Neuer Glanz in San Telmo

Wiedereröffnung des Museums für Moderne Kunst von Buenos Aires

Von Susanne Franz

Fünf Jahre lang waren seine Pforten geschlossen, nun wurde das Museum für Moderne Kunst von Buenos Aires (Museo de Arte Moderno de Buenos Aires, Mamba) am gestrigen Donnerstagabend wiedereröffnet. Das heißt, es wurde zumindest teilweise wieder in Betrieb genommen: Von den geplanten sieben Museumssälen sind zunächst zwei Räume für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden, einer im Erdgeschoss mit 380 m2, der andere im 1. Stock mit 488 m2. 2937 Quadratmeter Fläche – die Fassade eingerechnet – wurden bislang insgesamt renoviert, Mitte 2012, wenn das Museum ganz fertiggestellt sein soll, werden es 11.350 Quadratmeter sein, mehr als das Doppelte des alten Museums.

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Theaterfreuden im Neuen Jahr

Sommersaison des Theaters San Martín

Von Susanne Franz

Am 19. Januar 2011 beginnt die Sommerspielzeit im Theaterkomplex von Buenos Aires: fünf Stücke, die die Theatersaison 2010 bestimmten, werden dafür wieder aufgenommen. “La vida es sueño”, “Viaje de un largo día hacia la noche”, “La gran magia”, “El pasado es un animal grotesco” und “Sin pecado concebido”.

“La vida es sueño” von Pedro Calderón de la Barca in der nicht unumstrittenen Version von Calixto Bieito (und in seiner Regie) wird am 20. Januar erstmals wieder aufgeführt und ist dann donnerstags bis sonntags um 21 Uhr im Martín Coronado-Saal des San Martín-Theaters (Av. Corrientes 1530) zu sehen. Das Ensemble besteht aus Joaquín Furriel, Patricio Contreras, Muriel Santa Ana, Luis Campos, Ana Yovino, Lautaro Delgado, Pacha Rosso, Enrique Federman und Hernán Cuevas. Die Eintrittspreise betragen 50 bzw. 30 Pesos, donnerstags verbilligt 25 Pesos.

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“Eine Tür in die Zukunft”

Adrián Villar Rojas gestaltet Argentiniens Biennale-Pavillon in Venedig 2011

Von Susanne Franz

Mit Spannung war der Moment erwartet worden, in dem Argentinien den Kurator und den Künstler für den Auftritt des Landes auf der nächstjährigen 54. Kunstbiennale von Venedig (4. Juni bis 27. September 2011) bekanntgeben würde. Am Donnerstag war es soweit: Im Rahmen einer Pressekonferenz im Außenministerium verkündete Gloria Bender, Leiterin des Sekretariats für Kulturelle Angelegenheiten des Außenministeriums im Rang einer Botschafterin, als Kurator sei Rodrigo Alonso bestimmt worden, und gemeinsam habe man als den Künstler, der Argentinien auf der Biennale repräsentieren wird, den 30-jährigen Adrián Villar Rojas aus Rosario auserwählt.

Sowohl für Alonso als auch für Villar Rojas gab es spontanen herzlichen Applaus von seiten der zahlreich versammelten Vertreter der spezialisierten Presse, die sich auch im Anschluss nur positiv zu der Wahl der beiden äußerten.

Sehr zufrieden war man auch darüber, dass der argentinische Pavillon sich bei der kommenden Ausgabe der Biennale im “Arsenale”-Komplex, dem Zentrum der Biennale, befinden wird, während man in den Vorjahren mit Nebenschauplätzen vorlieb nehmen musste: Jorge Macchi hatte 2005 eine Installation in der Kapelle von San Filippo Neri geschaffen, Guillermo Kuitca bespielte 2007 das Ateneo Veneto, und Luis Felipe Noé schuf 2009 ein riesiges Wandgemälde im Ausstellungssaal der Buchhandlung Mondadori.

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Kalender / Agenda

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Ausstellungskalender 18/12/10-25/12/10

Von Susanne Franz

Seit dem 16.12., und bis April 2011, wird im Malba die Ausstellung “Adquisiciones, donaciones y comodatos 2010” gezeigt, die all jene Werke vorstellt, die das Museum im Laufe des Jahres erworben hat bzw. die ihm gestiftet oder in Kommission gegeben wurden. Im ganzen sind 44 Werke zu sehen, darunter Fotografien, Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen, Installationen, Objekte, Veröffentlichungen und Videos von Künstlern wie Sergio Avello (wobei besonders der Ankauf der Installation “Volumen” auf der Esplanade des Museums hervorzuheben ist), Nicola Costantino, Víctor Grippo, Graciela Hasper, Sameer Makarius, Liliana Maresca, Matilde Marín, Liliana Porter, Miguel Rothschild und Horacio Zabala.

Am heutigen Samstag, 18.12., findet ab 19 Uhr mit mehr als 70 Gratis-Veranstaltungen die “Noche de Librerías” (Nacht der Buchhandlungen) statt. In ca. 50 Buchläden werden rund 100 bekannte Persönlichkeiten und Stars aus Showbiz, Kunst und Sport u.a. in die Rolle von Buchhändlern schlüpfen, es gibt Lesungen und Vorstellungen für Kinder. Auf der Hauptbühne an der Ecke Corrientes und Talcahuano geben Kevin Johansen + The Nada + Liniers eines ihrer berühmten “illustrierten” Konzerte. Das Abschlusskonzert “Poesía y música” hat Pedro Aznar eigens für diesen Event konzipiert.

Die Ausstellungen dieser Woche:

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Agenda / Kalender

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Agenda de Muestras 18/12/10-25/12/10

Por Susanne Franz

Desde el 16/12, y hasta abril de 2011, se presenta en el Malba la muestra “Adquisiciones, donaciones y comodatos 2010” que reúne las últimas compras realizadas, y las donaciones y los comodatos confiados al museo a lo largo del año. La muestra presenta 44 obras, entre dibujos, pinturas, fotografías, esculturas, instalaciones, objetos, publicaciones y videos de los artistas Sergio Avello (con la especial adquisición de su instalación “Volumen” en la explanada del Museo), Nicola Costantino, Víctor Grippo, Graciela Hasper, Sameer Makarius, Liliana Maresca, Matilde Marín, Liliana Porter, Miguel Rothschild y Horacio Zabala, entre otros.

Hoy, 18/12, desde las 19, se realizará una nueva edición de “Noche de Librerías”, organizada por la Ciudad de Buenos Aires, con más de 70 actividades gratuitas distribuidas en 50 librerías y con la participación de más de 100 personalidades de la cultura, el arte y el espectáculo. Artistas y deportistas harán de libreros por un día y los mejores libreros recomendarán lecturas. En el escenario principal de Av. Corrientes y Talcahuano, Kevin Johansen + The Nada + Liniers serán los protagonistas de un recital ilustrado donde no faltará la música, la literatura y el humor. Como cierre de la jornada, Pedro Aznar presentará un show de “Poesía y música” creado especialmente para esta ocasión.

La agenda de la semana:

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Argentinische Kinopreise mit Überraschungen

“El hombre de al lado” räumt ab

Von Susanne Franz

Bei der Verleihung der “Sur”-Preise der argentinischen Filmakademie am Dienstag ist der für den Auslandsoscar nominierte Film “Carancho” von Pablo Trapero leer ausgegangen. “El hombre de al lado” von Mariano Cohn und Gastón Duprat holte sich dafür sechs Statuen ab: für den besten Film, die beste Regie, das beste Originaldrehbuch (Andrés Duprat), den besten männlichen Darsteller (Daniel Aráoz), den besten Nachwuchskünstler (ebenfalls Aráoz) und die beste Originalmusik (Sergio Pángaro). Als bester ausländischer Film wurde “Das weiße Band” von Michael Haneke (Deutschland) ausgezeichnet.

Neue Attraktion für Argentinien

Symbolische Einweihung der spektakulären Wandmalerei “Ejercicio plástico” von Siqueiros

Von Susanne Franz

Eines der beeindruckendsten Kunstwerke des 20. Jahrhunderts, die Raum/Wandmalerei “Ejercicio plástico”, die der mexikanische Künstler David Alfaro Siqueiros im Jahre 1933 in Argentinien schuf und um die ein jahrzehntelanger Streit tobte, ist am Freitag vergangener Woche von Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner und ihrem mexikanischen Amtskollegen Felipe Calderón eingeweiht worden. Es war eine symbolische Eröffnung, denn das restaurierte Kunstwerk wird dem Publikum erst im April zugänglich sein, wenn mit ihm der unterirdische Raum “Aduana Taylor” unter der Casa Rosada und der Plaza Colón als “Museo del Bicentenario” seine Pforten öffnet.

Der mexikanische Künstler und kommunistische Agitator Siqueiros hielt sich im Jahr 1933 einige Monate in Argentinien auf, wo er die intellektuellen Kreise mit seiner harschen Gesellschaftskritik gehörig aufmischte und schließlich polizeilich gesucht wurde, weil er mit “subversiven” Kunstaktionen und flammenden Revolutionsaufrufen “die öffentliche Ordnung” störte. Der mächtige Zeitungsmagnat Natalio Botana (“Crítica”) gab Siqueiros nicht nur Raum in seiner Zeitung und deren Beilagen, sondern bot ihm, als das Pflaster in Buenos Aires zu heiß für ihn wurde, an, in seinem weit außerhalb gelegenen Landhaus Los Granados in Don Torcuato einen Auftrag auszuführen und einen Kellerraum auszumalen.

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Kalender / Agenda

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Ausstellungskalender 11/12/10-18/12/10

Von Susanne Franz

Heute ein Tipp für Touristen oder auch in Buenos Aires lebende Kunstfans: Die “Claustros del Pilar” in der Pilar-Kirche, neben dem Centro Cultural Recoleta, sind einen Besuch wert. Sie sind seit 1997 als kleines Museum fürs Publikum zugänglich. Auf drei Stockwerken werden Gemälde, Bücher, Möbel, Gewänder, Schnitzereien und Silberkunsthandwerk aus dem Besitz der Kirche gezeigt. Man kann in dem meditativen Ambiente einiges über die (Religions-)Geschichte der Argentinier lernen. Besonders interessant sind die Alabasterfenster und die präkolumbianischen Einflüsse in einigen der Kunstwerke.

Besuchen kann man die “Claustros” (Junín 1904) dienstags bis samstags von 10.30 bis 18.15 Uhr und sonntags von 14.30 bis 18.15 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt wochentags 2 Pesos und am Wochenende 1,50 Pesos.

Die Ausstellungen dieser Woche:

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Agenda / Kalender

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Agenda de Muestras 11/12/10-18/12/10

Por Susanne Franz

Los “Claustros del Pilar”, a metros del Centro Cultural Recoleta, están abiertos al público desde 1997 como museo de arte sacro. En los tres niveles se distribuyen libros, muebles, óleos, tallas, platería, ornamentos, que forman parte del patrimonio de la Iglesia. El recorrido invita a generar un espacio de reflexión y de encuentro con la historia del pueblo argentino y su evangelización. Especialmente interesante: las ventanas de alabastro y las influencias precolombinas en algunas de las obras de arte.

Se puede visitar “Los Claustros” (Junín 1904) de martes a sábado de 10:30 a 18:15 hs.; domingos de 14:30 a 18:15 hs. Entrada: lunes a viernes $2; sábados y domingos $1,50.

La agenda de la semana:

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Centenario de Fina Warschaver

Un nuevo sitio web pone al alcance una selección de sus textos

Hija del Centenario, Fina Warschaver nació el 8 de diciembre de 1910. “Mujer, comunista, judía, escritora. No es raro que la obra de Fina Warschaver (1910-1989) sea hoy un episodio secreto de la literatura argentina”, escribía Daniel Link en Radar, suplemento literario de Página 12, el 17 de diciembre de 2000, al cumplirse 90 años de su nacimiento. Añadía Link la esperanza que “tal vez la corrección política, si alguna vez llega a estas costas, la rescate del inmerecido olvido en que se encuentra y la coloque junto a las otras voces de la literatura argentina que verdaderamente importan”.

El rescate avanzó lentamente, pero tuvo su espacio, hace varios años, en la revista virtual Everba, de crítica literaria (con sede en Berkeley, EEUU), editada por Fabián Banga. El número on line estuvo íntegramente dedicado a esta gran escritora y ensayista que lentamente fue convirtiéndose en objeto de culto como lo demuestran la serie de ensayos consagrados a su obra de Elsa Drucaroff, Daniel Link, Oscar Taffetani, Claudia Bernazza, Lorena Cadish, entre otros.

Ahora, en el centenario de su nacimiento, un sitio web pone al alcance una selección de sus textos: cuentos, ensayos, cartas, reflexiones y trabajos que evidencian la originalidad de su estilo literario, la agudeza de su pensamiento, su rebeldía y espíritu crítico frente a todas las ortodoxias.

(Foto de Anatole Saderman, ca. 1950)

6. Geburtstag / Cumplimos 6

“Kunst in Argentinien” feiert heute seinen sechsten Geburtstag!

¡”Kunst in Argentinien” cumple 6 años!

Wir blicken dankbar auf ein gutes Jahr zurück. Im Juni/Juli konnten wir die Website mit Unterstützung der Deutschen Botschaft in Buenos Aires technisch auf den neuesten Stand bringen und neu gestalten. Bis Ende November haben wir mit einer weiteren Förderung der Botschaft im Rahmen des Bicentenario über 170 Artikel ins Spanische übertragen. Von Juni bis Ende November 2010 sind so gut wie alle Einträge zweisprachig.

Auch Artikel aus dem Archiv wurden ins Spanische übersetzt wie “Zauberin des Lichts” zum Tode der deutsch-argentinischen Fotografin Annemarie Heinrich oder “Eine vergessene Heldin” über Emilie Schindler, die beinahe in Vergessenheit geratene Witwe Oskar Schindlers, die in Argentinien lebte. Auch ein Artikel über das Sprachaustauschprogramm Hallo-Hola und ein Porträt der Schweizer Violinistin Sophie Lüssi sind Beispiele.

Kunst in Argentinien zählt heute über 1500 Einträge, im Schnitt 250 pro Jahr.

Estamos sumamente agradecidos por un año especialmente bueno. Con la ayuda de la Embajada de Alemania en Buenos Aires actualizamos y rediseñamos el sitio durante Junio y Julio. Otro apoyo más -concedido en el marco del Bicentenario- nos permitió traducir más de 170 artículos al castellano. Como parte de este proyecto, casi todo el contenido de la página entre Junio y Noviembre de 2010 es bilingüe.

También tradujimos artículos de interés del archivo, como “Hechicera de la luz” con motivo de la muerte de la fotógrafa alemana/argentina Annemarie Heinrich, o “Una heroína olvidada” sobre Emilie Schindler, la viuda de Oskar Schindler, que vivió en Argentina. Otros ejemplos son un reportaje acerca del proyecto Hallo-Hola que promueve el desarrollo de experiencias interculturales de alemanes y argentinos en Buenos Aires, y un retrato de la violinista suiza Sophie Lüssi.

En Kunst in Argentinien/Arte en Argentina se han publicado más de 1500 posts, un promedio de 250 por año.