Neues Museum in Planung

Das MACBA soll Ende des Jahres eröffnet werden

Von Susanne Franz

Im Stadtteil San Telmo soll gleich neben dem Ende Dezember 2010 teilweise neu eröffneten Museum für Moderne Kunst (San Juan 350) ein neues Museum entstehen: das MACBA – Museum Art Center Buenos Aires. Das auf abstrakte und zeitgenössische Kunst spezialisierte Haus soll Ende 2011 eröffnet werden. Seine Direktoren Aldo Rubino und Constanza Cerullo zeigen momentan in Uruguay im Rahmen der Ausstellung “Art First” schon einmal 40 Werke aus der bedeutenden Museumssammlung. Seit dem 8. Januar und bis Ende Februar ist “Art First” in der Fundación Pablo Atchugarry in Punta del Este zu sehen (Ruta 104, km 4.500, Manantiales). Informationen auf der Webseite des MACBA.

Kreativ durch den Sommer

Sommerworkshops im Museo Casa de Yrurtia

Von Susanne Franz

Das “Centro de Arte y Educación Pepe Cáceres” bietet im Museo Casa de Yrurtia in Belgrano Kunstworkshops für Kinder von 2 bis 12 Jahren an. Montags (dann ist das Museum geschlossen und man kommt durch den Nebeneingang Blanco Encalada 2020 hinein) und samstags von 17-19 Uhr unterrichten die Dozentinnen Rosario Gómez und Vicky Reparaz nach der Methode des Künstlers Pepe Cáceres. Diese besagt, dass man “keine Künstler heranziehen, sondern die natürliche Kreativität der Kinder fördern” will. Mit dem Werkzeug ihrer Kreativität seien sie “später besser in der Lage, die Schwierigkeiten der Pubertät und des Erwachsenenlebens zu meistern” (Casa de Yrurtia, O’Higgins 2390, Tel.: 4781-0385, Di-Fr 13-19, Sa/So 15-19 Uhr).

Im Museum zeigt Pepe Cáceres bis zum 17. März übrigens einige seiner Skulpturen. Daneben sind auch Ausstellungen von Jorge Garnica und Juan Batalla zu bewundern. Mehr hier.

“Mixturas” und zwei Foto-Wettbewerbe

“Mixturas” – Kunst der Gemeinschaften

Von Susanne Franz

Die Stadt Buenos Aires organisiert eine Ausstellung zum Thema “Identität” und ruft Künstler der ausländischen Gemeinschaften (mit argentinischem Pass oder Aufenthaltserlaubnis) auf, bis zu zwei Werke einzureichen. Angenommen werden traditionelle Formate: Gemälde, Zeichnungen, Graphiken, Künstlerbücher oder Skulpturen. Fotos, Videos oder Installationen sind ausgeschlossen. Die Werke müssen nicht unveröffentlicht sein. Es handelt sich bei “Mixturas” nicht um einen Wettbewerb, aber es wird eine auf Fotos basierende Vorauswahl getroffen. Künstler können sich bis zum 15. April bei dgrinstitucionales@buenosaires.gob.ar bewerben, oder auch persönlich eine CD in der Av. de Mayo 575, 3. Stock, Büro 307, vorbeibringen (Mo-Fr 10-17 Uhr). Es wird keine Einschreibegebühr erhoben. Die Ausstellung soll vom 5. bis 28. Mai 2011 im Centro Cultural Recoleta stattfinden. Die Bedingungen und Informationen erhält man auf der Webseite von “Mixturas” oder unter Tel.: 4323-9400, Durchwahlen 2853/2205/2935.

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Kalender / Agenda

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Ausstellungskalender 22/01/11-29/01/11

Von Susanne Franz

Im vergangenen Jahr schenkte die Deutsche Botschaft in Buenos Aires der Stadt Buenos Aires anlässlich der 200-Jahrfeiern der argentinischen Nation (“Bicentenario”) ein Riesen-Schachbrett, das seit dem 3. Oktober 2010 auf der Plaza Alemania steht. Das Spielbrett misst 3,2 x 3,2 Meter und die Figuren sind um die 60 cm hoch. Der König wiegt stolze sechs Kilo! Die Spielfiguren sind aus einem wetterfesten Spezialmaterial gefertigt.

Im Januar und Februar organisiert die Stadt im Rahmen ihrer Gratis-Kulturangebote das an Kinder und Jugendliche gerichtete Programm “Ajedrez en Plaza Alemania” (Schach auf der Plaza Alemania). Hier wird Kindern nicht nur das Schachspielen beigebracht, sondern je nach Alter gibt es alle möglichen Spiel- und Denksportangebote. Geleitet werden die Workshops von der argentinischen Schachmeisterin Marina Rizzo, Direktorin der Kinderschachschule “El Caballito de Palermo”, und ihrem Team. Die Einladung gilt donnerstags, samstags und sonntags von 17 bis 20 Uhr. (Plaza Alemania, Av. Del Libertador Ecke Cavia. Busse: 67, 102, 130.)

Die Ausstellungen dieser Woche:

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Agenda / Kalender

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Agenda de Muestras 22/01/11-29/01/11

Por Susanne Franz

El ajedrez gigante en Plaza Alemania que la Embajada de Alemania le obsequió al Gobierno de la Ciudad de Buenos Aires en conmemoración del Bicentenario de la Nación Argentina, tiene una superficie de 3,2 x 3,2 metros y las piezas son de aproximadamente 60 cm, dependiendo cual. Están realizadas en un material especial que es resistente a la lluvia y los cambios climáticos, por lo cual está asegurada la buena conservación del juego gigante.

En enero y febrero, se puede participar del taller “Ajedrez en Plaza Alemania” que tiene por objetivo generar un acercamiento diferente del juego de ajedrez a los niños con recursos innovadores, para ayudarlos a incorporar hábitos de pensamiento, actitudes y valores positivos a través de un abanico de propuestas lúdicas y educativas. Las actividades están coordinadas por la maestra Fide femenina Marina Rizzo, directora del Taller Infantil de Ajedrez “El Caballito de Palermo” y su equipo docente. (Jueves, sábados y domingos, de 17 a 20 hs. Gratis. Plaza Alemania, Av. Del Libertador y Cavia. Colectivos: 67, 102, 130.)

Las muestras de la semana:

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Vegetarismus

Sollten wir alle aufs Steak verzichten?

Von Friedbert W. Böhm

In einer Talkshow war unlängst wieder zu sehen, wie sich Vegetarier und Fleischproduzenten bekämpften – wenn sie eines gehabt hätten, bis aufs Messer. Obwohl ich auch gern mal ein Steak esse, bin ich keiner von denen, die kilometerweit laufen würden, um eine “Parrilla” zu finden. Mich vegetarisch zu ernähren, würde mir vermutlich leichter fallen als auf Alkohol und Tabak zu verzichten. Insofern betrachte ich mich als einen in dieser Angelegenheit recht objektiven Beobachter, der versucht, sein Urteil nach sachlichen Gesichtspunkten zu treffen. Und nach der, wie ich glaube, bisher unübertroffenen Kantschen Maxime “tue nie etwas, was nicht Sinn gäbe, wenn es alle Menschen täten” (frei ins Umgangsdeutsch übersetzt). Sollten wir also alle Vegetarier werden?

Es gäbe gewichtige moralische Gründe, Tiere nicht zu töten. Wir wissen zweifelsfrei, dass Wirbeltiere Schmerz empfinden, Angst und Stress erleiden. Die Gefühlswelt der Primaten etwa, mit Abstrichen gewiss auch unserer Haustiere, dürfte kaum dumpfer sein als unsere eigene. Es gibt Philosophen, welche die Ausdehnung der Menschenrechte auf Menschenaffen für angebracht halten. Warum dann nicht auch auf Rinder, Pferde, Schweine und Kaninchen? In Indien gibt es Leute, die das Leben einer Mücke für genauso wertvoll halten wie das eines Menschen.

Entwicklungstheoretische oder gesundheitliche Gründe stehen dem Vegetarismus nicht entgegen. Wir sind keine Fleisch-, sondern Allesfresser. Dass man ohne tierische Proteine gesund und leistungsfähig sein kann, scheint nicht nur eine mehrheitliche medizinische Meinung zu sein; zahlreiche vegetarische Sportler beweisen es. Kein Fleisch mehr also!

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Kalender / Agenda

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Ausstellungskalender 15/01/11-22/01/11

Von Susanne Franz

“Mit meiner Ausstellung will ich ein wenig zum Nachdenken darüber anregen, dass das, was selbst einem noch so kleinen Wesen zustößt, direkte Auswirkungen auf uns alle hat”, sagte der argentinische Bildhauer Raúl Farco am Mittwochmittag bei der Eröffnung seiner Skulpturenschau “En la piel del otro” (In der Haut des Anderen). “En la piel del otro”, die zweite Einzelausstellung im Skulpturen-Park “Paseo de las Esculturas”, Rubén Darío-Platz (Austria zwischen Av. del Libertador und Figueroa Alcorta) besteht aus 21 Skulpturen aus Stahl, Eisen und Aluminium. Die Auswahl traf Kurator Elio Kapszuk. Bei der Eröffnung betonte der Kulturminister der Stadt Buenos Aires Hernán Lombardi, dass der Skulpturen-Park ein Ort sei, an dem die Kunstwerke mit den Bürgern in einen lebendigen Dialog träten. “Ein einfacher Spaziergang wird hier zu einem kulturellen Erlebnis”, sagte der Minister. Die erste Ausstellung im Skulpturenpark mit Werken des Bildhauers Alberto “Bastón” Díaz war im Juni 2009 eingeweiht worden.

Die Ausstellungen dieser Woche:

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Agenda / Kalender

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Agenda de Muestras 15/01/11-22/01/11

Por Susanne Franz

“Esta exhibición propone una reflexión simple, pero contundente: lo que le sucede a cualquier pequeña entidad nos afecta directamente a todos”, afirmó el artista Raúl Farco en la inauguración de su muestra “En la piel del otro”, el 12 de enero al mediodía, en el “Paseo de las Esculturas”, Plaza Rubén Darío (Austria entre Av. del Libertador y Figueroa Alcorta). La segunda muestra temporaria en el “Paseo”, con curaduría de Elio Kapszuk, consiste en 21 esculturas realizadas en acero, hierro y aluminio. El ministro de Cultura porteño Hernán Lombardi expresó que, en este espacio, “las esculturas y los transeúntes transforman un simple transitar en una experiencia vital”. La primera exposición, inaugurada en junio de 2009, reunió obras de Alberto “Bastón” Díaz.

Las muestras de la semana:

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Ein Sommer voller Kultur

Reiches Angebot der Museen und Kulturzentren in Buenos Aires für Daheimgebliebene

Von Susanne Franz

Die Kultur macht diesen Sommer keine Pause. Um den Daheimgebliebenen oder Kurzurlaubern gerecht zu werden, bieten die meisten Museen und Kulturzentren der Stadt weiterhin ein reichhaltiges Programm. So wurden im schönen “Museo Casa de Yrurtia” in Belgrano (O’Higgins 2390, Di-Fr 13-19, Sa und So 15-19 Uhr) am vergangenen Sonntagabend gleich drei Ausstellungen eingeweiht. Im Durchgangssaal “XI” zwischen Eingangsbereich und Garten zeigt der renommierte argentinische Künstler Jorge Garnica seine “Serie Humus”. Die relativ kleinformatigen Zeichnungen mit bunter Kreide auf schwarzem Grund und “Wort”-Zeilen aus einem nur dem Künstler bekannten Alphabet überraschen alle Garnica-Fans, de seine bunten großformatigen Werke kennen. Er wollte mal “nicht immer nur Garnica sein” und raus aus seiner Haut, sagt er selbst bei der Eröffnungsfeier im verträumten Garten des Museums, und nennt seine faszinierenden neuen Bilder treffend “lateinamerikanische Poesien”.

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Trauer um María Elena Walsh

Die Schriftstellerin und Verfasserin und Sängerin unvergesslicher Kinderlieder starb am Montag

Von Susanne Franz

Es gibt wohl keinen Argentinier, der nicht María Elena Walshs berühmtestes Lied “Manuelita” über eine Schildkröte kennt, die eines Tages einfach aus dem Ort Pehuajó verschwindet und nach Paris geht. In Manuelitas “Heimatort” in der Provinz Buenos Aires steht ein Manuelita-Denkmal, und im Jahr 2000 wurde ein Animationsfilm rund um die berühmteste argentinische Schildkröte gedreht. Walshs Roman “Dailan Kifki” über einen Elefanten, der eines Tages mit einem Zettel vor der Tür der Protagonistin (deren Namen man nie erfährt) steht, hat die Phantasie von Millionen (nicht nur) argentinischer Kinder beflügelt. Das Werk von 1966 kann durchaus auf einer Stufe mit Alice im Wunderland von Lewis Carroll gestellt werden.

Sie war Schriftstellerin, Dichterin, Sängerin, Komponistin, Drehbuchschreiberin für Kino, Fernsehen und Theater, Intellektuelle und politische Aktivistin, aber unvergesslich wird sie als Kinderbuchautorin und Verfasserin und Sängerin wunderbar phantasievoller Kinderlieder bleiben: Am Montag ist in Buenos Aires María Elena Walsh gestorben. Sie wurde 80 Jahre alt und hatte fast 30 Jahre lang an Knochenkrebs gelitten, die letzten Lebensjahre war sie an den Rollstuhl gefesselt.

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Rochade im Außenamt/Kultur

“Asuntos Culturales”-Chefin Bender musste an Faillace abgeben

Von Susanne Franz

Als am 16. Dezember auf einer Pressekonferenz im Palast des Außenministeriums die Nachricht verkündet wurde, dass der renommierte Kurator Rodrigo Alonso den argentinischen Künstler Adrián Villar Rojas (30) erwählt hat, Argentiniens Pavillon auf der 54. Kunstbiennale von Venedig (4. Juni bis 27. September) zu gestalten (wir berichteten), strahlte Botschafterin Gloria Bender, die Leiterin des Sekretariats für Kulturelle Angelegenheiten der Cancillería, noch. Kaum eine Woche später kostete sie die Entscheidung den Job: Am 21. Dezember berichtete “La Nación”, dass Bender ihren Posten an Botschafterin Magdalena Faillace (Foto), die im Außenministerium bislang für Frauenfragen zuständig war, abgeben muss. Es handelt sich um eine klassische Rochade: beide Damen wechseln die Plätze. Faillace war im vergangenen Jahr sehr medienwirksam für den Gastlandauftritt Argentiniens auf der Frankfurter Buchmesse zuständig gewesen und gilt laut La Nación als enge Beraterin von Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner.

Bis zur Staatschefin war die Verärgerung in der argentinischen Kunstszene über die Wahl des jungen Künstlers vorgedrungen, dessen Werk Eduardo Iglesias Brickles in seinem Blog Testigo Ocular als “ebenso inkohärent wie preisgekrönt” beschreibt. Die Nachfrage der Präsidentin bei Außenminister Héctor Timerman ergab, dass Frau Bender ihren Chef nicht informiert hatte, und so musste sie ihren Schreibtisch räumen. Villar Rojas seinerseits steht weiter auf der Liste für Venedig.