“Ich träume von einem kleinen Malba”

Santiago Ceresetto startete sein Theater/Kulturzentrum “Inboccalupo” in Belgrano mit einem deutschen Kinozyklus

Von Susanne Franz

IBLL11.jpgZentral und doch fast idyllisch abgelegen, ist das Haus nur einen Block von der vielbefahrenen Avenida Cabildo entfernt, nur zwei von der U-Bahnstation José Hernández der Linie D. Verkehrstechnisch ideal angebunden, ist die Ecke Virrey Arredondo/Ciudad de la Paz im Stadtviertel Belgrano dennoch ruhig, hier donnern keine Busse vorbei. Die Zahl der Hochhäuser hält sich in Grenzen, ein wenig hat sich der Viertel-Charakter früherer, ruhigerer Zeiten erhalten.

Das kleine Theater fast an der Ecke heißt “Inboccalupo”, vom italienischen “In bocca al lupo”, mit dem sich Schauspieler vor einem Auftritt Glück wünschen. Hier werden bald Theater, Tanz, Kino, Musik, Kunst und Unterricht in einen lebendigen Dialog mit den Nachbarn und anderen Kulturhungrigen treten. Top-Qualität ist garantiert, denn für die Koordination jedes Bereichs ist ein Experte oder eine Expertin des jeweiligen Fachs zuständig.

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Ausstellungskalender 27/02/10-06/03/10

Von Susanne Franz

malba011.jpgDie Ausstellung “Andy Warhol, Mr America” im Malba ist mit einem Besucherrekord zu Ende gegangen: 196.100 Menschen besuchten die Exposition des gefeierten US-Pop-Art-Künstlers. Im Durchschnitt standen in den letzten Wochen 2000 Personen pro Tag Schlange, um die von Philip Larratt-Smith kuratierte Schau mit Werken aus dem Andy Warhol-Museum Pittsburgh zu sehen.

An diesem Wochenende schließen viele Ausstellungen, die uns den Sommer über erfreut haben, ihre Pforten. Und es gibt auch schon einige wenige interessante Neuigkeiten, darunter die Exposition des US-Fotografen Steve McCurry im Centro Cultural Borges, und eine Retrospektive des argentinischen Comiczeichners Liniers im Centro Cultural Recoleta.

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Agenda de Muestras 27/02/10-06/03/10

Por Susanne Franz

malba011.jpgCerró “Andy Warhol, Mr America” en el Malba, con récord de público: 196.100 personas visitaron la exposición del célebre artista norteamericano. Incluso bajo la lluvia, durante las últimas semanas, 2000 personas hicieron largas filas cada día para ver la exposición curada por Philip Larratt-Smith, con piezas provenientes del Museo Andy Warhol de Pittsburgh.

Este fin de semana cierra la gran mayoría de las muestras que disfrutamos este verano … y ya hay algunas nuevas propuestas. Entre otras, el fotógrafo estadounidense Steve McCurry en el Centro Cultural Borges, y Liniers en el Centro Cultural Recoleta.

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Ein Abend voller Humor und Spontaneität

“Macanudismo” – Liniers und Kevin Johansen im Centro Cultural Recoleta

Von Vanessa Bersis

macanudismo11.jpgWer am Donnerstagabend das Centro Cultural Recoleta besucht hat, hatte nicht nur viel zu sehen, sondern auch viel zu hören. Die Ausstellung “Macanudismo” des Karikaturisten Ricardo “Liniers” Siri wurde durch eine Zusammenarbeit Liniers’ und des Musikers Kevin Johansen eröffnet. Die zwei Künstler haben erneut ihr Talent und ihr Können vereint und auf diesem Weg viele Freunde der Kunst- und Musikwelt begeistert.

Die Gelegenheit, Liniers und Kevin Johansen im Centro Cultural Recoleta auf einer Bühne gemeinsam zu erleben, nutzten etliche, vor allem jüngere Menschen. Schon lang vor Beginn der Veranstaltung drängte sich die Bohème-Bourgeoise-Szene von Buenos Aires in den Korridoren des Centro Cultural Recoleta. Die Performance selbst fand im Innenhof statt. Eine kleine Bühne, ein Tisch mit den wichtigsten Malutensilien – Papier, Ölkreiden und Farbe – zwei Mikrophone und ein Menschenmeer, das bis auf den letzten Winkel den Innenhof ausfüllte, boten die Kulisse und schufen die Atmosphäre des lauen Spätsommerabends.

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Vanessa Bersis bei “Kunst in Argentinien”

Eintauchen in eine noch unbekannte Welt

vanessa11.jpgMein Name ist Vanessa Bersis und ich habe vor Kurzem mein Studium der Publizistik und Theaterwissenschaften an der Uni Wien abgeschlossen. Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung, die mein Interesse an der Kunst stillt, meinen Horizont erweitert und meine Aufmerksamkeit schärft, habe ich mich dazu entschlossen, die nächste Zeit in Buenos Aires zu verbringen und für “Kunst in Argentinien” zu schreiben.

Dabei will ich in eine mir noch unbekannte künstlerische Welt eintauchen, sie für mich entdecken und mein “Kunstblickfeld” erweitern, denn meines Erachtens bietet der Zugang über Kultur, Kunst, Theater und Musik die beste Möglichkeit, Land und Leute kennen- und verstehen zu lernen. Ich hoffe, dass Sie mich bei diesem Vorhaben leserisch begleiten werden!

Goldbären in Reih und Glied

60 Jahre Berlinale im Leopoldo Lugones-Saal des San Martín-Theaters

Von Valerie Thurner

berlinale11.jpgDie Berlinale feiert dieses Jahr Geburtstag und dies wird nicht nur in Europa, sondern auch hier gefeiert. So widmet das San Martín-Theater in Zusammenarbeit mit der Fundación Cinemateca Argentina und dem Goethe-Institut dem bedeutenden Filmfestival die Retrospektive “60 años de la Berlinale”. Der Kurator und Filmkritiker Luciano Monteagudo hat einen reichhaltigen Zyklus der 32 besten Gewinnerfilme aus einem halben Jahrhundert zusammengestellt, einen historischen Querschnitt des Festivals, so dass nun auch die Porteños ihre Berlinale haben.

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Freigeist der Musik

Zum Tode von Ariel Ramírez

Von Valerie Thurner

Ramirez11.jpgAriel Ramírez, einer der bedeutendsten Komponisten und Pianisten Argentiniens, ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Er hinterließ ein umfangreiches Lebenswerk; musikalische Zeugnisse eines inspirierten und neugierigen Geistes, der nicht in wertenden Kategorien von Hoch- und Populärkultur dachte.

Ariel Ramírez hatte klassische Musik studiert und sich bereits in jungen Jahren für lateinamerikanische Folklore interessiert. Während seine Zeitgenossen den Tango zelebrierten, reiste er in den Nordwesten, um sich indianischer und kreolischer Volksmusik zuzuwenden. Er gilt als der Wegbereiter, das Klavier als Instrument der Folklore zu etablieren. Sein Schaffen beinhaltet Vokalwerke und Kantanten, viele davon auf Texte des bedeutenden Dichters Félix Luna bezogen, folkloristische Kompositionen, aber auch liturgische Werke, die ihn vor allem in Europa berühmt und beliebt machten.

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Ausstellungskalender 20/02/10-27/02/10

Von Susanne Franz

tosso11.jpgSchlechtes Wetter und schlechte Laune – so kann man momentan die Stimmung in Buenos Aires beschreiben. Nur noch eine Woche, dann sind die langen Sommerferien vorbei und das Schuljahr startet gnadenlos wieder – und mit ihm das Kunstjahr, das Theaterjahr … alles auf einmal und zu viel auf einmal. Einige Galerien in San Telmo lassen es langsam angehen und beginnen die Saison mit erfolgreichen Schauen vom November und Dezember 2009. Dazu gehören die Galerie 713 Arte Contemporáneo, die Alejandro Tossos Fotoausstellung “La patria segura del instinto” zeigt, und Wussmann mit seinen “Landschafts”-Malern Alejandro Arguelles und Adrián Paiva.

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Agenda de Muestras 20/02/10-27/02/10

Por Susanne Franz

tosso11.jpgAl mal tiempo mala cara … está lloviendo a cántaros y los porteños se lamentan porque en sólo una semana se terminarán las largas vacaciones de verano y empezarán el nuevo año escolar, el nuevo año artístico, el nuevo año teatral … todo al mismo tiempo, y demasiada oferta a la vez. Algunas galerías de arte en San Telmo lo toman con calma y “reestrenan” exitosas muestras de noviembre y diciembre de 2009: Así lo hacen 713 Arte Contemporáneo con fotos de Alejandro Tosso, y Wussmann con sus “paisajistas” Alejandro Arguelles y Adrián Paiva.

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Kämpfer für Pressefreiheit

Trauer um Eduardo Kimel

Von Marcus Christoph

kimel11.jpgVor wenigen Tagen starb der politische Journalist Eduardo Kimel im Alter von 57 Jahren nach langer Krankheit in Buenos Aires. Kimel, der in den letzten Jahren als Chefredakteur des spanischsprachigen Dienstes der Deutschen Presse Agentur dpa fungierte, wurde vor allem bekannt durch sein Buch “Das Massaker von San Patricio”. Darin arbeitet er die Ermordung von drei Pallottiner-Priestern sowie zweier Seminaristen durch eine Schlägertruppe während der Militärherrschaft im Jahre 1976 auf. Dabei kommt Kimel zu dem Schluss, dass die Befehle zu dieser Tat aus dem Zentrum der Diktatur kamen und dass deswegen eine ausreichende juristische Aufarbeitung unterblieben sei.

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Ausstellungskalender 13/02/10-20/02/10

Von Susanne Franz

malba111.jpg“Andy Warhol, Mr. America” ist die meistbesuchte Ausstellung in der Geschichte des Malba, nach “Berni y sus contemporáneos” (2005), “Guillermo Kuitca. Obras 1982-2002” (2003) und “Dadá y surrealismo” (2004). Kuratiert von Philip Larratt-Smith, zeigt die Exposition 170 Werke aus der Sammlung des Andy Warhol-Museums von Pittsburgh, USA. Darunter sind die gefeierten Porträts von Marilyn Monroe, Jackie Kennedy und Mao, die Campbell-Suppen-Serie, die Selbstbildnisse als Transvestit, die Filme Empire, Blow Job, Outer and Inner Space und eine umfangreiche Auswahl seiner im berühmten Studio The Factory produzierten “Screen Tests”.

Lesen Sie dazu Maria Exners Artikel “Warhol auf der Couch”.

Bis zum 22. Februar kann man die Ausstellung noch sehen…

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