Agenda / Kalender

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Agenda de la semana 25/6/05-2/7/05

Centros de exposiciones

  • Centro Cultural Borges, Viamonte/San Martín (Lun-Sab 10-21, Dom 12-21 hs, entrada 3 pesos, estudiantes y jubilados 1,50 pesos; Warhol: entrada 9 pesos, estudiantes y jubilados 5 pesos, chicos menores de 12 años 3 pesos): 45 años “Diseño Shakespear”. 2.6.-26.6. / Carlos Wetzler, fotos. 2.6.-26.6. / Daniela Jozami, “Bolero”, pinturas. 2.6.-26.6. / Andy Warhol, obra gráfica, documentos, películas. 7.6.-2.10. / “Premios Trabucco 2005”, pintura y dibujo. 10.6.-3.7.
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“Es gibt keine perfekte Welt” (2002)

Eine Anthologie der Künstlerin Ana Eckell im Centro Cultural Recoleta

Von Susanne Franz

Werk von Ana Eckell

Ana Eckell ist viel gereist und hat in der ganzen Welt ihre Werke ausgestellt. Sie hat Argentinien auf der Biennale von Paris 1984 vertreten und 1985 in Sao Paulo, und sie zeigt Teile der „Wände”, die sie bei diesen renommierten internationalen Kunst-Treffen präsentierte, nun im Rahmen der anthologischen Ausstellung „La voz del agua” im Centro Cultural Recoleta; dazu Gemälde mit vorgebauten Schachteln, die bei der Biennale ARCHE in Buenos Aires 1983 zu sehen waren, ihre „blaue Periode” von 1987/88, ihre Produktion der 90er Jahre, bekannt von einer bedeutenden Ausstellung im „Museo Nacional de Buenos Artes”, bis hin zu sehr zurückgenommenen Bildern von 2000 und 2001, in denen die Künstlerin, in deren Werk das Übereinanderschichten von verschiedenen Perspektiven und Ebenen eine Hauptrolle spielt, wie durch einen Nebel Konturen und Szenen erahnen lässt.

Werk von Ana EckellSie habe diese Bilder vor den Attentaten vom 11. September 2001 gemalt, sagt Ana, als sie auf die Parallelen zu den Anschlägen in diesen Werken angesprochen wird, aber sie seien fast so etwas wie eine Vorahnung gewesen. Als ihr Lebenspartner sie an dem schrecklichen Tag angerufen und ihr von den Attentaten erzählt habe, habe sie den Femseher angemacht, die gigantischen Staubwolken gesehen und ihr sei klar geworden: „Das ist es!” „Die Welt befindet sich in einem Veränderungsprozess”, sagt Ana, „vielleicht muss erst alles in sich zusammenfallen, bevor etwas Neues entstehen kann.” Auch in ihren Texten, die innerhalb der Retrospektive einen wichtigen Stellenwert einnehmen, wird dieses Thema immer wieder aufgegriffen.

Mensch sein in Krisenzeiten

Werk von Ana EckellZu diesem schmerzlichen Prozess zählt auch die aktuelle Krise in Argentinien. Die Auswirkungen spürt Ana Eckell am eigenen Leibe, wie fast alle Argentinier – das wird deutlich, wenn sie von den Schwierigkeiten berichtet, die Ausstellung auf die Beine zu stellen, und von ihrem festen Willen, „trotz allem etwas zu tun”.

Aber auch die empfindlichen Sensoren ihrer sensiblen Künstlerseele sind auf Empfang, etwa wenn sie sich fragt, ob denn die momentane Situation nicht realistischer sei als die vorgegaukelte Erste-Welt-Zugehörigkeit der letzten Jahre. „Unsere Situation ist unbequem, aber das Leben an sich ist unbequem”, philosophiert Ana. Ordnung sei doch nur eine Fiktion, die jeden Moment kaputtgehen könne. „Hier leben wir realistischer”, zieht sie ihr Fazit, „Leben ist immer prekär.” Nachdenklich fügt sie hinzu:„Ich glaube, es gibt keine perfekte Welt.” Überall, in allen Ländern, die sie bereist habe, würden die Menschen klagen. Das liege wohl daran, dass „wir Menschen eben nicht perfekt” seien.

Geschichte aufarbeiten

Werk von Ana Eckell„Man braucht immer auch Humor, um mit schwierigen Themen fertig zu werden”, sagt Ana Eckell – übrigens in ausgezeichnetem Deutsch -, zum Beispiel über ihre Bilderserie „La batalla de San Ramón” von 1984. Die großformatigen Werke seien in Anlehnung an die Schlachtenbilder des Renaissancemalers Uccello entstanden, aber die Pferde sähen bei ihr eher aus wie Karussellpferde, lacht sie.

In ihren Werken der frühen 80er Jahre habe sie die repressiven 70er verarbeitet, das Klima der Zensur, das geherrscht habe, als sie, damals schon mit dem beendeten Kunststudium, ihre Künstlerkarriere begonnen habe. Und 1982 habe der Malwinenkrieg einen starken Eindruck in der Gesellschaft hinterlassen.

Einen direkten Bezug zu historischen Ereignissen hätten ihre Werke zwar nicht, meint die Künstlerin mit dem blonden Kurzhaarschnitt, aber sie registrierten eben doch die Dinge, die sie kenne. „Es ist einfacher, die Dinge zu benennen, sie sind dann weniger schmerzhaft, man versteht sie besser”, erklärt sie ihre künstlerische Motivation, und fügt hinzu: „Ich habe mein Augenmerk nie auf punktuelle Ereignisse gerichtet, sondern auf (geschichtliche) Prozesse.”

Und die Zukunft?

Werk von Ana EckellDie Frage nach ihrem weiteren Weg drängt sich unwillkürlich auf, wenn man Ana Eckells jüngstes Bild „Salto de página” von 2002 betrachtet. Es ist eine Mischung aus weißlich-grauer Farbe und Textur, dahingeworfene Worte sind kaum noch sichtbar. Ihre Malerei, so groß und bunt und farbenprächtig einst, wird doch nicht etwa verschwinden? Ana ist überhaupt nicht beunruhigt. „Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt, und ich will es auch gar nicht wissen!”, wehrt sie ab. Sie suche nie nach neuen Bildern: „Sie kommen zu mir, wenn ich dazu bereit bin”, beschreibt sie den kreativen Prozess, der sie zum Malen und Schreiben drängt. „Es gibt viele Dinge, die man im Moment vielleicht nicht versteht”, gibt sie zu bedenken, aber sie verlasse sich auf eines: „Das Leben ist ein perfektes Design.”

Der Artikel erschien am 25.5.2002 im “Argentinischen Tageblatt”.

Die Bilder stammen von Ana Eckells Webseite.

Begegnung mit einer Pop Art-Legende

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Andy Warhol im Centro Cultural Borges

Von Susanne Franz

Provokativ und hintergründig hat Andy Warhol die Existenz der Kunst und des Künstlers immer wieder auf den Prüfstein gestellt. Indem er mit dem Talent eines genialen Werbestrategen die Methoden der Massenmedien anwendete und maximierte, ironisierte er sie. Persönlich wusste er sich als Ikone der Pop Art gekonnt zu vermarkten, und so verwandelte er sich schon zu Lebzeiten in eine Legende – ein wandelndes Extrem zwischen seinem Oberklassen-Snobismus und seinen Vorlieben für die Abgründe der Gesellschaft. Das Publikum liebte ihn, weil er Glamourstars wie Marilyn Monroe oder Jackie Kennedy noch glanzvoller als im “wirklichen Leben” darstellte, und weil er die kleinen Dinge des Lebens in den Stand der Kunst erhob. Das berühmteste Beispiel sind seine Serien mit den Campbell’s-Dosensuppen (1968/69).

Die Andy Warhol-Ausstellung im Centro Cultural Borges macht dem argentinischen Publikum erstmals über 100 Graphiken und Dokumente des Künstlers zugänglich.

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Encuentro con una leyenda del Pop Art

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Andy Warhol en el Centro Cultural Borges

Por Susanne Franz

Con su obra y su existencia, Andy Warhol hizo evidente cuestiones centrales sobre el significado del arte y la personalidad del “artista”. De manera provocadora y sutil, y con el talento de un estratega genial del marketing, usó los métodos de los medios masivos, maximizándolos, para así ironizar sobre ellos. Supo venderse de manera insuperable como ícono del Pop Art, y se transformó ya en vida en una leyenda, un extremo viviente entre su esnobismo y sus gustos oscuros por los abismos de la sociedad. El público lo amaba, porque glorificó aun más las figuras del glamour como Marilyn Monroe o Jackie Kennedy, dándoles más belleza incluso que en la “vida real”. Y porque transformó en arte las pequeñas cosas de la vida cotidiana. Ejemplo célebre de esto son sus series con las sopas en lata Campbell’s (1968/69).

La muestra de Andy Warhol en el Centro Cultural Borges acerca por primera vez al público argentino más de 100 gráficas y documentos del artista.

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Kalender / Agenda

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Ausstellungs-Kalender 18.6.05-25.6.05

Ausstellungszentren

  • Centro Cultural Borges, Viamonte/San Martín (Mo-Sa 10-21, So 12-21 Uhr, Eintritt 3 Pesos, Studenten und Rentner 1,50 Pesos; Warhol: Eintritt 9 Pesos, Studenten und Rentner 5 Pesos, Kinder unter 12 Jahren 3 Pesos): Pedro Roth, Fotos. 1.6.-19.6. / 45 Jahre „Diseño Shakespear“. 2.6.-26.6. / Carlos Wetzler, Fotos. 2.6.-26.6. / Daniela Jozami, „Bolero“ Gemälde. 2.6.-26.6. / Andy Warhol, graphisches Werk, Dokumente und Filme. 7.6.-2.10. / „Premios Trabucco 2005“, Sparten Gemälde und Zeichnung. 10.6.-3.7.
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Agenda de la semana 18/6/05-25/6/05

Centros de exposiciones

  • Centro Cultural Borges, Viamonte/San Martín (Lun-Sab 10-21, Dom 12-21 hs, entrada 3 pesos, estudiantes y jubilados 1,50 pesos; Warhol: entrada 9 pesos, estudiantes y jubilados 5 pesos, chicos menores de 12 años 3 pesos): Pedro Roth, fotos. 1.6.-22.6. / 45 años “Diseño Shakespear”. 2.6.-26.6. / Carlos Wetzler, fotos. 2.6.-26.6. / Daniela Jozami, “Bolero”, pinturas. 2.6.-26.6. / Andy Warhol, obra gráfica, documentos, películas. 7.6.-2.10. / “Premios Trabucco 2005”, categorías pintura y dibujo. 10.6.-3.7.
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„Viel zu sehen geben“

Dokumentarfilm-Retrospektive von Heinz Peter Schwerfel im August 2004 im Malba

Von Susanne Franz

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Werk von Jürgen Klauke.

Jürgen Klauke ist auch in die Jahre gekommen. Wenn der 60-jährige Kölner Künstler mit den kurzgeschnittenen weißen Haaren, dem obligatorischen Ohrring und der Sonnenbrille aber im Straßenkreuzer in unendliche Weiten hineinfährt und ganz cool eine Kassette einschiebt, spürt man, dass sich an seiner Wildheit und dem kompromisslosen Freiheitsdrang nichts geändert hat. So beginnt Heinz Peter Schwerfels Dokumentarfilm über Klauke, in dem dann abwechselnd Interview-Ausschnitte mit dem als Konzeptkünstler weltberühmt gewordenen einstigen Travestie-Star und eine Foto-Arbeit gezeigt werden, die Klauke leitet und bei der er eine entscheidende Rolle spielt – angeseilt im Designeranzug über einem nackten Model schwebend, das auf einer Bank liegt.

Der deutsche Regisseur und Kunstkritiker Heinz Peter Schwerfel führte persönlich in die Retrospektive seiner Dokumentarfilme über Künstler, Theatermacher und Philosophen ein, die das Malba im August 2004 unter dem Titel „El cine y las artes: una historia de amor“ (Das Kino und die Kunst: eine Liebesgeschichte) zeigte. „Sie müssen wissen, dass Jürgen Klauke ein Fotograf ist, der noch nie selbst ein Foto gemacht hat“, erklärt Schwerfel das eigenwillige Arbeitskonzept des Künstlers, dem er in den 70-er Jahren im Kölner Kneipenleben erstmals begegnet war.

Schwerfels Anekdoten über die Persönlichkeiten, die Gegenstand seiner Dokumentationen sind, sind so originell wie sein filmischer Stil. Plötzlich scheint der Zugang zu der französischen Künstlerin Annette Messager einfach, denn Schwerfel sagt: „Sie ist extrem schüchtern, und deshalb tritt sie in dem Film nie persönlich in Erscheinung, sondern nur als Stimme aus dem Off oder versteckt in ihren Installationen.“ Man sieht Bilder einer Installation Messagers in einem Terrarium und hört ihren Kindheitserinnerungen zu. Sie erzählt, sie sei an einem Ort in der Normandie aufgewachsen, dort, wo die Deutschen im 2. Weltkrieg die alliierte Landung vermutet hätten – aus diesem Grund stünden die vielen Bunker am Strand. Ein weiteres Merkmal seien die Sanatorien, deshalb sei ihre Familie auch dort hingezogen. „Wir sind mit Todkranken aufgewachsen“, sagt Messager im Plauderton, „das sind sehr lustige Menschen, denn sie wissen, dass sie nichts mehr zu verlieren haben.“ Die komplexen, sensiblen Installationen der Künstlerin, die die Kamera mittlerweile einfängt, öffnen sich beim Zuhören einem ganz anderen Verständnis.

Schwerfel arbeitet unmittelbar mit Bildern („Ich will ganz viel zu sehen geben, und nichts erklären“), mit Musik und den Aussagen der von ihm gewählten Protagonisten. Und er lässt dem Zuschauer viel Zeit, über die Bilder in die Welt des jeweiligen Künstlers einzutauchen. Schwerfels unverwechselbare Handschrift (obwohl die Filme alle unterschiedlich sind) garantiert neben dem filmischen Genuss auch ein bereicherndes kulturellen Erlebnis.

Der Artikel erschien im August 2004 im “Argentinischen Tageblatt”.

Hier finden Sie Infos zum Filmzyklus „El cine y las artes: una historia de amor. Documentales de Heinz Peter Schwerfel“ und zu Schwerfels „Manifest“.

Findet der, der sucht?

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Der argentinische Künstler José Luis Anzizar bei der Berliner Ausstellung „Der Freie Wille“

Von Susanne Franz


Projektentwurf für „11.9-9.11“.

José Luis Anzizar war 26, als er im Jahr 1988 zum ersten Mal nach Europa flog. Die Reise ging nach Holland, zur Hochzeit eines Freundes. Neben ihm saß ein junger Mann, der trotz der Hitze im Flieger seine Jacke die ganze Zeit über anbehielt. Es war das Ende der Alfonsín-Ära, und viele Argentinier verließen ihr krisengeschütteltes, hyperinflationäres Land. „Mir wurde plötzlich bewusst, dass der Mann wahrscheinlich sein ganzes Geld am Körper trug“, erinnert sich José Luis. „Ob das jetzt 100 oder 1000 Dollar waren, spielt keine Rolle. Ich fühlte mich plötzlich schlecht, weil ich zu einer Hochzeit unterwegs war, zu meinem eigenen Vergnügen, aus meiner eigenen Entscheidung heraus. Es gab so viele andere, die keine Wahl hatten.“

Auch nach der Krise vom Dezember 2001 verließen wieder tausende Argentinier ihre Heimat, um in den USA oder Europa ihr Glück zu versuchen. „Und was ist dann, wenn man einmal auf der anderen Seite ist? Findet man wirklich das vor, was man erwartet oder erhofft hatte? Hat die Realität etwas mit dem vom Marketing verkauften Image zu tun?“ fragt sich José Luis.

An die Geschichte des Mannes mit der Jacke musste José Luis Anzizar denken, als er sich mit einem Projekt um die Teilnahme an dem internationalen Ausstellungsprojekt „Der Freie Wille“ bemühte. „11.9-9.11“ heißt seine Arbeit, mit der er ausgewählt wurde, zusammen mit 19 anderen Künstlern bzw. Künstlergruppen seine Vorstellungen und Visionen zum Thema „Der Freie Wille“ im unterirdischen Bunker auf dem ehemaligen Todesstreifen Berlin Treptow zu zeigen.

Da diese besondere Schau zeitgenössischer Kunst anlässlich der 20-Jahres-Feiern der sogenannten Glasnost stattfinden – das „Tauwetter“, das der politischen Wende von 1989 vorausging – wird die Ausstellung am 15. Juni im Beisein von Michail Gorbatschow eröffnet.

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El que busca ¿encuentra?

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El artista argentino José Luis Anzizar en la muestra “El libre albedrío” en Berlín

Por Susanne Franz


Boceto virtual del proyecto “11.9-9.11”.

José Luis Anzizar tenía 26 años cuando viajó por primera vez a Europa. Iba invitado a la boda de un amigo, en Holanda. A su lado estaba sentado un joven, que —a pesar del calor que hacía en el avión— no se sacó la campera durante todo el vuelo. Era en el año 1988, el fin de la era Alfonsín, cuando muchos argentinos tenían que dejar su país golpeado por la crisis y la hiperinflación.

“Me di cuenta de que este chico probablemente llevaba todo su dinero encima”, recuerda José Luis. “No importa si se trataba de cien o de mil dólares. Pero yo me sentí mal de repente, porque estaba viajando para ir a una boda, para mi propia diversión. Yo lo había decidido. Había tantos otros que no tenían opción.”

Después de la crisis de fines del 2001, hubo otra gran ola de emigración: miles de argentinos se fueron de su patria para buscar fortuna en EE.UU. o Europa. “¿Pero qué pasa cuando uno está del otro lado?” se pregunta José Luis. “¿Realmente se encuentra lo que se busca? ¿La realidad tiene que ver con la imagen vendida por el marketing?”

La historia del hombre de la campera volvió muy vívidamente a la cabeza de José Luis Anzizar cuando se presentó para el proyecto internacional “Der Freie Wille” (El libre albedrío). Con su trabajo “11.9-9.11” fue elegido para presentar, junto a otros 19 artistas y grupos de artistas, sus ideas y visiones sobre el tema “El libre albedrío” en el bunker bajo la ex “franja de la muerte” en Berlín Treptow.

Esta muestra de arte contemporáneo se realiza en el marco de los festejos de los 20 años del “Glasnost”, el clima de relajación en las posturas opuestas del Este y el Oeste que abrió el terreno para los cambios políticos del 1989. Por eso, cuando la exposición se inaugure el 15 de junio, contará con la presencia de Michail Gorbachov.

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Im Spiegel

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Jorge Macchi als Doppelgänger

Von Susanne Franz

Doppelt genäht hält besser. Wenn morgen in Venedig der Startschuss für die 51. Biennale fällt, wird der Künstler Jorge Macchi, der bei dem renommierten Kunstereignis Argentinien vertritt, in den Blickpunkt des internationalen Interesses rücken. Gemeinsam mit dem Musiker Edgardo Rudnitzky hat Macchi eine Installation in einem Oratorium (einem Gebetsraum mit Kruzifix und Altar, wie es sie in Italien in einigen Privathäusern, Schlössern, Klöstern etc. gibt) der verwunschenen italienischen Lagunenstadt geschaffen, die auf der bis zum 6. November geöffneten Kunstausstellung der Superlative sicher von sich Reden machen wird.

In seiner Heimatstadt Buenos Aires hat Macchi unterdessen eine kleine, aber seinem Stil entsprechend intelligente, tiefgründige Ausstellung in der Galerie Ruth Benzacar „hinterlassen“. Sie trägt den deutschen Titel „Doppelgänger“ und ist noch bis zum 16. Juni zu sehen.

Es handelt sich um zehn „Doppel-Figuren“, einander spiegelnde Gebilde, die aus an die Wand „geplotteten“ Texten bestehen und in ihrer äußeren Form an kleine Männlein oder lustige Tiere erinnern. Der „Inhalt=Text“ ist alles andere als lustig:

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De espejos y dobles

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Jorge Macchi como “Doppelgänger”

Por Susanne Franz

Lo que se cose dos veces dura el doble, dice un viejo dicho alemán. Mañana se inicia la renombrada 51º Bienal de Venecia, y el interés internacional se va a enfocar —también— en el artista Jorge Macchi, representante de la Argentina. Junto al músico Edgardo Rudnitzky, Macchi ha creado una instalación en un oratorio (un lugar con altar y crucifijo, que en Italia forma parte de algunas casas privadas, palacios o monasterios) de la mítica ciudad de canales italiana. Durante la Bienal, que abre sus puertas hasta el 6 de noviembre, va a dar qué hablar.

Mientras tanto, en su ciudad Buenos Aires, Macchi ha dejado una pequeña —pero fiel a su estilo, inteligente y profunda— muestra en la galería Ruth Benzacar, que lleva el título alemán “Doppelgänger”. Se podrá visitar hasta el 16 de junio.

Se trata de diez figuras/dobles —una parece ser el espejo de la otra— que se construyen con textos ploteados directamente en la pared. En su forma exterior se parecen a pequeños hombrecitos o animalitos divertidos, pero su contenido dista mucho de ser gracioso:

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