Zwölf Tage Filmfieber – eine Bafici-Bilanz
Besonderheiten, Kuriositäten und Gewinner der 14. Ausgabe des Festivals des Unabhängigen Films
Von Mirka Borchardt
Die Kinosessel sind leer, langsam verschwindet der Geruch von Popcorn aus der Nase. Die vierzehnte Ausgabe des Unabhängigen Filmfestivals von Buenos Aires ist vorbei. Während die Cinephilen mit nostalgischen Gefühlen wieder an ihre tagtägliche Arbeit zurückkehren, hält die Euphorie der Organisatoren noch an: Wieder haben sie sich selbst übertroffen. Mit 230.000 verkauften Eintrittskarten, zuzüglich zu den Akkreditierungen und den kostenlosen Veranstaltungen nahmen insgesamt ungefähr 350.000 Menschen am Bafici teil, 15 Prozent mehr als im letzten Jahr. 1012 Filmvorführungen gab es, 449 Filme, 2000 nationale und internationale geladene Gäste, 18 Preise und sieben besondere Erwähnungen.
Abseits der Zahlen fand das Baficito, die Sondervorführungen für Kinder, die zum vierten Mal Teil des Festivals waren, einmal wieder großen Anklang – nicht nur unter Kindern. Riesigen Zuspruch besonders von jungen Filmfans fanden die erstmaligen Vorführungen im Fulldome-Format in der futuristischen Kuppel des Planetariums. Die Fokusreihen rückten fünfzehn Cineasten internationalen Formats in den Mittelpunkt, darunter den Engländer Grant Gee, der durch seine Arbeiten mit Radiohead weltweit bekannt wurde: den Schweden Thomas Alfredson, bekannt für “Let the Right One In” (2010), den finnischen Kritiker und Regisseur Peter von Bagh und die Brüder David und Nathan Zellner.
Interessant waren auch die internationalen Kooperationen, zum Beispiel mit der Viennale, die anlässlich ihres 50. Geburtstags fünf internationale Filmfestivals weltweit auswählte, um mit fünf signifikanten Filmen aus den fünf Jahrzehnten des Wiener Filmfestivals zu feiern; die neunte Ausgabe des “Buenos Aires Lab” (BAL), das Forum für junge Filmschaffende, die ihre ersten Schritte auf kinematographischem Terrain tun und noch keine Produktionsmöglichkeiten haben; oder die Sektion “Work in progress” (WIP) für Filme, die noch in Entwicklung sind, bei der dieses Jahr zum ersten Mal Filmemacher aus ganz Lateinamerika eingeladen waren.
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