Carlos Oñatibia und sein Wunschkind

Der Fotograf Carlos Oñatibia projiziert Sehnsüchte bei Elsi del Río

Von Susanne Franz

Was geschieht, wenn man sich sehnlichst ein Kind wünscht und es nicht haben kann? Viele Paare erleben den Albtraum der frustrierten Versuche, bis an die Grenze des Zerbrechens der Beziehung, die physische und psychische Belastung einer künstlichen Befruchtung – vielleicht die Entscheidung für eine Adoption. Was geschieht aber, wenn selbst diese Alternative nicht offen steht? Was passiert, wenn ein homosexueller Mann sich wünscht, Vater zu sein? Er hat nicht die geringste Chance, dass sein Wunsch in Erfüllung geht. Zumindest nicht in der heutigen Gesellschaft.

Im Rahmen der Ausstellung „ST II – Sobre homosexualidad masculina“ (Ohne Titel II – Über die männliche Homosexualität), die noch bis zum 23. Dezember in der Galerie Elsi del Río in Palermo Hollywood zu sehen ist, macht der Fotograf Carlos Oñatibia dieses Thema zum Zentrum seines Beitrags zu der von Alina Tortosa kuratierten Gemeinschaftsausstellung.

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Kalender / Agenda

Ausstellungs-Kalender 17.12.05-24.12.05

Ausstellungszentren

  • MALBA, Av. Figueroa Alcorta 3415 (Do-Mo 12-20, Mi 12-21 Uhr, dienstags geschlossen, Eintritt 7 Pesos, Dozenten und Senioren über 65 Jahre 3,50 Pesos, Rentner und Kinder unter 12 Jahre gratis, mittwochs Eintritt frei): Hélio Oiticica/Neville D’Almeida, „CC – Programa in progress“. Kurator: César Oiticica Filho. 25.11.-30.1.2006. / „Moda en progresión: Bailón/GGrippo/Ramírez“. Kuratorin: Ana Torrejón (siehe Fotos). 7.12.-19.12.
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“Proyecto Quinquela”

Gemeinschaftsprojekt zur Restaurierung von 10 Werken Benito Quinquela Martíns

Von Susanne Franz


“Veleros Reunidos”, 130 x 140 cm, 1930.

Das Museum Quinquela Martín, die Kunstuniversität IUNA (Instituto Universitario Nacional del Arte) und die Galerie „Daniel Maman Fine Arts“ haben zwischen April und Oktober diesen Jahres ein ungewöhnliches Projekt durchgeführt: In Gemeinschaftsarbeit wurden 10 Gemälde des bekannten „Malers der Boca“, des schon zu Lebzeiten verehrten Benito Quinquela Martín (1890-1977), restauriert.

Die Werke, die sich in einem prekären Zustand befanden, gehören zum Fundus des 1938 gegründeten Quinquela-Martín-Museums im Stadtteil „La Boca“, das mit 90 wichtigen Werken des Künstlers die größte Sammlung seiner Gemälde besitzt. Das Museum stellt darüber hinaus einen bedeutenden Schatz an Werken anderer Künstler aus, die zur sogenannten „Schule der Boca“ (Escuela Pictórica de la Boca) gehören, denn es war der ausdrückliche Wunsch Quinquela Martíns, dass im Museum neben seinen eigenen Werken auch Malereien, Zeichnungen, Skulpturen und Graphiken anderer argentinischer Künstler ausgestellt werden sollten.

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Kalender / Agenda

Ausstellungs-Kalender 10.12.05-17.12.05

Ausstellungszentren

  • Centro Cultural Recoleta, Junín 1930 (Di-Fr 14-21, Sa, So und feiertags 10-21 Uhr, Eintritt 1 Peso): Gabriel Barna, „Estructuras e Interiores“, Zeichnungen und Gemälde (Saal 5). 17.11.-11.12. / Ricardo Lanzarini, Gemälde (Saal 10). 17.11.-11.12. / „Papelones“, Werke auf Papier, Graphiken, Gemälde, Digitalkunst, Werke von 70 Künstlern (Saal 12). 1.12.-8.1.2006. / Máximo Corvalán (Chile), „Bestia Segura“ (Saal 9). 1.12.-8.1.2006. / „Día del Arte Correo – Edición 2005“: 30 Jahre Kunst per Post in Argentinien. Künstler-Briefmarken, -Postkarten und -Umschläge, Veröffentlichungen, Ex Libris, Dokumentation. 400 Künstler – 27 Länder – 620 Werke (Saal 8). 1.12.-29.1.2006. / Leonel Luna, „Genealogías“ (Prometheus-Saal). 6.12.-8.1.2006.
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Turner Prize 2005

Turner Prize 2005 an Simon Starling

Von Susanne Franz

Am Montag hat der 1967 in Epsom geborene, in Berlin lebende englische Künstler Simon Starling den mit 25.000 Pfund dotierten renommierten Turner Prize 2005 gewonnen, den alle Jahre wieder am heißesten diskutierten Preis für zeitgenössische Kunst überhaupt. Einen ausgezeichneten Artikel von Stuart Jeffries in “The Guardian” (auf Englisch) finden Sie hier.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich den Gratis-Newsletter KultureFlash empfehlen, in dem ich auch diesen Artikel gefunden habe. KultureFlash informiert wöchentlich über zeitgenössische Kultur in und um London und liefert eine immer hochinteressante, bereichernde Mischung aus Artikeln über Kunst, Musik, Kino, Clubs und vielem mehr. Man kann sich unter http://www.kultureflash.net/engines/subscribe.asp anmelden.
(Dankeschön an María Fernanda Cartagena für den Tipp!)

1. Geburtstag

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Liebe Leser,

mein Weblog “Kunst in Argentinien” feiert heute seinen 1. Geburtstag. Wie das so ist, hat mir “das Kind” in seinem ersten Lebensjahr viel Arbeit, aber auch viel Freude bereitet! Ich danke allen, die mich bei diesem “Ein-Frau-Projekt” unterstützt haben und unterstützen, von ganzem Herzen.

“Kunst in Argentinien” ist zwar nicht komplett zweisprachig, dennoch sieht die Statistik nicht schlecht aus:

– 63 Artikel erschienen auf Deutsch.

– 43 Artikel erschienen auf Spanisch, davon sind 41 Übersetzungen der deutschen Artikel, und einen habe ich direkt auf Spanisch geschrieben und bislang noch nicht ins Deutsche übersetzt. Einer (vom 14.11.) stammt von den ersten Gästen meines Weblogs, dem Team von Cromos, Belgrano.

– Der “Kalender der Woche” erschien 48 Mal auf Deutsch und 43 Mal auf Spanisch.

In meinem Archiv des “Argentinischen Tageblatts” schlummern noch dutzende (wahrscheinlich eher hunderte) Artikel aus meinen 12 Jahren als Kunstkritikerin der Zeitung. Ich träume nach wie vor davon, sie in meinem Archiv “Die Zeitmaschine” nach und nach zu veröffentlichen. Auf jeden Fall ein Ansporn, weiterzumachen!

Ich habe auch einen kleinen Wunsch: dass meine Leser mehr Kommentare schreiben mögen…

Susanne Franz

Primer cumpleaños

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Queridos lectores:

Mi weblog “Kunst in Argentinien” festeja hoy su primer cumpleaños. Y como suelen ser estas cosas, “el hijito” me ha dado mucho trabajo, ¡pero también mucha alegría! Agradezco de corazón a todos que me hayan apoyado y siguen apoyándome en este “proyecto unipersonal”.

“Kunst in Argentinien” no es completamente bilingüe, pero igual, las estadísticas no se ven mal:

– Salieron 63 artículos en alemán.

– Salieron 43 artículos en castellano, de las cuales 41 son traducciones de las notas en alemán, y uno escribí directamente en castellano, pero no lo traduje todavía al alemán. Uno (que salió el 14/11) fue escrito por el equipo de Cromos, Belgrano, ¡mis primeros invitados en mi sitio!

– La “Agenda de la Semana” salió 48 veces en alemán, y 43 veces en castellano.

Durmiendo en mi archivo de 12 años de trabajo como crítica de arte del “Argentinisches Tageblatt”, hay docenas (o más bien cientos) de artículos, y sigo soñando con publicarlos poco a poco en la sección “La máquina del tiempo”. ¡Ese es uno de los motivos para seguir adelante!

Y tengo un humilde deseo: que escriban más comentarios…

Susanne Franz

„Wann beginnen wir, uns Argentinier zu nennen?“

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Martín Bonadeos Installation „Inmigrante/Argentino“ bei „Estudio Abierto 2005 – Puerto“

Von Susanne Franz

Eine kleine gepflasterte Straße befindet sich zwischen der Anlegestelle der Schiffe, mit denen die Einwanderer einst nach Buenos Aires gelangten, und dem „Hotel de Inmigrantes“, ihrer ersten Unterkunft, bevor sie ihr neues Leben im neuen Land begannen. Noch befanden sie sich an der Schwelle, hatten die neue Heimat noch nicht richtig betreten. Von dem Moment des Übertretens dieser Schwelle würde nichts mehr so sein wie zuvor. Langsam, schmerzlich würde der Prozess der Anpassung beginnen, vielleicht schon mit dem neuen Namen, den die Einwanderungsbehörden den Ankömmlingen verpassten, weil der eigene unmöglich auszusprechen war. Ein neuer Name, ein neues Land, eine neue Sprache, eine fremde Kultur. Ein Neuanfang, in vielen Fällen nicht gewollt. Eine neue Sonne.

An einem Ende der kleinen Straße steht sich ein kleines weißes Podest. Auf dieses hat der argentinische Künstler Martín Bonadeo einen Glaskasten montiert, in dem er ein transparentes Band ausstellt, ein unendliches Band, das sich in einer Moebius-Schleife dreht, umkehrt, wendet und wieder zu seinem ursprünglichen Zustand zurückkehrt. Auf der einen Seite dieser unmöglich scheinenden Verrenkung steht in schwarzer Schrift das Wort „Argentino“ (Argentinier), auf der anderen Seite „Inmigrante“ (Einwanderer). Diese hintergründige Installation erscheint nur auf den ersten Blick statisch. Sie ist in sich unbeweglich, nimmt aber während des Tagesverlaufs andere Formen an. Mit dem Lauf der fremden Sonne.

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“¿Cuándo empezamos a llamarnos argentinos?”

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La instalación “Inmigrante/Argentino” de Martín Bonadeo en el marco de “Estudio Abierto 2005 – Puerto”

Por Susanne Franz

Hay una pequeña calle de adoquines entre el Apostadero Naval, donde llegaron los barcos con inmigrantes a Buenos Aires, y el ‘Hotel de Inmigrantes’, su primer alojamiento antes de empezar la nueva vida en el nuevo país. Los que pasaron por allí todavía se encontraban como en un umbral, todavía no habían pisado de verdad su nueva patria. En el instante de pasar por ese umbral, ya nada sería como antes. A partir de ese momento, empezaría el lento y doloroso proceso de adaptación, quizás ya con el nuevo nombre que algún oficial de inmigración daría a los recién llegados, porque el propio nombre sería imposible de pronunciar. Un nuevo nombre, un idioma diferente, una cultura ajena. Un nuevo comienzo, en muchos casos no elegido. Un nuevo sol.

En una punta de la pequeña calle se encuentra un pequeño pedestal blanco. Sobre el pedestal, el artista argentino Martín Bonadeo ha montado un cubo de vidrio en el que muestra una cinta transparente, una cinta de Moebius interminable, que da vueltas sobre sí misma para volver después de una torsión aparentemente imposible a su punto de partida. A un lado de esa cinta está escrita en letras negras la palabra “Argentino”, en el otro lado la palabra “Inmigrante”. Esta instalación misteriosa parece a primera vista estática. Pero aunque no sea movil en sí, cambia de forma durante el transcurso del día. Con el transcurso del sol ajeno.

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Schwierige Konstruktion der Identität

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Carola Zechs Intervention “in-migración, migración, e-migración (un viaje eterno)” bei “Estudio Abierto 2005 – Puerto”

Von Susanne Franz

Für die in Argentinien geborene Bildhauerin Carola Zech ist der künstlerische Beitrag, den sie in diesem Jahr zu dem von der Stadt Buenos Aires veranstalteten Kunst-Event „Estudio Abierto“ geleistet hat, eine höchst persönliche Angelegenheit. Ausgehend vom Standort Hafen ist eines der zentralen Themenkomplexe von „Estudio Abierto“ die Einwanderung und die komplexe Identitätsfindung der Argentinier, die fast alle von Einwanderern abstammen. Carolas vier Großeltern waren allesamt Deutsche.

“Als mir zum ersten Mal ein Marineangestellter die Anlegestelle ‘Apostadero Naval’ zeigte und den Weg, den die Einwanderer vom Schiff aus bis zum ‘Hotel de Inmigrantes’ gegangen sind, erschienen vor meinem geistigen Auge die Gesichter meiner Großeltern”, erzählt Carola bewegt. Die Großeltern, die sich nie von der Vorstellung ihrer verlassenen Heimat lösen konnten, die ihre Häuser so einrichteten, wie sie in Deutschland gewohnt hatten, die Deutsch mit ihrer Enkeltochter sprachen, wogegen diese sich wehrte. “Es war schwer für mich, meine Wurzeln zu akzeptieren”, sagt Carola. Ihre Eltern, bereits in Argentinien geboren, hätten sich gut angepasst, aber sie selbst habe Schwierigkeiten mit ihrer Identitätsbestimmung gehabt. Erst Reisen und lange Aufenthalte in Deutschland, Besuche der Orte, wo ihre Großeltern gelebt hatten (die selbst nie mehr nach Deutschland zurückgekehrt waren), führten zur endgültigen “Rückkehr” nach Argentinien und dem Akzeptieren, dass für immer zwei Seelen in ihrer Brust schlagen würden.

Carola Zechs Projekt „in-migración, migración, e-migración (un viaje eterno)“ für „Estudio Abierto 2005“ ist eine Intervention der Tür des “Hotel de Inmigrantes” und des dahinterliegenden Eingangsbereichs. Auf die Tür bzw. den Boden aufgeklebte Plastikfolien weisen die Farben der deutschen und der argentinischen Flagge auf. Die beiden Fahnen lösen sich auf, eine geht in die andere über, aber nicht in einem linearen, sondern in einem organischen Prozess. Am Ende steht eine Fahne, in der alle Bestandteile gemischt sind (“Meine persönliche Flagge!”, sagt Carola).

Auf den farbigen Folienstreifen stehen Wörter und Satz-Fetzen wie “einer für den anderen”, “einer neben dem anderen”, “einer ohne den anderen”, auf Deutsch oder auf Spanisch oder in einer Mischung der beiden Sprachen. Immer geht es um räumliche und affektive Beziehungen von Menschen, um das Zerreißen oder den Aufbau von Verbindungsnetzen. Dabei sind die Buchstaben, die eine andere Farbe als der Hintergrund aufweisen, entweder aufgeklebt, oder aber Carola arbeitet mit der Aussparung des Platzes, der für einen Buchstaben freigemacht wird, dem Negativ. „Auswandern bedeutet immer, einen leeren Platz dort zu hinterlassen, wo man weggegangen ist, und dort, wo man ankommt, einen neuen Ort zu füllen“, so Carola.

Der schmerzliche Prozess der Konstruktion einer neuen Identität, den die Einwanderer erlebt haben und der sich in den Enkelgenerationen fortsetzt, findet im Werk Carola Zechs eine sensible Beschreibung. Dabei ist hoch interessant, dass die Bildhauerin Zech für dieses Projekt die Sprache einer flüchtigen, vergänglichen Kunst gewählt hat. Sie arbeitet wohl weiter im Raum, aber ihre Intervention ist wie eine Skulptur ohne Objekt – die Dreidimensionalität entsteht durch die Bewegung im Raum, die der Zuschauer erzeugt, wenn er sich über, neben, entlang, an Carolas Werk vorbei bewegt.

Die Konstruktion des Raums durch die Bewegung, und die daraus resultierende Konstruktion der Zeit, sind die Bestandteile, mit denen dieses Werk Carola Zechs von jedem einzelnen Betrachter ergänzt wird. Und man könnte vielleicht noch hinzufügen, dass jeder durch seine eigene Biographie auch zu der Konstruktion einer gemeinsamen Geschichte beiträgt.

Um ihr flüchtiges Kunstprojekt “festzuhalten”, möchte Carola Zech gerne ein Buch veröffentlichen, in dem neben einer Dokumentation der Intervention auch Hintergrundinformation über die deutsche Einwanderung zur Verfügung stehen soll. Um dieses Buchprojekt zu verwirklichen, hat sie um Mittel bei der deutschen Botschaft gebeten. Außerdem träumt sie davon, die gleiche oder eine ähnliche Ausstellung in Deutschland durchzuführen – am Abfahrtsort ihrer Großeltern.

(“Estudio Abierto 2005 – Puerto”. Apostadero Naval/Museo Hotel de los Inmigrantes, Av. Antártida Argentina 1201, und andere Standorte in Puerto Madero. 14-23 Uhr. Bis 4.12.)

Der Artikel erschien am 03.12.05 im “Argentinischen Tageblatt”.

Una compleja construcción de la identidad

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La intervención in-migración, migración, e-migración (un viaje eterno)” de Carola Zech en “Estudio Abierto 2005 – Puerto”

Por Susanne Franz

Para la escultora argentina Carola Zech, su participación de este año en el evento Estudio Abierto de la ciudad de Buenos Aires es una de sus apuestas personales más importantes. Tomando como punto de partida el puerto, uno de los temas centrales de Estudio Abierto es la inmigración y la compleja búsqueda de la identidad de los argentinos, que en su mayoría son descendientes de inmigrantes. De hecho, los cuatro abuelos de Carola son alemanes.

“Cuando uno de los oficiales de la Marina me mostró el Apostadero Naval y caminamos por donde iban los inmigrantes desde el barco hasta el Hotel de Inmigrantes, se me vinieron a la cabeza las caras de mis abuelos”, cuenta Carola conmovida. Los abuelos, esos que nunca pudieron liberarse de la idea de su patria abandonada, que equiparon su casa de manera similar a como vivían en Alemania, que hablaban alemán con su nieta, que a su vez no quería saber nada con eso. “Fue difícil para mí aceptar mis raíces”, dice Carola. Sus padres, ya nacidos en Argentina, lo pudieron llevar bien, agrega, pero ella tuvo problemas para construir su identidad. Solo después de viajar y pasar largos períodos en Alemania, visitar los lugares donde habían vivido sus abuelos (quienes nunca más volvieron a Alemania), logró un “regreso” definitivo a la Argentina y aceptó que iba a llevar por siempre en su corazón las dos almas.

El proyecto de Carola Zech “in-migración, migración, e-migración (un viaje eterno)” en el marco de Estudio Abierto 2005 consiste en intervenir la entrada del Hotel de Inmigrantes y del espacio que lo rodea. Las estampas pegadas sobre la entrada y el piso llevan los colores de las banderas alemanas y argentinas. Ambas banderas se entrecruzan una sobre la otra, pero no de forma lineal, sino que conforman un tejido orgánico. Al final hay una bandera en que se mezclan todos los fragmentos (“¡Mi bandera personal!”, dice Carola).

En las estampas hay palabras y frases, como “uno para el otro”, “uno junto al otro”, “uno sin los otros”, tanto en español como en alemán, o también mezclando los dos idiomas. Se trata siempre de relaciones espaciales y afectivas entre los hombres, de la construcción o el desgarramiento de los vínculos afectivos.

También hay pegadas letras que tienen un color distinto del fondo o que Carola trabajó en negativos dejando un lugar en blanco donde debía haber algunas letras. “Emigrar siempre significa dejar un lugar vacío cuando uno se ha ido, y llenar uno nuevo al que uno ha llegado”, afirma Carola.

La obra de Carola Zech describe sensiblemente el doloroso proceso de construcción de una nueva identidad que los inmigrantes vivencian y que continúa en la generación de los nietos. Resulta interesante que la escultora haya elegido para este proyecto el lenguaje de arte fugaz, efímero. Si bien la artista ocupa toda la sala, su intervención es como una escultura sin objeto. La tridimensionalidad lo logra el propio observador en la medida que se mueve en el espacio atravesando, rodeando la obra de Carola.

La construcción del espacio a través del movimiento y, por ende, la construcción del tiempo son los componentes con los que cada observador completa la obra de Carola Zech. Y uno podría agregar que cada biografía en particular contribuye a la construcción de una historia común.

Para “continuar” su proyecto migrante, Carola Zech tiene ganas de publicar un libro que recopile la inmigración alemana en Argentina junto con la documentación de su intervención. Para poder realizar este libro, la artista solicitó el apoyo de la Embajada alemana en Buenos Aires. Además, sueña con poder realizar una exposición similar en Alemania, en el lugar desde donde emigraron sus abuelos.

(“Estudio Abierto 2005 – Puerto”. Apostadero Naval/Museo Hotel de los Inmigrantes, Av. Antártida Argentina 1201, y otros sitios de Puerto Madero. Horario: 14-23. Hasta el 4 de diciembre)

Este artículo se publicó el 3 de diciembre de 2005 en “Argentinisches Tageblatt”.