“Ich träume von einem kleinen Malba”
Santiago Ceresetto startete sein Theater/Kulturzentrum “Inboccalupo” in Belgrano mit einem deutschen Kinozyklus
Von Susanne Franz
Zentral und doch fast idyllisch abgelegen, ist das Haus nur einen Block von der vielbefahrenen Avenida Cabildo entfernt, nur zwei von der U-Bahnstation José Hernández der Linie D. Verkehrstechnisch ideal angebunden, ist die Ecke Virrey Arredondo/Ciudad de la Paz im Stadtviertel Belgrano dennoch ruhig, hier donnern keine Busse vorbei. Die Zahl der Hochhäuser hält sich in Grenzen, ein wenig hat sich der Viertel-Charakter früherer, ruhigerer Zeiten erhalten.
Das kleine Theater fast an der Ecke heißt “Inboccalupo”, vom italienischen “In bocca al lupo”, mit dem sich Schauspieler vor einem Auftritt Glück wünschen. Hier werden bald Theater, Tanz, Kino, Musik, Kunst und Unterricht in einen lebendigen Dialog mit den Nachbarn und anderen Kulturhungrigen treten. Top-Qualität ist garantiert, denn für die Koordination jedes Bereichs ist ein Experte oder eine Expertin des jeweiligen Fachs zuständig.
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Die Ausstellung “Andy Warhol, Mr America” im
Wer am Donnerstagabend das Centro Cultural Recoleta besucht hat, hatte nicht nur viel zu sehen, sondern auch viel zu hören. Die Ausstellung “Macanudismo” des Karikaturisten Ricardo “Liniers” Siri wurde durch eine Zusammenarbeit Liniers’ und des Musikers Kevin Johansen eröffnet. Die zwei Künstler haben erneut ihr Talent und ihr Können vereint und auf diesem Weg viele Freunde der Kunst- und Musikwelt begeistert.
Mein Name ist Vanessa Bersis und ich habe vor Kurzem mein Studium der Publizistik und Theaterwissenschaften an der Uni Wien abgeschlossen. Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung, die mein Interesse an der Kunst stillt, meinen Horizont erweitert und meine Aufmerksamkeit schärft, habe ich mich dazu entschlossen, die nächste Zeit in Buenos Aires zu verbringen und für “Kunst in Argentinien” zu schreiben.
Die Berlinale feiert dieses Jahr Geburtstag und dies wird nicht nur in Europa, sondern auch hier gefeiert. So widmet das San Martín-Theater in Zusammenarbeit mit der Fundación Cinemateca Argentina und dem Goethe-Institut dem bedeutenden Filmfestival die Retrospektive “60 años de la Berlinale”. Der Kurator und Filmkritiker Luciano Monteagudo hat einen reichhaltigen Zyklus der 32 besten Gewinnerfilme aus einem halben Jahrhundert zusammengestellt, einen historischen Querschnitt des Festivals, so dass nun auch die Porteños ihre Berlinale haben.
Ariel Ramírez, einer der bedeutendsten Komponisten und Pianisten Argentiniens, ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Er hinterließ ein umfangreiches Lebenswerk; musikalische Zeugnisse eines inspirierten und neugierigen Geistes, der nicht in wertenden Kategorien von Hoch- und Populärkultur dachte.
Schlechtes Wetter und schlechte Laune – so kann man momentan die Stimmung in Buenos Aires beschreiben. Nur noch eine Woche, dann sind die langen Sommerferien vorbei und das Schuljahr startet gnadenlos wieder – und mit ihm das Kunstjahr, das Theaterjahr … alles auf einmal und zu viel auf einmal. Einige Galerien in San Telmo lassen es langsam angehen und beginnen die Saison mit erfolgreichen Schauen vom November und Dezember 2009. Dazu gehören die Galerie 713 Arte Contemporáneo, die Alejandro Tossos Fotoausstellung “La patria segura del instinto” zeigt, und Wussmann mit seinen “Landschafts”-Malern Alejandro Arguelles und Adrián Paiva.
Vor wenigen Tagen starb der politische Journalist Eduardo Kimel im Alter von 57 Jahren nach langer Krankheit in Buenos Aires. Kimel, der in den letzten Jahren als Chefredakteur des spanischsprachigen Dienstes der Deutschen Presse Agentur dpa fungierte, wurde vor allem bekannt durch sein Buch “Das Massaker von San Patricio”. Darin arbeitet er die Ermordung von drei Pallottiner-Priestern sowie zweier Seminaristen durch eine Schlägertruppe während der Militärherrschaft im Jahre 1976 auf. Dabei kommt Kimel zu dem Schluss, dass die Befehle zu dieser Tat aus dem Zentrum der Diktatur kamen und dass deswegen eine ausreichende juristische Aufarbeitung unterblieben sei.
“Andy Warhol, Mr. America” ist die meistbesuchte Ausstellung in der Geschichte des 


