manos de un hermano. La obra colectiva de esa experiencia es parte de la presente exhibición.

La muestra que cuenta con la adhesión del INADI/Instituto Nacional contra la Discriminación la Xenofobia y el Racismo, Delegación Tucumán, podrá visitarse hasta el día 8 de abril para luego ser llevada al Fondo Nacional de las Artes en Buenos Aires.

RIAA III – Diálogo entre artistas

Presentaciones audiovisuales de los artistas participantes de RIAA III

La tercera edición de RIAA (Residencia Internacional de Artistas en Argentina) se llevará a cabo entre el 2 y el 16 de marzo 2008.

RIAA es un proyecto que sigue un formato de residencia corta en el que un grupo de artistas del país y del exterior se encuentran en un lugar distinto del habitual durante quince días. La residencia culmina en una tarde abierta de exhibición, y el programa comienza con presentaciones audiovisuales de los artistas invitados en Buenos Aires. Esta residencia promueve el diálogo y las colaboraciones entre artistas, haciendo énfasis en el intercambio de información y conocimientos dentro de un ámbito grupal.

El 3 y 4 de marzo (de 14:00 a 20:00 hs, con intervalo a las 17:00 hs) se verán las presentaciones audiovisuales de los artistas participantes en el Centro Cultural de España en Buenos Aires (CCEBA), Paraná 1159, con entrada libre y gratuita.

Programa

Lunes 3 de marzo
14:30 Mariano Giraud (Buenos Aires)
15:00 Sophie Dubosc (Francia)
15:30 Cecilia Szalkowicz (Buenos Aires)
16:00 Gerardo Pulido (Chile)
16:30 María Isabel Rueda (Colombia)
17:00 Intervalo
17:30 Tom Molloy (Irlanda)
18:00 Marula Di Como (Buenos Aires, vive en Berlín)
18:30 Philippe Gruenberg Inurritegui (Perú)
19:00 Tulio De Sagastizábal (Misiones, vive en Buenos Aires)

Martes 4 de marzo
14:30 Adriana Minoliti (Buenos Aires)
15:00 Rommulo Vieira Conceição (Brasil)
15:30 Rodrigo Cañás (Tucumán)
16:00 Gemma París Romia (España)
16:30 Raquel Schwartz (Bolivia)
17:00 Intervalo
17:30 Bogdan Perzynski (EEUU)
18:00 Mónica Giron (Río Negro, vive en Buenos Aires)
18:30 Tomás Rivas (Chile)
19:00 Nicolás Guagnini (Buenos Aires, vive en NY)
19:30 José Gabriel Fernández (Venezuela, vive en NY)

Del 5 al 16 de marzo los artistas trabajarán en Ostende, Pinamar. El 15 de marzo, de 15:00 a 19.00 hs, se puede visitar a los artistas y ver la obra realizada en el marco de una Tarde Abierta (Viejo Hotel Ostende, Av. Biarritz esquina Cairo, Ostende, Pinamar).

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Abbilder einer Welt

Die Retrospektive „Un Mundo“ zeigt René Burri aus neuem Blickwinkel: als Künstler

Von David Schelp

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René Burri hat schon 1958 eine Geschichte über die Gauchokultur in Argentinien gemacht.

Die Bilder stecken voller Geschichten. Mit leuchtenden Augen schreitet der ältere Mann von Abzug zu Abzug. Auf dem Kopf den Panamahut, die Leica schussbereit um den Hals baumelnd, gibt er Anekdoten zum Besten, die sich oft über Jahre hinzogen – bevor er sie im Sekundenbruchteil des klackenden Auslösens seiner Kamera auf Polaroid bannte.

Die bedeutendsten der so entstandenen Fotografien hängen seit vergangenem Dienstag unter dem Titel „Un Mundo“ an den Wänden des Centro Cultural Borges. Rund 400 Aufnahmen des Schweizer Bildjournalisten René Burri, der persönlich zur Eröffnung der Ausstellung anreiste, können noch bis zum 21. April gesehen werden.

„Es ist die bislang größte, wichtigste und umfassendste Retrospektive von René Burri”, sagt Kurator Hans-Michael Koetzle. In minutiöser Kleinarbeit haben die Freunde in den vergangenen Jahren Bilder zusammengetragen und ein Konzept erarbeitet.Das Ergebnis dieses Marathons wurde 2004 erstmals in Paris präsentiert, Berlin, Lausanne, Zürich, Manchester, Mailand, Havanna und Mexico-City folgten. Koetzle erklärt: “Wir haben versucht, René Burri nicht mehr nur als den Bildjournalisten, den Chronisten des 20. Jahrhunderts, den Fotografen von Che Guevara vorzustellen – sondern tatsächlich als Künstler.”

Argentinien ist kein unbekanntes Terrain für Burri. “Vier, fünf Mal. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich schon hier war.” Für die Ausstellung in Buenos Aires haben der Altmeister und sein Kurator daher einige Fotos dieser Reisen ausgewählt. “René Burri hat schon 1958 eine große Geschichte über die Gauchokultur gemacht”, sagt Koetzle. “Das war der Beginn seiner Liebe zu Argentinien.”

Die Gäste folgen Burri derweil von Motiv zu Motiv und lauschen. Gerade erzählt er, wie er nach jahrelangem Versuchen und tausenden Autokilometern den Maler Pablo Picasso vor die Linse kriegte. „In meinem alten Volkswagen war ich von San Sebastián im spanischen Baskenland nach Nîmes gefahren, als ich hörte, dass Picasso dort sei“, beginnt Burri. Übermüdet kam er eine Nacht später in einem kleinen Hotel an, die Kameras immer noch über der Schulter. „Ich wollte nur noch schlafen, da schubst mich eine Frau durch die Tür in ein Zimmer. Ich drehe mich um – und da ist er: Picasso, der es sich auf dem Bett gemütlich gemacht hat.“ Burri war sofort wieder hellwach, machte eine fragende Geste mit dem Fotoapparat. „Picasso sagte: ‚Yes.‘ Da habe ich angefangen zu knipsen.“

Es sind diese Bilder von Ikonen wie Picasso oder Ernesto „Che“ Guevara, den er mit der Zigarre im Mund fotografierte, die Burri weltweit berühmt machten. Voller Leben sind jedoch auch die unzähligen Momentaufnahmen, in denen sich der Züricher dem Alltag der Menschen nähert. Eine stillende Mutter, die aus einem Zugfenster blickt. Ein Junge, der gedankenverloren eine Skulptur betrachtet. Durch Burri werden sie Teil einzigartiger Kompositionen, erhalten eine völlig neue und eigene Ästhetik. Wie ihm dies gelingt, umschreibt Burri in einem Satz: „Ich interessiere mich für die Menschen.“

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René Burri fotografiert sich mit der neuen Schweizer Botschafterin in Argentinien, Carla Del Ponte, am Dienstag bei der Ausstellungseröffnung im Centro Cultural Borges.
(Foto: David Schelp)

Erschienen im “Argentinischen Tageblatt” vom 16.02.08.

Engel, Augen, Schach

Iutta Maria Waloschek stellt bei Atica aus

Von Susanne Franz

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Kein Kampf, eher ein Freundschaftsspiel: eines von Iuttas Schach-Bildern.

Seit dem 11. Dezember kann man in der Galerie Atica die Ausstellung “Ángeles, Ojos y Ajedrez” der österreichisch-argentinischen Künstlerin Iutta Maria Waloschek bewundern.

Iutta verbringt sechs Monate in Wien und sechs Monate in Buenos Aires, wo sie in José León Suárez eine Werkstatt mit so vielen Bildern hat, dass sie den Palais de Glace damit füllen könnte. Für eine posthume Ausstellung, meint sie unter großem Protest aller Anwesenden, denn Iutta ist zwar mittlerweile 78 Jahre alt, kann aber ohne weiteres für 20 Jahre jünger durchgehen, und wenn man ihre witzigen, mit Wiener Dialekt gefärbten Sprüche hört, könnten auch noch ein paar mehr abgezogen werden.

Warum sie sich in den letzten Schaffensmonaten mit eben jenen Themen auseinandergesetzt hat, fasst Iutta kurz und bündig zusammen: “Augen sind zum Sehen, Engel zum Fliegen, und Schach ist zum Spielen.” Engel zum Fliegen? Während man sich darauf noch einen Reim zu machen versucht, versichert sie schon, sie habe ohnehin zwei Schutzengel, um gleich darauf das Gebet mit den 14 Engeln hervorzuzaubern (auf Deutsch), das ihre Mutter den Kindern abends immer vorgetragen habe. Deshalb sind auch 14 kleinformatige Zeichnungen dieser vierzehn Engel in der Ausstellung zu sehen. Engel kann man eben nie genug haben.

Iuttas Schach-Bilder sind keine üblichen Szenarien des Spiels der Könige. Zunächst einmal stehen ihre Figuren nicht auf einem normalen Brett, also einem Kampffeld, sondern auf einem “unendlichen Feld – das könnte auch die Pampa sein”, sagt Iutta. Auch ist die Pampa-Königin dem gegnerischen König gar nicht feindlich gesinnt – fast neckisch neigt sie leicht ihren Kopf vor ihm. Etwas respektlos ist Iuttas spielerische Auseinandersetzung mit dem Schach allemale – sie macht eben, was sie will.

Und das macht sie gut. Iutta beherrscht souverän alle Techniken und ist kreativ und schaffensfroh wie eh und je. Schade, dass in dieser Ausstellung ihre meisterhafte Textilkunst fehlt. “Wenn ich die noch aus Österreich anschleppen würde, könnte ich auch noch das Museo Nacional de Bellas Artes füllen!”, witzelt Iutta. Oder scherzt sie vielleicht nicht?

  • Iutta Waloschek, „Ángeles, Ojos y Ajedrez“, Zeichnungen und Gemälde. Atica Galería de Arte, Libertad 1240, Erdgeschoss „9“. Mo-Fr 11-13 und 15-20, Sa 11-13.30 Uhr. 11.12.-29.12.

Bony y el Rock

“Rock: los sueños lúcidos de Oscar Bony”

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Los Gatos, ca. 1970. Fotomontaje sobre sesión fotográfica para promoción del grupo. Se exhibe toma en blanco y negro. Archivo del artista.

En el marco de la exposición “Oscar Bony. El mago. Obras 1965/2001” en el Malba, este lunes 17 de diciembre a las 18.30 hs., se llevará a cabo la mesa redonda “Rock: los sueños lúcidos de Oscar Bony” (en el Auditorio, con entrada libre y gratuita), moderada por Fernando García (periodista, escritor y responsable del ensayo “Rock, los sueños lúcidos de O. Bony”, en el catálogo de la exposición).

Recuperando la figura de Bony como uno de los creadores del imaginario visual del nuevo rock nacional, este encuentro reunirá a los músicos Rodolfo García (baterista, integrante de Almendra, Aquelarre y Tantor), Javier Martínez (baterista, compositor y cantante, integrante de Manal y uno de los letristas fundamentales del rock argentino), Edelmiro Molinari (guitarrista, integrante de los grupos Almendra y Color Humano) y Alfredo Toth (bajista de Los Gatos y miembro de G.I.T, además de uno de los productores más importantes del rock local).

Ya antes de 1968, Bony era el fotógrafo oficial del sello RCA y autor de cuatro tapas para Los Gatos y una para La Joven Guardia. Pero es a partir de ese año que el artista se retira del campo artístico -con la clausura de las Experiencias ’68 del Instituto Di Tella, de las que había participado con su obra La familia obrera- y se dedica al mundo del rock. Sus acciones fotográficas para Manal, Almendra, Los Gatos, Arco Iris y Nacha Guevara, entre otros grupos y solistas, no están tan lejos de sus “obras de arte”: aparece allí la misma libertad para buscar posibilidades, mezclar materiales, explorar situaciones y estimular los sentidos.

  • “Oscar Bony. El mago. Obras 1965/2001”. Primera gran retrospectiva de uno de los artistas clave en la historia del arte argentino. Curador: Marcelo Pacheco. MALBA (Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires), Av. Figueroa Alcorta 3415. Jue-Lun y feriados 12-20 hs, martes cerrado, Miércoles hasta 21 hs, entrada libre. Los otros días: entrada 12 pesos, docentes y mayores de 65 años 6 pesos, estudiantes, menores de 12 años y discapacitados gratis. Visitas guiadas Mie, Jue y Vie a las 17, Sab y Dom a las 18 hs. 22.11.-30.01.08.