arteBA – na klar!

Noch bis Montag kann man auf dem Rural-Messegelände in Buenos Aires viel zeitgenössische Kunst bewundern

Von Jana Münkel


Der Holzboden riecht noch frisch laminiert. Es ist kurz nach 16 Uhr am Donnerstagnachmittag, und nur hier und da lümmeln ein paar extravagant gekleidete Menschen auf den grasgrünen Polstern und schlürfen Sekt. Die Rede ist vom “Espacio Chandon”, einer loungeartigen Insel im Messegelände “La Rural”, die sich inmitten von Galerieständen befindet. In diesen Messeräumen wird in drei Stunden die 22. Kunstmesse arteBA ihre Tore öffnen. Riesige Tische mit Champagnergläsern warten bereits und lassen den großen Andrang der geladenen Gäste erahnen, zu denen jedes Jahr auch wichtige Politiker zählen.

Hier erspäht man eine vergessene Leiter, dort wird schnell noch einmal kurz gebohrt, damit auch alles sitzt, wenn nachher die potenziellen Käufer kommen. Die arteBA ist eine der wichtigsten Messen für zeitgenössische Kunst und findet jährlich im Mai in Buenos Aires statt. Dass es sich explizit um eine Verkaufsmesse handelt, wird schnell am Verhalten der Galeristen deutlich, das oft nach ein und demselben Muster verläuft. Jeder, der einen Stand betritt, wird ausführlich gemustert. Wird der oder die Wahrgenommene für “interessant” befunden, wird anschließend eine lockere Plauderei begonnen, bei der möglichst schnell herausgefunden werden will, wo der Besucher einzuordnen ist. Ein Vertreter einer anderen Galerie? Ein Sammler etwa? Presse? Auch dann wird man meist freundlich beraten – gute Kritiken sind ja schließlich auch etwas!

Herzstück der letztjährigen Ruhrtriennale war die Ausstellung “12 Rooms” im Essener Museum Folkwang, die die Besucher in 12 verschiedenen, abgeschlossenen Räumen mit ganz verschiedenartigen Situationen und Performances konfrontierte. Ein bisschen so fühlt man sich hier in den “Ausstellungswürfeln” der verschiedenen Galerien – mit einem Unterschied: Es sind weit mehr als zwölf. In jedem der über 70 Stände muss man sich auf eine völlig neue Welt gefasst machen.

Für das Barrio Joven zum Beispiel wurden insgesamt 18 Galerien aus Argentinien, Chile, Kolumbien und Ecuador ausgewählt. Dieses Jahr wird viel Buntes, Glitzeriges und Flauschiges gezeigt und angeboten. Man ist ganz hin und hergerissen zwischen silbern bemalten Tierschädeln aus der “Galería Temporal” in Chile, lila-schwarz-schimmernden Alienköpfen aus Buenos Aires (ist der Name “Galería Inmigrante” hier etwa in besonderer Weise Programm?) und dem besoffenen Kuschel-Darth-Vader mit seinen angenähten Bierflaschen aus der Provinz Catamarca. Oder soll es doch lieber einer der bunten Stofflöwen mit Federmähne aus der Galerie “Isla Flotante” in Buenos Aires sein?

Doch neben knalligen Werken findet sich auch Unscheinbares, das einen Blick lohnt. Im NoMínimo-Stand der ecuadorianischen Galerie hängt ein kleines iPad an der Wand, das leicht übersehen werden könnte. Man wird Zeuge von umfallenden Stapeln vor weißem Hintergrund: Mit Getöse kracht ein Regal mit Plastikflaschen in sich zusammen, ebenso gestapelte Kisten oder ein Holztisch mit Murmeln. Der altbekannte Kartenhauseffekt wird hier auf ganz neuartige Weise interpretiert – und lässt die Besucher schmunzeln.

Auch Aktuelles findet auf der Messe seinen Platz. Sehr nachdenklich stimmt ein hängendes Hemd der kolumbianischen Galerie “MAS: Arte Contemporáneo”. Das Hemd weist getrocknete Blutspuren auf, es wurde während eines Attentates 2012 in Kolumbien von einem überlebenden Opfer getragen und soll an die dortige (Banden-)Gewalt erinnern. Mit einer witzigen Idee thematisiert Mariana Murcia aus Bogotá die ökonomische Situation Argentiniens. Sie hat einen Dollarschein, einen Pesoschein und einen Pfundschein so lange “ausradiert”, bis nur noch das Papier des Geldes übrig blieb. Die radierten Farb- und Gummireste sammelte sie und legte sie auf eine kleine digitale Waage. Ergebnis: Der Dollarschein wiegt 68,1 Gramm, der Pesoschein nur 16,2. Ist das etwa symptomatisch? Die junge Künstlerin von der Galería Laagenica erzählt, dass sie diese Arbeit extra für die Messe angefertigt und dafür mehrere Monate radiert habe. Augenzwinkernd nimmt sie die aktuelle wirtschaftliche Lage hier aufs Korn: “Ich wollte einen Wert abseits dieses virtuellen Wertes finden, der dem Geld gegeben wird. Das Gewicht ist stabil und ändert sich nicht.”

In der Haupt-Sektion stellen bereits etablierte Galerien aus; farbige Matratzenarbeiten von Marta Minujín dürfen dabei natürlich nicht fehlen. Spannend sind aber auch die bunten Arbeiten von José Luis Anzizar, die er selbst als “mapas” und “aeropuertos”, also Karten und Flughäfen bezeichnet. Ganz assoziativ malt der viel reisende Künstler zunächst mit einem Buntstift eine Bewegung auf ein weißes Blatt. Diese Linien überklebt er dann mit ausgeschnittenem, farbigem Papier, so dass etwas entsteht, das sich vielleicht am besten mit “wirkungsvolle wirbelige Explosionen” beschreiben lässt.

Eine Sektion mit deutscher Unterstützung ist bereits zum dritten Mal dabei: Die “U-Turn-Project Rooms” von Mercedes Benz erfreuen mit frischen Ideen und bereichern die Messe mit der Präsenz internationaler Galerien.

Bei all dieser Vielfalt kommen die Sofas zum Ausruhen und der starke Nespresso-Kaffee gelegen: Zeitgenössische Kunst ist anstrengend, vor allem in dieser Fülle. Und Zeit zum Wirkenlassen muss sein. Ein Besuch der arteBA lohnt sich allemal.

  • 22. Kunstmesse arteBA
  • 24.-27. Mai 2013
  • Messegelände La Rural, Grüner und Blauer Pavillon, Av. Sarmiento 2704, Buenos Aires
  • Öffnungszeiten: 13-21 Uhr
  • Eintritt 70 Pesos, Studenten und Rentner 35 Pesos
  • Webseite

Fotos von oben nach unten:
Die bunten Reisen des José Luis Anzizar.

Kuschellöwe gefällig?

Ganz schön brav: Stickarbeiten aus der Provinz Catamarca.
(Fotos: Jana Münkel)

Innere Landschaften

Irene Moschütz stellt in der Deutschen Botschaft aus

Von Susanne Franz


Sie bringt die Farben zum Leuchten und erhebt die figürlichen Aspekte ihrer Gemälde – Pferde, Fische, ein tanzendes Paar, Kolibris, einen Vogel im Flug – in den Bereich der Abstraktion. Der Kopf der Pferdemutter, die sich ihrem Fohlen zuwendet, explodiert in ein Symbol für die Kraft des Lebens, der Tanz versinnbildlicht pure Lebensfreude, Kolibri und Blüte, Fische und Meeresgewächse fangen einen Augenblick reiner Schönheit ein, wie sie die Natur in jedem Moment offenbart. Darüber hinaus sind die Gemälde von Irene Moschütz, die seit Dienstag vergangener Woche im Konsulat der Deutschen Botschaft in Buenos Aires gezeigt werden, innere Landschaften. “Mit der Malerei drücke ich aus, was in meinem Inneren vor sich geht”, schreibt die Künstlerin in einem kleinen Einführunsgtext zu ihrer ersten Ausstellung. “Mit ihr beschreite ich den Weg zu dem, was mich wirklich ausmacht.” Die Bilder, die sie in einem kreativen Prozess des Automatismus erschafft, sind auch für sie immer wieder überraschend, und doch “sind sie schon immer da gewesen”.

Dass sie erst seit wenigen Jahren malt, mag man der Werbefachfrau und Psychologin ob der Reife ihrer Werke kaum glauben. Nach mehreren Jahren, in denen sie die Technik der Malerei in den Werkstätten verschiedener Künstler erlernt hat, weiß sie jetzt, dass sie ihren eigenen Stil gefunden hat. Der Betrachter empfindet dies sofort – und wird angesteckt von der Lebensfreude, die Moschütz’ Gemälde ausstrahlen.

Zur Vernissage haben Freunde und Familie der deutschstämmigen Künstlerin Blumen mitgebracht, es herrscht eine entspannte Atmosphäre. Die Mitarbeiterinnen des Konsulats äußern sich besonders zufrieden – bis Ende Juni können sie nun jeden Tag auf “so schöne Gemälde” in ihrem Arbeitsbereich schauen. Für Besucher ist die Ausstellung montags bis donnerstags von 8.30 bis 11 und von 14 bis 15 Uhr, freitags von 8.30 bis 11 Uhr zugänglich. Auch auf Irene Moschütz’ Webseite kann man sich einige Werke anschauen.

Foto:
“Nektarium”, Mischtechnik, 1 m x 70 cm.

Nichts wie hin!

Die erfolgreiche Kunstmesse arteBA findet vom 24. bis 27. Mai zum 22. Mal statt

Von Jana Münkel

Künstler, Galeristen, Kultureinrichtungen, Unternehmen und Experten aus der Welt der Kunst – wann trifft man sie alle schon einmal am gleichen Fleck? Bei der “arteBA”, der Kunstmesse in Buenos Aires, ist dies kein Problem. Dieses Jahr sind insgesamt 82 Galerien aus Lateinamerika, den USA und Europa in vier Sektionen zu Gast. Neben den “normalen” Hauptständen sind besonders die U-Turn-Projekträume von Mercedes Benz und das “Barrio Joven” als Ausstellungsort für junge, aufstrebende und vielversprechende Künstler einen Besuch wert. Mit Spannung wird auch die Verleihung des “Petrobras”-Preises erwartet, der mit 25.000 Pesos ausgelobt ist. Der Kurator Cuauhtémoc Medina wird zusammen mit zwei Künstlern aus fünf Arbeiten auswählen, die alle im Exil entstanden sind oder die Auswanderung zum Thema haben.

Doch für Kunstfreunde gibt es noch unzählige weitere Angebote – wer die Wahl hat, hat die Qual. Zum ersten Mal gibt es zum Beispiel in Zusammenarbeit mit Banco Ciudad ein Programm von jungen KuratorInnen, darüber hinaus wird José Roca von der Tate Modern Gallery erwartet. Dieser reist an, um lateinamerikanische Werke für die berühmte Londoner Galerie zu erwerben. Mit freien Eintritten und spannenden Themen wartet das “Open Forum” auf.

Diese 22. arteBA ist zugleich die letzte unter der Direktion von Facundo Gómez Minujín. Ab Juli wird Alec Oxenford neuer Präsident. Vielleicht zeigt sich die Messe ja im nächsten Jahr mit ganz neuem Gesicht? Doch nun gilt zunächst der Moment – nichts wie hin, um viele künstlerisch-überraschende Momente zu erleben!

  • 22. Kunstmesse arteBA
  • 24.05.-27.05.2013
  • Veranstaltungsort: Messegelände La Rural im Blauen und Grünen Pavillon, Av. Sarmiento 2704, Buenos Aires
  • Öffnungszeiten: 13-21 Uhr
  • Weitere Informationen und Programm hier

Foto:
Labyrinth aus Kunst: Die arteBA öffnet am kommenden Freitag ihre Pforten.

“El Siluetazo desde la mirada de Eduardo Gil”

Muestra en el Parque de la Memoria


“El Siluetazo desde la mirada de Eduardo Gil” es una muestra fotográfica que conmemora el 30 aniversario de una acción que articuló de manera emblemática el arte con una demanda social colectiva: la aparición con vida de miles de desaparecidos durante la última dictadura militar.

Ideado por los artistas visuales Rodolfo Aguerreberry, Julio Flores y Guillermo Kexel, quienes acercaron la propuesta a las Madres y Abuelas de Plaza de Mayo y otros organismos de derechos humanos, el “siluetazo” fue realizado pocos meses antes de que concluyera el régimen militar, el 21 de septiembre de 1983, en el marco de la III Marcha de la Resistencia.

Allí, los organizadores improvisaron un taller al aire libre y, usando plantillas, comenzaron a delinear -junto a cientos de manifestantes-, siluetas humanas sobre papeles, que luego pegaron verticalmente sobre las paredes de los edificios aledaños, otros carteles existentes, árboles, etc.

Si hoy, a treinta años del siluetazo es posible acceder a imágenes que habilitan el abordaje de este acontecimiento histórico es, en parte, gracias a la labor de artistas como Eduardo Gil, quien participó activamente de la acción, tanto política como artísticamente.

“Me preocupaba cómo resolver visualmente las imágenes que se generaban a mi alrededor”, recuerda Gil, “cómo plasmar en ellas la potencia de la fotografía para dar cuenta del entorno y la estética bressoniana con la que me identificaba en aquel momento, me pareció la herramienta ideal”.

La exposición de las imágenes tomadas por Gil en la Sala PAyS del Parque de la Memoria –Monumento a las Víctimas del Terrorismo de Estado propone reflexionar críticamente sobre una de las iniciativas estético-políticas más memorables de la historia argentina.

Informamos también que el día de la inauguración de la muestra, a las 17 horas, se realizará un recorrido guiado por la misma junto al artista y Ana Longoni, autora con Gustavo Bruzzone del libro “El siluetazo”.

Eduardo Gil nació en Buenos Aires, el 3 de febrero de 1948. Sus primeras obras fotográficas datan de 1979 y denotan una impronta fuertemente latinoamericanista. Desde comienzos de los años 80 se dedicó a la docencia y a colaborar de forma free-lance con medios de comunicación y agencias de prensa del país y del extranjero. Fue miembro fundador del NAF (Núcleo de Autores Fotográficos) junto con Hugo Gez, Oscar Pintor, Marcos López, entre otros, y expositor en decenas de encuentros de fotografía en todo el mundo. Hasta el momento expuso su obra personal en más de 200 muestras, tanto individuales como colectivas, en América Latina, Estados Unidos y Europa. Sus obras forman parte de acervos permanentes de museos e instituciones internacionales así como de importantes colecciones particulares. Actualmente vive y trabaja en Buenos Aires.

  • “El siluetazo desde la mirada de Eduardo Gil”, fotos.
  • Parque de la Memoria, Av. Costanera Norte, Rafael Obligado 6745 (adyacente a Ciudad Universitaria), Buenos Aires.
  • Lun-Vie 10-17, fines de semana y feriados 12-18 hs. Entrada libre y gratuita.
  • Inauguración: 18.05., 16 hs. Hasta 02.06.

“Ovationen! Und 15 Minuten Applaus!“

“El crítico” im Teatro San Martín thematisiert die Hassliebe zwischen Autor und Kritiker

Von Jana Münkel

“Wenn Künstler und Kritiker in einen Dialog treten, dann wird dieser kämpferische Dialog selbst zum Theaterstück”, schreibt der spanische Dramatiker Juan Mayorga. Der 1965 geborene Madrider hat genau diese Begegnung zu einem spannenden Kammerspiel verarbeitet. Dass Mayorga Doktor der Philosophie und Absolvent eines Mathematikstudiums ist, passt in gewisser Weise: Das Stück, aus einem einzigen langen Dialog bestehend, ist ausgeklügelt und spitzt sich mit fast mathematischer Genauigkeit zu, lässt Gedankenspiele einfließen, bis es zu einem überraschenden Ende führt.

Ein Theaterkritiker (sehr authentisch mit seinem unaufgeregten Spiel: Horacio Peña) kommt nach einem viel beklatschten Premierenabend nach Hause und will gerade in gewohnter Manier mit ruhiger Musik seine Kritik verfassen, als es an der Haustür klingelt. Davor steht kein anderer als der Autor des Theaterstücks selbst (Pompeyo Audivert). Konsterniert ob dieser unüblichen Begegnung, versucht der Kritiker, den ungebetenen Gast hinauszuschmeißen. Der Autor jedoch zieht es vor, herauszufinden, was der Kritiker denn so zu schreiben gedenkt und währenddessen einen Wein nach dem anderen zu öffnen. “Ovationen! Und 15 Minuten Applaus!”, wiederholt der “kritikallergische” Dramatiker immer wieder, wie um sich vor einem Verriss zu schützen. Als der Journalist ihm seinen Griffel überlässt, um ihn seine Kritik selbst schreiben zu lassen, ist er allerdings ratlos… Auch kritisieren will gelernt sein. Um Mitternacht wird das Telefon klingeln, bis dahin muss der Artikel geschrieben sein.

Mit viel Witz, wahren Worten und einem schönen Zweierspiel entwickelt sich ein ebenso unterhaltsamer wie tiefsinniger Abend im kleinen Cunill Cabanellas-Saal des Teatro San Martín. Wie auf einem Sezierbrett werden große Theatergefühle, die Authentizität des geschriebenen Stücks und auch das Publikum thematisiert und untersucht. Das schon von Shakespeare so geliebte “Theater im Theater” (mit simuliertem Boxkampf!) ist ebenso inbegriffen wie ein Geheimnis um die große Liebe des Kritikers, über die der Dramatiker mehr zu wissen scheint. Und als am Ende das Telefon klingelt, ist doch alles anders als erwartet. Ein bisschen Bauchpinselei für das anwesende, kritische San Martín-Publikum darf natürlich auch nicht fehlen, denn “Im Kino ist der Zuschauer nichts – im Theater ist er König!”

Foto:
Kritik kann manchmal wehtun. Pompeyo Audivert (u.) und Horacio Peña in “El crítico”.
(Foto: Carlos Furman)

Filmzyklus “Perspectiva Alemania”

Zeitgenössisches deutsches Kino im Cine Cosmos in Buenos Aires

Von Jessica Steglich


Am 16. Mai startet der Filmzyklus “Perspectiva Alemania: Historia(s) de migración, rebelión y cambio”, der vom Goethe-Institut, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst DAAD und dem Deutsch-Argentinischen Zentrum der Universidad de Buenos Aires organisiert wird. An vier Tagen werden im Cine Cosmos (Av. Corrientes 2046) in Buenos Aires sechs deutsche Filmproduktionen aus dem zeitgenössischen deutschen Kino zu sehen sein. Die Filme thematisieren auf unterschiedliche Weise historische und soziale Begebenheiten, und wie diese die deutsche Gesellschaft geprägt haben.

Die Filmreihe beginnt am 16. Mai um 20 Uhr mit “Jalda y Anna. Una generación después” (Jalda und Anna. Eine Generation danach), einem Dokumentarfilm über zwei deutsch-jüdische Frauen, die gemeinsam versuchen, die Freude am jüdischen Leben zurückzuerlangen. Die Regisseurin Katinka Zeuner wird anschließend für Publikumsfragen zur Verfügung stehen.

Die Komödie “Bienvenido a Almanya” (Almanya – Willkommen in Deutschland) von Yasemin Samdereli wird am 18. Mai um 20 Uhr und am 19. Mai um 22 Uhr gezeigt. Sie handelt von der Geschichte einer türkischen Familie, die in den 1970er Jahren nach Deutschland einwanderte. Auf einfühlsame Weise schildert der Film die unterschiedlichen Situationen der älteren Generation, und der jüngeren, die in Deutschland aufwuchs.

Die deutsch-polnische Produktion “Los conejos del Muro” (Mauerhase) von Bartek Konopka dokumentiert das Schicksal der zu DDR-Zeiten im deutsch-deutschen Grenzgebiet lebenden Wildkaninchen. Darin wird die Teilung Deutschlands aus der Perspektive der Kaninchen gezeigt, für die die Mauer eine schützende Wirkung hatte und die sich nach dem Mauerfall in Westdeutschland “durchschlagen” mussten. Der Film erhielt 2010 eine Nominierung für einen Oscar der Kategorie “Bester Kurzdokumentarfilm”. Zu sehen ist er im Cine Cosmos am 17. Mai um 19 Uhr und am 19. Mai um 18 Uhr.

“Quién, sino nosotros” (Wer, wenn nicht wir) von Andres Veiel thematisiert die Befindlichkeiten in Deutschland vor dem Umbruchjahr 1968. Erzählt wird die Liebesgeschichte zwischen Gudrun Ensslin und ihrem Ehemann, dem Schriftsteller Bernward Vesper. Mit diesem Porträt schafft Veiel eine neue Betrachtungsweise der Ursachen für die Ereignisse des Deutschen Herbstes. Die Produktion ist am 17. Mai um 22 Uhr und am 19. Mai um 19 Uhr zu sehen.

Zwei weitere Produktionen, “El mal del sueño” (Schlafkrankheit) von Ulrich Köhler – 17. Mai um 20 Uhr und 18. Mai um 22 Uhr – und “Tormenta” (Sturm) von Hans-Christian Schmid – 16. Mai um 20 Uhr und 18. Mai um 18 Uhr – bieten einen Blick auf Deutschland in Zeiten zunehmender internationaler Verstrickungen. Anhand persönlicher Schicksale werden große politische Fragen aufgeworfen: in “Sturm” geht es um die Frage nach dem Sinn der Europäischen Einigung, “Schlafkrankheit” zeigt die Konsequenzen humanitärer Hilfsaktionen auf.

Der Eintrittspreis für die Vorstellungen beträgt 15 Pesos (10 für Studenten und Rentner). Der Verkauf findet im Cine Cosmos statt (Tel.: 011-4953-5405). Mehr Informationen zu dem Event findet man auf der Homepage des Goethe-Instituts.

Foto:
Szene aus “Almanya – Willkommen in Deutschland”.

Una propuesta bien fea

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Nueva plataforma: Feria Emergente de Arte

Por Paula Bonnet

Este domingo de tres a nueve de la tarde se llevará a cabo la Feria Emergente de Arte (FEA), una nueva plataforma para conocer talentos emergentes. Los participantes de las últimas ediciones fueron tanto artistas plásticos como músicos, diseñadores textiles, escultores y fotógrafos entre otros. Los impulsadores de la propuesta son estudiantes universitarios de artes de distintas instituciones. Según ellos “este ámbito artístico y cultural brinda la oportunidad de mostrar la propia realización artística y la posibilidad de auto-sostenimiento”.

Aquellos que quieran participar de la próxima edición pueden dedicarse a las artes visuales y el diseño, entre otras disciplinas. La edad y nacionalidad son indistintas y la inscripción es gratuita. Para participar es necesario escribir un mail a feriaemergentedearte@gmail.com. El mismo deberá contar con una descripción de la obra que se pretende presentar y un inventario de la misma. Cada participante recibirá una constancia de participación.

La feria se realiza cada segundo domingo del mes en el local cinco de la Galería Artística El Viejo Hotel (Balcarce 1053, CABA).

Más información aquí.

Kunstmesse FEA – kein bisschen hässlich

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Eine neue Plattform: Die “Feria Emergente de Arte – FEA” (Kunstmesse der Nachwuchstalente)

Von Paula Bonnet

Am morgigen Sonntag findet von 15 bis 21 Uhr die Feria Emergente de Arte – FEA (Kunstmesse der Nachwuchstalente) statt, eine neue Plattform für aufstrebende junge Künstler. An den vorangegangenen Ausgaben von FEA haben neben Malern unter anderem auch Musiker, Textildesigner, Bildhauer und Fotografen teilgenommen. Das Projekt wurde von Studenten verschiedener künstlerischer Disziplinen ins Leben gerufen. Sie wollen damit ein kulturelles Ambiente schaffen, in dem jungen Talenten die Möglichkeit geboten wird, “ihre eigenen künstlerischen Produktionen zu zeigen und Wege zu finden, sich mit diesen auf eigenverantwortliche Art und Weise eine Lebensgrundlage zu schaffen”.

Junge Künstler und Designer oder Vertreter anderer Disziplinen sind eingeladen, bei der nächsten Ausgabe von FEA mitzumachen. Es gibt keine Beschränkungen bezüglich Alter oder Nationalität; die Einschreibung ist kostenlos. Um teilzunehmen, schreibt man ein E-Mail an feriaemergentedearte@gmail.com, mit einer Beschreibung des Projektes, das man vorstellen möchte, und einer Auflistung des Inventars. Jeder Teilnehmer erhält eine Teilnahme-Bescheinigung.

Die Messe findet jeden zweiten Sonntag im Monat im “Local 5” der Galería Artística El Viejo Hotel (Balcarce 1053, Buenos Aires) statt.

Weitere Informationen hier.

Bücher über Bücher

Lesefreunde kommen auf der 39. “Feria del Libro” voll auf ihre Kosten

Von Jana Münkel

Eigentlich kommt keiner dieser Tage an ihnen vorbei: Alle Brücken in Buenos Aires sind behängt mit riesigen Buchplakaten, auf denen “libros como puentes” steht. Die 39. Internationale Buchmesse von Buenos Aires ist in vollem Gange und lockt zahlreiche Besucher an. Es ist gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten bei den unzähligen Ständen, die zum Blättern, Schmökern oder Fragen einladen. Doch das Farbsystem der Buchmesse hilft bei der Orientierung und schließlich findet jeder zu seinem Wunschstand. Überall Bücher: Große, kleine, dicke, dünne, Wissenschaftliches und Spaßiges – da ist für alle etwas dabei.

Wer nicht ganz so zielgerichtet seinen Lieblingsverlag sucht, kann sich auch einfach treiben lassen und kommt dabei leicht ins Gespräch mit einem der vielen Freiwilligen, die den Besuchern etwas über ihren Stand erklären oder Literaturempfehlungen abgeben. Martín ist 18 Jahre alt und studiert Englisch an der UBA. Er arbeitet das erste Mal auf der Buchmesse am Longseller-Stand – weil ihm “Bücher einfach gut gefallen.” Eine nette Beratung gibt es auch am deutschen Stand, an dem viele spannende Bücher zum Lesen einladen. Zu Gast war dieses Jahr der in München geborene Schriftsteller Raul Zelik, der momentan eine Professur für Politik an der Nationaluniversität Kolumbiens innehat. Die spanische Ausgabe seines Buchs “Berliner Verhältnisse” stieß auf großes Interesse und ist bereits ausverkauft.

Wie in jedem Jahr ist auf der Buchmesse auch eine Stadt zu Gast; dieses Mal fiel die Wahl auf die Hauptstadt der Niederlande. Inmitten des Büchertrubels lädt das in hellem Holz gehaltene “Café Amsterdam” mit seinen typisch orangenen Fenstern zum Ausruhen ein. Bei einem (zugegebenermaßen ziemlich süßen Instant-) Cappuccino und einer Medialuna können die Besucher in ihren erworbenen Büchern schmökern oder auch die ausliegende niederländische Literatur entdecken. Das niederländische Kulthäschen Miffy darf natürlich ebenfalls nicht fehlen und schaut verschmitzt durch die Hintertür. Wer dann noch nicht genug hat, kann an den zahlreichen angebotenen Buchvorstellungen, runden Tischen und Diskussionsrunden teilnehmen (Programm). Bis zum kommenden Montag, den 13. Mai, kann noch “buchgemesst” werden.

Fotos von oben nach unten:
Überlebensgroße Bücher: Der Traum so mancher Leseratte.

Oranje! Das Café Amsterdam.
(Fotos: Jana Münkel)

“In der Geometrie fühle ich mich zu Hause”

Ein Streifzug durch die argentinisch-schweizerische Welt der abstrakten Kunst

Von Jana Münkel


“Geometría – Desvíos y desmesuras”, so lautet der Name einer Ausstellung im Espacio de Arte der Fundación Osde, die am Donnerstag vergangener Woche eröffnet wurde. Der Kontrast könnte nicht größer sein: Schon während die Besucher die alten, schmiedeeisernen Treppen hinaufklettern, werden bunte Fensterscheiben in der Treppenhauskuppel sichtbar. In den Ausstellungsräumen angelangt, wartet eine farbige Vielfalt, wie sie abwechslungsreicher kaum sein könnte: Gemälde, Skulpturen, Installationen wollen bestaunt werden. Die Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Eidgenossenschaft stattfindet, ist eine Hommage an das hundertjährige Bestehen der abstrakten Kunst. Im Jahr 1913 nämlich verleitete die erste große Ausstellung abstrakter Kunst in Russland die gesamte russische Avantgarde dazu, von nun an kubistische Elemente in ihre Arbeiten einzubauen.

Der Titel der Ausstellung in der Fundación Osde lässt sich frei übersetzen mit “Umwege und Grenzüberschreitungen”. Letzteres ist Programm: 17 argentinische und fünf Schweizer Künstler sind zu Gast und stellen ihre Werke aus.

Die Schweizer Kunsthistorikerin und international erfahrene Kuratorin Danielle Perret betont in ihrer Begrüßung die Wichtigkeit, Kunst auch über Ländergrenzen hinweg zu zeigen und erwähnt die Bedeutung des Espacio de Arte gerade für junge Künstler. Drei Komponenten spielten für die konkrete Kunst eine besondere Rolle: Farbe, Material und Raum. Als Besucher ist es spannend, genau diese Eigenschaften in den Werken auf immer neue Art und Weise verwirklicht zu sehen.

Die argentinische Künstlerin Carola Zech zum Beispiel, die jüngst eine eigene Ausstellung im Centro Cultural Recoleta hatte, arbeitet viel mit magnetischen Materialien. Ihre Arbeit besteht aus bunten Metallstücken, die vertikal an der Wand hängen sowie eine Säule umschließen und ausschließlich durch Magneten zusammengehalten werden. Sie sei zunächst in den Raum gegangen, um zu sehen, ob sie eine Idee habe, erzählt sie in bemerkenswertem Deutsch. Ihre Haltung zu den Komponenten “Farbe, Raum, Material”? “Vor allem die Mischung interessiert mich. Meine Arbeit besteht aus Eisen, das mit Autolackfarben bespritzt wird. Dazu gehe ich in eine große Fabrik, dort wird mir damit geholfen. Auch die Industrie ist also sehr wichtig für meine Kunst.” Sie freut sich über den argentinisch-schweizerischen Dialog, da doch beide Länder eine starke Tradition in Verbindung mit der Abstraktion hätten.

Die Arbeit des vor allem in Europa bekannten Schweizers Beat Zoderer ist bereits im Treppenhaus zu sehen: Er hat die fünf Fenster der großen runden Kuppel mit bunter Folie beklebt, aus der er runde Kreise verschiedener Größe herausgeschnitten hat. Der im Kanton Aargau lebende Künstler, der auch für den Innenhof des deutschen Bundestags eine bunte Pavillonskulptur entworfen hat, ist zum dritten Mal in Buenos Aires, jedoch das erste Mal für ein Projekt. Es sei spannend, in diesem Kontext das Länderübergreifende in der konstruktiven, abstrakten Kunst zu sehen, erzählt er.

Mithilfe von Fotos und einem Grundriss konnte er von der Schweiz aus schon planen und ihm fiel sofort die architektonische Besonderheit des Gebäudes ins Auge. “Die Eingangssituation ist ja sehr speziell. Man kommt hinein und sieht in diese Kuppel und dann geht man die Treppe hoch und ist plötzlich in der Ausstellung.” Diese zwei Blicke, der von innen und der von außen, interessieren ihn am meisten. Und es ist richtig: Das Spannende an der Ausstellung sind die vielen Perspektiven und Raumauffassungen, die man als Besucher angeboten bekommt und die man sich auch selber suchen kann. Das macht für Zoderer auch die abstrakte Kunst aus, “denn die Figuration erzählt immer Geschichten.” Und es ist gerade das Nichtfigurative, das es erlaubt, eigene Empfindungen zuzulassen. Dazu passt auch der Titel der Ausstellung. Die Geometrie ist die “Lehre von den ebenen und räumlichen Gebilden”, nichts weiter. Auch Zoderer ist zufrieden: “Damit fühle ich mich zu Hause.”

Zwischen all den Installationen, Skulpturen und Wandobjekten sticht das Werk eines Künstlers ganz besonders heraus. Gian Paolo Minelli ist im Tessin aufgewachsen und lebt seit 30 Jahren in Buenos Aires. Er ist der einzige, der Fotografien ausstellt und so den Fokus auf eine “natürliche” Geometrie legt. Zwei Fotos aus seiner Serie “Galpón Colón”, was soviel bedeutet wie “Colón-Schuppen”, zeigen gestapeltes Holz, das ganz verschiedenartig beschaffen ist. Der Blick kann an den Linien entlanggleiten und eine ganz eigene Geometrie entdecken.

Besonders beeindruckend ist das Foto aus seiner “Playa”-Serie. Auf den ersten Blick handelt es sich um ein Schwarz-Weiß-Foto mit verschiedenen grauen Flächen, die von helleren Diagonalen durchzogen sind. Aufgrund des Titels erwischt man sich bei der Suche nach einer Figürlichkeit, die mit Strand zu tun hat, wird aber in dieser Hinsicht enttäuscht. Erst beim genauen Betrachten fällt auf, dass es sich tatsächlich um ein Strandbild handelt: Das Foto ist von unten durch einen gespannten Sonnenschutz aufgenommen, durch den die Sonne hereinscheint und somit das Spiel mit Licht und Formen erst möglich macht. Diese “Liegeperspektive”, die verschiedene Formen freigibt, zeigt: Auch die Natur kann abstrakt wirken.

Die Ausstellung bietet noch viele weitere Blickfänge und Werke zum Verweilen und Wirkenlassen. Wer die gesamte Vielfalt erleben möchte, kann dies noch bis zum 6. Juli tun. Der Espacio de Arte (Suipacha 658, 1. Etage) ist von Montag bis Samstag zwischen 12 und 20 Uhr geöffnet, Führungen gibt es mittwochs um 18 Uhr und samstags um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Fotos von oben nach unten:

Blick ins Bunte: Zoderers Arbeit an den Fenstern der Kuppel.

Carola Zech neben der von ihr gestalteten Magnetsäule.

Beat Zoderer: “Der Kreis ist von Hand geschnitten, dadurch wird er weltlich. Denn der Mensch ist ja unperfekt.”
(Fotos: Jana Münkel)

Die Arbeiten von Carola Zech werden ausschließlich von Magneten zusammengehalten.

“Brisas del mar”

Der deutsche Gitarrist Stefan Grasse präsentiert Musik aus Europa und Lateinamerika

Von Jana Münkel

Mögen Sie Musik, die sich nicht in ein einziges Genre zwängen lässt? Dann wird Ihnen die CD “Brisas del mar” von Stefan Grasse sicher gefallen. Doch Sie müssen sich nicht mit der Aufnahme begnügen: Der Nürnberger Gitarrist hat einen hervorragenden Ruf in der europäischen Musikszene, schaut auf eine rege internationale Konzerttätigkeit zurück und kommt nun für insgesamt fünf Konzerte nach Argentinien (s.u.). 1962 in München geboren, studierte Grasse Jazz- und klassische Gitarre unter anderem an der Jazz School München, am Meistersinger-Konservatorium Nürnberg und der Royal Scottish Academy of Music and Drama in Glasgow. Er erhielt zahlreiche Stipendien und Preise und ist neben seiner Tätigkeit als Konzertgitarrist auch als Musikproduzent und Dozent an der Universität Erlangen-Nürnberg tätig.

Stefan Grasses Repertoire zeichnet sich durch eine beeindruckende Stilvielfalt aus. Seine Einflüsse kommen aus aller Welt: Der europäische Impressionismus, die Pariser Valse musette und der andalusische Flamenco sind ebenso zu finden wie lateinamerikanische Klänge und Jazz. Zwei Konzerte seiner Tour wird der deutsche Gitarrist auch in Buenos Aires geben.

Tourdaten:

  • Sonntag, 5. Mai 2013, 20.30 Uhr
  • Auditorio Municipal de Armstrong, Santa Fe
  • Konzert mit Juan Falu, Carlos Aguirre (Argentinien) und Stefan Grasse
  • Donnerstag, 9. Mai 2013, 20 Uhr
  • Universidad de Rosario, ECU espacio cultural universitario, Santa Fe
  • Trio Escolaso (Argentinien), César Farias Huenqueno (Chile) und Stefan Grasse
  • Freitag, 10. Mai 2013, 18 Uhr
  • Universidad de Rosario, ECU espacio cultural universitario, Santa Fe
  • Workshop mit César Farias Huenqueno (Chile) und Stefan Grasse
  • Samstag, 11. Mai 2013, 20.30 Uhr
  • Auditorio Municipal de San Miguel
  • Konzert mit dem Duo Mauro und Pablo Cardozo (Argentinien) und Stefan Grasse
  • Sonntag, 12. Mai, 20.30 Uhr
  • La Scala de San Telmo, Pasaje Giuffra 371. Buenos Aires
  • Konzert mit Analía Rego (Argentinien) und Stefan Grasse

Foto:
Steht für musikalische Vielfalt: Stefan Grasse.