Ein furchtloser Zauberer

Im Malba wurde die erste große Oscar Bony-Retrospektive eröffnet

Von Susanne Franz

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Oscar Bony in seinem Atelier in Buenos Aires, 1995. Im Hintergrund ein Foto von “La familia obrera”. (Foto: Gian Paolo Minelli)

Mit seinem Werk “La familia obrera” (Die Arbeiterfamilie), das er im Jahr 1968 im experimentellen “Instituto Di Tella” ausstellte, brachte der argentinische Künstler Oscar Bony (1941-2002), dem im Malba nun die erste umfassende Retrospektive gewidmet ist, restlos alle gegen sich auf. Sowohl die linke wie die rechte Presse wetterten, ein Riesenskandal brach los. Und der Künstler goss fleißig Öl in die Flammen.

In “La familia obrera” stellte Bony für die Zeit der “Experiencias” genannten Ausstellung im Di Tella eine “lebendige” Arbeiterfamilie auf einem Podest aus: Vater, Mutter und Sohn. Für die Tage der Schau hatte er dem Mann mehr Geld geboten als dieser in der Fabrik bekommen hätte. “Verhöhnung des Arbeiters!”, stöhnte die Linke, während konservative Kreise die Würde der Familie angegriffen sahen. Bewusst spielte Oscar Bony mit seinem Image als Ausbeuter des Proletariats und bezeichnete den Vertrag, den er mit dem Arbeiter geschlossen hatte (und der mit ausgestellt war), als das eigentliche Kunstwerk.

Heute existieren nur noch Fotos dieses Schlüsselwerks eines der bedeutendsten argentinischen Künstler, auf dessen schwer zu rekonstruierende Spuren sich der Chefkurator des Malba, Marcelo Pacheco, gemacht hat, um dem Publikum nun eine kompakte, wohldurchdachte und für Laien wie für Kenner interessante Exposition zu bieten. Viele Werke Bonys wie Performances oder zerstörtes Material wurden dafür rekonstruiert oder sind als Fotodokumente aus dem bedeutenden Archiv des Künstlers erhalten.

Nach dem Sturm der “wilden 1960er-Jahre” kam sehr abrupt die innere Emigration: Nachdem die Ausstellung “Experiencias” von der Polizei geschlossen wurde, zerstörten die Künstler ihre Werke und warfen sie auf die Straße, um danach das weitere Schaffen zu verweigern. Zu der Gruppe gehörten neben Bony u.a. auch Pablo Suárez und Margarita Paksa. Bony widmete sich nun der Fotografie: Er machte trendige Aufnahmen von Rockstars der Zeit, gestaltete Plattencover von legendären Bands wie Almendra oder Arco Iris und prägte die Ästhetik des “Rock Nacional” Anfang der Siebziger entscheidend mit.

Mitte der Siebziger begann er auch wieder zu malen – hyperrealistische Himmel- und Wolkenbilder, die wie Fotografien wirkten, während seine Fotos oft surrealistischen Gemälden ähnelten. Der zweite Abschnitt der Retrospektive ist diesen beiden Aspekten seines Schaffens gewidmet.

1977 verließ Bony mit seiner Familie das von der Militärdiktatur beherrschte Argentinien und ließ sich in Mailand nieder, wo er elf Jahre verbrachte. Obwohl er in dieser Zeit große Erfolge verbuchte, zahlreiche Ausstellungen hatte, ja, das Kunstleben Italiens mitprägte, ist diese Zeitspanne in der Retrospektive nur spärlich beleuchtet.

Den größten Raum nehmen die 1990er-Jahre ein, in denen Bony mit seinen von Revolverkugeln durchlöcherten Fotografien – vor allem Selbstporträts – weit über Argentinien hinaus Ruhm erlangte. Die zerschossenen Bilder tauchten erstmals 1994 in der Ausstellung “De amor y violencia” (Von Liebe und Gewalt) in der Kunstgalerie Filo’s auf; 1996 folgte in der Fundación Klemm die Exposition “Fotografías y vidrios baleados” (Zerschossene Fotos und Bilderrahmen), in der Bony auch erstmals seine “Suicidios” (Selbstmorde) genannten Selbstbildnisse zeigte. 1998 wurde im Museo Nacional de Bellas Artes “El triunfo de la muerte” (Der Triumph des Todes) eröffnet, im selben Jahr ehrte das Museum für Moderne Kunst (MAMBA) Bony mit einer Retrospektive seiner Werke der 1970er-Jahre.

“Ich bin ganz ruhig, wenn ich mit der 9 Millimeter auf die Bilder ziele”, schreibt Oscar Bony 1997 im Katalog der 5. Internationalen Kunstbiennale von Istanbul. “An der Wand meines Ateliers lehnen meine Selbstporträts und schauen mich an, auch die unendlichen Himmel Patagoniens, der Amazonas, der jeden Tag weiter niedergebrannt wird – all das, was im Vergehen begriffen ist und bald nur noch Erinnerung sein wird. Der Revolverschuss ist das entscheidende Signal, nun ist die Grenze gezogen. Das Glas splittert, ganz so, wie die nach dem Zufallsprinzip auftreffenden Kugeln es wollen. So wie es kaputtgegangen ist, bleibt es. Das Urteil des zerbrochenen Glases ist gefällt und kann nicht mehr angefochten werden.”

Die im ganzen 120 Werke umfassende Ausstellung “Oscar Bony, El mago (Der Zauberer)” wurde vom Malba im Rahmen einer Reihe von Expositionen produziert, die bedeutende argentinische Künstler des 20. Jahrhunderts wie Jorge de la Vega, Antonio Berni, Xul Solar, Victor Grippo und Alfredo Guttero in ein neues Licht rücken. Zu der Ausstellung ist ein zweisprachiger Katalog (Spanisch-Englisch) erschienen.

  • Oscar Bony, “El mago”, Werke 1965/2001, Retrospektive. Kurator: Marcelo Pacheco. Malba, Av. Figueroa Alcorta 3415. Do-Mo und feiertags 12-20 Uhr, dienstags geschlossen, mittwochs bis 21 Uhr, Eintritt frei. An den anderen Tagen: Eintritt 12 Pesos, Lehrer und über 65-Jährige 6 Pesos, Studenten, unter 12-Jährige und Behinderte gratis. Führungen mittwochs, donnerstags und freitags 17 Uhr, samstags und sonntags 18 Uhr. 22.11.-30.01.08.

Erschienen im “Argentinischen Tageblatt” vom 08.12.07.

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Oscar Bony, “El mago”, Farbfoto hinter zerschossenem Glas, 1998.

Schau der Mega-Designer

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“Ulmer Modelle 1953-1968” und Maldonado-Retrospektive im MNBA

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Am gestrigen Freitag wurden im Museo Nacional de Bellas Artes (MNBA) die Exposition “Ulmer Modelle 1953-1968” eröffnet. Diese Ausstellung des Ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) wird in Buenos Aires vom Goethe-Institut präsentiert und findet im Rahmen des 150-jährigen Bestehens bilateraler Beziehungen zwischen Deutschland und Argentinien statt. Möglich wurde sie dank der Unterstützung durch die “Asociación Amigos del MNBA” (Freunde und Förderer des Museums) und des Schirmherren, der Firma Knauf.

Die Ausstellung fällt mit einer groß angelegten Retrospektive von Tomás Maldonado zusammen, die vom MNBA organisiert wird. Als herausragender argentinischer Intellektueller mit internationalem Ruf, als Vorreiter der lokalen Konkreten Kunst und als Schlüsselfigur der Ulmer Hochschule für Gestaltung, wird Maldonado, heute 85-jährig zu dieser Gelegenheit nach Argentinien reisen. Eine Reihe von Gesprächen, die vom DAAD unterstützt werden, sind im Rahmen der Ausstellung geplant.

Die Hochschule für Gestaltung Ulm (HfG Ulm) war während ihres Bestehens zwischen 1953 und 1968 eine der wichtigsten Hochschulen ihrer Art. Es handelte sich um eine Institution, die sich dem Unterrichten, der Erforschung und der Entwicklung im Bereich des Designs widmete. Der interdisziplinäre Charakter seiner Studienordnung und seine angesehenen Gründer und Professoren (Otl Aicher, Inge Aicher-Scholl, Max Bill, Max Bense, Hans Gugelot, Tomás Maldonado und Gui Bonsiepe) zogen viele ausländische Studenten, vor allem aus Lateinamerika, Indien und Japan an. Die HfG Ulm wurde 20 Jahre nach der Auflösung der Bauhaus-Schule gegründet und hat sie in ebenso direkter wie kritischer Weise bezüglich ihrer Forderungen beerbt.

Die spezielle Unterrichtsmethode der HfG, bekannt als “Ulmer Modell”, trug dazu bei, die Rolle des professionellen Industrie-Designs auf internationaler Ebene zu definieren und hat auch heutzutage noch Einfluss auf den weltweiten Designunterricht.
Technologie und Industrie wurden nach dem Ulmer Modell als kulturelle Phänomene betrachtet und die Wissenschaften als Hauptbezugspunkt des Designs etabliert. Ihr Angebot bestand darin, der Industrie und der Massenkonsumgesellschaft rationale Möglichkeiten aufzuzeigen, die den wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt durch genaue Gestaltungsetappen und den Gebrauch neuer Materialen, Medien und Techniken ermöglichen können.

Dieser innovative Blickwinkel auf das Design prägte nachhaltig die Welt der Gebrauchsgegenstände (wie etwa das innovative Design der Firma Braun) und erneuerte das Bild der Bundesrepublik mit dem Design der Olympischen Spiele 1972. Wesentlicher Protagonist und Erfinder dieses Informationsdesigns ist Otl Aicher. Aichers Design der Lufthansa-Graphik (1962/63) prägte und prägt weiterhin die Corporate Identity der Firma.

Die deutsch-argentinischen Beziehungen der HfG Ulm werden untrennbar mit dem Argentinier Tomás Maldonaldo assoziiert, der von 1964 bis 1966 Leiter der Hochschule war. Nachdem er 1954 als Professor eingeladen worden war, ist sein Einfluss mit der innovativen Kunst verknüpft, die in den 40er und 50er Jahren in Buenos Aires entstand. Zudem brachte er Postulate der Bauhaus-Schule und Erfahrungen als Herausgeber der Architektur- und Design-Zeitschrift “Nueva Visión” (die einen Buchtitel von Maholy Nagy aufgreift) in seine Lehrtätigkeit ein.

Gui Bonsiepe, seinerseits ehemaliger Schüler und Dozent in Ulm, trug viel zur Vermittlung und Weiterentwicklung der Ulmer Designtheorie in Chile, Argentinien und Brasilien bei.

Die Ausstellung “Ulmer Modelle 1953-1968” konzentriert sich auf die Erforschung und Visualisierung des Ulmer Modells und untersucht seine Auswirkungen bis heute. Mithilfe von großformatigen Fotos, Text- und Zeittafeln, Grafiken, Skizzen und Videos werden die theoretischen Schwerpunkte, Vorgehensweisen und Resultate in ihrer gesamten Bandbreite dargestellt.

Organisiert und geplant wurde das Projekt vom Archiv de HfG (einer Abteilung des Ulmer Museums) unter der Leitung von Marcela Quijano und Dagmar Rinker zum Gedenken an die Gründung der Hochschule vor 50 Jahren.

  • “Ulmer Modelle 1953-1968” / Retrospektive Tomás Maldonado. Museo Nacional de Bellas Artes, Av. Del Libertador 1473. Di-Fr 12.30-19.30, Sa, So, feiertags 9.30-19.30 Uhr. Eintritt frei. 30.11.-10.2.08. Weitere Informationen auf der Webseite des Museums.

Erschienen im “Argentinischen Tageblatt” vom 01.12.07.

Innovador enfoque del diseño

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“Modelos de Ulm 1953-1968 – El diseño de la nueva Alemania” en el MNBA

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La muestra “Modelos de Ulm 1953-1968 – El diseño de la nueva Alemania” del Ifa (Instituto para las Relaciones con el Extranjero/Alemania) está presentada en Buenos Aires por el Goethe-Institut y el Museo Nacional de Bellas Artes en el marco del 150° Aniversario de Relaciones Bilaterales entre Argentina y Alemania que auspicia la Embajada de Alemania. Esta muestra es posible gracias al apoyo de la Asociación Amigos del MNBA y al auspicio de KNAUF.

La exposición será exhibida en coincidencia con una gran retrospectiva de Tomás Maldonado, organizada por el MNBA. Destacado intelectual argentino de renombre internacional, precursor del Arte Concreto local y figura clave de la Escuela de Diseño de Ulm, Maldonado, hoy de 85 años, viajará al país para la ocasión. Una serie de charlas y un ciclo de cine acompañarán las muestras. Ver programación en el sitio del Museo Nacional de Bellas Artes.

Durante su existencia entre 1953 y 1968, la Escuela de Diseño de Ulm (Hochschule für Gestaltung / HfG Ulm), Alemania, fue una de las más importantes de su tipo. Se trató de una institución dedicada a la enseñanza, la investigación y el desarrollo en el campo del diseño. El carácter interdisciplinario de su programa y sus ilustres fundadores y profesores (Otl Aicher, Inge Aicher-Scholl, Max Bill, Max Bense, Hans Gugelot, Tomás Maldonado y Gui Bonsiepe) atrajeron a numerosos estudiantes extranjeros, en su mayoría de Latinoamérica, India y Japón. Inaugurada veinte años después de la disolución de la Escuela Bauhaus, la HfG Ulm heredó de manera tan directa como crítica muchos de sus postulados.

La especial metodología educativa de la HfG Ulm, conocida como “modelo de Ulm”, contribuyó a definir el rol del diseñador industrial profesional y continúa influyendo en la enseñanza del diseño a nivel mundial. La tecnología y la industria fueron enfocadas por la Escuela como fenómenos culturales y las ciencias como la referencia central del diseño. La propuesta consistía en ofrecer a la industria y a la sociedad de consumo masivo soluciones racionales que posibilitaran el progreso científico y tecnológico, mediante etapas de diseño claramente justificadas y el uso de nuevos materiales, medios y técnicas.

Este innovador enfoque del diseño impactó en el mundo de los objetos del hogar (por ejemplo el novedoso diseño de la firma Braun) y renovó la imagen de la República Federal de Alemania con el diseño de los Juegos Olímpicos de 1972. Uno de los principales protagonistas, e inventor del concepto de este Diseño de Información, fue Otl Aicher. Su diseño del logotipo de Lufthansa en 1962/63 continúa caracterizando la identidad corporativa de la empresa.

Las relaciones germano-argentinas en la HfG Ulm se asocian ineludiblemente con la figura del argentino Tomás Maldonado, rector de la Escuela entre 1964 y 1966. Invitado como profesor en 1954, su influencia en Ulm se vincula con el arte innovador que se creaba en Buenos Aires en los años 40 y 50. También llevó consigo postulados de la Bauhaus y su experiencia como director de Nueva Visión, una publicación dedicada a la arquitectura y el diseño que retoma el título de un libro de Maholy Nagy. A su vez, un antiguo alumno y docente de Ulm, Gui Bonsiepe, ha actuado como importante difusor de la teoría en Chile, Argentina y Brasil.

La exposición “Modelos de Ulm 1953-1968” se centra en la investigación y visualización del “modelo de Ulm” y explora sus efectos hasta la actualidad. Mediante fotografías de gran formato, paneles de texto, líneas de tiempo, piezas gráficas, bocetos de diseño, productos y videos, muestra la amplia variedad de enfoques teóricos, procedimientos y resultados.

  • “Modelos de Ulm. El diseño de la nueva Alemania 1953/1968”, una exposición del Instituto para las Relaciones con el Extranjero de Alemania, organizada en cooperación con el Goethe-Institut Buenos Aires. / Tomás Maldonado, “Un itinerario”. Museo Nacional de Bellas Artes (MNBA), Av. del Libertador 1473. Mar-Vie 12.30-19.30, Sab y Dom 9.30-19.30 hs. Entrada libre. 30.11.-10.02.08.

Ciclo de encuentros en el contexto de las exposiciones

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Retrospectiva de un artista clave

“Oscar Bony. El mago. Obras 1965 / 2001” en el Malba

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Oscar Bony, “El mago”, fotografía color y vidrio baleado, 1998.

En el Museo de Arte Latinoamericano Malba – Fundación Costantini se inauguró el jueves pasado la muestra “Oscar Bony. El mago. Obras 1965 / 2001”, la primera gran retrospectiva de uno de los artistas clave en la historia del arte argentino, con la curaduría de Marcelo Pacheco, Curador en Jefe del Malba.

La muestra de Bony (Posadas, 1941 – Buenos Aires, 2002), que reúne más de 60 obras procedentes de colecciones privadas e instituciones públicas, presenta una selección de las obras más importantes de su carrera, incluyendo sus series más famosas: cielos, de memoria; de amor y violencia; fusilamientos, suicidios, y el triunfo de la muerte, realizadas entre los años sesenta y los noventa.

Además de obras, se incluyen en la exposición reproducciones fotográficas (piezas destruidas, no localizadas, perdidas o no disponibles); documentación fotográfica (abarca obras efímeras de las que sólo hay registro fotográfico y trabajos de fotografía realizados por el artista tanto documentales como fuera del ámbito de las artes visuales); documentación facsimilar (corresponde a una serie de volantes e impresos que Bony incluyó especialmente en algunas de sus trabajos y cuyos facsimilares han sido editados y puestos a disposición del público en la sala), y documentación audiovisual, donde figura un conjunto de filmaciones referidas al autor o a su época realizados por terceros. Tomando en cuenta la totalidad, la muestra suma más de 120 piezas.

La exposición “Oscar Bony. El mago. Obras 1965 / 2001” es una producción del Malba que forma parte del conjunto de exposiciones de figuras clave en la historia del arte argentino realizadas por el museo, tales como fueron las de Jorge de la Vega, Antonio Berni, Xul Solar, Víctor Grippo o Alfredo Guttero.

El catálogo bilingüe español-inglés que acompaña a la muestra viene a marcar una nueva referencia bibliográfica en el campo de la historia del arte del siglo XX en la Argentina. Es la primera publicación importante dedicada a Bony en el país, y constituye un nuevo trabajo de investigación y producción integral que el Malba realiza sobre un artista argentino de proyección internacional.

  • “Oscar Bony. El mago. Obras 1965/2001”. Primera gran retrospectiva de uno de los artistas clave en la historia del arte argentino. Curador: Marcelo Pacheco. MALBA (Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires), Av. Figueroa Alcorta 3415. Jue-Lun y feriados 12-20 hs, martes cerrado, Miércoles hasta 21 hs, entrada libre. Los otros días: entrada 12 pesos, docentes y mayores de 65 años 6 pesos, estudiantes, menores de 12 años y discapacitados gratis. Visitas guiadas Mie, Jue y Vie a las 17, Sab y Dom a las 18 hs. 22.11.-30.01.08.

Más información:

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Kultur-Notizen

Dritte Woche “Cuando ella saltó”

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Der argentinische Independent-Streifen “Cuando ella saltó” von Sabrina Farji läuft schon seit drei Wochen in den Kinos und hat nun neben dem Kinosaal Gaumont den Sprung ins Monumental (Lavalle 780) geschafft. Am Donnerstag, dem 22.11., um 19 Uhr, findet dort ein Gespräch mit der Regisseurin und dem Hauptdarsteller Ivan de Pineda statt, in dem die beiden über Entstehung und Dreh des Films erzählen. Der Eintritt ist frei.

Dokumentarfilm im Goethe-Institut

Am Dienstag, dem 20.11., um 20 Uhr, wird im Auditorium des Goethe-Instituts. Av. Corrientes 319, bei freiem Eintritt der Dokumentarfilm “Agujeros en el techo” von Malena Bystrowicz gezeigt. Die Regisseurin hat vier Jahre lang in der Villa 20 in Lugones das Leben einer Familie begleitet, die aus Frauen besteht. Der Film beinhaltet auch einige fiktionale Kurzfilme, die von den Protagonistinnen des Dokus gedreht wurden. “Agujeros en el techo” wurde auf dem vor kurzem zu Ende gegangenen 9. Dokumentarfilmfestival 2007 mit dem Preis als “Mejor documental social” (Bester sozialkritischer Dokumentarfilm) ausgezeichnet.

La FotoGalería en “Escenarios de Buenos Aires”

Emisión especial del programa de televisión del Complejo Teatral dedicada a la FotoGalería del Teatro San Martín

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Imagen de la muestra “Lo que narran sus ojos”.

La próxima emisión de “Escenarios de Buenos” Aires estará dedicada a los diez años de labor de Juan Travnik al frente de la FotoGalería del Teatro San Martín. Habrá además entrevistas a los fotógrafos Mario Gómez Casas, autor de la muestra “Entre la espuma de Oaxaca” y a Verónica Mastrosimone, autora del Proyecto Raíces, que convocó a la Comunidad Toba de San Carlos (Formosa) para que sus integrantes registraran ellos mismos sus propias actividades y costumbres. Esta entrega contiene asimismo entrevistas a dos de los protagonistas de esta experiencia, que derivó en la muestra “Lo que narran sus ojos”.

“Escenarios de Buenos Aires”, el programa de televisión del Complejo Teatral de Buenos Aires, se emitirá por Canal (á) el miércoles 21 de noviembre a la 1 y a las 6, 12, 17 y 22 hs., el sábado siguiente a las 12.30 hs. y el domingo siguiente a las 12 hs.

“El exceso de lo próximo” – Zu viel des Nächsten

Fotos von Marcelo de la Fuente im Centro Cultural Recoleta

Von Susanne Franz

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Im Saal 12 des Centro Cultural Recoleta (Junín 1930) zeigt der Künstler Marcelo de la Fuente noch bis einschließlich Sonntag, 11.11., die Foto-Ausstellung “El exceso de lo próximo” (etwa: Zu viel des Nächsten), die im Format Foto-Dokumentation bzw. Forensische Fotografie die Themen Erotismus und Verbrechen beleuchtet. De la Fuente arbeitet mit Andeutungen – er fotografiert Fragmente, Ausschnitte, und wählt bewusst eine geringe Auflösung der Bilder und eine sparsame Beleuchtung, um ein zugleich bedrohliches und poetisches Ergebnis zu erzielen.

“Etwas Tragisches scheint passiert zu sein, und jedes Bild trägt eine neue Information über das mutmaßliche Verbrechen bei. (…) Doch die Summe (der Bilder) verrät nicht, was geschehen ist, im Gegenteil: Es eröffnen sich immer neue Interpretationsansätze und Möglichkeiten”, schreibt der Kritiker Andrés Duprat über die interessante Schau, die auch im Internet dokumentiert ist. Das Kulturzentrum ist an den Wochenenden von 10-21 Uhr geöffnet.

Erschienen im “Argentinischen Tageblatt” vom 10.11.07.

El espíritu del Palais de Tokyo en París

“Midi – Minuit / Mediodía – Medianoche” en el Centro Cultural Recoleta

Es el primer envío de Les Chalet de Tokyo, un nuevo programa de desarrollo del Palais de Tokyo en el exterior que espera evocar el espíritu de la institución fuera de su sede y cuyo primer destino es el Centro Cultural Recoleta (Junín 1930).

De esta manera, la exposición agrupará a artistas europeos y argentinos cuyos trabajos hacen referencia al “tiempo y la temporalidad”, eje de la muestra.

Desde Europa arriban las obras de Douglas Gordon, Fabrice Gygi, Bruno Peinado, Mathieu Mercier, Philippe Parreno, Fischli et Weiss, John Armleder, Philippe Decrauzat, Renaud Auguste-Dormeuil y Tatiana Trouvé. En representación de la Argentina se exponen los trabajos de Lucio Fontana, Carlos Herrera y Jorge Macchi.

Esta exposición tendrá esta particularidad: Todos los jueves, el Centro Cultural Recoleta abrirá sus puertas desde el mediodía a medianoche, habrá cine, encuentros, debates, música, teatro, danza, performances, pero además una atmósfera, un ambiente, un estilo, una impronta precisamente eso que ha marcado el reconocimiento del Palais de Tokyo en París y que el Centro Cultural Recoleta reproducirá, con la colaboración de la Dirección de Festivales del Gobierno de la Ciudad de Buenos Aires.

Salas 4, 5, 6, Villa Villa, Patio del Aljibe, Patio de los Tilos y Espacio Living. Jueves 8, 15, 22, 29 de noviembre y 6 de diciembre abierto de 12 a 24 hs. Cierre: 30 de diciembre a las 21 hs. Todas las actividades son gratuitas

“Die Verschwundenen in der Kunst”

Seminar “Homo Sacer. El lugar de los desaparecidos en el arte” im CCEBA

Von Susanne Franz

Fosa2.jpgVom 6. bis 8. November findet im Spanischen Kulturzentrum CCEBA, Zweigstelle Paraná 1159, das von Tomás Ruiz Rivas koordinierte Expertentreffen “Homo Sacer. El lugar de los desaparecidos en el arte” (Die Verschwundenen in der Kunst) statt, in dessen Rahmen Kunsthistoriker, Medienwissenschaftler, Dokumentarfilmer, Künstler und forensische Anthropologen gemeinsam darüber diskutieren wollen, ob es möglich ist, den all ihrer Rechte beraubten Menschen, den Verschwundenen, einen symbolischen Ort in der Kunst zu geben, oder zumindest einen sprachlichen Rahmen zu erarbeiten, der es erlaubt, “über das Unaussprechliche zu sprechen”.

Einer der Teilnehmer ist der österreichische Dokumentarfilmer Günter Schwaiger (geb. 1955), dessen Film “Der Mord in Santa Cruz” (Santa Cruz por ejemplo, Spanien 2005, Spanisch mit deutschen Untertiteln) die Exhumierung eines Massengrabs aus der Franco-Diktatur dokumentiert. Nach der Filmvorführung (6.11., 19 Uhr) findet ein von Tomás Ruiz Rivas moderiertes Gespräch mit Schwaiger statt.

Nähere Informationen und weiteres Programm auf der Webseite des CCEBA.

Foto: Günter Schwaiger arbeitet auch mit Video-Installationen wie hier, “Massengrab”.

Erschienen im “Argentinischen Tageblatt” vom 03.11.07.

“El lugar de los desaparecidos en el arte”

Encuentros en el CCEBA

Fosa2.jpgDel 6 al 8 de noviembre se desarrollarán en el Centro Cultural de España, Paraná 1159, los encuentros “Homo Sacer. El lugar de los desaparecidos en el arte”, coordinados por Tomás Ruiz Rivas.

“Homo sacer es una oscura figura del derecho romano arcaico, en que la vida humana se incluye en el orden jurídico únicamente bajo la forma de su exclusión, es decir de la posibilidad absoluta de que cualquiera le mate sin ser responsable jurídico ni penable por dicha acción aniquiladora.” Esta definición de Ricardo Forster (“Después de Auschwitz”) nos sirve para introducir el pensamiento de Giorgio Agamben, quien ha recuperado el concepto de Homo Sacer para plantear un nuevo análisis de los campos de concentración nazis, y de algunos elementos centrales del derecho occidental. La vida, la nuda vida, pasa a ocupar un lugar central, en oposición a vida política, dentro de un sistema de exclusión / inclusión. De esta manera el Lager no se entiende más como excepción, sino como un fenómeno que se da dentro de la lógica de nuestra tradición política.

El desaparecido es un individuo cuyo destino, cuyo carácter de víctima, nunca será reconocido por el mismo aparato estatal ejecutor. Su exclusión de la existencia política es la misma que sufre el prisionero del campo de concentración. Si en el campo de concentración hay una abolición del tiempo histórico y biográfico, en la desaparición el sujeto es arrancado de ese tiempo, anulado en todas sus dimensiones humanas para reducirlo a su nuda vida, a una biología extinguible sin proceso alguno. En ambos casos la aniquilación se lleva a cabo fuera de la ordenación jurídica de la misma dictadura, en un espacio o forma de existencia excepcional que sólo puede ser explicado desde la figura del homo sacer.

Tanto en España como en Argentina nos enfrentamos al problema de la restitución del desaparecido al tiempo biográfico e histórico. Su restitución a la existencia política. El individuo que no ha sido acusado, ni juzgado, ni condenado, y en consecuencia tampoco castigado, no puede ser redimido ni absuelto. En España diversos grupos políticos reclaman la anulación de los juicios sumarísimos del Franquismo como una forma de devolver su dignidad, como sujetos históricos que son, tanto a los ejecutados y como a los condenados a otras penas. Pero el desaparecido, al igual que el preso del campo de concentración, con la vida ha perdido también su condición de sujeto histórico. La restitución no es tan fácil, y el dolor colectivo que produce este desgarramiento de la sociedad no se aplaca con medidas legales. Siguiendo con el caso de España, donde en los últimos años se han exhumado alrededor de mil cuerpos, hemos visto que el reencuentro con el pariente desaparecido, aún setenta años después, es una auténtica catarsis. Pero carecemos aún de un lenguaje capaz de conjurar el miedo y el dolor tan largamente larvados en nuestras conciencias.

En este encuentro se van a compartir, más que a debatir, las experiencias que cada uno de los participantes ha tenido al trabajar sobre este tema, así como los análisis que nos ofrecen las disciplinas de la crítica y la historia del arte. Hablaremos sobre el lugar de los desaparecidos en el arte, o, si se me permite el juego de palabras, sobre si el arte es capaz de crear un lugar para los desaparecidos. Sobre el tipo de construcciones simbólicas que necesitamos para designar lo innombrable.

Más información y programación en el sitio del CCEBA.

Foto: Videoinstalación “Fosa común” de Günter Schwaiger y.Tom Lavin.

Erfolgreiche Foto-Messe

Fotografie-Messe “Buenos Aires Photo”

Von Susanne Franz

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Die Galerie Elsi del Río zeigt u.a. Werke von Marcos Zimmermann.

Vom 7. bis 11. November wird erneut die in den beiden vergangenen Jahren sehr erfolgreiche Fotografie-Messe “Buenos Aires Photo” im Palais de Glace (Posadas 1759) veranstaltet, an der 30 Galerien aus neun Ländern teilnehmen, neben lateinamerikanischen Spanien, Frankreich und die USA. Zum ersten Mal präsentiert die Messe ein Gastland – Brasilien, das seine Fotokunst mit einer historischen Bilderausstellung und zeitgenössischer Fotografie des Instituto Moreira Salles vorstellt.

Unter den argentinischen Galerien sind Ruth Benzacar, Arte x Arte, Elsi del Rio, Dabbah Torrejón, Ernesto Catena Fotografía Contemporánea, Daniel Abate, Alberto Sendros, Arcimboldo, Pabellón 4, 713 Arte Contemporáneo und Poema 20; es werden Werke von Künstlern wie Grete Stern, Annemarie Heinrich, Dino Bruzzone, Flavia Da Rin, Marcos López, RES, Sandro Pereira und vielen anderen gezeigt. Als Rahmenprogramm werden jeden Abend um 18 Uhr im Auditorium Fundación Deloitte Vorträge über das Thema Fotografie gehalten.

Geöffnet ist die Messe täglich von 13-21 Uhr, der Eintritt kostet 15 Pesos. Mehr Informationen finden Sie hier.

Erschienen im “Argentinischen Tageblatt” vom 03.11.07.