Von Super 8 zu “Super 80”

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Marielouise Alemann: 40 Jahre Kino und experimentelles Theater

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Ein jung gebliebener
Geist: Marielouise Alemann.

Aus Anlass des 80. Geburtstages von Marielouise Alemann und des 40-jährigen Bestehens des Goethe-Instituts Buenos Aires wird am Mittwoch, dem 18. Juli, um 20 Uhr, im Goethe-Institut (Av. Corrientes 319) bei freiem Eintritt ein Abend mit Ausschnitten aus dem experimentellen Theater- und Filmschaffen der Künstlerin veranstaltet.

Marielouise Alemann wurde 1927 in Deutschland geboren. Seit 1949 lebt sie in Argentinien. Sie realisierte Arbeiten als Fotografin, Journalistin und Bildende Künstlerin. Mit der Gründung der “Gruppe Experimentelles Argentinisches Kino” zählt sie zu den Pionierinnen des experimentellen Kinos, dessen Heimat das Goethe-Institut Buenos Aires war. Hier waren Treffpunkt, Ort der Ausbildung, Möglichkeit, seine Werke zu zeigen und Ideen und Erfahrungen auszutauschen. Führende Persönlichkeiten des experimentellen argentinischen Kinos wie Narcisa Hirsch, Claudio Caldini, Juan José Mugni, Horacio Vallereggio, Adrián Tubio, Juan Villola u.a. kamen im Goethe-Institut zusammen.

Während der siebziger Jahre, als sehr wenige Kultureinrichtungen den Mut hatten, ästhetische Sonderwege zu gehen, bot das Goethe-Institut eine experimentelle Plattform für das, was man heute “Neue Tendenzen” nennt. Das neue deutsche Kino befand sich auf seinem Höhepunkt und im Gegensatz zu den Vorgaben, die die Diktatur aufzwang, traute sich das Goethe-Kino, bissige Sozialkritiken oder auch formal innovative Filme zu zeigen. Eine der ersten, die das kreative Potenzial erkannte, das von der anderen Seite des Ozeans kam, war Marielouise Alemann. Dank ihr kamen Werner Nekes und Werner Schröter nach Buenos Aires, zwei der wichtigsten Vertreter der deutschen Filmkunst dieser Zeit.

Marielouise organisierte Workshops und war die Alma Mater einer Gruppe junger Leute, die es wagten, allein dadurch Skandale zu verursachen, dass sie neue Ausdrucksformen ausprobierten. Neben diesen Aktivitäten entstand ihr eigenes Werk: Fragmente dramatischer Stücke und Filme, die heute ein Opus singulärer und vor allem unerforschter Schönheit darstellen.

Nähere Informationen auf der Webseite des Goethe-Instituts.

Programm:

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“Cuando el agua calla”

Teresa Pereda en Wussmann

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El miércoles 4 de Julio se inauguró en la Galería de Arte
Wussmann la muestra “Cuando el agua calla”, chapas y papeles de la artista Teresa Pereda.

Horacio Zabala escribe en el 2007, que “en las obras de Teresa Pereda hay cuatro protagonistas: el hierro, el papel, el agua y la tierra. La chapa de hierro y la hoja de papel, cada una por su lado, constituyen los soportes bidimensionales de la imagen, consecuencia visible del “encuentro” entre el agua y la tierra. El procedimiento de la artista con estas materias (…) consiste en observar y ensayar, en aceptar la sorpresa inesperada, en elegir el instante para detener o acelerar la metamorfosis en curso… en descubrir (des-cubrir) imágenes de situaciones inestables, en dejar actuar al tiempo una y otra vez.

Los valores ópticos y cromáticos de la obra de Teresa Pereda no olvidan la materia de donde provienen. Al contrario, realzan sus valores táctiles y cromáticos, sus texturas y contexturas: crean estímulos inesperados que excitan nuestra imaginación y nuestra percepción sensible.”

Según Alberto Giudici (2005), “toda la obra de Teresa Pereda está ligada a la tierra. La tierra como espacio de reflexión y como vínculo esencial del hombre con la naturaleza. En gran medida esa cosmovisión espiritual ha predeterminado su accionar artístico y creativo, pero al mismo tiempo ha sido y es el disparador de una imaginería visual profundamente expresiva por los medios formales utilizados. (…) En su permanente vocación dialógica con la tierra, Pereda encontró un nuevo y deslumbrante punto de inflexión para celebrar.”

  • Teresa Pereda, “Cuando el agua calla”, chapas y papeles. Wussmann, Venezuela 570. Desde 04.07.

Fuente: Artistas de Buenos Aires, Blog de Angie Röytgolz.

Geballte Energie

Graciela Dietl in der Galerie Bohnenkamp & Revale

Von Susanne Franz

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“Sin parar”, Acryl auf Leinwand, 110 x 130 cm, 2006.

Nicht die Fortbewegung steht im Mittelpunkt, sondern die Lust am Sich-Fortbewegen; nicht die Pflicht, von einem Punkt-zum anderen zu gelangen, sondern das Vergnügung, unterwegs zu sein. Motorradfahren ist etwas für Genießer, ein Luxus, für viele auch ein Rausch. Soll der normale Mensch doch Auto fahren.

Waren es in der letzten Einzelausstellung der Künstlerin Graciela Dietl (2004 in der Galerie van Riel) Lokomotiven, die als Auslöser für ihre expressiven Gemälde dienten, sind es in der Exposition, die sie zur Zeit in der Galerie Bohnenkamp & Revale zeigt, ebenjene schweren Maschinen, die das Herz des Liebhabers höherschlagen lassen. Es ist sogar ein ganz bestimmtes Motorrad, nämlich die wunderschöne BSA von 1948 ihres Sohnes Rolf, die die jüngste Produktion der Künstlerin “losgekickt” hat – der gepflegte Oldtimer ist ebenso wie die etwa 30 Malereien Dietls in der Galerie zu bewundern.

Graciela Dietl hat mit ihrem unverwechselbaren, aber dennoch weitgefächerten, dynamischen Stil Werke verschiedenster Formate geschaffen – vom großzügigen Dyptichon bis hin zu kleinen quadratischen Bildern -, in denen sie die wilde Energie, den Übermut und die Lebensfreude des Motorradfahrens heraufbeschwört. Doch auch Respekt schwingt mit in den Gemälden Dietls, die, wie gewohnt, durch ihre Vielseitigkeit, Stilsicherheit und Kreativität bestechen.

Graciela Dietl hat seit 1992 zahlreiche Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen durchgeführt, nicht nur in Argentinien, sondern auch in Deutschland, Österreich, Italien und Griechenland. Ihre Werke befinden sich in Privatsammlungen im In- und Ausland.

Bis zum 29. Juni hat man Gelegenheit, ihre jüngste Produktion in der schönen Galerie Bohnenkamp & Revale (Maipú 979/981), die erst im vorigen Jahr neu eröffnet wurde, zu sehen.

Erschienen im “Argentinischen Tageblatt” vom 23.06.07.

Skulpturen voller Leben

José Piuma stellt in der Galerie Atica aus

Von Susanne Franz

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Es gefällt ihm, wenn man sie berührt. An denjenigen Skulpturen, die aufklappbar sind, hat der Bildhauer José Piuma sogar Einkerbungen auf und unter dem Deckel angebracht, in die die Finger einer Hand passen. Dennoch packt den Betrachter eine Art heilige Scheu, die liebevoll gearbeiteten Objekte anzufassen. Sie erzeugen ein derart dichtes Spannungsfeld, dass man Angst hat, sie mit der Berührung zum Leben zu erwecken.

Mit metaphorischem Leben füllt der Bildhauer diejenigen seiner Werke, die ein aus Holz gefertigtes Herz enthalten, mit schräg abgesägten Kupferrohren, die die Schlagadern darstellen. In “Democracia en el país del Trigo” – dem einzigen politischen Werk in dieser sehr persönlichen Ausstellung Piumas – sind es übereinandergeschichtete rostige Nägel, die die Menschen symbolisieren, die von ihrem Land nicht gut behandelt werden.

Piuma vereinigt in seinen Skulpturen die unterschiedlichsten Materialen: wertvolle Hölzer, die er poliert und teils kunstvoll verziert – oder aber verbranntes Holz, zu Zacken geschmiedetes Eisen, Nägel, Drahtseil, Stein, Glas – und dann wieder edlen Marmor.

Die explosive Spannung in seinen Werken wird durch die Mischung dieser gegensätzlichen Elemente erzeugt. So sind in der Skulptur “Un mundo mejor” auf einem Block verbrannten Holzes schmiedeeiserne Zacken wie ein bedrohlicher Speerwald angeordnet. In der Mitte der Stachelfestung steht ein kleiner, weißer reiner Block Marmor – die innere Welt, die bei aller Härte ringsherum intakt bleibt.

Die Ausstellung, die José Piuma momentan in der Galerie Atica zeigt, besteht fast ausschließlich aus Werken, die er in diesem Jahr geschaffen hat. Der kreative Prozess, der ihn zu ihrer Vollendung geführt hat, hat viel länger gedauert: “Diese Skulpturen sind alle Bilder meiner Familie”, sagt Piuma – Bilder, die er teils schon seit Jahren in sich getragen hat.

Piuma, der 1969 in Temperley geboren wurde (wo er auch die “Primaria” der deutschen Schule besuchte), ist ein religiöser Mensch und hat neben seiner abstrakten künstlerischen Bildhauerarbeit auch viele religiöse Werke geschaffen – Altäre, Heiligenfiguren und vieles andere. Man kann auf seiner Webseite www.piuma.com.ar einen kleinen Einblick in seine schöne Produktion erhalten.

Seine hervorragenden tiefgründigen Skulpturen der Serie “Rescoldo” kann man dagegen “live” noch bis zum 23. Juni in der Galerie Atica, Libertad 1240, PB “9”, betrachten (Mo-Fr 11-13 und 15-20, Sa 11-13.30 Uhr).

Erschienen im “Argentinischen Tageblatt” vom 16.06.07.

Entre lo visible y lo invisible

Fotos de Lena Szankay en el Centro Cultural de la Cooperación

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La artista argentina Lena Szankay vive y trabaja en Berlín y Buenos Aires. Sus fotografías de una gran densidad emocional hacen visible las marcas internas de la migración y de la pérdida: imágenes sugestivas de interiores y cuerpos fragmentados por la enfermedad tienen como eje la vulnerabilidad y lo transitorio de la vida humana e insinúan nostalgias de algo que no está, está lejano o que se fue. Dicotomías entre lo presente y lo ausente, entre el mundo interno y el externo, entre lo visible y lo invisible.

Lena Szankay emigra a Berlín en 1989 antes de la caída del Muro. Su formación artística en la Argentina fue con grandes fotógrafos contemporáneos actuales. Ha exhibido en Alemania, Argentina, México, Israel, Austria y España. En Alemania ha desarrollado una extensa labor de difusión de la fotografía argentina.

  • Lena Szankay, “Visibles Invisibles”, fotografías. Curador: Alberto Giudici. Centro Cultural de la Cooperación, Av. Corrientes 1543, Sala A. Vigo. Lunes a sábados de 10 a 22 hs, domingos de 17 a 20.30 hs. Desde 07.06.

Unsterbliches Multitalent

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Gratis-Filmzyklus vom 28. Mai bis 1. Juni im Goethe-Institut anlässlich des 25. Todestags von Rainer Werner Fassbinder

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“Vielleicht stimmt es, dass alle seine Filme schlecht sind, aber er ist und bleibt der größte Filmemacher Deutschlands. Er war da, als Deutschland den Film brauchte, um sich selbst zu finden”, sagte Jean Luc Godard. In der Welt des Films lässt sich Rainer Werner Fassbinder (1945-1982) wohl am ehesten mit der Figur des Dracula vergleichen: einer, der niemals stirbt und der denen, die nach ihm kommen, wie ein Vampir auflauert. Er hat weder legitime Erben noch eindeutige Usurpatoren hinterlassen, sondern eher Spuren, die sich auf höchst unerwartete Weise zeigen und äußern.

Bis zu dem Grad, dass die deutsche Kritik sogar schon vom “Mythos Fassbinder” spricht, wie von etwas, das sich enthüllen, demontieren und zerstören soll. Es waren seine unermüdliche Schaffenskraft, seine Vorreiterrolle in Bezug auf den Neuen Deutschen Film und sein extrem provozierender Charakter, die zu seiner Mystifizierung beitrugen und zu einer weltweit bekannten Berühmtheit machten.

Fassbinder war ein Multitalent: Er war Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor und Produzent, arbeitete gleichzeitig für das Kino, das Theater, das Fernsehen und das Radio, und realisierte nicht nur Literaturverfilmungen, Gangster-Filme, schwarze Komödien und Chroniken, sondern auch Theaterstücke und Filme, bei denen Homosexuelle und Lesben im Mittelpunkt standen. Seine große Bewunderung für Douglas Sirk veranlasste ihn sogar dazu, das Melodram mit Filmen wie “Angst essen Seele auf”, “Martha” oder “Die Sehnsucht der Veronika Voss” neu zu erfinden.

All das setzte ihn ab von dem Weg anderer europäischer Autoren und verortete ihn eher in die Nähe der typischen Künstlerfigur aus Hollywood, die er eigentlich auch immer sein wollte. Dennoch hat er seine Wurzeln in der avantgardistischen Subkultur nie aufgegeben oder verraten.

Als Filmemacher, der in den 70er Jahren lebte und arbeitete, ein Jahrzehnt, in dem es vor allem darum ging, Brücken zwischen der Realität und der Utopie zu finden, bemühte sich Fassbinder stets, eine große Bandbreite von sozio-kulturellen und historischen Themen, die politisch von Bedeutung waren, in seinen Filmen abzudecken. “Es gefiel ihm, die deutsche Geschichte zu ergründen, in ihr nachzubohren, und er hat eine Chronik hinterlassen, die mit dem Niedergang des Preußentums in “Effi Briest” beginnt und fortgesetzt wird mit den Chaos-Jahren der Weimarer Republik (“Berlin, Alexanderplatz”), dem Aufkommen des Nationalsozialismus (“Despair- Reise ins Licht”), dem Hitler-Krieg (“Lili Marleen”), der direkten Nachkriegszeit (“Die Ehe der Maria Braun”), dem Ende der 50er- und dem Beginn der 60er-Jahre (“Der Händler der vier Jahreszeiten”), der Epoche der Gastarbeiter, dem heißen Herbst von 1977 (“Deutschland im Herbst”) und dem Ende der RAF (“Die dritte Generation”): “Er verfilmte keine Chroniken in dem Stile wie “Heimat” von Edgar Reitz, sondern zeigte die Momente der Krise und der Veränderung, geschildert anhand der bescheidenen Lebensentwürfe von Kleinbürgern, Mitläufern, Antihelden, Nebenfiguren und Asozialen”, schreibt Thomas Elsässer, Fassbinder-Spezialist und Ehrengast während der Fassbinder-Reihe im Goethe-Institut.

Rainer Werner Fassbinder hinterließ mehr als 40 Filme, aber warum wirft sein filmisches Vermächtnis so viele Schwierigkeiten auf? Auf der einen Seite schlug der deutsche Film der 80er- und 90er-Jahre einen Weg ein, der sich stark von dem unterschied, den Fassbinder gewählt hatte, aber auf der anderen Seite lässt sich der Einfluss Fassbinders auf das Werk vieler international hoch angesehener Regisseure beobachten, so bei dem Spanier Pedro Almodóvar, dem Franzosen François Ozon und auch bei den deutschen Filmemachern Oskar Roehler und Chris Kraus.

Die Filmreihe, welche anlässlich des 25. Todestages des Regisseurs veranstaltet wird, sieht die tägliche Vorstellung eines Fassbinder-Films vor, mit der anschließenden Vorführung eines Films der vier erwähnten anderen Filmemacher. Verknüpft werden die jeweiligen Filme durch eine kurze Erörterung über die Ähnlichkeiten und Nuancen beider Werke. An den Gesprächen nehmen sowohl anerkannte argentinische Spezialisten und Regisseure als auch der Fassbinder-Spezialist Dr. Thomas Elsässer von der Universität Amsterdam teil.

Die Filmreihe beginnt am Montag, dem 28. Mai, und geht bis Freitag, den 1. Juni; die Vorstellungen beginnen jeweils um 18 und 20 Uhr im Auditorium des Goethe-Instituts, Av. Corrientes 319, bei freiem Eintritt und mit simultan übersetztem Vortrag und Diskussionen zwischen den Filmen. Am Dienstag, dem 29. Mai, findet um 20 Uhr das Rundtischgespräch “Fassbinder und die Politik des Opfers” mit lokalen Spezialisten und Filmemachern und Thomas Elsässer statt.

Programm

  • Montag, 28.5., 18 Uhr: “Martha”, in Dialog mit “Scherbentanz” (20 Uhr)
  • Dienstag, 29.5., 18 Uhr : “Satansbraten”. Danach Runder Tisch: “Fassbinder und die Politik des Opfers” mit Thomas Elsässer (20 Uhr).
  • Mittwoch, 30.5., 18 Uhr: “Die bitteren Tränen der Petra von Kant” in Dialog mit “Gouttes d’eau sur pierres brûlantes”/Tropfen auf heißen Steinen (20 Uhr).
  • Donnerstag, 31.5., 18 Uhr: “Die Sehnsucht der Veronika Voss” in Dialog mit “Die Unberührbare” (20 Uhr).
  • Freitag, 1.6., 18 Uhr: “Die Ehe der Maria Braun” in Dialog mit “Carne Trémula”/Live Flesh (20 Uhr).

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Multitalento provocador

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Ciclo de cine gratis en el Instituto Goethe a 25 años de la muerte del cineasta alemán Rainer Werner Fassbinder, de lunes 28 de mayo a viernes 1º de junio

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“Quizás sea cierto que todas sus películas son malas, pero Fassbinder sigue siendo el más grande director de cine de Alemania. Estaba allí cuando Alemania necesitaba películas para encontrarse a sí misma.” Jean Luc Godard

En el mundo del cine, Rainer Werner Fassbinder (Alemania, 1945-1982) tiene algo de Drácula: alguien que nunca muere y que acecha como un vampiro a los que vienen después, sin haber dejado ni herederos legítimos ni usurpadores claros, sino más bien marcas del modo más insospechado. Tanto es así que la crítica alemana hablaba del “mito Fassbinder” como algo que, sorprendentemente, debe desmantelarse, desmontarse y destruirse. Fueron su incansable productividad, su papel como referente del Nuevo Cine Alemán y su carácter extremadamente provocador, lo que creó el mito llevándolo a la fama internacional.

Fassbinder era un multitalento: era actor, director, guionista y productor, trabajaba en forma simultánea en cine, teatro, televisión y radio, y realizaba desde adaptaciones literarias, películas de gánsters, comedias negras y crónicas hasta teatro y cine con temática gay o lésbica. Su enorme admiración por Douglas Sirk, lo llevó, incluso, a reinventar el melodrama con películas como La angustia corroe el alma, Martha o La ansiedad de Verónica Voss. Todo esto lo separaba de la trayectoria de otros autores europeos y lo acercaba a la figura hollywoodense que en algún sentido siempre quiso ser. Sin embargo, nunca llegó a abandonar sus orígenes en la vanguardia subcultural.

Como director que vivió y trabajó durante los 70, una década especialmente dedicada a tender puentes entre la realidad y la utopía, Fassbinder trataba en sus películas una amplia gama de temas socio-culturales e históricos de trascendencia política. “Le gustaba indagar en la historia alemana y ha dejado una crónica que comienza con el descenso de Prusia en Effi Briest, sigue con el caos de la República de Weimar (Berlín Alexanderplatz), el surgimiento del nacionalsocialismo (Despair – viaje a la luz), la guerra hitleriana (Lili Marleen), los años inmediatamente después de la guerra (El matrimonio de María Braun), el final de los años 50 y el comienzo de los 60 (El frutero), la época de los trabajadores invitados de los países europeos pobres, el otoño caliente de 1977 (Alemania en otoño) y el final del grupo armado clandestino RAF (La tercera generación): no filma crónicas del estilo de Heimat de Edgar Reitz sino los momentos de crisis y de cambio retratados en los modestos esbozos de vida de pequeños burgueses, conformistas, antihéroes y figuras secundarias y asociales”, escribe Thomas Elsaesser, el mayor especialista en el cine de Fassbinder e invitado de lujo durante las jornadas en el Goethe.

Rainer Werner Fassbinder dejó más de 40 películas, pero ¿por qué se plantean tantas dificultades con su legado fílmico? Por un lado, el cine alemán de los 80 y 90 tomó una trayectoria bastante distinta de la suya, pero a la vez, la influencia de su legado se observa en directores de alto reconocimiento internacional: el español Pedro Almodóvar, el francés François Ozon, y también en los alemanes Oskar Roehler y Chris Kraus. El evento que se celebra con motivo de cumplirse 25 años de la muerte del cineasta prevé la proyección diaria de una película de Fassbinder junto a una película de los otros cuatro directores mencionados, enlazadas con una breve charla sobre semejanzas y matices de ambos films.

Programa

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Fortschritt durch Technik?

Die Ausstellung “Negatec” im Espacio Fundación Telefónica hinterfragt kritisch und mit viel Humor

Von Susanne Franz

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Oswaldo Maciás Installation “Surrounded by Tears” (Umgeben von Tränen) soll ein Bewusstsein dafür wecken, wie abgestumpft der globalisierte Mensch von heute gegenüber Presseberichten und -fotos von Kriegen oder Naturkatastrophen geworden ist. Susan Sontag beschrieb es in ihrem Essay “Der Schmerz der Anderen”. Maciá beweist, dass man noch nicht zu unsensibel ist, diesen Schmerz zu hören: Er hat rund um die Welt Wehklagen von Opfern aufgenommen und lässt sie uns aus in verschiedenen Höhen von der Decke hängenden Glocken vernehmen – und fühlen.

Der rasante Fortschritt der Technik hat in den vergangenen Jahren das Leben revolutioniert. Die Jugend sitzt vor dem Computer, tummelt sich in virtuellen Welten, die binäre Denkweise 1-0, ja-nein, schwarz-weiß lässt allmählich die Zwischentöne verschwinden, die das Leben reich machen. Alles ist “einfacher” mit Online-Banking oder Online-Shopping, man ist immer erreichbar mit dem Handy am Ohr, man kann alles was man will sofort haben mit E-Bay, Millionen Videos stehen bei YouTube zur Verfügung: So wächst eine Generation heran, die nicht mehr warten kann, keine Langeweile mehr erträgt. Und wenn der Strom ausfällt, herrscht die große Ratlosigkeit, denn was soll man machen, wenn innen nichts mehr drin ist und äußere Reize die Leere nicht überdecken?

Wie viel weiter hat die Technik den Menschen gebracht?

In der Ausstellung “Negatec” im Espacio Fundación Telefónica, die man noch bis Sonntag, den 27. Mai besuchen kann, gehen 13 international bekannte und renommierte Künstler und Künstlergruppen an diese Frage heran. Kurator der Ausstellung ist der 1937 in Deutschland geborene Uruguayer Luis Camnitzer, der seit 1964 in den USA lebt. Er wurde von der argentinischen Künstlerin und Kulturmanagerin Patricia Hakim eingeladen, diese Exposition zu organisieren, sie stand ihm als Co-Kuratorin zur Seite.

Camnitzer, selbst ein international berühmter Künstler und Lehrmeister, betont, dass die von ihm eingeladenen Künstler “keine negative, aber wohl eine kritische Position gegenüber dem technologischen Fortschritt” haben.

Die deutsche Künstlerin Martina Fischer beispielsweise zeigt das in sich geschlossene System, die nur dem eigenen Zweck dienenden “Auswirkungen” vieler technischer Errungenschaften, indem sie drei kleinen, staubsaugerähnlichen Machinen durch ein Kabel Strom zuführt, durch das sie zugleich auch wieder abgewürgt werden, so dass sie sich immer kurz vor und zurückbewegen, ohne jemals aus dem Kreislauf herauszukommen. Von Fischer stammen auch an der Wand installierte elektronische “Beichtkästen”, die mühevolles Formulieren oder peinliche Schuldeingeständnisse gnadenvoll überflüssig machen: Man nähert sich lediglich mit dem Ohr dem Kasten, und schon spricht eine Stimme den Sünder von seiner Schuld frei. Eine weitere Installation Martina Fischers ist ein Geldautomat, in dem man ein Herz schlagen hört. Wirft man durch den vorgesehenen Schlitz eine Münze ein, hört das Geräusch abrupt auf: Der “gütige Spender” hat den Kasten ermordet.

Können Börsenbewegungen hohe Kunst sein? Bei dem schwedischen Künstler Ola Pehrson ja: Er “übersetzt” die Börsenstatistiken in Noten und lässt sie von einem professionellen Chor singen. Sein “NASDAQ Vocal Index” hört sich überraschend gut an.

Die beiden argentinischen Künstler Roberto Jacoby und Syd Krochmalny preisen in ihrer Videoinstallation “La castidad” (Die Enthaltsamkeit) ebendiesen von beiden selbst praktizierten Lebensstil an. Dazu laden sie jeweils zwei Zuschauer (nach vorheriger Anmeldung) in einen abgeteilten Raum ein, in dem man es sich auf einem breiten Bett gemütlich machen kann. Durch Kopfhörer erhält man Anweisungen, dann läuft ein Video, auf dem die beiden durch Schauspieler dargestellten Künstler (ein Jüngling und ein älterer Herr) über allerlei im allgemeinen und die Enthaltsamkeit im besonderen philosophieren. Im Anschluss an den mit 20 Minuten zu langen Film kann man per Notebook mit denen beiden “live chatten”.

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Ein Fest für die Kunst

16. Kunstmesse arteBA 2007 eröffnet

Von Susanne Franz

Am Donnerstagabend wurde im Messegelände La Rural die 16. Messe Zeitgenössischer Kunst arteBA 2007 eröffnet. Die argentinische First Lady, Senatorin Cristina Fernández de Kirchner, Vizepräsident Daniel Scioli, der Stadtregierungschef von Buenos Aires, Jorge Telerman, und sein Konkurrent bei der Wahl zum neuen Stadtchef im Juni, Erziehungsminister Daniel Filmus, durchschnitten gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Stiftung arteBA, Mauro Herlitzka, das symbolische blau-weiße Band und gingen dann, von Blitzlichtgewitter begleitet, durch den Grünen und Blauen Pavillon des Messegeländes, um sich mit dem Angebot der bedeutendsten Messe Zeitgenössischer Kunst Argentiniens und ganz Lateinamerikas vertraut zu machen. Weitere illustre Persönlichkeiten waren Regierungssprecher José Albistur und die Kultursekretärin der Stadt Buenos Aires, Silvia Fajre.

Unbeeindruckt vom Streik der U-Bahnen und dem daraus resultierenden verheerenden Verkehrschaos in der ganzen Stadt, fanden sich über 5000 geladene Gäste bei der Eröffnungsfeier ein.

Die bislang größte arteBA besticht mit einem makellosen Gesamt-Design und der spürbar verbesserten Qualität der Kunstwerke in den ausgesuchten Galerien. Das Publikum kann die Messe bis einschließlich Dienstag, den 22. Mai, täglich von 13-22 Uhr besuchen. Der Eintritt kostet 16 Pesos, für Studenten und Rentner 8 Pesos, und ist für unter 12-Jährige gratis.

Alle weiteren Infos finden Sie auf der Webseite der Messe.

Erscheint im “Argentinischen Tageblatt” vom 19.05.07.

Multimedia en el Faena

Ultra Real de Margarita Paksa

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“Margarita Paksa se recrea -escribe Eduardo Villar en Ñ de este sábado- con nuevos recursos tecnológicos hizo Ultra Real, una remake del 67, cuando era protagonista del Di Tella, y hace meses ganó el Premio Faena en la categoría Multimedia. Ahora presenta el proyecto ganador.”

Explica Margarita: “Dos mujeres juegan a las damas mientras se abanican afanosamente intentando simbolizar el paso del TIEMPO; una tercer mujer está subida a un twister y con su accionar realiza la metáfora del pasaje del día = BLANCO a la noche = NEGRO.

La actividad lúdica es transpuesta a lo digital en la sucesión de movies que enfatizan sobre la dualidad del placer y la desolación, lo trágico de nuestra situación ambiental mundial y la violencia imperante opuestas al amor, la paz, la felicidad y la alegría.”

La cita es el domingo, 6 de mayo, y el lunes, 7 de mayo, de 17 a 24 horas respectivamente, en el Teatro Del Faena, Marta Salotti 445, El Porteño Art District, Faena Hotel, Puerto Madero.

Deutsche Dokus

“Neue Tendenzen im Deutschen Dokumentarfilm” im Leopoldo Lugones-Saal

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“Mein Bruder ist Koch. Er hat die Stadt verlassen und seine Stammkneipe in Berlin im Prenzlauer Berg. Er lebt jetzt seit einem Jahr in Frankreich, in den Bergen, unterm Dach der Pension von Micha und Yvonne. Andreas hat gedacht, er stirbt hier, drei Infarkte, eine Operation, das Herz und nichts mehr vor, aber daraus wird nichts. Mein großer Bruder hat sich plötzlich verliebt. In Vanina, die Frau vom Hufschmied mit den drei Söhnen. Micha finanziert die kleine Pension durch seine Arbeit auf Herzstationen in der Schweiz und in Deutschland. Er ist Kardiotechniker, Yvonne ist es gewesen. Sie nimmt sich jetzt Zeit für die Kinder. Mein Bruder arbeitet für Micha und Yvonne. Er kocht für sie und für die paar Sommergäste. Jetzt ist Oktober, mein Besuch ist kurz. Ich möchte mit meinem großen Bruder über Micha reden, seinen Freund. Unsern IM. Hier geht es nicht um Geheimdienste. Es geht um meinen Bruder und mich. Das Unausgesprochene zwischen uns. Sonst hätte ich diesen Film nicht gemacht.” Thomas Heise

Vom 24.4. bis 3.5. läuft im Leopoldo Lugones-Saal des Theaters San Martín (Av. Corrientes 1530) der Filmzyklus “Neue Tendenzen im Deutschen Dokumentarfilm”, der vom Goethe-Institut und dem Lugones-Kino anlässlich des 40-jährigen Bestehens beider Institutionen organisiert wird. Unterstützt wird der Zyklus vom Dokumentarfilmfestival DocBsAs/07. Alle Filme werden in Originalversion mit spanischen Untertiteln gezeigt. Der Eintritt kostet 5 Pesos.

  • 24.4., 17, 19.30 und 22 Uhr: „Mi hermano“ (Mein Bruder) von Thomas Heise, 2005, 60 Min.
    Ein Film, gedreht in ‘La France Profonde’, im tiefsten Frankreich, und doch über ein sehr deutsches Thema, welches die jüngste Geschichte nachhaltig bestimmte und heute noch prägt: Verrat unter Freunden und an Freunden – in der DDR, forciert und benutzt von den Zuträgern der Stasi.
  • 25.4., 17, 19.30 und 22 Uhr: „¿Cometió delitos de bancarrota Wolf von Amerongen?” (Hat Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen?) von Gerhard Friedl, 2005, 78 Min.
    Die experimentelle Reflexion über die deutsche Wirtschaftsgeschichte zeigt Aufnahmen von Orten der Arbeit und des unsichtbaren Kapitals: harmlose Bilder von Städten, Landschaften, Fabriken und Flughäfen. Auf der Tonspur erzählt eine Stimme in lakonischem Tonfall von den Karrieren, Sitten, Spleens und Katastrophen des Großkapitals. Selten treffen sich Bild und Ton, der Regisseur überlässt dem Publikum die freie Assoziation. Von Amerongen, Flick, Strauß, Krupp, Oetker, Thyssen… Der Film wird zum Wahrnehmungsexperiment, die Montage irritiert, statt zu illustrieren. Und wirft Fragen auf: Wie zeigt man Wirtschaftskriminalität, die nicht abbildbar ist? Und wie kann man Geschichte konstruieren?
  • 26.4., 17, 19.30 und 22 Uhr: „La red“ (Das Netz) von Lutz Dammbeck, 2004, 114 Min.
    Ein Dokumentarfilm, in dem einstige Aktivisten der Gegenkultur der Hippie-Jahre wie auch heutige Wissenschaftler über die Entwicklung des Computers und des Internet befragt werden. Was bringt der menschlichen Gesellschaft die grenzenlose Entwicklung der Informationstechnik?
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