Verblendeter Zusammenhang
Pollesch-Stück wurde in Argentinien wohlwollend aufgenommen
Von Susanne Franz
Es beginnt fulminant mit einem (Fast-)Striptease: Fabian Hinrichs betritt die Bühne und schmeißt erst seine Schuhe und Socken, dann die Jeans und das T-Shirt ins Publikum. Ein bisschen tanzt er dann, singt, haut auf ein Schlagzeug und klimpert auf der Gitarre, spielt Ping-Pong mit einem Statisten, wirft später Reclam-Heftchen ins Volk, besprüht sich mit rotem und grünem Spray, zieht mal was an, mal wieder was aus. Dabei spricht er Texte und Textfetzen, die er auf eine seltsame Art und Weise deklamiert, sie mit Gesten und Mimik unterstreicht, als wolle er sie für Dumme oder kleine Kinder verständlich machen. Am vergangenen Wochenende wurde im Teatro Alvear als zweiter deutscher Beitrag zum Internationalen Theaterfestival das Ein-Personenstück “Ich schau dir in die Augen, gesellschaftlicher Verblendungszusammenhang!” des deutschen Dramatikers René Pollesch aufgeführt, ein Werk, das der Autor im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit dem Schauspieler Fabian Hinrichs erarbeitet hat. Das Stück ist eine Produktion der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz.
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